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Donnerstag, 29. August 2024

Deutschland ist rassistisch

Ach, wie regen wir uns über die unmenschliche AfD auf. Die hetzt gegen Minderheiten und Menschen mit Migrationsgeschichte. Was jetzt gerade passiert ist einfach nur schlimm und durchsichtig. Was ist passiert:

Eine Person, die in Syrien geboren wurde und nach Deutschland kam, hat mit einem Messer drei Menschen ermordet. Die Person hätte wohl nicht hier sein dürfen. 

Was passiert denn sonst noch.

Ein Mann, der in Deutschland geboren wurde im begeht eine "Beziehnungstat" (Femizid) und ermordet seine Freundin und deren neuen Liebhaber, weil seine Liebe zurückgewiesen wurde.

Ein LKW (der wurde gar nicht geboren) überfährt ein Kind beim Abbiegen. Das Kind stirbt vor Ort.

Ein PKW rast über den Fußweg und überfährt Passanten.

Eine in Deutschland geborene Person ermordet Menschen, weil sie anders aussehen.


Die Liste ist endlos. Jeden Tag sterben Menschen. Für die einzelne Person und deren Umfeld ist das dramatisch. Für die Gesellschaft als Ganzes ist es irrelevant. Das klingt hart, es ist aber so. Es wurden drei Menschen getötet und die Medien sind voll. Das Volk will Rache. Die Konsequenzen bei überfahrenen Kindern ist hingegen, dass es kein Mensch, sondern ein LKW war. Am Straßenverkehr wird nichts geändert. Tausende sterben weiterhin. Femizide, häusliche und sexualisierte Gewalt beeinträchtigen das Leben von hunderttausenden oder sogar Millionen Frauen. Das ist medial nicht interessant. Warum auch?
Dass rechtsradikale Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund ermorden, wird bestenfalls zur Kenntnis genommen. Mehr Sozialarbeit in den Brennpunkten, mehr Perspektive für junge Menschen, egal. Für viele dieser Problem, gäbe es sogar politische Lösungen. Sie wären langfristig. Man könnte Straßen verbessern, Abbiegeassistenten vorschreiben, Ampeln entkoppeln, Sozialarbeit in Schulen ausbauen, usw. Vollständig verhindern könnten man solche Dinge nicht.

Jetzt kommt Solingen. Dort sterben drei Menschen. Ermordet von einem, wahrscheinlich traumatisierten Menschen, der hier nicht willkommen war. Er sollte Weg und wusste das. Ob vorher oder erst dann radikalisiert, tötete er. Das ist keine Entschuldigung, sondern eine Beschreibung, dass auch Täter, Opfer sein können und eine Geschichte haben. 

Stattdessen geht es nicht, um den Täter. Der wird nur beiläufig erwähnt. Es geht jetzt, um alle potentiellen Täter. Und hier startet der Rassismus. Alle Syrer und Afghanen sind potentielle Mörder, darum dürfen alle nicht mehr kommen und eigentlich sollen sie weg. Eine Tat von einem in Syrien geborenen Mann, sorgt dafür, dass Menschen aus zwei vollkommen verschiedenen Ländern abgeschoben sollen oder nicht mehr herkommen dürfen. Warum Afhanistan, bei den Morden eines Syrers? Ich weiß es nicht. Aber es wird gierig aufgenommen. Das sind alles Monster und wir müssen uns schützen. Das steht zwar nirgendwo so explizit. Aber in einfacher Sprache des politischen Sprechs, würde genau das rauskommen.

Wird es was nützen nein. Aber das Volk verlangt es. Es hat Angst und darum müssen wir so tun, als ob wir etwas tun. Und hier kommt die politische Komponente des Rassismus rein. Keiner (bis auf die AfD) wird zugeben rassistisch zu handeln. Aber gerade im Politbereich ist es durchsichtig. Solche Forderungen kosten nichts. Sie lenken davon ab, dass die Ampelregierung nach dem Haushaltsstreit am Ende ist und diese drei Parteien und die CDU/CSU kein Konzept für die Entwicklung unseres Landes hat.

Die Lösung ist einfach. Lenk das Thema auf eine Minderheit, die sich nicht wehren kann, quasi keine Sympathien besitzt und nutze die Emotionen. Am Ende dürfen sich alle wundern, warum Rassismus in der Mitte der Gesellschaft wieder Fuß gefasst hat.

Und die Medien? Wie immer ein grandioses Versagen, der Leitmedien. Es wird nirgendwo gefragt, ob die Forderungen etwas bringen würden. Es wird nicht gefragt, warum wir Menschen mit psychischen Problemen nicht helfen. Es wird nirgendwo erklärt, dass jeden Tag tausende Menschen sterben und wir nicht "marodierend" durch die mediale Landschaft das Verbot von Automobilen fordern oder die Inhaftierung aller Männer.

Nirgendwo wird die Frage gestellt, was denn all die Verschärfungen der Vergangenheit denn so brachten. Fühlt sich irgendwer sicherer? Brachte es irgendetwas, außer, dass Menschen die geflüchtet sind, drangsaliert werden? Nein wir nehmen sie in Gruppenhaft. Warum Afghanen, aber keine Ukrainer? Die Antwort ist klar. Ukrainer unterstützen wir im Krieg und die sind weiß. Selbst wenn dort ein traumatisierter Ex Soldat eine solche Tat begehen würde, wäre eine differenzierte Berichterstattung und eine gemäßigte politische Diskussion zu erwarten. Aber da Syrer und Afghanen, scheinbar, grundsätzlich schlechte Menschen sind, müssen sie alle leiden.

Mich erschreckt das zutiefst, wie schnell die Werte, die wir angeblich haben, wegschmeißen. Wir vielleicht waren sie einfach nicht da. Seit einer Woche lese ich nur über Solingen und die Konsequenzen. Als Hannau stattfand, war nach einigen Tagen Schluss. Ist auch klar, dass waren ja Deutsche mit gesichert rechtsextremen Hintergrund, die dort gemordet hatten.

Parallel dazu will die AfD Menschen mit Migrationsgeschichte aus Thüringen ausfliegen. Das dort keine Leben und keine leben wollen, interessiert niemanden. Wenn die AfD Sachsen und Thüringen gewinnt, dann wird niemand verstehen. Wer Rassismus und rassistische Narrative verbreitet und als "normal" darstellt, macht die AfD "normal". Wer Solingen als "DAS" Problem in Deutschland über Wochen präsentiert, darf sich nicht wundern, dass die Partei gewählt wird, die verspricht dieses Problem zu lösen.

Medien und die demokratischen Parteien versagen auf ganzer Linie. Sie machen keine Angebote, ordnen nichts ein und stehen staunend daneben, wenn sie die Konsequenzen ihres Handels beobachten. Nur merken sie es nicht einmal. 

Wir sind alle Rassisten. Sich dessen bewusst zu machen, ist wichtig. Es findet nicht statt. Wir feiern universelle Menschenrechte und den Humanismus. Aber bei einer Einzeltat, sprechen wir ganzen Menschengruppen ihre Rechte ab, weil sie aus dem gleichen Land (Afghanistan?) stammen wir der Täter.

Chris

Montag, 10. Juni 2024

Realitätsabgleich

Ein Realitätsabgleich ist manchmal ganz gut. Was ich gestern als Wahlhelfer gesehen habe, ist ein solcher Abgleich. Dass sich Menschen quasi nicht mit der Wahl beschäftigen und überrascht sind, dass so viele Parteien auf dem Zettel stehen, wusste ich schon. Es erklärt, warum Wahlplakate bei so vielen immer noch funktionieren. Es werden Marken gewählt und keine Inhalte. Erschreckend war etwas anderes. Deutschland ist fett, alt und krank. In vielen Fällen treffen 2 von 3 zusammen. Schnaufend wurde sich einige Meter durch den Raum bewegt. Ausweichbewegungen beim Laufen hatten locker 20 % der Personen. Es wurde mit dem Auto bis vor das Wahllokal gefahren. Dabei sind die Wege nicht weit.

Und jetzt spielen wir diese Erkenntnis mal etwas weiter. Diese Menschen bräuchten jetzt schon Hilfe, werden diese aber in wenigen Jahren definitiv benötigen. Das Potenzial an Pflegebedürftigkeit war enorm. Trotzdem wählen diese Menschen dann Rassisten, die hier lebende Menschen am liebsten ausweisen würde und Parteien, die junge Menschen nicht nach Deutschland lassen wollen. D.h. sie sägen auf dem stark durchgebogenen Ast, auf dem sie sitzen. 

Warum ist es kein Thema, dass Deutschland fett und krank ist? Es wird in den Medien über die Landesverteidigung fabuliert. Man wolle Altsoldaten reaktivieren. Wenn ich mir selbst die jüngeren anschaue, dann taugen diese als Sandsäcke. Das ist herablassend und es mag individuelle Ursachen geben. Aber in der Häufung ist es, ein strukturelles Problem. Wir fördern qua Infrastruktur Bewegungsarmut. Durch den Rückbau von preiswerten Alternativen gammelt man gerne vor dem Fernseher und isst dabei ungesundes Zeug. Gesundes Essen ist teurer als ungesundes. Gezielt wird verhindert, Kinder gegen so etwas zu schützen. Und die Erwachsenen leben es vor. Da werden Bonbons an die paar Kinder, die kommen, verteilt. Ist ja nett gemeint. Auf die Idee ein paar Äpfel hinzulegen kommt niemand.

Mein Fazit ist, die Hässlichkeit unsere Politik gegenüber Menschen, die arm und oder fremd sind, schlägt sich in den Menschen wieder, die diese Politik wählen. Warum das so ist, keine Ahnung. Vielleicht merken diese Personen, dass sie nicht mehr mithalten können. Sie sind halt gammelig. Meiner Erfahrung nach, grenzt man sich genau dann ab, wenn man selbst nichts zu bieten hat. Wenn ich gut in etwas bin, dann fürchte ich keine Konkurrenz. Wenn ich weiß, ich komme kaum durch einen Raum gelaufen, dann ist der 20 jährige Syrer mir unheimlich. Er ist das, was ich gerne körperlich wäre. Statt ihm ein besseres Leben zu gönnen, hasse ich ihn für das, was ich nicht bin und wofür ich auch nicht bereit bin etwas zu tun.

Das ist nur eine These. Fakt ist, dass Deutschland krank ist.

Chris


Mittwoch, 8. Mai 2024

Kriegstreiberei

Mich gruseln aktuell die ganzen Kriegstreiber in Deutschland. Personen müssen sich rechtfertigen, wenn sie auf Verhandlungen anstatt auf Gewalt setzen wollen. Klar kann dann diskutiert werden, wie realistisch das Ganze ist. Es abzutun ist grundverkehrt.

Stattdessen sollen wir verteidigungsfähig werden. Kinder und Jugendliche sollen wieder zur Armee. Sie sollen das Land verteidigen. Genau eben jenes Land was ihre Schulen verrotten lässt, das Klima nicht schützt und sie in Armut aufwachsen lässt. Die Suizidrate und Zahl der Depressionen unter Jugendlichen ist sehr hoch. Wurde etwas deswegen gemacht? Nein. Die Zahl der Kinderkrankenhäuser sinkt. Interressiert das irgendjemanden? Wohl kaum. Aber eben jene Kinder sollen mit ihrem Leben die Alten im Land verteidigen. Warum? Ich verstehe es nicht. Was tut denn unsere Gesellschaft für diejenigen die potentiell an irgendeiner Front sterben sollen. Da sprechen irgendwelche Wirtschaftsprofessoren, dass soziale Leistungen und Aufrüstung nicht gingen. Die Luxusgüter fässt er nicht an. Warum nicht? Warum müssen nur die Armen ihren Beitrag leisten? 

Man weiß genau, dass die ganzen Talkshowgäste und Moderatoren ihre Kinder nicht schicken werden. Sie werden auf keinen Wohlstand verzichten wollen und im Zweifel fliehen.

Auch ist die Argumentation dieser Menschen irre. Sie ziehen eine beliebige Linie. Raketen betrieben von deutschen Soldaten aber abgeschossen von ukrainischen sind okay. Da solle der Kanzler sich nicht gegen die Mehrheit stellen. Diese Mehrheit weiß allzugut, dass sie zu alt oder zu krank sind, um in den Krieg zu müssen. Warum da stoppen? Warum keine Truppen. Warum kein direkter Angriff auf Russland? Dann sind wir auf einmal Kriegspartei und das ginge ja nicht. Das die Definition ob wir eine Kriegspartei sind, in Russland liegt, wird ignoriert. Dieser dumme glaube, dass in diesem Fall das Papier wirkt ist absurd. Denn genau diese Wirkung des Papiers wird jedem der eine Verhandlung vorschlägt abgesprochen. Stattdessen hetzen sie gegen jene die ihre Kinder nicht hergeben wollen. Glorifizieren die armen ukrainischen Soldaten die verletzt werden oder sterben. Sie selbst sind zu nichts bereit. Keine Professoren, keine Talkshowmoderatoren und keine CDU. Im Zweifel kaufen sie ihre Kinder frei. Und hinter fragen die Historiker wie es dazu kommen konnte, dass applaudierend in den Krieg gezogen wurde. Dabei applaudieren immer nur die, die am wenigsten dabei verlieren.

Chris

Dienstag, 12. Januar 2021

Kinderrechte endlich im Grundgesetz

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das solle doch reichen. Was macht Kinder den so besonders? So klingen die Argumente der Gegner der aktuellen Grundgesetzerweiterung. Die Gegner verkennen, dass Artikel 1 ein Schutzrecht aller Menschen gegenüber dem Staat ist. Kinder sind in einer besonderen Abhängigkeitssituation. So ist die jetzige Angst beispielsweise dadurch begründet, dass der Staat nun eine Impfpflicht zum Wohle der Kinder einführen könnte, gegen den Willen der Eltern.

Diese Angst bringt es aber auf den Punkt. Es geht um den Willen der Eltern und nicht um das Wohl der Kinder. Es wird implizit angenommen Eltern wüssten was das Beste für ihre Kinder ist. Daran ist zu Zweifeln. Was qualifiziert denn Eltern? Sie haben Kinder bekommen. Eine Ausbildung gibt es nicht und man behilft sich mit der eigenen Erfahrung als Kind und Informationen aus Büchern oder dem Internet. Nur kann die eigene Erfahrung nicht mehr zeitgemäß sein, bzw. die eigenen Eltern waren auch überfordert. Es gibt immer noch Ratgeber die Vorschlagen Babys schreien zu lassen. Das sei gut für sie?! Es gibt Eltern die meinen Kinderkrankheiten müsse man durchstehen. D.h. sie wollen das ihre Kinder leiden, bei höheren Risiko, weil sie selbst eine abstrakte Angst vor Impfungen haben!? Rauchende Eltern die mit Zigarette im Mund Kinderwagen schieben sieht man immer noch. 

Man sieht sehr schnell, dass Eltern nicht nur vernünftig sind. Das ist logisch, da Eltern Menschen sind. Nur können Kinder ihnen nicht ausweichen. Wie soll denn ein 3 jähriges Kind seine Würde einklagen? Wie soll eine 5 jährige seine körperliche Unversehrtheit einfordern? Schwierig. 

Daher halte ich den Eintrag in das Grundgesetz für sehr wichtig. Es stärkt die Rechte der Kinder. Vor allem gegenüber ihrer Eltern. Das ist in meinen Augen auch heutzutage wichtig. Vielleicht gibt es weniger körperliche Gewalt. Das tausende Bilder wild im Internet verbreitet werden, verletzt aber Persönlichkeitsrechte des Kindes, ebenso wie die Überwachung durch Apps oder Spielzeug. Es ist nicht einfach, aber die Grundannahme alle Eltern wüsste was das Beste für das Kind sei und daher bräuchten wir keine Stärkung der Kinderrechte ist absurd. 

Auch gegenüber dem Staat sind diese Sonderrechte wichtig. Warum wird der Hartz 4 Regelsatz nicht in voller Höhe angerechnet? Warum können nichtvolljährige Personen Soldaten werden? Warum wird das Kindergeld mit den Sozialleistungen verrechnet, warum gibt es 15% Kinderarmut? 

Das sind einige Fragen die man jetzt mit dem Verweis auf die Wichtigkeit der Kinder stellen kann und sollte. 

Chris

Dienstag, 6. Oktober 2020

Streiks im öffentlichen Dienst

Es ist mal wieder soweit und das Narrativ ist klar. Für mehr Lohn zu kämpfen ist schon okay, aber soll bitte niemanden stören und nichts kosten.

Dieses Jahr kommt ein weiteres hinzu. Zwar gibt es neuerdings Helden im öffentlichen Dienst, aber dort wird das Narrativ auf die Pflege (Krankenhaus und Altenpflege) und Kindererziehung gedrückt. Vergessen sind die Gesundheitsämter, die Arbeitsagenturen, welche die staatlichen Hilfsleistungen verteilt haben, die Finanzämter, welche kurzfristig Unternehmen mit ihren Steueranpassungen geholfen haben, Müllfrauen und -männer, die die Straßen weiterhin sauber hielten, WasserwerkerInnen die in Quarantäne waren, um sicherzustellen, dass wir fließendes Wasser haben, Leher die neue Konzepte entwickelt haben, um die Schulen irgendwie am Laufen zu halten, Ämter die sich um Hygeneregeln bemühen, welche einen geringen Einfluss auf das Leben haben, Forscher, die die Krise von A bis Z Analysieren, um Entscheidungshilfen zu geben, usw. Die Liste ist sehr lang. 

Was präsentieren uns die Medien. Die Menschen im öffentlichen Dienst sollen sich nicht so haben, schließlich haben sie noch einen Job und außerdem sind die Kassen leer. Das von den Arbeitgebern, dem Staat der Milliarden raushaut, die Aussage kommt "Wir haben kein Geld" kann kaum gelesen werden, bzw. ist kaum sichtbar.

Ich finde die Analyse, dass die Schreiberlinge der deutschen Zeitungslandschaft erkennen wie unwichtig ihre Berufe eigentlich sind. Würden sie streiken würde es niemand wahrnehmen. Ähnlich geht es vielen, die sich jetzt aufregen, wie der öffentliche Dienst denn in einer solchen Krise Forderungens stellen kann. Komisch, dass es die gleichen sind, die in jeder Krise Forderungen stellen, wenn es um Unternehmensrettungen, Steuererleichterungen und vieles mehr geht. Fordert der Pöbel vor allem wenn er vom Staat finanziert wird, dann kriegen diese Personen Schappatmung. Sie wollen einfach nicht akzeptieren, dass die Sinnhaftigkeit vieler Berufe im öffentlichen Dienst deutlich höher ist, als bei ihrem eigenen.

Darum STREIKEN, STREIKEN, STREIKEN. Es ist Zeit. Wenn nicht jetzt wann dann?

Chris

Mittwoch, 6. Mai 2020

Widerstand 2020

Eine Frage an die Initiatoren. Was wäre, wenn ihr falsch liegt und die Zustände in den USA oder die vor einigen Wochen in Italien erreicht werden. Schweden ist nicht mit Deutschland vergleichbar. Dort verhalten sich die Menschen deutlich zurückhaltender als von der Politik vorgegeben. Mich nerven die Einschränkungen auch. Allerdings sehe ich die massiven Probleme die entstehen können. Es ist einfach zu rufen "Lüge" und "Ihr macht alles falsch um uns zu unterdrücken". Was ist, wenn die Herren und Frauen Politiker euch folgen und ihr falsch liegt? Dann steht ihr auf der Straße und schreit "Ihr opfert unsere Gesundheit für die Wirtschaft" oder "ihr seid von den Globalisten gekauft". In beiden Fällen seid ihr der Meinung; die müssen weg. 
Sorry ich kann euch nicht Ernst nehmen. Wie Flacherdler bringt ihr Argumente vor die widerlegt sind. Aktuell laufen Studien, die Politik passt die Regeln ständig an, es gibt Lockerungen, es gibt Diskurs. Allerdings spielt ihr dabei keine Rolle, weil ihr Unsinn verbreitet. Aber wie bei jedem Unsinn ist häufig ein Kern Wahrheit dabei. 
Die Menschen die euch folgen können aktuell nicht gegen den Klimawandel wettern, da er kein Thema ist. Die Flacherde ist auch out. Esoterik rules.
Wer sich Studien anschaut muss zur Schlussfolgerung kommen, dass der aktuelle Zustand der wenigst Schlechte ist. Niemand will ein zusammenbrechendes Gesundheitssystem. Niemand auch ihr nicht. Aber hey immer schön dagegegen!

Chris

Freitag, 20. Januar 2017

Daran erkennt man das Schäuble zu alt ist

Wolfgang Schäuble: Wir haben eine bewegte Zeit, aber man darf nicht den Fehler machen, stets das Hier und Jetzt zu überschätzen. Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie 1956 der Volksaufstand in Ungarn niedergeschlagen wurde und die Sowjetunion gleichzeitig wegen der Suezkrise mit Atomangriffen auf Paris und London drohte. Auch während der Kubakrise 1962 musste man sich Sorgen um den Frieden machen, und und und. Jede Zeit hat ihre Probleme, auch die heutige.

Schäuble ist alt wie man sieht. Er erkennt nicht, dass das deutsche Modell viel mehr zu exportieren als zu importieren jetzt am Ende ist. Es ist weder ein nachhaltiges Modell, noch ein sinnvolles. Eine kurze Zeit konnte man sich aber wichtig fühlen. Jetzt hat man Angst, dass die USA die deutschen Importe mit Zöllen belegen. Die Briten drohen ebenfalls damit. Wenn dann ein Herr Schäuble den Euro Raum ein Sparprogramm abpresst, wird es eng mit den Exporten. Spannende Zeiten.

Chris

Freitag, 29. Juli 2016

Die Behauptung, dass Reiche immer mehr und Arme immer weniger verdienen, hält einer genaueren Überprüfung nicht stand

So titelt es die FAZ. Schaut man sich die Studie an, dann sieht man starke Veränderungen die genau dem widerpsrechen. Es gab einen Einbruch der Ungleichverteilung 2005/2006 - 2010. In diesem Zeitraum fällt unter anderem die Wirtschaftskrise. Danach steigt die Ungleichheit wieder und zwar deutlich. Die FAZ zeigt nur, dass die richtige Wahl des Startzeitpunktes eine beliebige Aussage zulässt- Wählt man 2003 oder 2007 statt 2005 kommt man zu einer anderen Aussage.
Ein interessantes Bild ist Abb. 3. Dort sieht man die Ungleichheit der Haushaltseinkommen vor und nach Steuern und Transfers. Man sieht, dass die Ungleichheit nach Steuern stärker zugenommen hat in den letzten Jahren als vor Steuern. D.h. es wurde im Wesentlichen die oberen Einkommen entlastet.
Laut der Studie ist Deutschland im Mittelfeld der Ungleichheit und nur die Niederlande haben sich seit 1995 verbessert. Es gibt also übrehaupt nichts zu feiern und die Behauptung, dass die Reichen immer reicher werden ist nicht widerlegt worden. Es wurde nur gezeigt, dass es eben kein stetiger Prozess ist.

Chris

Donnerstag, 28. Juli 2016

Wir können es uns aus Sicherheitsgründen nicht mehr leisten, noch mehr Rassisten unkontrolliert in Deutschland rumlabern zu lassen

Mal wieder ein sinnloser Aufruf der AfD. Muslime sind an allem Schuld. Dabei wird man doch mal sagen dürfen, dass Gauland ein Rassist ist und man wird ja wohl mal sagen dürfen, dass von Storch aussieht wie ein Pokemon und die AfD ein Verein von Trotteln ist. Das sind haltlose Beleidigungen? Richtig, aber warum wird man das ja wohl mal über Menschen ohne deutschen Pass sagen dürfen, aber nicht über Trottel die es mal sagen wollen. 

Chris

Mittwoch, 26. August 2015

Das ist also die Herrenrasse

Nazis urinieren auf Kinder. Worauf sind solche Leute eigentlich Stolz? Sie sind Deutsche schreien sie. Toll sollte man zurückschreien. Ein Vorfahr von dir lebte in diesem Land, als es gegründet wurde. Darum darfst du dich deutsch nennen. Genau das bedeutet das. Denn wenn es bedeutet, dass man Kinder vollpisst und wehrlose Frauen anpöbelt, weil sie einen anderen Herkunftsnachweiszettel genannt Pass haben, will wahrscheinlich kaum jemand Deutscher sein. 
An all die PI Clown und Schnullernazis, solche Handlungen sind nicht zu entschuldigen. Nicht die Opfer sind Schuld weil sie hier sind, sondern ihr, weil ihr Idioten seit. 

Chris

Freitag, 10. April 2015

Der Ruf nach dem Kleinanleger.

Wahrscheinlich platzt bald die Immobilienblase in Deutschland. Wenn die Kleinanleger gelockt werden, wollen die großen endlich ihren Gewinn kassieren. Mich wundert immer wieder wie viele Leute auf einen Geheimtipp aus einem auflagestarken Magazin reinfallen. So wird es auch diesmal in einigen Jahren das große Jammern geben.

Chris

Mittwoch, 25. März 2015

Güterdefizitweltmeister

Deutschland hat mal wieder deutliche Exportüberschüsse und es wird gefeiert. Was daran toll sein soll ist mir nicht wirklich klar. Es bedeutet, dass wir ein Defizit an Gütern aufgebaut haben. Ist das wünschenswert? Ich denke nicht. Man muss sich klar machen, dass Geld nur ein potentielles Gut darstellt. Geht es einem Milliardär besser als einem normalen Menschen? Erst einmal nicht. So lange er das Geld nur auf der Bank liegen hat, ändert sich gar nichts. Er ist zwar reich aber an seinen Lebensumständen ändert sich erst einmal nichts. Das ist vergleichbar mit den Lottogewinnern, die ihren Lebensstil nicht ändern. 
Erst, das ist wichtig, wenn er das Geld verwendet, kann er sich von den normalen Menschen abheben. Wenn er eine Yacht kauft, eine Villa, einen Think Tank fördert, etc. bringt der Geldreichtum etwas. D.h. er verwendet das Potential Güter und Dienstleistungen zu kaufen, um eben diese zu kaufen. Angeben kann man mit einer Yacht halt viel besser als mit einem Kontostand. 
In Deutschland sieht es genau umgekehrt aus. Wir geben mit unserem Kontostand an und kaufen uns keine Yacht. Wir geben Güter oder Dienstleistungen an das Ausland und kriegen dort die Zusage in Form von Geld, dass sie uns irgendwann auch Güter oder Dienstleistungen liefern werden. Wir geben zum Beispiel Autos und bekommen Urlaub. Im Moment feiern wir, das wir Autos geben und keinen Urlaub bekommen. Gleichzeitig kritisieren wir die anderen Länder, dass sie uns keinen Urlaub geben, obwohl wir ihn verweigern. Das klingt komplett Schwachsinnig. Es ist eine sehr vereinfachte Darstellung der Zustände in Deutschland. 
Dabei könnte man die über 200 Mrd. Euro (25000 pro Kopf) Überschuss gut verwenden.Wir könnten alle in einen sehr langen Urlaub fahren. Wir könnten alle mehr Lohn kriegen, denn offensichtlich ist das der Wert den unsere Güter zu billig waren. Wir könnten tausende Kilometer Schienen kaufen und unser Bahnnetz ausbauen. Wir könnten Züge erneuern lassen, Umwelttechnologien einkaufen und vieles sinnvolle mehr. Das Problem ist, dass wir dann unseren Kontostand anfassen müssten. Wir würden zwar die Lebensqualität aller Menschen im Land steigern können. Gewünscht ist das aber scheinbar nicht. Denn dafür müsste man die Ideologie der Schwäbischen Hausfrau aufgeben und endlich mal auf globaler Ebene denken.

Chris

Dienstag, 10. März 2015

Argumente für eine höhere Erbschaftssteuer

Ein wesentlicher Faktor ob man reich ist oder nicht hängt mit Erbschaften zusammen. Das zeigt eine Studie aus Österreich, für Österreich, aber auch für Deutschland und Zypern. In anderen europäischen Ländern sieht es anders aus. Sollte man deshalb über eine Erhöhung der Erbschaftssteuer nachdenken? Die Antwort lautet ja. Denn sie ist die einzige Steuer die niemandem schadet. Schließlich wird das Vermögen eines Toten besteuert. Jeder der etwas kriegt, kriegt halt etwas weniger. 

Chris

Montag, 1. September 2014

Raus aus der Schule!

Man sollte nicht dem Ersten Weltkrieg erinnern und gleichzeitig die Armee in die Schule und auf Sportveranstaltungen von Jugendlichen schicken. Also raus aus der Schule!

Chris

Donnerstag, 14. August 2014

Wir rasen auf eine Wand zu und Ökonomen beim Aufprall überrascht

Wir zerstören systematisch unsere Exportmärkte und lassen eine positive Entwicklung des Binnenmarktes ebenfalls durch stagnierende Löhne nicht zu. Jetzt kommt die Überraschung, das alles beeinflusst die deutsche Wirtschaft negativ. Wer konnte das ahnen? Spannend finde ich an solchen Unmeldungen, dass um 0.1% diskutiert wird. Garantiert liegt diese Größenordnung bei einer Abschätzung wie dem BIP in der Fehlermarge.

Chris

Sonntag, 27. Juli 2014

Die DIHK jammert


Was auch sonst? Die Steuern wurden gesenkt. Die Arbeitnehmerrechte aufgeweicht. Die Liste der Ausnahmen für der Energiewende verlängert. Auf die simple Idee, dass sich Investitionen erst lohnen, wenn man die Chance sieht, dass die Mehrproduktion auch verkauft wird, kommt die DIHK nicht. Muss sie auch nicht. Allerdings sollte "der Journalismus" die Werbebroschüre aber auch nicht einfach so abdrucken.Übersetzt bedeutet die Aussage. Die Marktwirtschaft ist nicht in der Lage sich gegen äußere Einflüssen anzupassen. Die Steuern waren schon höher es wurde investiert. Die Umweltgesetzgebung der letzten 35 Jahre war drastischer als die Energiewende und es wurden KATs und FCKW freie Kühlschränke entwickelt.

Chris

Mittwoch, 9. Juli 2014

Hauptsache die deutsche Politik darf wieder betroffen sein

Wenn wieder Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, dann wird sich unsere Bundesregierung hinstellen und Betroffenheit heucheln. "Wir helfen nicht" ist ein klares Signal der "christliche" "sozialen" Koalition. 

Chris

Montag, 23. Juni 2014

Sie können alle Waffenlieferungen aus Deutschland wegdenken, wir hätten trotzdem diesen Konflikt

Ein Zitat von Norbert Röttgen. Ich frage mich wo er solchen Schwachsinn her hat. Vielleicht von seiner gestressten Frau. Frei nach dem Motto, es ist doch egal ob ich mit einem anderen Mann schlafe unsere Ehekonflikte sind trotzdem vorhanden. 
Ein Lagerfeuer wäre ein anderes Beispiel. Schnell noch ein wenig Kerosin hinein, brennen ist schließlich brennen. Röttgen begreift nicht im Ansatz, dass a) das falsche Signal gesendet wird und b) stärkere Waffen mehr Menschen töten. Richtig ist, dass gerade die Kleinstwaffen gefährlich sind und für die meisten Toten verantwortlich sind. Ein Argument für Rüstungsexporte in Krisenregionen ist das sicher nicht.

Chris

Montag, 21. April 2014

Unmeldung: Russische Spionage

Die Russen kommen!!! Die deutschen Geheimdienste erkennen, dass auch Russland Spionage betreibt. Um im Ukrainekonflikt besser dazustehen, muss man nun darauf hinweisen. Was ist eigentlich aus der NSA Affäre geworden? 

Chris