Donnerstag, 9. April 2026

Atomkraft ist sicher?

Das können Menschen nur schreiben und behaupten, wenn sie in Monaten oder Jahren denken. Tschernobyl ist immer noch ein Thema. Jetzt herrscht dort Krieg und das Problem, bleibt bestehen. Wer sagt, dass nicht irgendein zukünftiges Regime die Altlasten nutzt und daraus schmutzige Bomben baut. Vielleicht nicht in 10 Jahren, aber was ist mit 100 oder 500 Jahren. Das wird im Diskurs niemals betrachtet, weil alle davon ausgehen, dass alles so bleibt wie es ist.

Chris 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Schulen

Es ist mehr möglich als man so glaubt. Schulen ohne Fächer, 80 Minuten Unterricht mit neuen Fächern, Fokus auf Selbstorganisation, Teamarbeit und Selbstständigkeit. Ich finde das sehr erfreulich und es zeigt, dass es Fortschritte gibt. Schulen stellen Gleichheit, Umweltschutz und Partizipation ins Zentrum. Eine Gefahr für Rechts. Mir macht das Hoffnung, dass endlich die alten weißen Männer ihre Macht und ihr Hassnarrativ verlieren und mittelfristig die Welt besser wird. Empathie ist wichtig, auch wenn Milliardäre das nicht glauben. Das wird dort gelehrt und gelebt. Mal good News in komischen Zeiten.

Chris

Sonntag, 25. Januar 2026

Weil es mich beschäftigt

Ungleichheit ist ein großes Problem. Ich sehe es überall und ich kann nicht verstehen, warum so viele Menschen diese Ungleichheit verteidigen. Vor allem, weil so viele Menschen nichts davon haben. Die Erbschaftssteuer darf nicht sein. Weil ja die arme alte Frau aus ihrem Haus muss. Das viele alte Frauen in Altersarmut leben. Das viele Frauen in Angst leben und viele Frauen jedes Jahr sterben, weil sie von einem Mann umgebracht werden. Egal. Das die Finanzierung zum Schutz fehlt mit der Aussage, man könne sich das nicht leisten. Perfide.

Ich verstehe es nicht. Selbst wenn man sehr wohlhabend ist, ist es dumm zu viel Ungleichheit in einem Land oder der Welt zu haben. Ist das Vermögen und die Chancen gleicher, dann braucht man nicht Unsummen und Aufwand in die Ausbildung seiner Kinder stecken. Die kommen dann gut durch. Selbst kann man ohne Angst auf die Straße gehen. Menschen resonieren auch nicht so stark mit Rassisten, die ihnen erklären sie seien etwas besonderes. Der "Ausländer" sei Schuld an allen Problemen und nicht die ungleiche Verteilung. Das alles liegt auf der Hand. Die strukturellen Zusammenhänge sind verstanden. Wie beim Klimawandel wissen wir eigentlich alles und handeln nicht.

Ungleichheit zerstört. Nicht nur die armen Menschen, auch die Reichen. Immer Angst zu haben zu verlieren. Unselbstständig von einem Familiy Office alles zu bekommen was man möchte. Man kommt aus dem Zustand eines Vierjährigen nie raus. Keine Grenzen, keine Herausforderungen, nur umgeben von Menschen die legitimieren, dass genau sie es sind die dort sein dürfen wo sie sind. Am Ende ist Leere. Donald Trump ist ein Paradebeispiel. Er hat nichts erreicht. Gar nichts. Obwohl er formal alles erreicht hat. Niemand nimmt ihn eigentlich Ernst. Alle hassen ihn und wollen nur sein Vermögen, wenn er stirbt. Kriegt er sinnfreie Preise freut er sich über die Anerkennung. Aber wozu. Lieben ihn irgendwelche Menschen dadurch wirklich? Wohl kaum. Wollen Menschen einfach Zeit mit ihm verbringen? Garantiert nicht. Alle versprechen sich etwas, weil er reich ist und die Rolle des Präsidenten der USA ausfüllt. Und wenn er das überlebt, was dann? Entweder sitzt er noch ein paar Jahre in seinem Golfclub oder er klammert an der Macht und stirbt an der Macht. Wozu? Er glaubt, dass er großes vollbringt. Er wird als einer der Schlechtesten in die Geschichte eingehen.

Bei vielen sieht es so aus. Ich verstehe nicht wie man diese Personen Ernst nehmen kann. Sie können eigentlich nichts. Nur weil wir als Gesellschaft ihnen Macht zusprechen, können sie Pyramiden bauen. Warum? Keine Ahnung. Sie können Lügen wie Musk, die Welt zerstören wie die AI Blase es bald tun wird und sie werden gefeiert, während Kinder in Armut aufwachsen in der reichsten Welt die es je gab. Denkt man darüber nach, ist man Ideologe oder Dumm. Dabei sind wir alle dumm, wenn wir auf diese Typen reinfallen uns blenden lassen von ihren Sympionten. Menschen die Macht haben wollen oder deren Macht verkaufen.

So genug. Es beschäftig mich, wie Menschen andere Menschen einfach so erschießen, weil ein alter Mann Unfug redet.

Chris 

Dienstag, 11. November 2025

Der Jurist sieht sich als Opfer

Ein Juraprofessor postet öffentlich eine fragwürdige Aussage. Diese kann missverstanden werden. Genau deshalb postet er sie. Denn genau dann emotionalisiert diese Aussage und wird häufiger geteilt und bekommt mehr Reichweite. Kommt nun der Gegenwind, auch aus juristischen Kreisen, sieht sich der arme Professor, der keine Ahnung von Gesetzen hat, bewusst die Öffentlichkeit sucht, als Opfer. Auf der Mimimi Skala in meinen Augen ganz weit oben. Wenn man einen Standpunkt hat, sollte man diesen vertreten können. Muss man für diesen Standpunkt, persönlich werden, dann ist der Inhalt des Standpunkts nicht besonders stark. "Schön" die Aussage "Es geht nicht um Frauen, sondern um die Person Reichinnek". D.h. Gewaltphantasien sind okay, wenn sie einzelnen Frauen gewidmet sind?! 

Natürlich gibt es eine Meinungsfreiheit. Und natürlich ist Frau Reichinnek eine Person des öffentlichen Lebens. Aber ich sehe das pragmatisch. Wenn alte weiße hochprivilegierte Männer, ihren Hass und ihre Wut im Internet rauslassen müssen und dabei juristisch mehr als gebildet sind, dann sollten diese Personen Konsequenzen spüren. Ob diese gleich rechtlicher Natur sein müssen, sei hingestellt. Aber ein wenig Gegenwind ist nicht verkehrt. Denn eine Argumentation mittels Triggerworten "den Sozialismus in Deutschland wieder einführen" funktioniert nicht. Was will Frau Reichninnek einführen? Formal herrscht in Ungarn und auch in Russland eine Demokratie. Inhaltliche auseinandersetzung, statt platte Worthülsen. Das sollte ein Professor verstehen. Wenn seine Studierenden so argumentieren würden, dann würde es nichts mit dem Staatsexamen. Aber als Professor, kann man das machen.

Chris 

Montag, 27. Oktober 2025

Blasenrealität

Friedrich Merz agitiert rassistisch über das Stadtbild. Für ihn gibt es zu viele Menschen die falsch aussehen. Der Punkt ist, dass Merz in einer Blase lebt. In seiner Generation war die Zahl der Menschen mit Migrationsgeschichte sehr gering. Jetzt ist sie es nicht mehr. In manchen Städten sind es mehr als 50%. Und ist etwas passiert? Nein. Die Städte wachsen, die Wirtschaft auch und es ist sicher. Es ist nicht alles gut, ganz sicher nicht. Aber das liegt sicher nicht an migrantischen Personen. Denn diese Gruppe hat nicht die Finanzierung der Kommunen geschröpft, Bildungsetats gekürzt, den sozialen Wohnungsbau eingestellt, den größten Niedriglohnsektor Europas installiert, usw. Die Verantwortung liegt bei Personen wie dem Friedrich und sie sind das Problem. Alles auf Migration runterzubrechen und gleichzeitig Menschen als gastfreundliches Land anwerben zu wollen, ist absurd. Die CDU soll mir bitte erklären, ob sie wirklich glaubt, dass das ablehnende Verhalten gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund nur illegalen Personen gilt. Denn dann wäre das Problem nicht existent und die Debate blödsinn. Oder ob es Rassismus und Vorurteile sind. Teile der CDU wollen mit der AfD zusammengehen. Sie glauben wirklich, dass sie damit gut fahren. Einmal wird das gutgehen, danach ist die CDU weg. Der Grund ist einfach. CDU, CSU und AfD bieten keinerlei Programm an. Sie spielen Politik. Die SPD wirkt dagegen fast schon hochqualifiziert. Aber im Grunde ist sie die alte CDU. Vielleicht ist das die Chance. Sie sollte die moderaten der CDU abholen und das linke Feld den Linken überlassen. So oder so. Die Debatte ist kaputt und ganz vorne dabei die Medien, welche bewusst mitspielen oder einfach nur dumm sind.


Chris 

Sonntag, 12. Oktober 2025

Menschlichkeit wird herablassend geframt

Wenn eine Ministerin überfordert ist, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, dann stellt sich niemand die Frage warum. Nein es ist die traurige Ministerin. Menschlichkeit hat keinen Platz. Sie trat zurück, weil ein kranker Ehemann, ein Ministerinnenposten und vier Kinder trotz der Privilegien etwas viel war. 

Die Konservativen freuten sich. Wenn ein Minister Milliarden veruntreut und als Fraktionsvorsitzender seine Fraktion nicht unter Kontrolle hat, dann ist das scheinbar okay.

Chris 

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Rationalität?

Wer kennt das nicht. Die Diskussion, dass Menschen ihre Arbeit machen sollen. Kinder sollen ihr Zimmer aufräumen, Erwachsene sollen fleißig sein. Viele Arbeiten möchten eigentlich nicht gemacht werden. Dennoch ist das politische Ziel faktisch aller Parteien, mehr Arbeit, mehr Arbeit, mehr Arbeit. Das ist absurd. Denn eigentlich sollte es Einkommen lauten. Arbeit wird als Selbstzweck dargestellt. Das der Begriff Arbeit so wie jetzt genutzt wird, ist ein Sieg des Marketings, scheint mir. Denn Arbeit klingt wertneutral und fleißig. Dabei geht es erst einmal um Erwerbsarbeit. Denn Arbeit ist genug da. Menschen werden gepflegt, Sport wird in Vereinen angeboten und vieles mehr. Aber das ist nicht gemeint. Das man von Erwerbsarbeit nicht leben kann, ist auch egal. Hauptsache die Rendite stimmt. Und ich denke genau da muss es hingehen. So viel zu Erwerbsarbeiten wie nötig ist, bei maximaler Vergütung. Bei einer Vermögensungleichheit wie sie in Deutschland vorherrscht, wäre genug da und wir müssen nicht alle mehr nach oben tragen. 

Ökonomen haben dazu ihren Beitrag. Aber die glauben auch, dass ein Modell vernünftig ist, wo Menschen angeblich antizipieren, dass irgendwann die Steuern steigen, weil heute Kredite vom Staat aufgenommen wurden und daraufhin ihr Konsumverhalten anpassen. Die empirischen Kurven zeigen das angeblich, obwohl diese Kurven über Zeiträume immer wieder bereinigt werden müssen, weil die Erhebung sehr schwer ist und die Parameter die gemessen werden, im Prinzip in den Modellen nicht vorkommen. Denn dort kommt man im Basiskonstrukt ohne Geld aus. Es gibt nur Jetzt und Zukunft und alles aus der Vergangenheit ist in den Preisen, die kein Geld sind eingepreist. Es ist absurd. Erklärt aber, dass in diesen Fällen ohne Differenzierung Arbeit als Heiligtum gilt. Denn während sich viele Ökonomen der Absurdität ihrer Modelle bewusst sind und sie gezielt einsetzen und die Abweichungen diskutieren, tun das Politiker und Interessengruppen dies nicht. 

Chris