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Freitag, 11. März 2016

Jetzt sind es also 0%

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit. Die Bildzeitung beim Bäcker wirbt gleich mal mit neuen Geldanlageformen und jammert für die privaten Versicherer. Was lernt man aus der Geschichte?

  1. Es wird jetzt doch keine 600 Golderden geben. Der prognostizierte Zinseszinseffekt mit konstanten Zinsen über 2000 Jahren ist ein Märchen. Das war zwar schon vorher klar, aber nun kann man diese absurde Annahme nicht mehr leugnen
  2. Die Zinsen sind niedrig und die Inflation ist es auch. Die Gewinn - Kaufkraftverlustbilanz dürfte sich für den normalen Kleinsparer die Waage halten.
  3. Obwohl die Zinsen niedrig sind, wird sich wirtschaftlich nichts ändern. Irgendwer muss das Geld verwenden. Wird das nicht gemacht, dann ist es eine fiktive Zahl ohne Wert. Erst wenn diese Zahl in Form von Güterkäufen (als Konsum oder Investition) verwendet wird, bewegt sich wirtschaftlich etwas. 

Und investieren könnte man. Hier mal eine Liste an Dingen die mir sofort in den Sinn kommen würden. Sie ist nicht vollständig, würde aber den Menschen helfen.

  1. Sanierung der Bahnstrecken und Züge.
  2. Reparatur von Brücken und Straßen.
  3. Aufbau von Flüchtlingsheimen.
  4. Erhöhung der Zahl der Polizisten.
  5. Erhöhung der Zahl der Lehrer (vor allem jene die Deutsch als Fremdsprache unterrichten können).
  6. Sanierung der Schulen und Aufrüstung mit modernen Medien.
  7. Breitbandinternetausbau.
  8. Aufstockung der Gelder für die Sozialarbeit (u.a. Arbeit gegen Nazis).
  9.  Sanierung des Nord- Ostsee Kanals
  10. Investitionen für eine Ökologische Landwirtschaft, welche Bodenerosion reduziert.
  11. Förderung der Grundlagenforschung (Fusion, Materialwissenschaften, Medizin,...)
  12. ...
Dafür braucht man nicht lange nachdenken. Man muss es nur als Vision verkaufen. Die Vision ist, dass wir Flüchtlinge als neue Mitglieder der Gesellschaft haben wollen. Hierfür legen wir die Basis indem wir sie und uns besser ausbilden. Am Ende können wir gemeinsam mit Hilfe einer soliden Grundlagenforschung unter Nutzung einer soliden Infrastruktur den Wohlstand gemeinsam erarbeiten und erleben. Auf solche Standpunkte wartet man leider vergebens.

Chris

Montag, 16. November 2015

Die EZB, die EZB, die ist immer Schuld

Sie ist Schuld an den niedrigen Zinsen. Die Begründung kommt hier.

Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank macht das Aufnehmen neuer Schulden für den deutschen Staat nach wie vor sehr günstig. Doch die künstlich gedrückten Zinsen führen dazu, dass sich private Geldgeber zunehmend aus dem Staatsanleihenmarkt verabschieden. Das bedeutet laut Thorsten Polleit: Es kommt zu Preisverzerrungen auf anderen Märkten

Die normale Preisbildung ist also eine Preisverzerrung, denn der detusche Staat nimmt keinen Kredit bei der EZB auf. Die Zinsen auf Staatsanleihen sind niedrig, die Nachfrage sinkt, dann sollten die Zinsen wieder steigen. Tun sie es nicht, dann ist die Nachfrage hoch genug. Die Nachfrage nach Krediten ist niedrig. Der deutsche Staat feiert die schwarze Null (nein ich meine nicht Schäuble). Wofür also neue Kredite aufnehmen? Die alten Kredite werden einfach refinanziert. Das alles ist vollkommen unabhängig von der EZB. Die deutschen Staatsanleihen wären auch bei höheren Zentralbankzinsen niedrig, da Deutschland eines der letzten Länder mit AAA+ Rating ist. Diese sicheren Anlagen sind bei Pensionsfonds begehrt.
D.h. das Angebot an Geld ist hoch, die Nachfrage niedrig und der Preis (Zins) sinkt. Wenn dadurch die Sparer betroffen sind, dann ist das eine Preisverzerrung im neoliberalen Ökonomensinne.

Chris

Mittwoch, 14. Januar 2015

Inflationsangst der neoliberalen Ökonomen

Herr Professor Freytag meint zur Deflationsangst der EZB


Wer diese vielen Ökonomen sind verrät er nicht. In seinem Beitrag bringt er auch keine Argumente die gegen eine Inflation sprechen würden. Dafür schreibt er Modellerkenntnisse auf, die sich leicht als absurd herausstellen lassen.
Sein Argument gegen eine Deflation ist, dass der Ölpreis niedrig ist. Dagegen spricht, dass die Inflationsrate schon vor dem Ölpreiseinsturz sehr niedrig war. D.h. der Effekt ist da, aber er ist einer von vielen. Die Austeritätsprogramme, sieht Freytag auch. Er findet sie aber nicht schlimm. In seiner Welt gibt es eben keine Menschen, sondern nur abstrakte Wirtschaftsmodelle, welche in der Realität nicht standhalten. Vor allem Deutschland unterschreitet in stetiger Regelmäßigkeit die Zielinflationsrate von 2%. Das sollte eigentlich als Widerspruch zu einem angeblich robusten Wachstum gesehen werden. Die Angst der neoklassischen Ökonomen ist, dass die gestiegene Geldmenge die Inflation treibt. Das die Geldmenge die Inflation treibt ist nur bedingt richtig. Die Nachfrage nach Gütern treibt die Preise. D.h. wenn die Geldmenge nicht in Nachfrage umgemünzt wird, dann passiert gar nichts. Kein Unternehmen wird seine Güter teurer verkaufen, weil sich die Geldmenge auf einmal verdoppelt hat. Erst wenn diese Geldmenge in Form von Nachfrage in den Kreislauf kommt, passiert etwas. Da die Löhne als Massennachfrage im Moment nicht wirklich steigen, ist wenig zu befürchten. Folglich ist die Inflationsangst absurd und die Deflationsangst nicht ganz unberechtigt. Freytag versteht die anktuellen Zustände nicht, weil er sie nicht verstehen kann. Er ist wie viele der INSM Schreiberlinge in seiner Modellwelt verfangen. Er erkennt nicht, dass die Modellannahmen, welche ihn zu seinen Erkenntnissen führen, absurd sind. Ein guter Beitrag hierzu ist hier zu finden.

Chris

Montag, 12. Januar 2015

Es sind immer die deutschen Ökonomen

Wenn es um die Euro Stabilisierung geht sind es immer die deutschen Ökonomen die vor zu viel Eingriff der EZB oder ähnlichem warnen. Innerhalb Europas muss es doch noch andere Kritiker geben. Es wäre ein viel stärkeres Bild. Stattdessen zitiert man deutsche Ökonomen aus dem Finanzbereich (keine Volkswirte) oder eben die deutschen EZB Volkswirte (alle auf einer Linie). Gegenstimmen sind fast Fehlanzeige. Dabei wäre es interessant wie hoch die deutsche Volkswirtschaftslehre weltweit im wissenschaftlichen Bereich angesehen ist.
Mein Problem mit den Aussagen der Experten ist, dass sie immer das gleiche erzählen. Nach deren Prognosen vor einigen Jahren hätte Europa eine starke Inflation haben müssen. Stattdessen gibt es eine Deflation. Die ist aber nicht so schlimm, meinen die Experten und fordern Vertrauen in ihre Prognosefähigkeiten.

Chris

Freitag, 8. November 2013

Der Bund der Versicherten glaubt an heiße Luft

Leitzins auf Rekordtief: Verbraucherschützer werfen EZB Bestrafung der Sparer vor

wird  Stimmung gegen die Leitzinssenkung der EZB gemacht. Denn
der Bund der Versicherten sieht das Modell der Altersvorsorge in Gefahr

Die Angst ist sicherlich berechtigt. Allerdings zeigt sie auch das krude ökonomische Verständnis der Verteidiger des Sparens. Die Wirtschaft in der Eurozone wächst faktisch nicht. D.h. die Nachfrage nach Krediten ist niedrig. Ist die Nachfrage niedrig, dann sinkt der Preis für Geld, sprich der Zins.

Weiterhin zeigt die Überschrift, dass die Verbraucherschützer auf ein Recht auf hohe Zinsen pochen. Alles Sparen ist eine Spekulation. Ich verzichte auf heutigen Konsum und hoffe dafür später mehr konsumieren zu können. Ein Recht auf Vermögensvermehrung durch Verzicht gibt es nicht. Die Güter und Werte die durch Geld gekauft werden können, müssen produziert werden. Genau deshalb funktionieren die kapitalgedeckten Versicherungen auch nicht anders als die umlagefinanzierten. Man isst ja kein Geld, sondern Lebensmittel. Die müssen zum Zeitpunkt des Konsumbedürfnisses vorhanden sein. Die Verteilung der Güter geschieht über Geld, welches man zu diesem Zeitpunkt besitzt. Ob dieses über abstrakte Zinszahlungen oder aus prozentualen Verzicht von Einkommen der arbeitenden Bevölkerung generiert wird ist egal. Denn so oder so werden Güter, welche die arbeitende Bevölkerung zum Zeitpunkt x produziert hat verteilt. Diese Verzichtet auf einen Teil ihrer Erträge. Wenn man das begriffen hat, sind Anfeindungen wie die des Bundes der Versicherten einfach nur lächerlich und gehören nicht in die Medien, sondern auf den Müll. 

Chris

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Kontrolle der EZB bei Krisenhilfe

Bei der INSM wird eine Kontrolle der EZB gefordert, für den Fall das sie Krisenländern in der Eurozone hilft. Diese Hilfe soll nur gewährt werden, wenn die geforderten Reformvorgaben eingehalten werden. Eine Kontrolle der Reformvorschläge wird natürlich nicht gefordert. 

Fun Fact
Haftung und Kontrolle müssen in einer Hand liegen.

Die übliche Forderung der neoliberalen Elfenbeinbewohner.  Man spiele folgende zwei Beispiele durch. Malta ist in der Krise und braucht dringend Geld. Die EZB sagt, dass sie gegen Reformleistungen Geld locker macht. Malta sagt nein und kriegt kein Geld.
Man nehme das gleiche Szenario und tausche Malta gegen Deutschland. Falls sich die EZB weigert, bricht die Eurozone zusammen. Das Drohpotential der EZB ist abhängig vom Schaden den ein Land beim Zahlungsausfall anrichten kann. Auch bei Staaten gilt "to big to fail". Diese Möglichkeit wird von den beiden INSM Autoren nicht in betracht gezogen. Sie leben in ihrer Welt des Marktes, wo alle Teilnehmer gleich sind. Weltfremder kann man nicht sein.

Chris

Dienstag, 28. Mai 2013

Zitat eines neoliberale Ideologen

Es dürfe nicht zwischen guten und schlechten Schulden unterschieden werden.


Es ist also das Gleiche ob ich Geld investiere und produktiver werde, oder ob ich es nehme und verbrenne. Asmussen ist in seiner Ideologie so sehr verfangen, dass er nur den Stabilitätspakt sehen kann. Das die Werte in diesem Pakt vollkommen willkürlich gewählt worden sind, sieht er nicht, da er sie nicht sehen darf. Denn das würde nachdenken und hinterfragen seines Glaubens bedeuten und das macht man als guter Gläubiger nicht. Denn wer es in einer Religion weit bringen will, darf sie nicht als Unsinn entlarven.

P.S. Dabei sollte man eigentlich stutzig werden, wenn man mit seiner Haltung in der Welt allein dasteht und nur aus Deutschland Unterstützung bekommt.

Chris

Freitag, 3. Mai 2013

Inflation und Geldpolitik

In einem aktuellen Vortrag weißt Heiner Flassbeck darauf hin, dass wenn die reine Geldpolitik für die Inflationsrate verantwortlich wäre, dann dürfte es keine Diskrepanz zwischen den Euromitgliedsländern geben. Die Geldpolitik ist in allen Ländern die Gleiche und nur Nachfrage unterscheidet sich in den jeweiligen Ländern.
Auch die aktuelle Erfahrung in der gesamten Eurozone belegt dies. Zwar will Frau Merkel gerne steigende Zinsen der EZB, allerdings wurde der Leitzins gestern weiter gesenkt. Da der Inflationsdurchschnitt unter dem Inflationsziel von 2% liegt und das trotz bereits niedriger Zinsen ist nicht zu erwarten, dass sich die Inflation erhöhen wird. Interessant sind einige Schlagzeilen der deutschen Presse

Diese Medien können zwar rumjammern. Wenn die Wirtschaft im Euroraum zusammenbricht, dann ist das Ersparte auch weg.

Chris

Samstag, 26. Januar 2013

Widersprüche bei der Kreditvergabe

Gehen wir mal die aktuelle Wirtschaftspolitik durch. Man senkt die Leitzinsen, um die Zahl der Investitionen zu erhöhen. Das soll die wirtschaftliche Lage stabilisieren. Gleichzeitig verbietet man den Staaten Kredite aufzunehmen, weil Schulden etwas schlechtes sind. Das heißt Schulden für ein Unternehmen sind gut und für den Staat schlecht. Es wird unterstellt, dass Unternehmen wüssten worin sie investieren und Staaten eben nicht. Diese Logik ist unfassbar dumm. Sowohl in Unternehmen als auch beim Staat arbeiten Menschen. Die Durchschnittsqualifikation dürfte ähnlich hoch sein. Trotzdem wird einer Menschengruppe mehr zugetraut als der anderen. 
Das es hierfür keinerlei empirischen Grund gibt, kann man in verschiedenen Büchern nachlesen. Aber was ist Empirie, wenn man ein logisch in sich schlüssiges Glaubensmodell hat.

Chris

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Deutschland droht der Abstieg; Ist Europa gerettet?

Deutschland droht eine Rating Abstufung und die Medien zittern. Was wird passieren, wenn die Zinsen aufgrund einer Abwertung des Ratingstatus steigen? Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Deutschland sperrt sich nicht mehr gegen den massiven Einsatz der EZB und beendet damit das Spiel gegen den Euro. Da Frankreich vor Deutschland Probleme haben würde, wären sie mit im Boot. Italien und Spanien sind es sowieso. In den Medien liesst man von diesem Szenario nichts. Sie haben Angst, dass die Glaskugelbesitzer andere Buchstaben auf ein Papier schreiben, welches die Überschrift "Rating Germany" besitzt. Die Menschen müssen sich klar machen, dass das Ganze Spiel nichts mit der Realität zu tun hat. Die Ratings haben vor nicht allzulanger Zeit auf dramatische Weise versagt. Warum soll man nun blind folgen? 

Chris

Dienstag, 4. Oktober 2011

Qualitätsexporte innerhalb Europas

Die Kompetenz Asmussens wurde von Flassbeck als „mittelmäßig“ eingeschätzt und Asmussen nicht für hohe Aufgaben empfohlen.

Freitag, 26. November 2010

Märkte zweifeln an der Finanzkraft des Rettungsschirms

Diese Meldung passt sehr gut im Bezug auf des gestrigen Beitrag über Heiner Flassbeck. Es zeigt, dass Märkte nicht rational sind. Die EZB gibt privaten Banken Geld. Dieses Geld wird durch die Euro Zone gedeckt. Das Geld wird bei der EZB für 1% geliehen. Danach verleihen die Banken es an die Euro Länder. Dies geschieht für 3 - 10% je nach Land. Die Währungssicherheit liegt bei den Mitgliedsstaaten und zwar allen von Ihnen. Dennoch müssen einige mehr Zinsen zahlen auf das gleiche Geld als andere. Flassbeck fragt zu recht was passieren würden, wenn die Euro Länder direkt ihr Geld von der EZB bekommen würden. Die Antwort ist einfach. Es würde gar nichts passieren. Es fehlt jede Begründung wieso die Euro Zone den Umweg macht mit Milliarden Krediten Banken zu subventionieren und die Mehrheit der Bürger zu belasten. Gewinner sind einige "hoch" belastete reiche Personen und Unternehmen. Immerhin gibt in Deutschland Frau Merkel zu, dass sie Politik für die Unternehmen betreibt. Dennoch jammern diese immer weiter.

Chris