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Freitag, 14. Juni 2013

Lasst Theorien sterben nicht Menschen.

Karl Poppers berühmter Ausspruch ist in Zeiten der Austeritätspolitik aktueller denn je. Blind wird wissenschaftlichen Theorien vertraut, welche im Vorfeld der Krise so offensichtlich gescheitert sind, nur weil mein keine Alternative sehen kann oder will. Genau hier setzt Popper an. Wenn eine Theorie offensichtlich nur durch die Schädigung von Menschen erhalten werden kann, dann sollte man sie ablehnen. Der Realkommunismus und der Faschismus waren solche "Theorien" und sollten deshalb abgelehnt werden. Die neoliberale Agenda einer Angela Merkel geht ebenfalls in diese Richtung. Menschen zu zerstören, um das System zu retten ist falsch.

Chris

Sonntag, 29. Juli 2012

Der Kapitalismus hat versagt und Marx hat's gewusst

In einem Artikel von Eigentümlich frei versucht der Autor David Bordiehn eine interessante Argumentationskette. Er startet mit

Der Kapitalismus hat versagt und Marx hat's gewusst, heißt es allerorten und nicht erst seit 2008. Man mag es kaum noch hören. Dazu eine bemerkenswert einfache und grundsätzliche Feststellung: Es gibt keine Krise des Kapitalismus, es gibt ja auch keine Krise der Schwerkraft. 

Hierbei muss man mehrere Dinge bedenken. Wer von einer Krise der Kapitalismus redet muss Ihn definieren und in der realen Welt wiederfinden. Allein daran scheitern die Menschen. Wenn nun der in der Realität der Kapitalismus unterschiedlich wahrgenommen wird, wie kann man Ihn dann mit der Schwerkraft, bzw. der Gravitation gleichsetzen? Die Gravitation gilt im ganzen Universum und nach der gängigen Theorie seit der Entstehung des Selbigen (außer vielleicht in der sehr kurzen Anfangzeit). Der Kapitalismus ist eine Gesellschafts- und/oder Wirtschaftsform. Aus diesem Grund ist die Aussage:

Denn einen wesentlichen Punkt haben die Wirtschaftsform und das Naturgesetz gemeinsam, sie „sind“, und das in einem metaphysischen, absoluten Sinne.

Dienstag, 22. Mai 2012

Sind wir wirklich frei?

In der perfekten Marktwirtschaft soll dies angeblich so sein. Konsequenterweise bedeutet dies, dass ich mich entscheiden kann ob ich arbeite oder nicht. Da ich ohne Geld keine Nahrungsmittel kaufen kann, bleibt mir nichts anderes übrig arbeiten zu gehen. Die Alternative auf einer freien Fläche selbst Nahrung anzubauen bleibt mir verwehrt. Schließlich gehört diese freie Fläche irgendjemandem. Um sie zu erwerben brauche ich Geld. Die perfekte Marktwirtschaft verlassen kann ich auch nicht. Denn Reisen und Unterkunft kosten Geld. Man muss sich also in das System eingliedern. Auch eine perfekte Marktwirtschaft im Sinne Hayeks beruht auf Zwang. Ich muss arbeiten. Meist kann ich mir nicht aussuchen wo. Frei ist darin nur diejenige Minderheit, die vom Rest alimentiert wird und reich ist. 

Chris

Dienstag, 14. Februar 2012

Humanisten erkennen was Ökonomen an Gedanken verwehrt ist.

Unser Kunststück: Wir machten das Tauschmittel zum Tauschzweck, aus dem Geld, das eigentlich nur das Medium des Warenhandels sein sollte, *die Handelsware schlechthin. Nur auf dem Boden dieser Basisblödheit konnte die Illusion entstehen, dass man durch die Investition von fiktivem Kapital in fiktives Kapital realen Wohlstand erzeugen könnte. Tatsächlich aber entsteht Wohlstand natürlich nur durch reale Leistungen in der realen Welt.

Chris

Montag, 19. September 2011

Zitat

Der freie Markt ist nicht, wie die heutige Wirtschaftsphilosophie gemeinhin annimmt, naturgegeben; er stellt sich auch nicht einfach her, wenn politische Eingriffe in das Marktgeschehen ausbleiben. Blickt man zurück in die Geschichte, so ist die freie Marktwirtschaft eine seltene und kurzlebige Abweichung vom normalen Lauf der Dinge. Die Norm sind regulierte Märkte; sie sind es, die in jeder Gesellschaft von selbst entstehen. Die freie Marktwirtschaft dagegen ist ein Geschöpf staatlicher Macht. Die zum Inventar der Neuen Rechten gehörende Vorstellung, freie Märkte und geringstmögliche Intervention der Regierung gehörten zusammen, stellt die Wahrheit auf den Kopf. ... Freie Märkte können nur durch die Machtmittel eines zentralisierten Staates geschaffen werden. Als dessen Schöpfungen sind freie Märkte nicht in der Lage, ohne starken Staat zu bestehen.

Montag, 19. Juli 2010

Blinde Männer

In einer Unterhaltung kam wir gestern auf die Geschichte mit den blinden Männern und dem Elefanten. Ich finde die Geschichte passt sehr gut in unsere Zeit. In ihr wird erläutert, dass die Männer trotz des gleichen Tiers unterschiedliche Beschreibungen gebrauchen. Für den Einen ist es eine Schlange, für den Nächsten ein Fächer und wieder ein Anderer sagt es sei eine Säule oder ein Pinsel. Das Gleichniss mit dem Elefanten zeigt sehr gut, dass die meisten Dinge vom Standpunkt abhängen. Die Männer könnten ewig streiten wer im Recht ist, ohne sich nur einen Schritt der Wahrheit zu nähern. In der Wissenschaft und der Gesellschaft sieht es in meinen Augen ähnlich aus. Die Wahrheit ist zu groß und zu abstrakt um sie wirklich zu verstehen. So beschreibt ein Reicher seine Welt anders als ein Armer. Beide verstehen einander nur bedingt. In der Wissenschaft kann man beweisen, dass in X Fällen das Tier ein Fächer ist, aber dennoch hat man den Elefanten nur ungenau beschrieben. Aus diesem Grund muss man Aussagen hinterfragen, Standpunkte wechseln und manchmal einsehen, dass es mehr als eine Wahrheit gibt.

Chris