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Freitag, 7. Juni 2013

Vorwurf der IWF ist keynesianisch

Gestern hörte ich einen Kommentar zum IWF. Dieser hatte Fehler bezüglich der Griechenlandhilfe eingestanden. Der Kommentar war komplett schlüssig, bis auf den Schluss. Dort sieht man die Ursache der Fehler primär an der keynesianischen Politik des IWF. Andreas Freytag ein neoliberaler Wirtschaftsprofessor aus Jena sieht das genauso. Er verliert sich zwar in pauschalisierten Aussagen wie "billiges Geld und höhere Staatsausgaben könnten kurzfristig in der Tat stimulierend wirken, sie haben langfristig in der Regel negative Konsequenzen", ohne einen Beleg zu geben, aber es zeigt wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ein und die selben Wirtschaftsprogramme durch unterschiedliche ökonomische Ansätze sein kann.
In weiten Teilen der linken Ökonomen ist der IWF seit dem Konsens von Washington eher ein Erfüllungsgehilfe neoliberaler Reformen. Auch die griechische Sparpolitik erinnert kaum an ein durch den Staat gesteuertes Konjunkturprogramm. Allerdings scheint, trotz aller harter Politik des IWF, immer noch genug soziales enthalten zu sein, dass neoliberale Ökonomen eine weitere Verschärfung fordern. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass sowohl die Linken als auch die Neoliberalen eine Meinungsmache durch die Medien erkennen. 

Chris

Donnerstag, 6. Juni 2013

Der IWF räumt Fehler ein

Der Internationale Währungsfond räumt Fehler bei der Griechenlandhilfe ein. Die Prognosen waren zu optimistisch

Zwischen den Vorhersagen zum griechischen Schuldenberg und der Realität gebe es einen „sehr großen“ Unterschied. Zudem sei bereits für 2012 ein Wirtschaftswachstum erwartet worden, hieß es in dem Bericht. Tatsächlich befindet sich Griechenland 2013 wie in den vorangegangenen fünf Jahren in einer Rezession

Konsequenzen wird es keine geben, obwohl die aktuellen Resultate der IWF Politik vorhergesagt wurden und man eigentlich, wissend, ins offene Messer gerannt ist.

Chris

Freitag, 13. Juli 2012

Die 173 Fälle des IWF

Der IWF hat 173 Fälle von Budgetkürzungen in einzelnen Ländern untersucht und festgestellt, dass die konsequente Folge davon wirtschaftlicher Abschwung war. In den wenigen Fällen, in denen auf Haushaltskonsolidierung wirtschaftliches Wachstum folgte, waren die entscheidenden Faktoren eine Abwertung der Währung gegen einen starken Weltmarkt, was aktuell aber nicht möglich ist. Die Lektion der IWF-Studie ist klar – Budgetkürzungen verzögern wirtschaftliche Erholung. Und genau das passiert jetzt – die Länder mit den größten Haushaltskürzungen erfahren die stärksten wirtschaftlichen Einbrüche.

Wieso versuchen wir in Europa so konsequent die Erkenntnis des IWF (nicht gerade eine sozialistische Organisation) zu widerlegen, indem wir Europa ein Spardiktat aufzwingen? Kann und darf man nicht aus Fehlern der Vergangenheit lernen? Scheinbar ist die Ideologie wichtiger als die Vernunft, der Glaube entscheidender als das Wissen. Erschreckend, dass sich dies in Europa abspielt wo einst die Zeit der Aufklärung seinen Ursprung nahm, die Emanzipation der Bürger und des Staates von den Kirchen.

Chris

Dienstag, 29. Mai 2012

Menschenverachtende Eliten

Der Ausspruch "Griechen sollen Steuern zahlen ich habe kein Mitleid" der IWF Chefin Lagarde bestätigt, dass sie letztenendes die richtige Wahl für den Posten war. Einfach mal ein Pauschalurteil abgeben und Opfer zu Tätern machen. Bei der Bankenrettung war der IWF nicht so vorlaut. Da ging es schließlich, um die Rettung der wichtigen und richtigen Menschen. Dort waren die Probleme natürlich nicht selbstverschuldet. 
Der Afrika Vergleich verdeutlicht zudem, dass es Menschen gibt denen es noch schlechter geht als den Griechen. Das heißt nicht, dass diesen Menschen geholfen wird. Denn auch in Dritte Welt Ländern wütete der IWF. Dort verfolgt man lieber Ideologien, anstatt sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Immer und überall sollen die Schulden und Zinsen bedient werden. Erst danach geht es um das Überleben der Menschen und der Wirtschaft. Ein Land, welches in der aktuellen Krise nicht diesem Ratschlägen gefolgt ist, ist Island. Dort geht es den Menschen besser und die Kreditwürdigkeit ist hergestellt. Kreativität und alternative Ideen sind halt nicht gewünscht. Da reiht sich Lagarde sehr gut ein. Man sollte sie frage was sie von Ärzten hielte, die unabhängig von der Krankheit die gleiche Medizin verschrieben. Wahrscheinlich wäre dies für sie effizient.

Chris

Donnerstag, 5. Mai 2011

Déjà-vu

Man kann von Glück reden, dass der IWF kein Arzt ist. Man hat zwei kranke Patienten. Die Ursache ihrer Krankheit ist unterschiedlich die Therapie immer die gleiche. Nun darf auch Portugal seine Unternehmen privatisieren. Wie dies mittelfristig aus der Krise helfen soll ist nicht ganz klar. Kurzfristig hat man den Verkaufserlös. Da ein guter Teil der Privatisierungen (gerade bei der Infrastruktur) hinterher teurer sind gewinnt man als Staat gar nichts. Die Bevölkerung verliert in jedem Fall und zwar doppelt. Zum einen werden Arbeitsplätze vernichtet (meist resultiert daraus die "Effektivitäts"steigerung), zum anderen dürfen sie für öffentliche Leistungen mehr bezahlen. Mal sehen welche Therapievorschläge für Spanien auf der Agenda stehen.

Chris

Dienstag, 15. März 2011

Die Saat für die nächste Finanzkrise

Der IWF fordert ein Antikrisenmodell für globale Großbanken und kritisiert, dass aus dem letzten großen Finanzcrash keine Lehren gezogen wurden. Ungelöst ist nach wie vor das „Too big to fail“-Problem.


Ist dies der gleiche IWF, welcher seit Jahren Deregulierung und einen möglichst freien Markt forderte? Ettliche der Ursachen sind auf die durchgeführten Forderungen des Währungsfonds zurückzuführen. Kapital sollte sich möglichst frei und ungehindert über den Globus verteilen. Die Gewinne aus den massiv geforderten Privatisierungsgewinnen mussten auch irgendwo gewinnbringend untergebracht werden. Jahre später stellt sich der Fond schon wieder als Besserwisser hin und weiß nun natürlich alles besser. Eine Aufarbeitung des Wirkens wäre von Nutzen.

Chris