Posts mit dem Label Sparen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sparen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 27. Mai 2016

Sparnotstand


Interessanterweise hatten uns die Verfechter der privaten Vorsorge prognostiziert, dass es durch das erhöhte Sparaufkommen zu mehr Investitionen kommen wird. Das Investitionsargument war die Möglichkeit die Kritik an der privaten Vorsorge über das Mackenroth Theorem zu widerlegen. Zwar würde das Theorem immer noch gelten, aber durch die höhere Investitionsquote gäbe es eben mehr zu verteilen.
 Jetzt tritt das Gegenteil ein und schon wieder eine Prognose widerlegt. Als Physiker wäre so etwas wissenschaftlich gesehen der Grund seine Theorien und Prognosen zu überdenken. Als Mainstreamökonom wird man schon irgendeine Schuldzuweisung finden. Die Hauptsache ist, man stellt seine eigenen Annahmen und Modelle nicht in Frage. Es gibt noch eine Institution die mit dieser Strategie lange Zeit erfolgreich war. Die sitzt im Vatikan.

Chris

Freitag, 8. November 2013

Der Bund der Versicherten glaubt an heiße Luft

Leitzins auf Rekordtief: Verbraucherschützer werfen EZB Bestrafung der Sparer vor

wird  Stimmung gegen die Leitzinssenkung der EZB gemacht. Denn
der Bund der Versicherten sieht das Modell der Altersvorsorge in Gefahr

Die Angst ist sicherlich berechtigt. Allerdings zeigt sie auch das krude ökonomische Verständnis der Verteidiger des Sparens. Die Wirtschaft in der Eurozone wächst faktisch nicht. D.h. die Nachfrage nach Krediten ist niedrig. Ist die Nachfrage niedrig, dann sinkt der Preis für Geld, sprich der Zins.

Weiterhin zeigt die Überschrift, dass die Verbraucherschützer auf ein Recht auf hohe Zinsen pochen. Alles Sparen ist eine Spekulation. Ich verzichte auf heutigen Konsum und hoffe dafür später mehr konsumieren zu können. Ein Recht auf Vermögensvermehrung durch Verzicht gibt es nicht. Die Güter und Werte die durch Geld gekauft werden können, müssen produziert werden. Genau deshalb funktionieren die kapitalgedeckten Versicherungen auch nicht anders als die umlagefinanzierten. Man isst ja kein Geld, sondern Lebensmittel. Die müssen zum Zeitpunkt des Konsumbedürfnisses vorhanden sein. Die Verteilung der Güter geschieht über Geld, welches man zu diesem Zeitpunkt besitzt. Ob dieses über abstrakte Zinszahlungen oder aus prozentualen Verzicht von Einkommen der arbeitenden Bevölkerung generiert wird ist egal. Denn so oder so werden Güter, welche die arbeitende Bevölkerung zum Zeitpunkt x produziert hat verteilt. Diese Verzichtet auf einen Teil ihrer Erträge. Wenn man das begriffen hat, sind Anfeindungen wie die des Bundes der Versicherten einfach nur lächerlich und gehören nicht in die Medien, sondern auf den Müll. 

Chris

Montag, 27. Mai 2013

Wohin die Schuldenbremse führt sieht man gerade in Sachsen-Anhalt

Die unsägliche Schuldenbremse führt zu Bildungs-, Kultur- und Sozialabbau in den Bundesländern. In Sachsen-Anhalt schwingt Rainer Haseloff den Rotstift. 50 Millionen Euro will er Schrittweise bei den Unikliniken einsparen, seine Bildungsministerin musste wegen Widerworten gehen. Die geplante große Demonstration am Mittwoch wird leider wenig bringen. Ein Ministerpräsident kann so etwas aussitzen.
Einfacher wäre es, wenn die Mitarbeiter(innen) der Universitäten und Unikliniken ihre Verträge erfüllen würden. Das bedeutet, dass alle Drittmittelbezieher ohne Lehrauftrag diesen verweigern. Weiterhin wird nur die vertraglich festgelegte und vergütete Arbeitszeit gearbeitet. Der Lehrbetrieb und die Gesundheitsversorgung wären massiv eingeschränkt und das ohne jeglichen Streik. Was Haseloff nicht klar ist, dass die Uni seit Jahren unterfinanziert ist. Die Studentenzahlen sind deutlich über den prognostizierten Zahlen, da viele Studenten aus anderen Bundesländern nach Sachsen-Anhalt geströmt sind. Die Hochschulen zu beschneiden heißt auch sich diesem Wirschaftsfaktor zu verschließen. Da das Ganze mittlerweile wirklich "alterativlos" ist, Dank einer fehlerhaften Politik der Schuldenbremsen werden leider die Argumente gegen die Sparpolitik fehlen.

Chris

Montag, 6. Mai 2013

Kalte Enteignung

Worüber sich nun viele Sparer und Kunden kapitalgedeckter Altersvorsorgeprodukte – angstachelt von SPIEGEL, WELT, Handelsblatt, Focus und Co. – aufregen, ist die vermeintliche „kalte Enteignung“ ihrer Ersparnisse. Auch wenn sich das für Betroffenen hart anhört: Es gibt kein Recht auf Zinsgewinne, auch wenn die politische und mediale Diskussion der letzten zwei Jahrzehnte etwas anderes suggeriert haben.

Jens Berger bringt es auf den Punkt. Wenn Menschen sparen, dann verleihen sie Geld gegen Zinsen. Ist viel Geld vorhanden sind die Zinsen eben niedrig. Reicht einem die Höhe nicht, dann muss man eben das Risiko erhöhen. Wenn jemand eine Zinsgarantie haben will, die über der Inflationsrate liegt, dann könnte er das Selbige auch für Güterpreise, Löhne, Renten und ähnliches fordern. Steigende Löhne sind aber per se schlecht, auch steigende Güterpreise und Renten sowieso, da sie die Lohnnebenkosten steigen lassen. Warum sind Zinsen etwas besonderes? Vor allem da die meisten Menschen kaum Zinsen bekommen. Das sollte man wahrscheinlich mal die Politiker fragen, welche Kapitalerträge nicht als Einkommen sehen, oder die Zeitungen die sich aufregen, dass es eine kalte Enteignung der Ersparnisse gibt.

Chris

Samstag, 29. Dezember 2012

Gold, Gold, Gold

Gold ist sicher. Gold ist eine Anlage, die man in Zeiten schlechter Wirtschaft unbedingt braucht. Gold ist eine Wertanlage. Gold will jeder. So schallt es immer lauter. Das ist auch verständlich, denn der Goldpreis ist vergleichsweise hoch und muss mittelfristig sinken. Indem man viel Werbung für Gold macht, treibt man den Preis für den Absprung. Schließlich war Gold in den 80er Jahren, inflationsbereinigt, schon einmal bei  2400 Dollar (heute ca. 1900 Dollar).


 Auf seriösen Seiten wo solcher Unfug steht


wird natürlich Gold beworben. Aber auch bei Banken, den Medien und vielen anderen wird vernachlässigt, dass Gold 
1. keineswegs stabil läuft,
2. für die vielbeschworene Krise nicht brauchbar ist, da man es nicht essen kann.

Chris

Montag, 27. August 2012

Spart ihr Deutschen

Die Deutschen sparen weniger und verprassen lieber ihr gestiegenes Einkommen (keine Ahnung welches gemeint wird) laut dem Manager Magazin. Selbst wenn das Geld konsumiert würde, ist das per se erst einmal nichts schlechtes. Schließlich ist die Entwicklung des Binnenmarktes alles andere als gut. Das mit mehr Konsum auch die Wirtschaft angekurbelt wird, wird nicht erwähnt. Nein, wenn schon Ausgaben dann soll Investitionen es lieber geben. Konsum  = Gut; Investitionen = Schlecht. Die Frage, warum man um der Investition willen investieren solle, ohne zu erwarten, dass die dann produzierten Güter konsumiert werden, wird nicht erklärt. Aber das nur am Rande.
Im vorliegenden Artikel geht es um andere Dinge. Wenn die Sparquote sinkt gibt es weniger potentielles Geld für den Aktienmarkt. Der DAX macht gerade Höhenflüge. Somit braucht man mehr Geld, um die Börsenkurse zu befeuern und die private Altersvorsorge zu finanzieren. Bei hohen Kursen für Aktien zu werben zeigt wie wenig die Wirtschaftsredaktionen aus der Vergangenheit gelernt haben. Es wird vermittelt, dass der DAX endlos steigen kann. Sicher stand er in der Vergangenheit schon besser da als heute. Vor dem Hintergrund der Endloseurokrise, der brummenden deutschen Wirtschaft sind Riesensprünge wohl eher nicht zu erwarten.

Chris

Mittwoch, 25. Juli 2012

Sparzwänge im Sozialsystem und anderswo

Sozialsysteme

Ein Argument für Sparzwänge im Sozialsystem ist, dass die Menschen immer älter werden und wir uns die Sicherungssysteme aus diesem Grund nicht leisten können. Warum eigentlich nicht? Man sagt einem 50 jährigen Manager oder Ingenieur schließlich auch nicht "du bist zu alt, wir bezahlen dein Gehalt nicht mehr, deine Demographie ist ungünstig". Es wird mehr oder weniger nach Leistung bezahlt. Kann sich das Unternehmen diese Arbeit leisten, dann wird sie bezahlt.

Bei Staaten sieht es ähnlich aus. Nicht das Alter oder die Altersstruktur entscheidet, sondern ob die Wirtschaftskraft ausreicht. Deutschlands Wirtschaft wächst relativ stetig. Warum sollten dann die Kürzungen in den Sozialsysteme Alternativlos sein?

Freitag, 13. Juli 2012

Die 173 Fälle des IWF

Der IWF hat 173 Fälle von Budgetkürzungen in einzelnen Ländern untersucht und festgestellt, dass die konsequente Folge davon wirtschaftlicher Abschwung war. In den wenigen Fällen, in denen auf Haushaltskonsolidierung wirtschaftliches Wachstum folgte, waren die entscheidenden Faktoren eine Abwertung der Währung gegen einen starken Weltmarkt, was aktuell aber nicht möglich ist. Die Lektion der IWF-Studie ist klar – Budgetkürzungen verzögern wirtschaftliche Erholung. Und genau das passiert jetzt – die Länder mit den größten Haushaltskürzungen erfahren die stärksten wirtschaftlichen Einbrüche.

Wieso versuchen wir in Europa so konsequent die Erkenntnis des IWF (nicht gerade eine sozialistische Organisation) zu widerlegen, indem wir Europa ein Spardiktat aufzwingen? Kann und darf man nicht aus Fehlern der Vergangenheit lernen? Scheinbar ist die Ideologie wichtiger als die Vernunft, der Glaube entscheidender als das Wissen. Erschreckend, dass sich dies in Europa abspielt wo einst die Zeit der Aufklärung seinen Ursprung nahm, die Emanzipation der Bürger und des Staates von den Kirchen.

Chris

Montag, 2. Juli 2012

Gott sei Dank ist Asmussen kein Arzt

Wäre er einer, dann hätte seine Patienten nichts zu lachen. Alternativen zu seiner Behandlung gäbe es nicht. Wenn die Wirkung ausbleibt, dann wird die Dosis erhöht. Das die daraus resultierenden Nebenwirkungen tödlich sein können würde ihn nicht interessieren. Nur der härteste überlebt.

Bei seinem aktuellen Besuch in Griechenland meint Asmussen

Das Programm (Sparprogramm) ist die beste Option für Griechenland.

Dies sei die „einzige Lösung“ für das hochverschuldete Land
...
ROUNDUP: Asmussen mahnt Fortsetzung der Reformpolitik in Griechenland an - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-asmussen-mahnt-fortsetzung-der-reformpolitik-in-griechenland-an_aid_775815.html

dass das Sparprogramm bislang in Griechenland keine Ergebnisse gezeigt hat. Dies jedoch liege daran, dass "es nicht richtig in die Tat umgesetzt wird"

Diese Aussagen sind erstaunlich. Warum?

Asmussen weiß welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen zum Erfolg führen werden! Damit ist er weiter, als die meisten Wirtschaftswissenschaftler. Als Staatssekretär für Finanzen sah er die Finanzkrise nicht kommen. Wer hier keinen Widerspruch sieht ist wohl blind.
Asmussen ignoriert die schädliche Wirkung der Sparprogramme. Selbst eine interne Untersuchung des IWF zu Sparprogrammen der letzten 40 Jahren ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nicht sehr hilfreich waren. Was nützt es irgendwann einen ausgeglichenen Haushalt zu haben, wenn der Preis dafür der Ausverkauf des eigenen Landes war. Wenn Asmussen ein Gedächtnis hätte oder sich mit Wirtschaftsgeschichte etwas beschäftigt hätte, dann würde er ein Negativbeispiel kennen. Vielleicht das Negativbeispiel für diese Politik. Deutschland. Die Wiedervereinigung brachte Ausverkauf und Abwanderung. Nun stelle man sich dies ohne Transferleistungen vor. Dann hat man Asmussens "einzige Lösung" die "beste Option".

Chris

Sonntag, 1. Juli 2012

Imageprobleme der Exportwirtschaft

Es liegt bestimmt am Image, dass die deutschen Exporteure weniger in die Krisenländer verkaufen. An dem Verfall der Kaufkraft kann es bestimmt nicht liegen. Da die Kanzlerin auf die Verbände der Exportwirtschaft hört könnte es zwei potentielle Konsequenzen geben. Zum einen wird das Sparprogramm aufgelockert, oder es wird ein Imageberater engagiert.

Chris

Sonntag, 11. März 2012

Sparziel verfehlt

Eigentlich sollte man keinen Gedanken daran verschwenden, dass die Bundesregierung sich selbst mit einem anderen Maß misst als die Nachbarländer, zumindest wenn es ums sparen geht. Interessant sind die Bilder dieses Artikels. Auf denen kann man sehen, dass die Staatsquote deutlich gesunken und die Vermögen deutlich gestiegen sind. Ausgeblendet wird leider, dass die Steuererhöhungen, welche ebenfalls dargestellt werden eben primär die niedrigen Einkommen getroffen haben. Die hohen Einkommen wurden deutlich entlastet. Vor diesem Hintergrund werden die dargestellten Daten noch eindeutiger. Deutschland spart auf Kosten der Armen und des Mittelstands und schützt die Interessen der Reichen und der Konzerne.

Chris

Freitag, 16. Dezember 2011

Unverständliche Logik

Wenn alle Länder sparen sollen und man dann die Handelsbarrieren abbaut, dann sorgt das wie für eine wirtschaftliche Belebung? Mir erschließt sich diese Logik nicht. Wenn die Handelshindernisse die größten Probleme der wirtschaftlichen Entwicklung wären, wieso geht es dann gerade Europa so schlecht? Sicherlich ist freier Handel ein wahrscheinlich ein Vorteil. Aber ich denke es ist nicht der entscheidende. Wenn Frau
Lagarde warnt, dass die aktuelle Krise an die Depression der 30er erinnert, dann hat sie erst einmal Recht. Allerdings sollte sie auch erwähnen, dass die damaligen Sparprogramme nur eine Verschärfung der Depression zur Folge hatten. Eine dramatische Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führt fast immer zu einer Radikalisierung der Bevölkerung. Früher oder später müssen das unsere Politclowns erkennen und umlenken. Mit so viel qualifizierten Personal an der Spitze wird es aber noch eine Weile dauern.

Chris

Freitag, 1. Juli 2011

"Und das ist erst der Anfang", sagt ein Vermummter

In Griechenland wird gespart. Die Kurse der Börsen steigen zum Dank. Nun die Frage: Wer ist der Gewinner in dieser Situation? Die Aussagen des vermummten Demonstranten hätte auch von Bankern kommen können: "Das Sparprogramm, das ist erst der Anfang!"

Chris

Donnerstag, 31. März 2011

Was Hessen von Griechenland lernen könnte

Hier können sich die Hessen ansehen was passiert wenn man in einer Krise spart. Die Griechen würgen ihre Wirtschaft ab und auf einmal Einnahmeprobleme bei den Steuern. Es ist ja nicht so, dass diese von der Weltbank und dem IWF geforderten Maßnahmen nicht schon sehr oft gescheitert wären. Meist ging die Durchsetzung der Maßnahmen Hand in Hand mit der Installation einer Diktatur. Das wird sich Griechenland nicht leisten können, da die Europäische Union dies nicht zulassen würde (hoffentlich). Der Kommentar von Elfis Wochenschau finde ich sehr passend:

Das liest sich wie ein Kapitel eines Lehrstücks mit dem Titel "Was musst du machen, um eine Volkswirtschaft zu ruinieren."

Chris

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Geldmangel führt zu weniger Hinrichtungen

Die Zahl der Hinrichtungen in den USA ist dieses Jahr um zwölf Prozent gesunken. Grund ist nicht nur eine veränderte Einstellung zu Todesurteilen, sondern auch die Wirtschaftskrise: Vielen Bundesstaaten sind die Tötungen inzwischen zu teuer.


Quelle: Spiegel

Anmerkung: Nachdem vor einiger Zeit Gefangene entlassen wurden, weil es zu teuer war sie im Gefängnis zu behalten wird nun die Todesstrafe ausgesetzt. Dies ist nur zu begrüßen. Da sage noch einer Staatsverschuldung sei unmoralisch.

Chris

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Schneechaos

Ein Hoch auf die Effizienz. Die FTD zeigt sehr schön auf, warum ein normaler Winter in Deutschland zum Chaos führt. Mich verwunderte gestern, dass die Bahn für 10 Extrazüge auf den Hauptstrecken, den Verkehr der Nebenstrecken ausdünnen muss. Ich dachte die Bahn hätte noch ein paar Reserven. Scheinbar hat sie diese aber nicht.

Chris

Dienstag, 21. Dezember 2010

Spanien soll mehr sparen

Spanien ist das nächste Land in der Liste der Krisenstaaten in Europa. Das Land wächst, aber scheinbar nicht genug. Die OECD fordert einen härteren Sparkurs. Die Mehrwertsteuer soll erhöht werden, ebenso wie das Renteneintrittsalter. Das Spanien eine der höchsten Arbeitslosigkeiten in Europa hat zeigt die Weitsicht der OECD. In Spanien wurde die Hilfe für Arbeitslose gestrichen. Gehen die zahlreichen älteren Menschen nun 2 Jahre später in Rente, dann braucht man 2 Jahre lang nicht zu zahlen. Mehr Produktivität oder Wachstum bringt das nicht, dem Binnenmarkt wird es massiv schaden, aber die Welt ist eben nicht perfekt. Das in Spanien die obersten 10% der Bevölkerung mehr als 42% des Vermögens besitzen (Stand 2007) führt nicht zu dem logischen Schluss, dass Geld dort zu holen. Die Gewinner der Immobiliengeschäfte der letzten Jahre werden geschont. Sollte der Sparkurs in der vorgeschlagenen Form durchgeführt werden, dann wird Spanien Griechenland folgen. Es wird massive Proteste geben und das Wirtschaftswachstum wird einbrechen. Vernünftige am Menschen orientierte Wirtschaftspolitik sieht anders aus.

Chris

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Irland und der DAX

In gut einem halben Jahr werden sich die deutschen Ökonomen wundern, warum es in Irland drastisch bergab geht. Statt zu investieren und die Wirtschaft auf touren zu bringen wird das genaue Gegenteil betrieben. Es wird gespart, um den Haushalt zu sanieren. Die geretteten Banken verleihen aber dennoch zu überhöhten Zinsen an das Land das sie gerettet hat. Die EU wäre in meinen Augen in der Pflicht dies gesetzlich zu regeln. Dem stehen die Deutschen entgegen, indem sie einen einheitlichen Zins verhindern. Wenigstens ist der DAX auf dem höchsten Stand seit Juni 2008. Die Wirtschaftslage ist zwar deutlich schlechter, aber was solls. Was kümmert es die Börse, dass der Konsum eben doch schwächelt, das die deutsche Wirtschaftsleistung von 2008 erst wieder im nächsten Jahr erreicht wird. Die Börsengurus nennen das Anlagenotstand. Es ist also sicherer in einen überbewerteten Aktienmarkt zu investieren als in die Realwirtschaft. Das sagt in meinen Augen viel über die Aussichten aus.

Chris

Dienstag, 12. Oktober 2010

Liberale: Elterngeld für Spitzenverdiener streichen

Da macht die FDP wirklich mal einen Vorschlag der vernünftig ist und wird dann abgelehnt von Kristina Schröder. Einer der jungen Wilden im Kabinett. Sie reiht sich ein in die Kompetenzreihe unserer Regierung. Über Beziehungskungeleien wurde die Promotion erreicht, welche "wissenschaftlich" erklärt warum man den reichen Eltern das Geld nicht kürzen darf, den armen aber schon. Mir erschließt sich das kranke Bild dieser Frau nicht. Sie selbst hält sich für konservativ-liberal. Zwei Richtungen die eigentlich nicht zusammengehen. Die Politik hat sie verstanden und darum geht es. Schmiere den Wohlhabenden Honig ums Maul, dann bekommst du irgendwann eine gut bezahlte Stelle. Gearbeitet hat sie zwar noch nie, aber wer nach Qualifikationen in unserer Regierung sucht, der sucht vergebens.

Als Erinnerung: "Als Kristina Köhler zwölf war, schwärmten ihre Klassenkameradinnen für Pferde, sie für Helmut Kohl."

Chris

Donnerstag, 16. September 2010

Industrieproduktion in der Eurozone

Eine sehr schöne Zusammenstellung des Industrieoutputs in der Eurozone. Bezeichnend dabei ist, dass der Output deutlich unter den Werten von 2007/2008 liegt. Die Erholung ist also doch nicht so stark. Ebenfalls interessant zu sehen ist, dass gerade Griechenland und Spanien keine Erholung, sondern eine Talfahrt haben. Willkommen im Sparpacket kann man dazu nur sagen. Warum sich dann immer noch Analysten wundern, warum die Zinsraten nicht nach unten gehen ist eine gute Frage. Wenn keine Substanz erzeugt wird, ist es egal wie viel man spart.

Chris