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Sonntag, 9. Dezember 2012

Witterungsbedingte Verspätung

Kaum kommt der erste Schnee, schon kommen die Züge zu spät. Heute am Bahnhof waren es in der Summe lächerliche 3 Stunden + eine unbestimmte Zeit die heute Abend an der Anzeigetafel standen. Im Gegensatz dazu standen nur zwei Personen am Infostand; wie an jedem anderen Tag auch. Auch wurde kein heißer Tee angeboten. Bei der aktuellen Kälte würde das so manch Gemüt beruhigen. Aber die Bahn braucht das nicht. Warum auch. So lange die Spritpreise steigen, werden die Kunden schon kommen.

Chris

Donnerstag, 7. Juli 2011

Die olympische Heuschrecke zieht weiter

München bekommt nicht den Zuschlag für die Winterspiele. Was erst einmal wie ein Verlust aussieht ist streng genommen ein Gewinn für Stadt und Region wie der binsenbrenner richtig darlegt. Die Städte investieren viel und bekommen dafür 2.5 Wochen Aufmerksamkeit von der Welt.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Schneechaos

Ein Hoch auf die Effizienz. Die FTD zeigt sehr schön auf, warum ein normaler Winter in Deutschland zum Chaos führt. Mich verwunderte gestern, dass die Bahn für 10 Extrazüge auf den Hauptstrecken, den Verkehr der Nebenstrecken ausdünnen muss. Ich dachte die Bahn hätte noch ein paar Reserven. Scheinbar hat sie diese aber nicht.

Chris

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Es schneit

Nun gut, der letzte Winter war laut DWD der härteste seit zehn Jahren – das trifft aber statistisch auf jeden zehnten Winter zu.

Der Spiegelfechter schreibt einen sehr schönen Artikel über den Winter. Die Ursache für das Winterchaos benennt er sogar. Die Privatisierung der Räumdienste soll es gewesen sein. Immer effizienter soll alles werden. Wenn man bedenkt, dass dieses Jahr nur genug Salz zum streuen vorhanden ist, weil letztes Jahr und am Anfang des Jahres so viel Schnee lag, sollte man eine Gänsehaut kriegen. Obwohl das Wetter kaum 3 Tage im Vorraus bestimmt werden kann, extrapoliert man aus dem aktuellen Winter in den nächsten. Das ist Unsinnig. Bestimmte Dinge sind einfach nicht planbar und man muss die Kosten gegenüber der Sicherheit abwägen. Das Privatisierung immer billiger sind wurde ebenfalls in dem Artikel widerlegt.

Wer meint, dass der privatisierte Winterdienst zumindest die Staatskassen entlasten könnte, liegt ebenfalls daneben. Als Mahnmal kann hier das Land Thüringen dienen, das 2002 sämtliche Straßenmeistereien privatisierte. Während der Winterdienst auf Landes- und Bundesstraßen im Bundesdurchschnitt rund 2.500 Euro pro Kilometer und Saison kostet, verschlingt der privatisierte Winterdienst in Thüringen 4.950 Euro je Kilometer Landes-, und sogar 7.400 Euro je Kilometer Bundesstraße. Der privatisierte Winterdienst spielt nicht nur mit der Gesundheit der Bevölkerung, er ist auch ökonomischer und ideologischer Wahnsinn.


Vor allem frage ich mich, wo es in diesem Bereich Wettbewerb gibt. Es gibt wahrcheinlich eine Ausschreibung und der billigste Anbieter wird gewählt. Dabei wird vermutlich nicht mit den öffentlichen Kosten verglichen. Oder aber im ersten Jahr sind sie tatsächlich noch billiger als der öffentliche Dienst. Ist erst mal Privatisiert, dann ziehen die Preise an. Man sieht also, dass Chaos ist ein teilweise selbstgewähltes Problem. Wer immer weiter die Steuern senkt, immer mehr öffentliche Aufgaben an private Gewinninteressen verkauft braucht sich nicht zu wundern, dass bis ans letzte optimierte Strukturen nicht sehr flexibel sind.

Aus diesem Grund fahren bei der Bahn auch halbe Züge. Dann hat man wenigstens Ersatz.

Chris

Freitag, 8. Januar 2010

Winter in Deutschland

Kaum liegt eine Woche Schnee in Deutschland schon kommt man kaum noch klar. Das Streusalz wird knapp (bei einer Woche?), die Bahn verspätet sich ( "Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten") bei minus 10 Grad Celsius, Straßenbahnen fahren nicht. Scheinbar dauert es noch ein wenig mit der globalen Dauerwärme. Es ist ja nicht so, dass dieser Zustand in den letzten 20 Jahren nicht schon öfter eingetreten war. Wer blind auf Statistiken vertraut und Extreme nicht berücksichtigt (wobei eine Woche nicht wirklich extrem ist) tja der läuft in die Sparfalle. Mal sehen wie es weiter geht.

Chris