Freitag, 26. November 2021

Langfristige Erfahrung

Das mit der langfristigen Erfahrung und den Impfstoffen ist so eine Sache. Sie wird häufig falsch dargestellt. Wie auch in diesem Beitrag. Es geht darum:

Der vielleicht grösste Vorteil der Totimpfstoffe ist, dass die Menschheit mit ihnen – anders als mit den neuen mRNA- und Vektortechnologien – bereits jede Menge Erfahrung sammeln konnte. 

Zeitlich mag das vielleicht in der Theorie stimmen. Praktisch allerdings nicht. Wenn ein Medikament in Form einer Impfung mehr als eine Milliarde Mal verabreicht wurde, dann ist das eine Menge Erfahrung. Das die Technologie mit den Totimpfstoffen lange verwendet wird, sagt auch nichts über die Wirkung aus. Es werden immer wieder Autos gebaut. Das ist eine bewährte Technologie. Trotzdem kann viel schief gehen und es muss jede Menge getestet und überprüft werden. Daher ist der Schluss

kann hier zumindest nicht behaupten, dass es noch an langfristiger Erfahrung fehle.

im Grunde falsch. Weil die Erfahrung mit "Autos" existiert. Aber mit dem "neuen Auto" eben noch nicht. Wir wissen nicht ob es so gut ist und ob die Elektronik funktioniert. Auf der anderen Seite haben wir den "E-Roller" der Milliardenfach gebaut worden und in der Anwendung ist. Die Unterstellung ist falsch und bedient ein Bauchgefühl. Die Länge einer Technologienutzung wird mit der Erfahrung gleichgesetzt. Das ist in der Regel auch richtig, da beides Korreliert. Aber wichtiger als die Dauer ist die Menge der Anwendung. Wenn ich lange etwas benutze aber sehr selten, dann habe ich auch nicht mehr Erfahrung als jemand der etwas kürzer benutzt und dafür oft. 

Wieso das wichtig ist? Es entstehen Mythen die sinnfrei sind. Immer noch wird geglaubt das Kälte Erkältungen macht und Kinderkrankheiten etwas für Kinder ist.

Chris

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Precht bei Jung&Naiv

Jedes Jahr führt Tilo Jung ein Interview mit Richard David Precht durch. Ich halte Herr Precht für einen differenzierten Denker. Aber wenn er seine philosphische Expertise verlässt wird es in meinen Augen oft dünn. So meint er zu Recht die demographische Entwicklung sei eine große Herausforderung und führt dazu, dass das Umlagessystem nicht funktioniert und auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge wird nicht funktionieren. Er verweist auf Erfahrungen der Vergangenheit und das Mackenroth Theorem. Aber genau hier irrt Precht. Er setzt unsere Art der Rentenorganisation synonym mit dem Umlageverfahren. Mackenroth merkte nämlich an, dass jedes Rentensystem ein Umlagesystem ist. Seine Begründung ist, dass Dienstleistungen und Güter schwer gespart werden können. D.h. erwerbstätigen Personen müssen für den Rest der Gesellschaft Güter und Dienstleistungen erbringen. Die Frage ist also nur, ob die Produktivität ausreicht oder nicht. Laut Precht muss die Produktivität ausreichen, da er das Verschwinden der Arbeit herbeidenkt. Precht wie viele andere Denken in Geld. In diesem Fall scheint es einen Unterschied zu machen. Aber im Grunde müssen wir in Gütern denken, denn wir wollen Essen und Wohnen. D.h. die ganze demographische Frage ist eine Verteilungsfrage. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist keine Frage der Machbarkeit an sich.

Damit kommen wir zu seiner Annahme, dass wir keine Arbeit mehr hätten. Ich halte diese Aussage für grundlegend falsch. Klar ist, dass sich einige Arbeit wegautomatisieren lässt. Im Bereich der Finanzbuchhaltung ist für mich nicht ersichtlich, warum man Excel und copy&paste nutzt, anstatt automatisierte Systeme. Aber in viele Bereichen wird eine Automatisierung nicht im Ansatz möglich sein. Der Grund ist relativ einfach. Es ist billiger einen Menschen zu beschäftigen, oder es ist gar nicht möglich. Viele soziale Berufe sind ein Beispiel, wo Roboter wahrscheinlich kaum eine Rolle spielen werden. Durch automatisierung wird es nicht möglich sein, dass eine Pflegekraft heute 2 morgen 4 und übermorgen 8 Personen betreut, bei gleicher Qualität. Auch im Industriebereich ist eine Vollautomatisierung mehr als fragwürdig. Speziallösungen und kleine Stückzahlen sind durch Menschen besser abzubilden. KI Methoden müssen scheitern. KI ist gut, wenn es klare Daten und jede Menge davon gibt. Nehmen wir den A380. Davon wurden keine 300 Flugzeuge gebaut. Die Entwicklung und Umsetzung einer automatisierten Fertigung kostet Zeit und Geld. Für diese Stückzahlen lohnt es sich nicht im Ansatz.

Die beiden Beispiele zeigen, dass Precht richtige Analysen triff, aber falsche Folgerungen. Er ließt wahrscheinlich die falschen Quellen. Ökonomen sagen vielleicht voraus, dass die Arbeit wegfällt. Das ist auch eine Profession, auf die das zutreffen wird. Aber wie Handwerker wegautomatisiert werden sollen ist mir nicht klar. Die Produktivität auf Baustellen ist seit Jahrzehnten konstant. Wenn ich digitalisiere, muss dennoch jemand das Kabel verlegen, den Träger schweißen, usw. Neue Bauwerke könnte man vielleicht optimieren, aber der Altbestand?

Arbeit wird uns also nicht ausgehen. Vor allem weil die Herausforderungen riesig sind. Wer soll denn die zehntausden Windräder, Solarzellen, Power to X Kraftwerke, Energietrassen, Häusdämmungen entwickeln, bauen und betreiben? Wer  soll unsere Kinder endlich vernünftig ausbilden, Schienen verlegen, die Innenstädte umbauen (planen und realisieren), die Brücken sanieren, Schulen modernisieren, unsere Alten Pflegen? Und dann kommen die Klimafolgen. Wer soll denn die Schäden reparieren, die Flüchtenden aufnehmen und integrieren?

Die Liste ist endlos. Arbeit geht uns nicht aus. Sie ändert sich nur. 

Fazit

Das Interview ist nicht schlecht. Precht wirft gute Punkte auf. Wie zum Beispiel will man eine Lohnobergrenze moralphilosophisch und liberal argumentieren? Einfacher seien Steuern. Das ist ein interessanter Punkt über den ich noch nicht nachgedacht habe. Auch das er nicht so schnell Partei bezieht, bei bestimmten Positionen und das gut begründet finde ich gut. Aber in diesen Fällen ist er im Kernbereich seiner Expertise. Bei vielen anderen hat er eine Meinung, die nicht fundiert ist.

Chris

Montag, 25. Oktober 2021

 Wer solche Ökonomen hat, braucht sich nicht zu wundern. 

Die Schuldenbremse ist vielleicht in manchen Kreisen auch so unbeliebt, weil sie als Utopie- und Ideologiebremse funktioniert.

meint Herr Schnellenbach. Das die Schuldenbremse reinste Ideologie ist, adressiert er natürlich nicht. Stattdessen meint er, dass Weichenstellungen heute in 10 - 15 Jahren zu Problemen führen können. Das ist natürlich eine Binse. Vor allem zeigt, es wie wenig Problembewusstsein bei ihm existiert. Es waren gerade die Befürworter der Schuldenbremse die für viele unserer heutigen Probleme im Grunde verantwortlich sind. Warum wurden denn überall gespart und Investitionen vermieden? Genau, weil staatliches Personal schlecht ist und Privatisierungen immer super. Jetzt fehlen Lehrer, Sacharbeiter, die Baurecht verstehen, usw. Von Digitalisierung fange ich nicht an.

Schnellenbach verkennt aber einen weiteren Punkt. Es ist schlicht egal. Wir haben ein massives Problem. Das heißt Klimakrise. Anstatt zu schauen, was man machen kann wie man sinnvoll investiert, wie man alles tut, die Krise stark abzumildern, interessiert ihn nur eine Zahl bei der EZB.

Hat irgendjemand wahrgenommen, dass die Staatsschulden steigen? Nein? Warum nicht, wenn es so schlimm ist. Niemand interessiert sich dafür ob da 1 oder 100 Billionen Euro stehen. Wenn wir nichts zu Essen haben, weil es regelmäßig zu Dürren kommt, wird man sich retrospektiv wundern, warum nichts gemacht wurde. Ideologie ist etwas tolles. Man kann es immer den anderen vorwerfen. Die einfache Frage was denn bitte passieren soll, wenn wir innerhalb von 10 Jahren auf jedem Dach eine Solaranlage haben und die Infrastruktur, um den Strom zu nutzen, soll mir der Herr Professor bitte erklären. Was wäre so schlimm, wenn wir dann zu viele Kapazitäten haben? Die Welt hat einen großen Bedarf. Aber lieber um Schulden streiten.

Chris

Freitag, 1. Oktober 2021

Die INSM liebt den Clemens

Die INSM hofft, dass von den Vorschlägen eines Clemens Fuest möglichst viel umgesetzt wird. Die Vorschläge sind aber weder ambitioniert noch realtitätsnah. Hier ein paar Beispiele:

Digitalisierung:

Es reicht nicht, Digitalisierung im Prinzip zu wollen, aber Unternehmen wie Uber, Airbnb oder Online-Apotheken mit Verboten und Regulierungen zu überziehen.

Genau deshalb funktioniert sie in Deutschland nicht. Ausbeuterische Unternehmen zuzulassen ist nicht die Richtungsweisung. Die Frage ist doch, welche Dienste machen digital Sinn und welche nicht. Uber funktioniert nur, weil es Arbeitschutzmaßnahmen umgeht. D.h. diese Unternehmen nutzen Menschen aus. Unser Problem ist, dass wir die Infrastruktur nicht haben. Wenn wir keinerlei Internet im ländlichen Raum haben, dann kann dort nichts entstehen. Wenn wir Haftungsfragen bei Datenverlusten nicht klären, dann entwickelt sich keine hochwertige Industrie in dem Sektor. 

Fuest verkennt auch, dass es sehr viel mehr gibt als er weiß. Klar haben wir kein Uber, aber er sollte einfach mal in das B2B Business schauen.

sondern auch um eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Schule und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Ein im Prinzip guter Vorschlag. Fuest und andere haben das seit Jahren verhindert. Klingt erst einmal komisch. Aber der Staat durfte ja nicht zu viel Personal haben. Lehrer und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst waren und sind überbelastet. Wann sollten sie sich weiterbilden und in diese Richtung entwickeln? Jetzt diesen Weg zu fordern ist zwar nett, aber das es deutlich mehr Ausgaben in diesem Bereich. Es wird vor allem auch sehr lange dauern, da die Lehrer erst ausgebildet werden müssen. Dann braucht man auch den Support vor Ort. Und Digitalisierung in der Schule heißt auch, Datenschutz, Umgang in Internet, Cybermobbing, etc. 

Klima

"Klimaschutz unnötig verteuern"

Auch hier verschweigt Fuest, dass viele seiner Kollegen über Jahrzehnte vor den Klimaschutzmaßnahmen gewarnt haben. Da hätte es sehr preiswert sein können. Nun wird es deutlich teurer. Seine Ideen sind der Markt regelt alles und wir machen Unsinnige Dinge wie Dekarbonisierung.

Eine Dekarbonisierung wird niemals in der Breite stattfinden können, denn es ist brutal ineffizient und kostet sehr viel Energie. Es mag Bereiche geben, wo es nicht anders geht. Es wird aber immer billiger sein, kein CO2 zu produzieren, als es zu tun.

Mieten:

Arme Menschen sollen jetzt Wohnungen kaufen. Mietkaufmodelle sind vielleicht eine gute Idee. Aber wie soll das gehen? Wenn eine Wohnung 400 tausend Euro kostet und ich zahle sie teilweise mit meiner Miete ab, dann ist die Miete immer noch sehr sicher zu hoch. Warum? Weil der Verkäufer Geld verdienen will. 


Wirtschaft
Da widerspricht sich Fuest in einem Absatz selbst. Er schreibt 

weil mit der Alterung der Bevölkerung die Zahl der Menschen im Erwerbsalter sinkt.

Soweit so richtig. Damit dann die fehlenden Arbeitskräfte eingestellt werden können muss

Es ist deshalb erforderlich, Beschäftigungshindernisse im Steuer- und Transfersystem abzubauen.

D.h. wir haben einen Mangel an Arbeitskräften und müssen dann aber Steuern- und Sozialabgaben senken, damit Menschen eingestellt werden? Die Logik verstehe ich nicht. Wenn der Bedarf da ist, dann ist er da. Aber klar es sit die übliche Leier. Deutschland sei zu teuer, obwohl wir selbst in einer Pandemie viel exportieren. Gleichzeitig soll die Verschuldung nicht steigen. D.h. Sozialabbau und Senkung der Staatsausgaben.

Fazit

Mir ist klar, dass die INSM diesen Beitrag toll findet. Fuest fordert nichts neues. Im Grunde schreibt er, der Staat müsse alles machen, aber dafür keine Schulden machen und bitte noch die Einnahmen kürzen (Steuern senken). Wenn der Staat dann seine Ziele nicht umsetzt, kann er feiern wie unfähig doch der Staat ist. Ich hoffe, dass diese Personen und dieses Denken ausstirbt. Niemandem hilft ein solcher Beitrag. Es ist die Meinung von Herrn Fuest. Weder ist sie durch Forschung untermauert, noch sonstwas. Digitalisierung ist gescheitert, weil wir keinerlei staatliche Anstrengung gemacht haben. In einigen Ländern gibt es eine Garantie auf schnelles Internet. Aber das beeinflusst ja den Markt. Deutschland war Weltmarktführer bei Solaranlage, aber da wurde ja subventioniert, pfui. Sein Fazit

Es ist höchste Zeit für eine politische Wende.

Stimmt, darum hört solchen Menschen nicht mehr zu. Je mehr sie jammern, desto besser scheint die Politik.

Chris

Montag, 27. September 2021

Nun ist es vorbei

Die Bundestagswahl ist vorbei. Mein Fazit ist, wenn Inhalte diskutiert worden wären, dann hätte die Union niemals über 20% der Stimmen bekommen. Die Linken wären nicht aus dem Bundestag geflogen. Ist aber nicht so, darum haben wir was wir haben. In meinen Augen war fast der gesamte Wahlkampf durch die öffentlich rechtlichen Politikjournalisten konsolidiertes Medienversagen. Statt zu fragen wie wollen sie nach der Wahl das Problem mit der Ungleichheit angehen, kommt: Schließen sie rot-rot-grün aus, oder können sie sich Christian Lindner als Finanzminister vorstellen. Alles komplett unwichtig. Für Journalisten scheinbar interessant und das Beste, man braucht ungefähr 20 Minuten Vorbereitungszeit. Wenn man inhaltliche journalistische Fragen stellen würde, bräuchte man mehr und wer will das schon?

Chris

Freitag, 24. September 2021

Die INSM lügt, oder stellt Dinge falsch dar

Nicht das ich die SPD bejubel würde. Aber wie kann es sein, dass die unteren Einkommen angeblich bei der SPD keinerlei Entlastung bekommen, obwohl die Steuerfreibeträge höher sind als bei der Union? Im Handelsblatt wurden die Enlastungen auch gegenüber gestellt. Das schlechteste was 60% der Bürger machen können ist die Union zu wählen. Jetzt noch schnell grenzwertige Beiträge raus, damit ja nicht rot-rot-grün rauskommt.

Chris


INSM Kommentare V

 Die neuesten Kommentare:

@Mindestlohn

Es wird immerhin anerkannt, dass Menschen einen Lohn zum Leben brauchen. Das ist für neoliberale Journalisten ein Fortschritt. Aber dann wird gleich wieder eingestimmt: Was ist, wenn durch den hohen Mindestlohn bestimmte Arbeit nicht geschaffen wird?

Was ist dann? Nichts ist dann. Wo ist das Problem? Die Behauptung "Dann verlieren alle Seiten: Arbeitgeber wie Arbeitnehmer." ist schlicht und einfach falsch. Arbeit ist kein Selbstzweck. Machen wir mal etwas anderes. Ich produziere Tische. Die sind aber zu teuer und ich kann sie nicht verkaufen. Niemand würde auf die Idee kommen, wir müssen staatlicherseits etwas tun. Denn wenn die Tische nicht gebaut werden entstehen keine Arbeitsplätze. Das ist schlecht für alle Seiten? Ja sagt da der Neoliberale. Die Mindestlöhne greifen in den Markt ein und bei den Tischen ist es genau umgekehrt. Auf den ersten Blick mag das stimmen. Aber wenn Menschen von ihrem Lohn nicht leben können und der Staat über Aufstockung und Wohngeld die Löhne subventioniert, greift er sehr wohl in den Markt ein. Menschen könnten zu dem gezahlten Lohn nicht überleben. In einer reinen dystopischen Marktwelt würden sie sterben und der Lohne würde auf das Mindestmaß steigen, dass die Menschen überleben. Wir leben zum Glück nicht in einer solchen Welt. Daher kann der Staat einfach beschließen, dass es eine Untergrenze gibt. 

Das jetzt bestimmte stellen nicht geschaffen werden ist im Grunde egal. Es herrscht ja kein Mangel an Arbeit. Es herrscht ein Mangel an Bereitschaft diese zu bezahlen. Ein Grund hierfür ist, dass die Löhne zu niedrig sind. Höhere Löhne sorgen nachweislich zu mehr Nachfrage. Das ist auch eine einfach Rechnung. Wenn ein Brötchen aus 60% Lohnkosten besteht und mein Lohn verdoppelt sich, dann kostet das Brötchen nicht doppelt so viel. D.h. ich habe zwar doppelt so viel Kaufkraft, aber nicht zwangsläufig doppelt so viele Kosten. 

@Mittelstand

Das IW Köln hat etwas entdeckt

"Die Abbildung 1-1 zeigt, ist der Gründungstrend aber mit Ausnahme der freien Berufe abwärtsgerichtet, was auf politischen Handlungsbedarf hindeutet."

Ich sehe da nicht notwendigerweise einen Handlungsbedarf. Was ist wenn alle Gründungen erfolgreich sind und das Bevölkerungswachstum stagniert? Dann muss die Menge der Gründungen logischerweise zurückgehen. Umgekehrt, was ist, wenn jede Gründung scheitert? Dann kann es sein, dass es wieder und wieder versucht wird. Perspektivisch verlassen viele Menschen den Arbeitsmarkt in die Rente. Ich kenne einige die ihre Selbstständigkeit aufgegeben haben, weil Planbarkeit etwas tolles ist. Wieso sitzen denn die Herrn Professoren in ihren Forschungsinstituten, wenn doch Gründung so fantastisch ist? Ob die Entwicklung gut oder schlecht ist, kommt wie immer darauf an. Wie groß und erfolgreich sind denn die Unternehmen? Wie gesättigt ist der Markt. Wie sieht es mit der Nachfrage aus, usw. Politik hat sicher einen Einfluss. Aber ob das Problem wirklich so schlimm ist, weiß ich nicht. Vor allem und das ist wichtig. 2019 bahnte sich eine Rezession an. Diese wurde von der Corona Pandemie überdeckt. Davor hielten sich die Gründungen über Jahre etwa konstant. Nur so zum Nachdenken.

Chris