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Mittwoch, 23. September 2020

Gold ist ein Relikt

Goldhandel in die Tonne schreibt die Zeit. Recht hat sie. Gold als industrielles Basismaterial ist wichtig. Als sichere Rücklage oder Investment nicht. Das wird zwar immer wieder behauptet, aber eine Frage muss erlaubt sein. Was passiert denn mit dem Goldpreis, wenn alle Staaten der Welt ihre Goldreserven auf den Markt schmeißen. Die Reserven kosten Geld. Sie müssen in Tresoren bewacht werden, ohne das sie eine hohe Rendite abwerfen. Die im Beitrag angesprochenen Umweltbelastungen bei der Förderung kommen hinzu. Die Umwelt wird vergiftet, damit ein Barren Gold in einem Schrank liegt und nichts macht als da zu sein. Wie absurd. Das Gold krisensicher sei, stimmt halt auch nicht. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts musste Gold an die US Regierung abgetreten werden. Im Zweifel hilft es eben gar nichts. Gold ist ein Relikt. Mehr nicht. Ich finde den Beitrag sehr gut, weil er einige wesentlichen Punkte endlich anspricht.

Chris

Dienstag, 30. Juli 2013

Gold die sichere Anlage

"Seriöse" Angebote wie dieses hier behaupten Gold sei eine sichere Anlage. Bis vor kurzem meinten viele der Preis würde weiter steigen. Es ist erstaunlich wie sich Menschen blenden lassen. Nach der Blase ist vor der Blase könnte man meinen. Der Glaube an die unendliche Preissteigerung ist ungebrochen. Die reale Nachfrage nach Gold ist in den letzten Jahren nicht deutlich gestiegen. D.h. die Preissteigerungen beruhen einzig und allein auf der Nachfrage der Menschen die eine sichere Anlage suchen. Die Zeit ist nun vorbei, der Preis ist stark eingebrochen, von 1800 Euro auf 1200 Euro. D.h. Gold ist jetzt nur noch 66% vom Maximalpreis wert. Schöner Inflationsschutz; Sicherheit sieht anders aus. Die Goldgläubigen wird es weiterhin geben.

Chris

Montag, 15. April 2013

Mythos: Gold als sichere Anlage

Wie wertsicher ist Gold, wenn es innerhalb von einem halben Jahr 15% an Kaufpreis einbüßt? So viel also dazu. Bis zur nächsten Krise und dem wiederkehrenden Mythos.

Chris

Mittwoch, 6. Februar 2013

Das liebe Gold

Wer wie hier glaubt, dass die Defintion von Eigentum und das Recht auf Leben ausreicht, um eine Gesellschaft zu organisieren ist naiv. Das Beispiel der Goldgewinnung zeigt, dass Minenunternehmen die Umgebung verseuchen und in einigen Fällen durch massive Wasserentnahme ausdörren.


Chris

Montag, 4. Februar 2013

Einfach mal mit Mythen aufräumen

Drei gute Beispiele die zeigen, wie einfach es ist mit Mythen aufzuräumen.

Über unglaublich lange Zeiträume stimmt das. In praktikablen Zeiträumen allerdings nicht. Inflationssicher heißt nämlich auch, dass es keine Ausreißer wie 1980 gibt.

Statistik ist etwas tolles. Man kann sie immer so drehen und wenden, dass das gewünschte Ergebnis erscheint. Nutzt man nominale statt inflationsbereinigte Daten kann man ein Ausgabe- und kein Einnahmeproblem argumentieren. 

Welcher Journalist oder Politiker kennt den Unterschied zwischen Kohorten- und Periodenanalysen. Dieses Wissen ist besonders dann wichtig, wenn sich zwischen Generationen viel verändert. Berücksichtig man die verschiedenen Betrachtungsweisen nicht, dann werden in Rentenbetrachtungen und Geburtenzahlen Fehler gemacht. Mit den fehlerhaften Zahlen werden Effekte beschrieben, welche real nicht existieren. Diese Zahlen werden bewusst oder unbewusst als Argumente für politische Debatten genutzt.

Chris

Samstag, 29. Dezember 2012

Gold, Gold, Gold

Gold ist sicher. Gold ist eine Anlage, die man in Zeiten schlechter Wirtschaft unbedingt braucht. Gold ist eine Wertanlage. Gold will jeder. So schallt es immer lauter. Das ist auch verständlich, denn der Goldpreis ist vergleichsweise hoch und muss mittelfristig sinken. Indem man viel Werbung für Gold macht, treibt man den Preis für den Absprung. Schließlich war Gold in den 80er Jahren, inflationsbereinigt, schon einmal bei  2400 Dollar (heute ca. 1900 Dollar).


 Auf seriösen Seiten wo solcher Unfug steht


wird natürlich Gold beworben. Aber auch bei Banken, den Medien und vielen anderen wird vernachlässigt, dass Gold 
1. keineswegs stabil läuft,
2. für die vielbeschworene Krise nicht brauchbar ist, da man es nicht essen kann.

Chris

Dienstag, 8. November 2011

Gold ist ganz wichtig

Als Konsequenz droht steigende Inflation.

meint Herr Schäffler von der FDP. Der ausgewiesene Finanzexperte hängt am Gold. Er sieht das Grundübel der Welt im wesentlichen im Fiat Money begründet. Krisen würde es seiner Meinung nach nicht geben, wenn Geld privat geschaffen und im Wettbewerb stehen würde. Aus diesem Grund sind Werte wie Gold auch eine Art heiliger Gral. Hat man Gold darf man Geld in Umlauf bringen, denn dann ist es etwas Wert. In meinen Augen ist das absurd. Gold ist wie Geld nur etwas Wert, wenn man daran glaubt. Beispiele gibt es genug. So stieg der reale Bedarf an Gold nicht wesentlich an. Der Preis schon, da man es als Sicherheit gegen den finanziellen Crash nutzen möchte. Was ist also der Wert? Der Bedarf, oder der Glaube an die Sicherheit? Fällt dieser Glaube, dann fällt auch der Preis. Kein Unterschied zu einer Währung also. 

Dienstag, 27. September 2011

Goldhype

Wer glaubt, dass Gold eine sicherer Anlage ist, sollte sich hier die Entwicklung des Goldpreises in den letzten zehn Jahren anschauen. Irgendwann wird der Preis wieder fallen. Der reale Bedarf an Gold ist nicht in dem Maße gestiegen, wie es der Preis aussagt. Somit wurde Gold als Spekulations- und Sicherungsobjekt verwendet. Steigt man jetzt ein, dann kann man also locker den Wert der Anlage mittelfristig halbieren. Eine sichere Anlage sieht anders aus.

Chris

Montag, 3. Januar 2011

Goldstandard

Bei einem strengen Goldstandard würde paradoxerweise auch nicht die wirtschaftliche Entwicklung, sondern die Fördermenge des Edelmetalls Gold die Geldmenge bestimmen. So hat beispielsweise der legendäre Goldraub der Conquistadores in der "neuen Welt" dazu geführt, dass die "alte Welt" in einem Wirtschaftschaos versank - die Kolonialmacht Spanien musste in einem Jahrhundert ganze dreizehn Staatsbankrotte erklären. Warum eine moderne Volkswirtschaft ein so wichtiges Instrument wie das Geld von bergbaulichen Detailfragen abhängig machen sollte, ist ohnehin nicht ersichtlich. Da könnte man die Geldmenge auch an die Schneemenge, die jeden Winter auf unser Land niederfällt, koppeln - der Zusammenhang erschließt sich nämlich genauso wenig.

Quelle: Telepolis I & II

Anmerkung: Dieses Zitat sollten sich diejenigen durchlesen die an die Goldstandards glauben. Nur weil ich das Währungssytem ändere, löse ich keine Probleme, ich schaffe nur andere. Geld ist nur ein Hilfsmittel. Wie strikt sich an die Regeln zur Bewahrung dieses Hilfsmittels gehalten wird kann man in der Vergangenheit studieren. Es weißt nichts darauf hin, dass sich etwas daran geändert hat. In Notlagen des Staates wird dieser Geld drucken, um den sozialen Kollaps zu vermeiden. Von vielen Liberalen wird dies gerne ausgeblendet. Für sie ist ein Vertrag immer gültig. Die Realtität sieht anders aus.

Chris

Freitag, 23. April 2010

Panikmache

Man nehme einen Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite, dann noch eine Krise in Griechenland und schon weiß dieser Mensch, dass die Eurozone zusammenbrechen wird. Das Griechenland nur einen Teil der Eurozone ausmacht spielt keine Rolle. Das Gold noch immer weit unter dem Preis von 1980 zu haben ist und somit als Geldersatz nur bedingt brauchbar ist spielt keine Rolle. Auch soll man in Importgüter flüchten, weil die Eurozone sich diese bald nicht mehr leisten kann. Das Im- und Export hauptsächlich innerhalb der Eurozone stattfindet wird nicht erzählt (Binnemarkt 18.4 Billionen Dollar (2008), Export um die 500 Mrd. Dollar (2008)). Da ein Defizit in der Außenhandelsbilanz der EU existiert wäre die Abwertung auch für Griechenland die Chance sich zu entschulden. Alles in allem wenig durchdachte Panikmache. Diese Vorwürfe werden einige Artikel später auf dem gleichen Blog den Staaten gemacht, welche die Lufträume wegen eines Vulkans gesperrt haben. Es ist ein einfaches Schema. Alles was der Staat und die Politiker darin machen ist unsinn. Alles was Unternehmen und Privatpersonen machen und natürlich der überirdische Markt ist perfekt. Das wesentliche Problem an beiden sichtweisen ist, dass in beiden Menschen vorkommen. Wie kann also das eine menschgemachte besser sein als das Andere? Das wird verschwiegen. Es werden lieber Mythen in die Welt gesetzt, um die eigene fehlerhafte Ideologie zu stützen. Sollte man Gold kaufen, um sich gegen Krisen zu sichern? In meinen Augen als Fazit nicht. Viele Bauern sind nach dem zweiten Weltkrieg an viel Gold und Schmuck gekommen, weil Essen auf einmal wichtiger war als Luxus. So viel zur Krisensicherheit.

Chris