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Donnerstag, 1. März 2018

„Bedürftigkeit ist Bedürftigkeit. Dafür ist nicht die Staatsangehörigkeit die Richtschnur.“

sagte Regierungssprecher Seibert, während man im Mittelmeer weiter Menschen ertrinken lässt und / oder in Lagern außerhalb der EU einsperrt.
Wie können solche Menschen morgens eigentlich aufstehen und nicht von diesen Widersprüchen zerrissen werden. Wer das Eliten- und Medienversagen erleben will, kann sich die Tafelproblematik anschauen. Wahlweise, kann man sich auch die Fahrverbotsdebatte ansehen. Dort werfen die Medien der Politik zu Recht versagen vor. Jahrelang wurde nichts unternommen. Die Medien berichteten aber auch nicht, sondern feierten die Automobilindustrie. Ist das kein Versagen? Ich denke schon. Es zeigt, wie man sich von der Realität abkoppelt je länger man an der Spitze steht.

Chris

Dienstag, 29. Mai 2012

Menschenverachtende Eliten

Der Ausspruch "Griechen sollen Steuern zahlen ich habe kein Mitleid" der IWF Chefin Lagarde bestätigt, dass sie letztenendes die richtige Wahl für den Posten war. Einfach mal ein Pauschalurteil abgeben und Opfer zu Tätern machen. Bei der Bankenrettung war der IWF nicht so vorlaut. Da ging es schließlich, um die Rettung der wichtigen und richtigen Menschen. Dort waren die Probleme natürlich nicht selbstverschuldet. 
Der Afrika Vergleich verdeutlicht zudem, dass es Menschen gibt denen es noch schlechter geht als den Griechen. Das heißt nicht, dass diesen Menschen geholfen wird. Denn auch in Dritte Welt Ländern wütete der IWF. Dort verfolgt man lieber Ideologien, anstatt sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Immer und überall sollen die Schulden und Zinsen bedient werden. Erst danach geht es um das Überleben der Menschen und der Wirtschaft. Ein Land, welches in der aktuellen Krise nicht diesem Ratschlägen gefolgt ist, ist Island. Dort geht es den Menschen besser und die Kreditwürdigkeit ist hergestellt. Kreativität und alternative Ideen sind halt nicht gewünscht. Da reiht sich Lagarde sehr gut ein. Man sollte sie frage was sie von Ärzten hielte, die unabhängig von der Krankheit die gleiche Medizin verschrieben. Wahrscheinlich wäre dies für sie effizient.

Chris

Dienstag, 19. Juli 2011

Und sie Pöbeln wieder unsere Eliten

Hoffen wir mal das es Herrn Hahne für seine Aussage
Ich fordere ein generelles Bettelverbot auf öffentlichen Plätzen [...] Die traditionelle „Kultur des Bettelns“ in unserer abendländischen Gesellschaft hat in einem Sozialstaat keine Berechtigung mehr. Diese Bettelei ist Belästigung und Nötigung.
ebenso ergeht wie einem Herr Sarrazin. Wie dumm muss man sein, eine Bevölkerungsgruppe in Deutschland zu diskreditieren und dann durch einen Stadtteil zu laufen wo diese Bevölkerungsgruppe sehr präsent ist. Man geht auch nicht als Dortmund Fan in voller Montur durch Gelsenkirchen, oder? Die Berliner Morgenpost meinte dazu
Ein verdienter (wie man hier sieht) ehemaliger Senator, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, außer ein Buch mit unwillkommenen Zahlen und deren Analysen zu schreiben, wird aus einem zentralen Berliner Stadtteil, der nach eigenem Selbstverständnis die Speerspitze der Integration in Deutschland darstellt, förmlich herausgemobbt.
Sie vergisst, dass die Zahlen teilweise mehr als fragwürdig waren. Sarrazin wollte Polarisieren und hat dies offensichtlich geschafft. Er erntet nun die Saat die er gesät hat. 

Chris

Freitag, 11. Februar 2011

Privatschulen

Über diesen Artikel habe ich mich gefreut."Warum Privatschulen schlechter sind als ihr Ruf?" Die Gründe für den guten Ruf haben in meinen Augen viele Ursachen. Erst einmal sind tendenziell weniger Ausländer auf diesen Schulen. Ebenso gibt es weniger arme Kinder dort (nach Sarrazins Genthese sind arme Kinder ja dumm). Ein weiterer Punkt ist die Werbung der Schulen. Eine öffentliche Schule betreibt sie nicht. Das der Wettbewerb im Schulwesen gefördert wird widerlegt diese Studie. Die Frage ist ja auch wie ein solcher Wettbewerb aussehen soll. Sollen die Kinder besonders gute Noten bei einem Zentraltest bekommen oder hinterher einen guten Job. Ersteres erlangt man, indem man stupide solch Tests übt ohne wirklich etwas zu lernen (außer diese Tests zu lösen). Der zweite Vergleichwert ist hinfällig. Man braucht nur an Eliteschulen und Universitäten schauen, welche über ihren Namen und die Beziehungen den Start ins Berufsleben verbessern. Ein wirklicher Konkurrenzkampf ist in meinen Augen nur schwierig möglich. Man kann zwar auf den Preis schauen, aber die dafür erhaltene Leistung ist schwierig zu ermessen. Solche Dinge werden gerne ignoriert, wenn es darum geht das Schulsystem weiter zu privatisieren.

Chris

Montag, 8. November 2010

Unser Wertesystem droht zu zerbrechen

Während man in den USA zu erfolgreichen Führungskräften aus der Wirtschaft aufschaut, geht hierzulande jeder Respekt vor Eliten verloren.

Als ich diesen Spruch im Gastkommentar vom Präsidenten des Bankenverbandes gelesen habe musste ich lachen. Was ist denn das Elite? Kann er das definieren? Gehört dazu, dass die Banken die Weltwirtschaft in den Abgrund geführt haben? Gehört dazu, dass sich Banken bei der EZB Geld für 1% leihen und dann an Staaten wie Griechenland zu 6% weiterleihen? Ja das ist die Elite, welche die Menschen sehen. Wieso soll man vor solchen Menschen Respekt haben. Respekt muss man sich verdienen. Den Elitebegriff kann man sich kaufen. Wenn man mittelmäßig in der Schule ist die Eltern aber reich sind, dann geht es auf das Eliteinternat und schon gehört man dazu. Was qualifiziert Menschen dazu über andere zu bestimmen, obwohl sie über das Leben dieser anderen nicht Bescheid wissen? Das sind die Fragen die sich Herr Schmitz stellen sollte. Dann würde er auch verstehen, dass in Deutschland nicht alle Menschen an heiße Luft glauben. Welches Wertesystem zu zerbrechen droht verstehe ich auch nicht. Wenn die Menschen die Führung kritisieren ist dies genau das, was eine Demokratie braucht. Wirtschaftsführer und Politik müssen sich dem Volk stellen. Sie können nicht von oben herab arbeiten. Genau das tun sie aber, wieso ihnen auch nur noch wenige zutrauen die Probleme des Landes zu lösen. Das Zutrauen muss also wieder erarbeitet werden. Wohlstand kann zwar Einfluss hervorbringen, den Glauben das dieser gerechtfertigt ist aber nicht.

Chris

Dienstag, 12. Oktober 2010

Liberale: Elterngeld für Spitzenverdiener streichen

Da macht die FDP wirklich mal einen Vorschlag der vernünftig ist und wird dann abgelehnt von Kristina Schröder. Einer der jungen Wilden im Kabinett. Sie reiht sich ein in die Kompetenzreihe unserer Regierung. Über Beziehungskungeleien wurde die Promotion erreicht, welche "wissenschaftlich" erklärt warum man den reichen Eltern das Geld nicht kürzen darf, den armen aber schon. Mir erschließt sich das kranke Bild dieser Frau nicht. Sie selbst hält sich für konservativ-liberal. Zwei Richtungen die eigentlich nicht zusammengehen. Die Politik hat sie verstanden und darum geht es. Schmiere den Wohlhabenden Honig ums Maul, dann bekommst du irgendwann eine gut bezahlte Stelle. Gearbeitet hat sie zwar noch nie, aber wer nach Qualifikationen in unserer Regierung sucht, der sucht vergebens.

Als Erinnerung: "Als Kristina Köhler zwölf war, schwärmten ihre Klassenkameradinnen für Pferde, sie für Helmut Kohl."

Chris

Montag, 27. September 2010

Hartz 4 Erhöhung

Der neue Hartz 4 Satz ist da und zeigt die mathematischen Fähigkeiten unserer Bundesregierung. Der Satz wird erhöht, aber gleichzeitig werden bestimmte Bereiche gestrichen. Unterm Strich bleiben noch 5 Euro übrig. Die allerdings nur für alle die keine Kinder sind. Ähnlich wurden die Bildungsabgaben nach oben gerechnet. Heizkosten wurden in die Bilanz für die Bildung eingebaut und schon waren die Kosten die Gleichen, aber die Bilanz geschönt. Wie sieht das nun konkret bei den Hartz 4 Bezügen aus? Man streicht also den Alkohol und Tabak Zuschuss aus der Aufschlüsselung. Da unsere Bundesregierung weiß, dass jeder Empfänger das Geld genau (!!!) für diesen Bereich verwendet wird also nur ein Teil des Luxus gestrichen. Im Gegenzug gibt man den Menschen Geld für einen Internetzugang und einige andere kleinen Sachen und feiert das Ganze als sozial verträgliche Erhöhung. Unterm Strich ändert sich gar nichts. Es werden allerdings die Gedankengänge unserer Politikelite deutlich. Dort ist man auch nicht mehr bestrebt möglichst viele Wähler zu haben, sondern die Wahlbeteiligung zu drücken. Somit kommt man auf seine Prozente. Für mich ist der Vorschlag von Ursula von der Leyen ein Beispiel für Parallelweltdenken. Während von den Einen Leistung erwartet und der Druck immer weiter erhöht wird, werden andere staatlich alimentiert (Pensionen bei der HRE, Managergehälter bei geretteten Banken).

Chris

Dienstag, 10. August 2010

Wiederholung macht anschaulich

Die aktuelle Diskussionskultur basiert auf endlosen Wiederholungen von Phrasen und Personen. Argumente bleiben häufig auf der Strecke. Ein Beispiel ist die Finanzberatung. Die private Rente soll Schmackhaft gemacht werden. Aus diesem Grund wird von Bert Rürup die Aussage "Mindestens 10% des Bruttos sollte man privat Vorsorgen" bemüht. Das dies im Interesse des Herrn Rürup zu diesem Zeitpunkt lag, da er Chef bei der AWD war wird verschwiegen. Auch wird immer wieder die Versorgungslücke im Alter bemüht. Zwar sind alle Zahlen die verwendet werden blinde Spekulation, aber dennoch werden sie als bestmögliche Vorhersage dargelegt. Der Rentenzuwachs aus öffentlicher Hand liegt bei diesen Rechnungen bei 0%. Das wird selbst bei den härtesten Bundesregierungen eher unwahrscheinlich sein. Auch die Durchschnittsrendite von 8% ist nur so lange realistisch, so lange nur wenige Menschen privat Vorsorgen. Machen es alle ist so viel Geld im Umlauf, dass im optimalen Fall die Zuwächse des Wirtschaftswachstums als Rendite rauskommt. Durch die Wiederholung der Zahlen wird sich daran nichts ändern.
Politik wird ebenso betrieben wie der Verkauf einer Versicherungspolice. Kritische Fragen (auch im Bundestag) werden ignoriert. Ab und an sollten die Führer unseres Landes hinhören. Es würde ihnen Helfen die Menschen zu verstehen. Vielleicht sollte man einen Mythos diesbezüglich wieder aufleben lassen. Auf Kuba nach der Revolution soll Che Guevara angeblich zu den Bauern gegangen sein. Er hat dort mit ihnen so lange gearbeitet bis er ihre Leistung erbracht hat und ihre Nöte verstand. Das sollten in meinen Augen alle Ärzte, Ingenieure, Manager, Politiker, ... machen. All jene die ihre Nase nicht aus dem Himmel kriegen. Dann würde so mancher verstehen wo die wirklichen Probleme der Welt liegen und probieren sie zu lösen anstatt mit Wiederholungen von schwammigen Aussagen seine eigene egoistische Zielstellung zu verfolgen.

Chris

Mittwoch, 20. Januar 2010

PR-Berater Kocks: "Ich finde Bernie Madoff großartig"

Kocks: Ich finde Bernie Madoff großartig. Der hat vor allem Leute betuppt, die es wirklich verdient haben. Wer bei ihm investierte, wollte zweistellige Renditen auf Märkten kassieren, auf denen selbst Topspieler wie J. P. Morgan, Goldman Sachs und die Deutsche Bank nur einstellige Rendite machten. Da muss doch jeder, der nur die mittlere Reife hat, sehen, dass da etwas nicht stimmt. Gier schaltet das Hirn aus.

Quelle: finanzen.net

Anmerkungen: Sehr interessant zu lesen. Die Beschreibung unserer "Eliten" finde ich sehr treffen. Auch das er auf die Scheinheilligkeit von Horst Köhler, Angela Merkel und Per Steinbrück eingeht kommt viel zu selten vor.

Chris

Dienstag, 19. Januar 2010

Clement Angst um seinen Arbeitsplatz

Nachdem das Bundesverfassungsgericht bei Hartz 4 wohl Korrekturen fordern wird, meldet sich der ehemalige Minister Wolfgang Clement zu Wort. Auf die vorgezogenen Vorschläge zu Änderungen der Mindestsätze reagiert er empört. "Arbeitsplätze schafft das nicht", sagt er und meint damit seinen eigenen der Wohl in Gefahr ist. Denn wieso käuflich sein, wenn die Leistungen dann nicht mehr kommen. Wieso Hartz 4 und Leiharbeitergesetze kreieren, wenn sie nachher wieder abgeschafft werden. Clement hat Angst um seine Arbeit. Natürlich sagt er das nicht so. Für ihn hat das BVG nichts in der Politik zu suchen. Er fragt sich nicht einmal warum das Gericht so oft Einsprüche erhebt, sondern kritisiert nur das es das tut. Vielleicht sollte sich der liebe Herr Clement mal die Verfassung in diesem schönen Land ansehen. Wenn er die verstanden hätte, würde er sofort erkennen, dass eine Vielzahl der Gesetze im letzten Jahr verfassungswidrig waren.

Anmerkungen:
2 Beispiele aus Wolfgang Clements Leistungen nach der Politik:

- er sitzt im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS) (er hat die Leiharbeit vorher Liberalisiert)

- die Citigroup Global Markets Deutschland der Citibank, der Verlag M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG sowie das Beratungsbüro Deekeling Arndt Advisors (DAA) sicherten sich die Mitarbeit Clements (er hat mit Rot/Grün die Liberalisierung der Finanzmärkte mitgetragen)

Chris