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Mittwoch, 29. Juli 2015

Zur Behauptung wir Deutschen sind doch die Guten

Regelmäßig wird geschrieben, dass die Griechen ihre Schulden zurück zahlen sollten und sich an uns Deutschen ein Beispiel nehmen sollten. Sie sollen sich an die Regeln halten und nicht einfach die Schuld streichen. Das klingt erst einmal schlüssig. Allerdings gibt es für überschuldete Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit insolvent zu gehen. Von den Privatinsolvenzen gab es bei den guten regelkonformen Deutschen letztes Jahr 120.000 Verfahren. Die Schuld wird dort nur teilweise zurückgezahlt. Das ist keine Kritik an den überschuldeten Personen. Es zeigt, dass man solchen Menschen eine Chance geben muss. Wer Regeltreue einfordert sollte fragen, wer die Regeln macht und ob man sie selbst auch einhält.

Chris

Montag, 6. Juli 2015

Mal sehen wie es weiter geht

Varoufakis tritt zurück. In meinen Augen ein cleverer Schachzug. Er hat den Unmut der Gläubiger auf sich gezogen. Indem er geht, kann weiter verhandelt werden ohne das die Eurogruppe ihre Gesicht verliert (vielleicht sogar auf einer vernünftigen Ebene). Man wird ihm Feigheit von Seiten der deutschen Stammtische vorwerfen. Wäre er geblieben hätten ihm die Stammtische vorgeworfen die Verhandlungen zu sabotieren und hätten gefordert, dass er gehen solle. Politisch in meinen Augen eine gute Entscheidung, obwohl es traurig ist, dass sich in der Politik nur die Idioten halten können.

Chris

Dienstag, 30. Juni 2015

Die "kleinen" Notlügen

Keinen wird es interessieren. Wir werden von unseren "Spitzen"politiker offen belogen, damit die Front gegenüber der griechischen Regierung geschlossen bleibt. Die Nachdenkseiten haben die Angebote beider Seiten gegenübergestellt. Das Entgegenkommen der EU ist keines. Es existiert nicht. Trotzdem sind die Griechen Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Die Presse versagt mal wieder auf ganzer Linie. Mich erinnert das an die Bahnstreiks vor einiger Zeit. Dort war Herr Weselsky Schuld. Der Bahnvorstand hatte mit der Misere nichts zu tun. Unsere angebliche vierte Gewalt richtet sich gerade selbst. Wenn der Glaube an die unabhängigen Medien schwindet werden die Verkaufszahlen schwinden. Warum soll man sich auch Propagandablätter der Mächtigen kaufen?

Chris

Montag, 29. Juni 2015

Warum sollte man eigentlich über Inhalte debatieren

Wenn die Medienvertreter und die Politik so gleichförmig tönen, dann muss man sehr vorsichtig sein. Diejenigen die am lautesten Schreien sind oft genug diejenigen die am wenigsten zu sagen haben. Warum der griechische Regierungschef Tsipras die Volskabstimmung will, wurde nirgendwo in diesem Hetzjournalismus dargestellt. Warum soll er sein Volk ans Messer liefern. Wenn er dem "Kompromiss" zustimmt versinkt sein Land im wirtschaftlichen Chaos. Tut er es nicht, dann versinkt es im wirtschaftlichen Chaos. Griechenland verliert auf jedem Fall, wenn sich die Dogmatiker aus Deutschland durchsetzen. Die Frage ist nur, wie viel der Rest der EU verliert.
Besonders absurd finde ich, dass Ideologen Ideologie vorwerfen.

Chris

Mittwoch, 4. Februar 2015

Es sind die kleinen Dinge

Oh je. Jetzt verkauft die griechische Regierung ihre Dienstwagen und fliegt nur noch Economy Class. Mal sehen wie die Bild Zeitung auf diesen "Affront" reagiert.

Chris

Freitag, 22. November 2013

Da feiern sie die Auteritäsbefürworter

Griechenland hat einen unerwartet hohen Primärüberschuss. Zur Erklärung, zieht man von der Haushaltsbilanz die Zinszahlungen ab und hat ein Plus vor der Zahl stehen, dann hat man diesen Überschuss. Spannend dabei ist, dass Italien bevor die Zinszahlungen, aufgrund der Angst Finanzspekulanten, einen Primärüberschuss hatte. An diesem Schaubild kann man erkennen, dass die Schuldenquote durch einbrechende Steuereinnahmen aufgrund der Sparpolitik und nicht aufgrund des Fehlens des Primärüberschusses stiegen. Die Schuldenquote stieg leicht an nach der Krise 2007. Erst als Griechenland als Pleiteland zur Agenda stand, die Zinsen stiegen, die Austerität gestartet wurde, explodierten die Schulden. D.h. der Primärüberschuss ist kein Erfolg, denn die Zinsen müssen immer noch bedient werden. Da die Austeritätsfans kaum positives zu vermelden haben, dann also ein Primärüberschuss. Spanien hatte vor der Krise reale Überschüsse. Was hat es genutzt? Nichts. Ein selektiver Blick auf den Staatshaushalt, bei kompletter Ignoranz der restlichen Wirtschaft ist ein Glanzstück der neoliberalen Dogmatiker. In jedem anderen Bereich würde man sie als auslachen oder davonjagen. In der EU werden sie Leiter der Troika,.

Chris

Freitag, 14. Juni 2013

Lasst Theorien sterben nicht Menschen.

Karl Poppers berühmter Ausspruch ist in Zeiten der Austeritätspolitik aktueller denn je. Blind wird wissenschaftlichen Theorien vertraut, welche im Vorfeld der Krise so offensichtlich gescheitert sind, nur weil mein keine Alternative sehen kann oder will. Genau hier setzt Popper an. Wenn eine Theorie offensichtlich nur durch die Schädigung von Menschen erhalten werden kann, dann sollte man sie ablehnen. Der Realkommunismus und der Faschismus waren solche "Theorien" und sollten deshalb abgelehnt werden. Die neoliberale Agenda einer Angela Merkel geht ebenfalls in diese Richtung. Menschen zu zerstören, um das System zu retten ist falsch.

Chris

Donnerstag, 6. Juni 2013

Der IWF räumt Fehler ein

Der Internationale Währungsfond räumt Fehler bei der Griechenlandhilfe ein. Die Prognosen waren zu optimistisch

Zwischen den Vorhersagen zum griechischen Schuldenberg und der Realität gebe es einen „sehr großen“ Unterschied. Zudem sei bereits für 2012 ein Wirtschaftswachstum erwartet worden, hieß es in dem Bericht. Tatsächlich befindet sich Griechenland 2013 wie in den vorangegangenen fünf Jahren in einer Rezession

Konsequenzen wird es keine geben, obwohl die aktuellen Resultate der IWF Politik vorhergesagt wurden und man eigentlich, wissend, ins offene Messer gerannt ist.

Chris

Dienstag, 30. April 2013

Ab wann ist es fahrlässige Tötung?

Wenn man Länder eine Austeritätspolitik aufzwingt, wider besseren Wissens behauptet diese sei alternativlos und Menschen aus diesem Grund sterben, wie kann man die Verantwortlichen verantworten? Es sterben Menschen in Griechenland, weil ihnen die Gesundheitsversorgung weggenommen wird. Falls sich irgendein eingeBILDeter BILDleser fragt, warum es Merkel mit einem Hitlerbart auf Titelseiten griechischer Zeitungen gibt, dann sollte es spätestens jetzt wissen.

Chris

Dienstag, 26. Februar 2013

Wer sitzt eigentlich in der Wirtschaftsredaktion bei SPON

Wie viel muss noch kommen, damit der Spiegel endlich aufwacht. Innerhalb eines Tages schreibt SPON, dass Griechenlands Wirtschaft weiter einbricht und 20% der Wirtschaftskraft seit 2008 verloren hat. Das ist die direkte Folge der Sparprogramme. Schulden abgebaut oder Defizite reduziert wurden mit diesem Programm nicht.
Nun kommt Großbritannien in den Fokus. Halbherzige Kürzungsprogramme der britischen Regierung müssen beibehalten werden

Doch wird die Regierung ihren Kurs wohl fortsetzen. Alles andere würde ihre Glaubwürdigkeit weiter untergraben.

Warum eigentlich? Bei wem verliert man die Glaubwürdigkeit? Bei den Wählern sicher nicht. Diese wollen in erster Linie Arbeit und ein erträgliches Einkommen. Die Märkte auch nicht, denn diese strafen die britische Regierung mit niedrigen Ratings ab.
Zwei Alternativen werden von Spon im folgenden dargestellt. Konjunkturprogramme die angeblich nichts bringen werden und

Die zweite Alternative, ein radikaleres Kürzungsprogramm, erscheint politisch ausgeschlossen.

Diesen Satz zu bringen, obwohl einige Artikel darüber die Resultate eines radikalen Kürzungsprogramm vorgeführt werden ist Bullshit. Der Postillon bringt seriösere Wirtschaftsanalysen.

Chris

Dienstag, 5. Februar 2013

Volker Pispers - Vermögenskrise


Ein schöner Schlusssatz: Sie kriegen in einer Demokratie keine Mehrheit für eine Politik von der 90% der Menschen profitieren würden.

Chris

Freitag, 25. Januar 2013

Die Macht des Volkes

Warum haben wir eigentlich Angst davor, dass irgendwelche reichen Menschen das Land verlassen. Als vermögenden Griechen das Land verließen passierte  nichts. Nun wo die U-Bahn Fahrer, welche einen Bruchteil des Einkommens der flüchtenden Reichen bekommen, streiken ist der Verkehr in Athen lahmgelegt. Die Menschen sollten sich erinnern, wer die wahre Macht hat. Es sind eben nicht diejenigen mit viel Geld. Denn diese brauchen immer jemanden der für sie arbeitet. Streiken diese Menschen, dann nützt ihnen das Geld gar nichts. Aus diesem Grund ist den neoliberalen Marktgläubigen das Streikrecht auch ein Dorn im Auge.

Chris

Freitag, 27. Juli 2012

Aus der Geschichte der Treuhand lernen

Griechenland kommt mit der Privatisierung seines Staatseigentums nicht recht voran. Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos stellt sich die Frage

Wie konnte das "größte Privatisierungsprogramm der Welt" solch ein Rohrkrepierer werden?

Man hätte aus den deutschen "Erfolgen" der Treuhand lernen sollen. Dort wurde ein ganzer Staat privatisiert. Aus den geplanten Erlöse von hunderten Milliarden DM wurde ein fettes Minus. Die ostdeutsche Wirtschaft wurde in weiten Teilen zerschlagen und hängt immer noch hinter der westdeutschen hinterher. Die Zerschlagung vieler Unternehmen wurde mit deren Ineffizienz begründet. In weiten Teilen stimmte dies nicht. Stattdessen kauften sich westdeutsche Unternehmen sehr billig Maschinen ein und entledigten sich ihrer Konkurrenz. Die Gewinner von damals jammern jetzt über die Ausgleichzahlungen in den Osten. Eine nachhaltige, zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik sieht anders aus.

Montag, 2. Juli 2012

Gott sei Dank ist Asmussen kein Arzt

Wäre er einer, dann hätte seine Patienten nichts zu lachen. Alternativen zu seiner Behandlung gäbe es nicht. Wenn die Wirkung ausbleibt, dann wird die Dosis erhöht. Das die daraus resultierenden Nebenwirkungen tödlich sein können würde ihn nicht interessieren. Nur der härteste überlebt.

Bei seinem aktuellen Besuch in Griechenland meint Asmussen

Das Programm (Sparprogramm) ist die beste Option für Griechenland.

Dies sei die „einzige Lösung“ für das hochverschuldete Land
...
ROUNDUP: Asmussen mahnt Fortsetzung der Reformpolitik in Griechenland an - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-asmussen-mahnt-fortsetzung-der-reformpolitik-in-griechenland-an_aid_775815.html

dass das Sparprogramm bislang in Griechenland keine Ergebnisse gezeigt hat. Dies jedoch liege daran, dass "es nicht richtig in die Tat umgesetzt wird"

Diese Aussagen sind erstaunlich. Warum?

Asmussen weiß welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen zum Erfolg führen werden! Damit ist er weiter, als die meisten Wirtschaftswissenschaftler. Als Staatssekretär für Finanzen sah er die Finanzkrise nicht kommen. Wer hier keinen Widerspruch sieht ist wohl blind.
Asmussen ignoriert die schädliche Wirkung der Sparprogramme. Selbst eine interne Untersuchung des IWF zu Sparprogrammen der letzten 40 Jahren ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nicht sehr hilfreich waren. Was nützt es irgendwann einen ausgeglichenen Haushalt zu haben, wenn der Preis dafür der Ausverkauf des eigenen Landes war. Wenn Asmussen ein Gedächtnis hätte oder sich mit Wirtschaftsgeschichte etwas beschäftigt hätte, dann würde er ein Negativbeispiel kennen. Vielleicht das Negativbeispiel für diese Politik. Deutschland. Die Wiedervereinigung brachte Ausverkauf und Abwanderung. Nun stelle man sich dies ohne Transferleistungen vor. Dann hat man Asmussens "einzige Lösung" die "beste Option".

Chris

Dienstag, 19. Juni 2012

Börsen bleiben in Krisenstimmung

Oh nein die Welt geht unter. Die griechische Wahl kann die Börsen dieser Welt nicht positiv beeinflussen. Das ist vollkommen unverständlich, denn durch die neuen unverbrauchten Politiker wird das Land nun auf wunderbare Weise blühen. Es wird ein Wirtschaftswachstum erleben und die Lokomotive der Weltwirtschaft werden. Die Finanzmärkte werden dieses Land lieben und die Schulden werden beglichen. Die Handelsungleichgewichte werden wegfallen und der Himmel auf Erden wird existieren.

Dienstag, 29. Mai 2012

Menschenverachtende Eliten

Der Ausspruch "Griechen sollen Steuern zahlen ich habe kein Mitleid" der IWF Chefin Lagarde bestätigt, dass sie letztenendes die richtige Wahl für den Posten war. Einfach mal ein Pauschalurteil abgeben und Opfer zu Tätern machen. Bei der Bankenrettung war der IWF nicht so vorlaut. Da ging es schließlich, um die Rettung der wichtigen und richtigen Menschen. Dort waren die Probleme natürlich nicht selbstverschuldet. 
Der Afrika Vergleich verdeutlicht zudem, dass es Menschen gibt denen es noch schlechter geht als den Griechen. Das heißt nicht, dass diesen Menschen geholfen wird. Denn auch in Dritte Welt Ländern wütete der IWF. Dort verfolgt man lieber Ideologien, anstatt sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Immer und überall sollen die Schulden und Zinsen bedient werden. Erst danach geht es um das Überleben der Menschen und der Wirtschaft. Ein Land, welches in der aktuellen Krise nicht diesem Ratschlägen gefolgt ist, ist Island. Dort geht es den Menschen besser und die Kreditwürdigkeit ist hergestellt. Kreativität und alternative Ideen sind halt nicht gewünscht. Da reiht sich Lagarde sehr gut ein. Man sollte sie frage was sie von Ärzten hielte, die unabhängig von der Krankheit die gleiche Medizin verschrieben. Wahrscheinlich wäre dies für sie effizient.

Chris

Montag, 21. Mai 2012

Immerhin lieber Spiegel

Immerhin: Die Bürger des krisengeschüttelten Griechenlands liegen immer noch weit vor den europäischen Schlusslichtern Bulgarien und Rumänien. Hier liegt der Nettolohn der Untersuchung zufolge derzeit bei 2772 und 3594 Euro pro Jahr. Auch in Litauen und Ungarn bleiben Arbeitnehmern weniger als 5000 Euro pro Jahr. 

Wie sehen die Lebenshaltungskosten in Griechenland gegenüber den genannten Ländern aus? Wenn die Löhne in einem Land um 23% sinken, dann kann man das nicht schön schreiben. Der Spiegel muss es aber scheinbar versuchen, weil er sonst die verfehlte Politik der Bundesregierung zugeben und seine eigene Berichterstattung hinterfragen müsste. Für solchen Schrott sollte man das Gehalt des Redakteurs halbieren. Ich bin sicher es liegt dann immer noch über dem in Bulgarien. Das ist doch was?

Chris

Sonntag, 6. Mai 2012

Hollande gewinnt und Griechenland wählt radikal

Die Franzosen hatten noch die Wahl, die Griechen nicht. Dort hatten sich alle Volksparteien auf den Sparkurs eingeschworen. Was blieb war die Wahl einer radikalen Partei. Beide Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Menschen den Führern ihrer Länder nicht mehr trauen. Es gibt auch keinen Grund dazu. Die Leute, welche die Probleme durch Deregulierungen am Finanzmarkt mit zu verantworten haben, sind auf einmal die Problemlöser und wissen alles besser. Diejenigen die einen Rettungsschirm nach dem anderen für Banken fordern, sind diejenigen die meinen, dass ein zu großes Sozialsystem und hinterhergeworfenes Geld den Anreiz auf vernünftiges Wirtschaften und Arbeiten zerstört. Die Menschen Europas verstehen nicht wieso sie kaum Geld zum Leben haben und die politischen Führer sagen es stehe kein Geld für Hilfen zur Verfügung, aber hunderte von Milliarden an Bankenrettungsgeldern werden über Nacht überwiesen. Somit wird die Forderung der politischen Eliten nach einer Vernunftwahl vollkommen entsprochen. Sie werden abgewählt.

Chris

Mittwoch, 2. Mai 2012

Griechenlands Probleme

Griechenland hat Probleme. Daran werden auch die kommenden Wahlen nichts ändern. Ein austritt aus dem Euroraum ist unberechenbar und will vermieden werden. Das Problem ist, dass Griechenland zu teuer im Verhältnis zu den anderen Euro Ländern produziert. Ein Währungskursangleich ist nicht möglich. Allerdings frage ich mich, ob nicht eine virtuelle Zollanpassung möglich wäre. Griechenland könnte für eine begrenzte Zeit Zölle auf alle Produkte aus dem Euroausland erheben. Mit diesem Geld könnten Schulden beglichen und die Wirtschaft angekurbelt werden. Würde diese Maßnahme von der EU überwacht und wäre sie zeitlich begrenzt, dann wäre dieser Einschnitt in das Freihandelsabkommen gangbar. Importe wären teurer und die Nachfrage nach griechischen Produkten in Griechenland stiegen. Die Arbeitslosigkeit würde sinken und die Sparmaßnahmen wären durch steigenden Steuern, Zölle und abnehmende Sozialausgaben tragfähig. In der Diskussion um die Rettung Griechenlands kam solch ein Vorschlag bisher nie.

Chris

Montag, 26. März 2012

Diskussion zur Griechenlandkrise



Ein interessantes ORF Streitgespräch. Der Wirtschaftspublizist Michael Hörl fällt mit Floskeln, aber wenig Argumenten auf. Die Ökonomin Eva Pichler widerspricht sich teilweise und kann gegen einen Heiner Flassbeck nicht wirklich standhalten. Man erkennt, dass Flassbeck sich mit der Realität auseinandersetzt während sie sich in einer mathematisch theoretischen Welt aufhält. Man erkennt wie schwach die Argumente des neoliberalen Mainstreams tatsächlich sind, wenn sie einer wirklichen Herausfoderung gegenüber stehen. Es erinnert ein wenig an die Verfechter des Intelligent Designs gegen die Evolutionsforscher. Auf jeden Fall sehenswert.

Chris