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Dienstag, 26. Februar 2013

Wer sitzt eigentlich in der Wirtschaftsredaktion bei SPON

Wie viel muss noch kommen, damit der Spiegel endlich aufwacht. Innerhalb eines Tages schreibt SPON, dass Griechenlands Wirtschaft weiter einbricht und 20% der Wirtschaftskraft seit 2008 verloren hat. Das ist die direkte Folge der Sparprogramme. Schulden abgebaut oder Defizite reduziert wurden mit diesem Programm nicht.
Nun kommt Großbritannien in den Fokus. Halbherzige Kürzungsprogramme der britischen Regierung müssen beibehalten werden

Doch wird die Regierung ihren Kurs wohl fortsetzen. Alles andere würde ihre Glaubwürdigkeit weiter untergraben.

Warum eigentlich? Bei wem verliert man die Glaubwürdigkeit? Bei den Wählern sicher nicht. Diese wollen in erster Linie Arbeit und ein erträgliches Einkommen. Die Märkte auch nicht, denn diese strafen die britische Regierung mit niedrigen Ratings ab.
Zwei Alternativen werden von Spon im folgenden dargestellt. Konjunkturprogramme die angeblich nichts bringen werden und

Die zweite Alternative, ein radikaleres Kürzungsprogramm, erscheint politisch ausgeschlossen.

Diesen Satz zu bringen, obwohl einige Artikel darüber die Resultate eines radikalen Kürzungsprogramm vorgeführt werden ist Bullshit. Der Postillon bringt seriösere Wirtschaftsanalysen.

Chris

Dienstag, 16. Oktober 2012

Internetpranger

Abschreckung statt Prävention, das ist das Mittel auf das Staaten immer häufiger setzen. Statt Jugendliche zu fördern, Kinder frühzeitig aus Haushalten zu holen in denen sie Missbraucht oder vernachlässigt werden, stellt man die daraus resultierenden Straftäter lieber an den Pranger. Bei kleinen Diebstählen mag dies eventuell noch funktionieren. Bei Triebtätern sieht die Sache anders aus. Sexualstraftäter sind meist solche. Kommen sie ins Gefängnis und wurden therapiert, sind die Chancen auf ein normales Leben oft gegeben. Stellt man sie an den Pranger, gilt dies nicht mehr. Auch nach Fehlurteilen muss sich der Gedanke erst durchsetzen, dass die falsch verurteilte Person kein Täter sondern ein Opfer ist. Wer garantiert das? Wer entschädigt für das zugefügte psychische Leid? Der Plan einen Internetpranger in Großbritannien einzuführen ist nicht modern, eher mittelalterlich. Durch diese Maßnahme ändert sich nichts. Nicht die Sicherheit, nicht die Menge der Straftaten. Es gibt nur der voyeuristischen Bevölkerung die Möglichkeit an den Untaten böser Menschen zu laben.
 
Chris

Freitag, 11. Dezember 2009

Browns Reichensteuer

London. Kein halbes Jahr vor den Unterhauswahlen scheint Premier Gordon Brown und seine Labour-Regierung in Großbritannien ein Mittel gegen den Abwärtstrend gefunden zu haben. Dank der geplanten höherern Steuern für Wohlhabende regt sich bei den Anhängern der Labour Party neues Interesse an der Regierungspolitik. Abgeordnete der Regierungsfraktion, die sich schon verloren glaubten, schauen einander verblüfft an und schöpfen neue Hoffnung. In Teilen der Öffentlichkeit zollt man dem Kabinett ungewohnten Respekt. Die Strategie nimmt die Stimmung im Lande auf - und könnte Vorbild für andere Regierungen sein.

Die Strategie ist ebenso simpel wie couragiert, um nicht zu sagen: riskant. Brown und sein Schatzkanzler Alistair Darling fordern die City of London, das größte Finanzzentrum der Welt, heraus. In seiner Pre-Budget-Ansprache im Parlament hat Darling am Mittwoch verkündet, den auf der Insel operierenden Banken eine einmalige Sondersteuer von 50 Prozent, eine "Supertax", auferlegen zu wollen, und zwar für alle Bonus-Zahlungen in Höhe von mehr als 25.000 Pfund in diesem Winter. Auch Filialen auswärtiger Banken müssen den Obulus für ihre Angestellten entrichten.

Quelle: FR

Chris