Mittwoch, 6. Mai 2026

Ökonomendenken

Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch über Ökonomie und ökonomische Modelle. Interessant dabei ist, den Wahrheitsanspruch den scheinbar viele Ökonomen haben. Als Ingenieur kann ich sagen, dass man mit einem solchen Anspruch deutlich vorsichtiger ist. Dabei kann man viele Dinge im Gegensatz zur Ökonomie testen.

Was mich tatsächlich faziniert ist, dass viele Dinge die mir etwas merkwürdig vorkamen, tatsächlich merkwürdig sind. So ist die Aussage, dass Märkte effizient seien mit der Aussage Märkte könne man nicht steuern und Regeln, weil sie zu komplex seien nicht kompatibel. Tatsächlich ist das wohl eine alte Diskussion. Aber diese taucht nirgends auf. Das Machtungleichgewichte nicht betrachtet werden, fiel mir auch in vielen Diskussionen auf. Aber das es tatsächlich so ist, entsetzt mich dann doch. 

In der Standardökonomie lebt man scheinbar von Floskeln die in Modelle gegossen worden sind. Effizienz ist das größte Mantra. Was effizient ist, wird nicht wirklich definiert. Man nimmt dann Paretooptima an. Gleichzeitig ignoriert man soziale Ungleichheiten und Umweltzerstörung. Will sagen, wie kann man von Effizienz reden, wenn man ganz wesentliche Aspekte auslässt. Die soziale Ungleichheit kann dazu führen, dass die Märkte komplett  verschwinden. Scheint nicht sehr effizient von einem Markt zu sein, wenn er sich selbst abschafft?

Auch wird selten diskutiert wo Märkte gut funktionieren und wo nicht. Wenn man sehr viel Bürokratie braucht, um einen Markt zu konstruieren, funktioniert er wahrscheinlich nicht gut. Diese Ignoranz ist erstaunlich. Ökonomen leben in ihrer eigenen Welt. Das akzeptiere ich. Aber das niemand sonst auf die Idee kommt das breit in Frage zu stellen ist erstaunlich. Weniger ökonomisches Denken würde uns guttun.

 Chris 

Dienstag, 21. April 2026

Verzerrungen der Wahrnehmungen

In den USA werden 8 Kinder durch einen Mann ermordet. Das ist schlimm, keine Frage. Ist es in Deutschland berichtenswert? Ich denke nicht. Vor allem nicht, wenn gleichzeitig die USA über 100 Kinder im Iran töteten als sie eine Schule bombardiert haben. Tausende Kinder in Gaza starben mit der Unterstützung der USA. Viele Kinder sterben werden durch den Krieg der USA gegen den Iran, weil  Düngemittel deutlich teurer werden. Ich würde mir wünschen, dass Kinderleben gleichwertig behandelt werden. Es ist richtig, dass 8 Kinder die getötet werden sehr dramatisch sind. Wir bezeichnen den Mörder dann als Monster. Wenn aber Politiker, egal woher, Krieg relativieren, oder herunterspielen wie unser Bundeskanzler (Israel macht für uns die Drecksarbeit), dann versagen Medien auf ganzer Linie. Warum ist es fatal und böse, wenn einige Kinder durch eine Person des nahen Umfelds getötet werden. Aber Krieg wird als zwar schlimm, aber irgendwie unabwendbar, bezeichnet und man nimmt die toten Kinder hin. In einer Weltgesellschaft mit riesigem Reichtum lassen wir Kinder verhungern und in Kriegen sterben. Die Eliten kritisieren wir nicht. Wo ist der Aufschrei. Warum fürchten sich diese Eliten nicht, wenn es doch so wenige sind? Warum dulden wir diese Deppen an der Spitze, die Macht als erstrebenswert halten und am Ende wie alle anderen auch nur sterben werden? Warum schweigen die Medien in der Breite. Ja 8 Kinder sind schlimm. Millionen Kinder, sind aber okay, wenn sie im falschen Land leben. Das ist die Realität. Wahlweise kann man Kinder durch Frauen, Minderheiten jeder Art austauschen und kommt zu gleichen Ergebnis. 

Das erstaunlichste ist, dass sich diese Eliten für überlegen halten. Dabei brauchen diese Eliten Millionen Menschen um zu existieren. Denn nur diese Menschenmasse erlaubt ihnen Macht und Reichtum zu haben. 

Chris 

Donnerstag, 9. April 2026

Atomkraft ist sicher?

Das können Menschen nur schreiben und behaupten, wenn sie in Monaten oder Jahren denken. Tschernobyl ist immer noch ein Thema. Jetzt herrscht dort Krieg und das Problem, bleibt bestehen. Wer sagt, dass nicht irgendein zukünftiges Regime die Altlasten nutzt und daraus schmutzige Bomben baut. Vielleicht nicht in 10 Jahren, aber was ist mit 100 oder 500 Jahren. Das wird im Diskurs niemals betrachtet, weil alle davon ausgehen, dass alles so bleibt wie es ist.

Chris 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Schulen

Es ist mehr möglich als man so glaubt. Schulen ohne Fächer, 80 Minuten Unterricht mit neuen Fächern, Fokus auf Selbstorganisation, Teamarbeit und Selbstständigkeit. Ich finde das sehr erfreulich und es zeigt, dass es Fortschritte gibt. Schulen stellen Gleichheit, Umweltschutz und Partizipation ins Zentrum. Eine Gefahr für Rechts. Mir macht das Hoffnung, dass endlich die alten weißen Männer ihre Macht und ihr Hassnarrativ verlieren und mittelfristig die Welt besser wird. Empathie ist wichtig, auch wenn Milliardäre das nicht glauben. Das wird dort gelehrt und gelebt. Mal good News in komischen Zeiten.

Chris

Sonntag, 25. Januar 2026

Weil es mich beschäftigt

Ungleichheit ist ein großes Problem. Ich sehe es überall und ich kann nicht verstehen, warum so viele Menschen diese Ungleichheit verteidigen. Vor allem, weil so viele Menschen nichts davon haben. Die Erbschaftssteuer darf nicht sein. Weil ja die arme alte Frau aus ihrem Haus muss. Das viele alte Frauen in Altersarmut leben. Das viele Frauen in Angst leben und viele Frauen jedes Jahr sterben, weil sie von einem Mann umgebracht werden. Egal. Das die Finanzierung zum Schutz fehlt mit der Aussage, man könne sich das nicht leisten. Perfide.

Ich verstehe es nicht. Selbst wenn man sehr wohlhabend ist, ist es dumm zu viel Ungleichheit in einem Land oder der Welt zu haben. Ist das Vermögen und die Chancen gleicher, dann braucht man nicht Unsummen und Aufwand in die Ausbildung seiner Kinder stecken. Die kommen dann gut durch. Selbst kann man ohne Angst auf die Straße gehen. Menschen resonieren auch nicht so stark mit Rassisten, die ihnen erklären sie seien etwas besonderes. Der "Ausländer" sei Schuld an allen Problemen und nicht die ungleiche Verteilung. Das alles liegt auf der Hand. Die strukturellen Zusammenhänge sind verstanden. Wie beim Klimawandel wissen wir eigentlich alles und handeln nicht.

Ungleichheit zerstört. Nicht nur die armen Menschen, auch die Reichen. Immer Angst zu haben zu verlieren. Unselbstständig von einem Familiy Office alles zu bekommen was man möchte. Man kommt aus dem Zustand eines Vierjährigen nie raus. Keine Grenzen, keine Herausforderungen, nur umgeben von Menschen die legitimieren, dass genau sie es sind die dort sein dürfen wo sie sind. Am Ende ist Leere. Donald Trump ist ein Paradebeispiel. Er hat nichts erreicht. Gar nichts. Obwohl er formal alles erreicht hat. Niemand nimmt ihn eigentlich Ernst. Alle hassen ihn und wollen nur sein Vermögen, wenn er stirbt. Kriegt er sinnfreie Preise freut er sich über die Anerkennung. Aber wozu. Lieben ihn irgendwelche Menschen dadurch wirklich? Wohl kaum. Wollen Menschen einfach Zeit mit ihm verbringen? Garantiert nicht. Alle versprechen sich etwas, weil er reich ist und die Rolle des Präsidenten der USA ausfüllt. Und wenn er das überlebt, was dann? Entweder sitzt er noch ein paar Jahre in seinem Golfclub oder er klammert an der Macht und stirbt an der Macht. Wozu? Er glaubt, dass er großes vollbringt. Er wird als einer der Schlechtesten in die Geschichte eingehen.

Bei vielen sieht es so aus. Ich verstehe nicht wie man diese Personen Ernst nehmen kann. Sie können eigentlich nichts. Nur weil wir als Gesellschaft ihnen Macht zusprechen, können sie Pyramiden bauen. Warum? Keine Ahnung. Sie können Lügen wie Musk, die Welt zerstören wie die AI Blase es bald tun wird und sie werden gefeiert, während Kinder in Armut aufwachsen in der reichsten Welt die es je gab. Denkt man darüber nach, ist man Ideologe oder Dumm. Dabei sind wir alle dumm, wenn wir auf diese Typen reinfallen uns blenden lassen von ihren Sympionten. Menschen die Macht haben wollen oder deren Macht verkaufen.

So genug. Es beschäftig mich, wie Menschen andere Menschen einfach so erschießen, weil ein alter Mann Unfug redet.

Chris