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Mittwoch, 20. Mai 2015

Konsens statt Konfrontation


meint der Spiegel und vergisst dabei, dass die Löhne seit ca. 10 Jahren stagnieren. Ein Erfolgsmodell auf das man gerne verzichten kann.

Diesen Konsens hat Weselsky längst aufgekündigt. 

Erstaunlich, dass der Bahnvorstand nicht kritisiert wird. Es ist der böse Gewerkschafter. Er soll bitte den Kopf einziehen und glücklich sein, dass er überhaupt etwas bekommt. Die Frage ob der Konsens überhaupt vorteilhaft war stellt sich bei SPON niemand. Prekär bezahlte Journalisten scheuen scheuen die Konfrontation.
So kommen solche stumpfen Aussagen zustande

Weselsky pocht auf das Grundrecht, für die Belange seiner Klientel kämpfen zu dürfen. Die Frage ist nur: Ist es gerechtfertigt, dafür die gesamte Republik auszubremsen? Der Eindruck, dass hier etwas aus der Balance gerät, drängt sich jedenfalls immer mehr auf. 

Es gerät nichts außer Balance. Wenn Weselsky nachgibt und das Tarifeinheitsgesetz nicht vor dem Bundesverfassungsgericht kippen sollte, darf er niemals wieder streiken. Er vertritt seine Mitglieder. Die Bahn könnte nachgeben, tut es aber nicht. Komischerweise fehlt hierzu jegliche Kritik von Seiten des Autors.

Chris

Montag, 4. Mai 2015

Unsere lieben Politiker

Gabriel kritisiert Lokführer-Streik scharf lautet eine SPON Überschrift. Man möchte einfach schreien "DANN BEENDET ES!!!" Beendet das unsägliche Tarifeinheitsgesetz, welches der Bahn erst die Motivation gibt die Tarifverhandlungen herauszuzögern. Beendet die Nichteinmischung als Hauptaktionär. Der Bund (einziger Aktionär) in Form des Verkehrsministers kann sicher Einfluss auf die Bahn nehmen. Weiterhin sind die lieben Politiker selbst Schuld. Erst wird der Beamtenstatus der Lokführer abgeschafft. Wenn diese dann ihre Rechte nutzen und in den Arbeitskampf für sich und ihre Mitarbeiter gehen, dann kritisiert sie ein Sozialdemokrat.
Im Übrigen, wenn die Bahn nur einen Tarifvertrag möchte, warum nimmt sie nicht den der GDL für den ganzen Konzern an? Dafür wird der Vorstand nicht kritisiert. Komisch.


Eine Frage noch: Herr Gabriel wissen sie was Sozial in SPD eigentlich meint?
Gabriel sollte einfach mal die Schnauze halten. Wer sich fragt warum die SPD Mitglieder und Stimmen verliert, hier ist ein Beipiel durch Herrn Gabriel gegeben.
Also liebe Bahner, streikt weiter. Streikt für uns alle und zeigt, dass man die Welt ein Stück weit verändern kann.

Chris

Dienstag, 11. November 2014

Hallo herr Grube

Zeitarbeit in ihrem Konzern zu integrieren, ungleicher Lohn für gleiche Arbeit zu realisieren ist möglich. Bei den aktuellen "Verhandlungen" mit der GDL führen sie genau dies als zentrales Problem für ihren Konzern an. Sie behaupten, dass es nicht möglich sei, Arbeitnehmer die die gleiche Arbeit leisten ungleich zu behandeln. Wenn Lügen kurze Beine haben sind sie ein Zwerg Herr Grube.

Chris

Freitag, 7. November 2014

Das jammern geht weiter

Die GDL darf weiter streiken. Für mich ist das ein sehr guter Richterspruch. Ich finde die Deutschen erstaunlich. Immer und immer wird gegen die da oben gewettert. Die machen sich die Taschen voll. Die wollen sich doch nur bereichern. Für Uns bleibt nichts übrig.
Dann wehren sich Menschen, sie gehen auf die Straße und opfern sich auf. Als Resultat schlägt ihnen aus Teilen der Bevölkerung Verachtung entgegen. Wir sind schon großartige freiheitsliebende demokratische Deutschen, die die ganze Welt belehren wie sie zu leben haben. Regen wir uns auf, wenn unser Streikrecht beschnitten werden soll? Regen wir uns auf, wenn Demonstrationen mit Wasserwerfern zerschlagen werden? Regen wir uns auf, wenn Politikern schon ganz schwindlig ist vom vielen Drehtürgedrehe? Wir regen uns auf und halten still. Ich habe manchmal das Gefühl, dass der Deutsche einen Zettel braucht wo steht du darfst streiken, du darfst dich aufregen, etc. Machen will und soll man nichts. Vor allem dann nicht, wenn es anderen schadet. Also liebe GDL macht weiter. Erzieht das Spießertum und macht ihnen klar, dass ihr für uns alle kämpft.

Chris

Dienstag, 4. November 2014

GDL streikt weiter

Im Gegensatz zu einigen meiner Mitbürgern die sich im SPON Forum verewigen, halte ich den Streik der GDL für wichtig und richtig. Viele derjenigen die sich beschweren fahren gar keinen Zug. Auch die These der überzogenen Ansprüche der Bahner ist eben nur eine These. Kaum jemand kennt die Forderungen. Vor allem, warum sind ordentliche Lohnsteigerungen denn bitte überzogen? Die Frage sollte lauten, warum wir nicht alle diese Forderungen stellen.Warum geben wir uns mit Krümel zufrieden und ärgern uns über die letzten Arbeitskämpfer. Sind wir so unabhängig im Denken geworden, dass wir den Eliten nachplappern in der Hoffnung irgendwann einmal dazuzugehören? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass die GDL weiter machen soll. Erst wenn die Arbeitsbedingungen bei der Bahn endlich wieder besser werden, ist eine Qualitätsverbesserung vielleicht möglich.

Chris

Montag, 20. Oktober 2014

Bahnstreik

Ich war einer der vermeintlich verrückten die am Wochenende Bahn gefahren sind. Interessanterweise, bin ich die gleiche Strecke im Regelbetrieb schon sehr viel langsamer gefahren. Es gab am Wochenende faktisch keine Verspätungen, da die Züge notfalls etwas schneller fahren konnten. Das Netz war ausnahmsweise mal nicht überlastet. Alles in allem war es nicht so schlimm. Also liebe Lokführer streikt weiter und zeigt, dass es Wert ist zu streiken.

Chris

Sonntag, 6. April 2014

Was kann man aus den letzten Streiks lernen?

Ich fand die letzten Streiks super. Sie zeigen wo die Macht in den Unternehmen wirklich liegt. Führung wird von den sich zu Führenden erlaubt. Wenn sie sich dagegen aussprechen, dann kann man der bestbezahlteste Supermanager der Welt sein, man wird nichts tun können. Im Moment sieht man wie gut die Lufthansamanager ihre Flugzeuge fliegen können. Im öffentlich Dienst sieht man wie gut sich die Busse von selbst bewegen oder der Müll zauberhaft verschwindet. Die Spitzen in den Unternehmen und der Politik vergessen zu oft, dass eine Spitze einen Unterbau braucht. Ein Orchester kann Musik ohne einen Dirigenten machen. Ein Dirigent kann aber keine Musik ohne Orchester machen. Gute Musik können sie nur zusammen machen. Wer das verinnerlicht hat, erkennt, dass gute Bezahlung für alle Einkommensebenen existieren muss und sollte. Es gibt keine vernünftige Erklärung, warum der Vorstand der Bahn 10% mehr verdienen darf, während 2-3% für die Angestellten zu viel ist. Der Vorstand ist auch angestellt bei der Bahn und erwirtschaftet gar nichts. Er leitet und optimiert und versagt, wenn seine Angestellten streiken. 

Chris

Freitag, 25. Januar 2013

Die Macht des Volkes

Warum haben wir eigentlich Angst davor, dass irgendwelche reichen Menschen das Land verlassen. Als vermögenden Griechen das Land verließen passierte  nichts. Nun wo die U-Bahn Fahrer, welche einen Bruchteil des Einkommens der flüchtenden Reichen bekommen, streiken ist der Verkehr in Athen lahmgelegt. Die Menschen sollten sich erinnern, wer die wahre Macht hat. Es sind eben nicht diejenigen mit viel Geld. Denn diese brauchen immer jemanden der für sie arbeitet. Streiken diese Menschen, dann nützt ihnen das Geld gar nichts. Aus diesem Grund ist den neoliberalen Marktgläubigen das Streikrecht auch ein Dorn im Auge.

Chris

Mittwoch, 29. August 2012

Marktkonforme Streiks

Das Streiks marktkonform im Sinne der den Menschen eingetrichterten neoliberalen Ideologien ist ein interessanter Standpunkt den f.luebberding vertritt. Arbeitnehmer schließen sich zusammen, um auf gleicher Augenhöhe mit ihren Arbeitgebern zu verhandeln. Ihr Druckmittel ist der Streik. Verfolgt man die Diskussionen um Streiks und ihre Anwendung im Arbeitskampf dann fällt auf, dass diese aus ideologischer Ökonomensicht nicht notwendig sind. Da der Markt die Löhne regelt braucht man keine Streiks. Das ist eine reichlich naive Sichtweise die den Vorteil hat nicht widerlegt werden zu können. Da man den Gleichgewichtslohn nicht kennt, kann man immer behaupten er sein nicht erreicht und mehr Reformen müssen durchgeführt werden. Das nur am Rande.
Interessant in den Diskussionen ist, dass die Arbeitgeberseite mehr Solidarität der Arbeitnehmer wünscht. Das die Arbeitgeberseite Streiks nicht gut findet, da man damit den Kunden schadet. Schlechte Arbeitsbedingungen, bzw. -bezahlung schadet nicht der Solidarität zwischen Unternehmen und Angestellten. Reduzierter Service aufgrund von Personalabbau schadet nicht den Kunden. Es wird wie so häufig mit zwei Maßstäben gearbeitet.

Chris