Mittwoch, 20. Mai 2026

Irre Vorschläge

Ich halte die Vorschläge für ein fragwürdiges Verständnis von "wir müssen die Demokratie schützen". Indem wir sie abschaffen? Wenn die AfD so gefährlich ist, was ich glaube, wo ist das Verbotsverfahren? Stattdessen schränkt man die Fähigkeiten einer gewählten Partei ein. Wie stellen diese Leute aber sicher, dass es nicht jeder anderen Partei auch so geht? Warum tauchen die Linken als Gefahr in dem Text auf? Es ist wie bei der Migrationspolitik. Man möchte nicht, dass die AfD diese menschenverachtende Politik macht. Also benennt man sie um und macht genau diese menschenverachtende Politik. Jetzt möchte man die Demokratie schützen, indem man gewählten Parteien die Macht entzieht etwas zu tun?! Das ist ein Vorschlag von der Polizei. Sie soll verfassungstreu sein und ich bin mir sicher so etwas ist nicht vorgesehen. Ich persönlich finde diesen Vorschlag gruselig. So schlimm die AfD ist, aber wir können doch nicht alles zerstören, damit sie es nicht tun können.

Chris 

Sonntag, 17. Mai 2026

Das neue Narrativ

Seit einiger Zeit geistert ein Narrativ durch die Gegend, dass eigentlich die Linken für die AfD verantwortlich seien. Sie nehmen die Wähler nicht Ernst und treiben sie quasi in die Arme dieser rassistischen Partei. So schieben die Konservativen ihre Verantwortung von sich weg. Mehr noch die einzige wirkliche Lösung wird weggewischt und oben drauf, macht man schon wieder was diese Wähler kritisieren. Ihnen wird keine Meinung zugestanden. Es wird implizit unterstellt, dass sie dumm sind. Die Eliten wüssten alles besser und der arme Bürger ist durch Eliten manipuliert. Egal wie man es dreht, diejenigen die das behaupten verfestigen das rechtsextreme Narrativ. Dazu kommt, dass die AfD Wähler sich, falls es nicht knallt, wunderbar auf diese Ausrede zurückziehen können. Sie waren ja gar nicht für ihre eigene Entscheidung verantwortlich. Sie wurden dahin getrieben. Sie "folgten ja nur Befehle". Denn natürlich wissen viele Wähler der AfD, dass sie menschenverachtende Forderungen unterstützen. Wenn der Nachbar mit migrantischen Hintergrund dann irgendwann weg ist, dann wundern sie sich, weil er es ja nicht war den sie meinten. In den USA kann man genau das gerade sehen. Wenn dann die syrischen Ärzte weg sind und keine Termine beim Arzt zu bekommen sind, dann können sich die Wähler der AfD bequem zurückziehen und wieder allen anderen die Schuld geben, nur nicht sich selbst. Wer hindert diese Menschen sich sinnvoll einzurbringen? Das muss nichts großes sein. Ein Trainer im Verein der nett zu seinen Mitmenschen ist, hilft sehr viel. Einkäufe für alte Menschen erledigen, Feiern verantstalten, usw. Alles sind Möglichkeiten. Auch zu demonstrieren und endlich die Frage zu stellen, wo der Wohlstand landet, der offensichtlich fehlt.

Chris 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Rassimus im Zug

So ähnlich habe ich es selbst erlebt. Ein Mann fotographiert eine Muslima. Sie will das nicht und holt den Schaffner. Der kommt auch und redet mit dem Mann und die Fotos werden gelöscht. Allerdings ist er sehr herablassend gegenüber der Frau. Sie solle sich nicht so haben, es seien ja nur Bilder. Auf meinen Hinweis, dass sie das Recht am Bild habe und sehr wohl wütend sein dürfe, änderte sich der Ton etwas. Als erst wenn ein weißer Mann einer migrantisch gelesenen Frau Recht gibt, wird sie respektiert. Klassische Täter Opfer Umkehr. Denn für den Schaffner war es lästig, man merkte das. 

Etwas zu sagen ist wichtig. Vor allem als Mann. Das Risiko ist unglaublich gering und es hilft Personen.

Chris 

Mittwoch, 6. Mai 2026

Ökonomendenken

Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch über Ökonomie und ökonomische Modelle. Interessant dabei ist, den Wahrheitsanspruch den scheinbar viele Ökonomen haben. Als Ingenieur kann ich sagen, dass man mit einem solchen Anspruch deutlich vorsichtiger ist. Dabei kann man viele Dinge im Gegensatz zur Ökonomie testen.

Was mich tatsächlich faziniert ist, dass viele Dinge die mir etwas merkwürdig vorkamen, tatsächlich merkwürdig sind. So ist die Aussage, dass Märkte effizient seien mit der Aussage Märkte könne man nicht steuern und Regeln, weil sie zu komplex seien nicht kompatibel. Tatsächlich ist das wohl eine alte Diskussion. Aber diese taucht nirgends auf. Das Machtungleichgewichte nicht betrachtet werden, fiel mir auch in vielen Diskussionen auf. Aber das es tatsächlich so ist, entsetzt mich dann doch. 

In der Standardökonomie lebt man scheinbar von Floskeln die in Modelle gegossen worden sind. Effizienz ist das größte Mantra. Was effizient ist, wird nicht wirklich definiert. Man nimmt dann Paretooptima an. Gleichzeitig ignoriert man soziale Ungleichheiten und Umweltzerstörung. Will sagen, wie kann man von Effizienz reden, wenn man ganz wesentliche Aspekte auslässt. Die soziale Ungleichheit kann dazu führen, dass die Märkte komplett  verschwinden. Scheint nicht sehr effizient von einem Markt zu sein, wenn er sich selbst abschafft?

Auch wird selten diskutiert wo Märkte gut funktionieren und wo nicht. Wenn man sehr viel Bürokratie braucht, um einen Markt zu konstruieren, funktioniert er wahrscheinlich nicht gut. Diese Ignoranz ist erstaunlich. Ökonomen leben in ihrer eigenen Welt. Das akzeptiere ich. Aber das niemand sonst auf die Idee kommt das breit in Frage zu stellen ist erstaunlich. Weniger ökonomisches Denken würde uns guttun.

 Chris