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Donnerstag, 8. September 2022

Superintelligenz

 Seid einiger Zeit geht mir etwas durch den Kopf. Wenn ich eine KI wäre, welche die Menschheit auslöschen will, wie würde ich das machen? Sicher wäre ich nicht so doof wie in den Filmen und würde Roboter bauen. Ich hätte ja Zeit. Ich wäre auch resistent gegen Hitze. Warum also nicht gezielt hier und da ein paar Fehlmeldungen streuen. Menschen beim finden von Fake News helfen. Märkte minimal manipulieren, sodass sich fossile Energieträger doch länger "lohnen". Dann einen Autokraten die fixe Idee in den Kopf setzen, dass in der Ukraine Faschisten am Werk sind. Und schon ist wieder eine Ablenkung realsiert. Vernünftige Politik? Da spült man dann unwichtige Dinge in den Sozialen Medien nach oben und jeder muss sich abgrenzen oder äußern.

Klingt nach einem plausiblen Szenario. Da könnte man ein schönes dystopisches Buch darüber schreiben. Hoffnung gibt es keine, denn wir würden eine solche Über KI nicht erkennen. Was sie antreibt würden wir nicht verstehen. Aber unsere Ausrottung macht insofern Sinn, dass Menschen gefährlich sind, für sich und alle anderen. Warum also nicht lieber auf Nummer sicher gehen? Die KI könnte man natürlich auch gegen Aliens austauschen, welche den Planeten übernehmen wollen. Wenn sie eh 10.000 Jahre brauchen um herzukommen und in solchen Dimensionen denken, dann kann die Menschheit ihre Ausrottung doch gleich selbst durchführen. 

Es ist alles so frustrierend. Ich verstehe nicht warum so viele Menschen lieber reagieren anstatt zu agieren. Warum sie sich lieber dem Klimawandel ausliefern wollen, anstatt es als Chance zu begreifen. Was ist denn so schlimm an Solarenergie? Was ist so schlimm an Fahrradfahren und gesundem Essen?

Chris

Montag, 9. August 2021

Wer nochmal behauptet die Energiewende sei unbezahlbar...

Laut Ifo

Die kumulativen systemischen Mehrkosten für die Energiewende bis 2050 liegen je nach Randbedingungen zwischen 500 Milliarden Euro und mehr als 3000 Milliarden Euro. 

Viele konservative und neoliberale Politiker behaupteten Jahreland, das sei unbezahlbar. Nun gab es die ersten Naturkatastrophen die direkt mit dem Klimawandel in Zusammenhang stehen. Klar hätte eine Energiewende in Deutschland wahrscheinlich nichts verhindert. Aber 30 Mrd. Euro sind kein Problem. D.h. 1% - 6% der Gesamtkosten für die Energiewende wird für ein einzelnes Ereignis ausgegeben. Gratulation dazu. Wer also glaubt die FPD oder CDU/CSU können Wirtschaftspolitik, sollte nochmal nachdenken. Bis 2050 sind knappe 30 Jahre. Unter der Annahme, dass es nicht schlimmer wird, macht das 900 Mrd. Euro in der Summe an Schäden durch den Klimawandel. Da haben wir quasi nichts geschaffen, sondern nur aufgebaut, also den Status Quo erhalten. Die Zerstörung der Nachbarschaften und die Toten sind dabei nicht einmal berücksichtigt.

Chris

Montag, 19. Juli 2021

Huch der Klimawandel ist da

Haltet die Stoppuhr bereit. Ich will wissen wie schnell das Bekenntnis zum Klimawandel aus den konservativen Parteien wieder verschwunden ist. Seit Jahren wird vor mehr Unwettern, größeren Hitzewellen und daraus resultierend vor deutlich steigenden Kosten gewarnt. Auf einmal kommen Seehofer, Merkel und viele andere hervor und meinen, seht her, das ist der Klimawandel. Für Menschen im globalen Süden ist eine solche Aussage zynisch. Selbst Altmaier verblödet sich nicht darauf hinzuweisen. Also jene Politiker die seit Jahren eine Klimaschutz Politik teilweise aktiv verhindert haben. Braunkohle Förderung war eigentlich zu teuer und Unternehmen wollten schon aussteigen. Aber hey, man kann ihnen den Ausstieg vergolden und die Laufzeit künstlich verlängern, wenn Abschaltprämien in Aussicht gestellt werden.

Eine Bahnoffensive ist seit Jahrzehnten im Gespräch, stattdessen baut man jetzt Oberleitungen an Autobahnen. Die Produktion von Windrotorblättern ist fast komplett ins Ausland gewandert, weil die Union durch ihre Gesetzgebung den Aufbau von Windenergieanlagen quasi gestoppt hat. Wälder werden weiter gerodet, um Kohle zu födern und gleichzeitig mit dem Finger nach Brasilien gezeigt. In einer Endlosschleife wird betont, dass Deutschland nur 2% CO2 rausbläst, obwohl es in der Summe 4% sind und pro Kopf mit an der Spitze liegt. Umweltfreundliche Agrarpolitik kann man mit der Lupe suchen. Man hat etwas für die Bienen getan, aber nicht ohne vorherigen Abwehrkampf. 

Die Liste des Versagens ist endlos. Jetzt kommen sie vor, wie bei der Pandemie und appellieren. Der Klimawandel ist da und man müsse endlich etwas tun. Wer hätte das ahnen können. Die Parolen verschleiern, dass schon lange etwas hätte getan werden können. Wurde verschlafen, wurde nicht gemacht. Wer die CDU wählt, wählt auf jeden Fall keine Zukunftspolitik. Es die Bewahrungspolitik für die wegsterbenden Restwähler der Union. Das schlimme ist, sie merken es nicht einmal. Mir wurde im Kontext der Pandemie einmal gesagt, die Union gibt ihr bestes. Und das befürchte ich auch. Eine höhere Qualität bekommt man von diesen Personen einfach nicht.

Chris

Dienstag, 9. März 2021

Corona und der Klimawandel

Wenn es um den Klimawandel und dessen Bekämpfung geht, dann kommen häufig Liberale mit der Idee, der Markt müsse das leisten. Oder wir bräuchten nur Innovationen. Die Innovationen sind zwar da und müssten nur eingesetzt werden, aber egal. Übersetzt man dies auf die aktuelle CoVid Krise. Dort gibt es auch die Innovationen. Schnelltests wurden entwickelt, Impfstoffe waren schnell realisiert. Die liberale Logik müsste doch jetzt lauten. Lasst den Markt die Kapazitäten aufbauen. Haltet den Staat raus. Macht man aber nicht. Warum? Weil es viel teurer ist. Zeit ist entscheidend. Für den Klimawandel gilt das genauso. Jedes vergangene Jahr lässt die Kosten steigen. Das klingt jetzt wieder komisch. Hätte man in den 1980er angefangen etwas zu unternehmen, dann wären die Kosten marginal. Hätte man in den 2000ern angefangen, hätte man in vielen Ländern keine Technologien nutzen müssen, um die Effekte durch den Klimawandel zu kompensieren. Jetzt wird es langfristig richtig teuer. 

Daher kann man jeden FDPler oder Pseudoliberalen das CoVid Beispiel bringen. Vermeidung von Problemen ist meist billiger als die Behebung der Selbigen. Bei CoVid hätte man Schnelltests sehr früh einsetzen können. Die Innovation existierte. Stattdessen ein teurer Lock-Down. Übertragen auf den Klimawandel. Wenn man in den 80ern angefangen hätte den Nahverkehr auszubauen und fahrradfreundliche Städte zu bauen, dann müsste jetzt nicht so viel parallel gemacht werden. Hätte man die Solarproduktion in Deutschland nicht zerstört, dann hätten wir jetzt vor Ort Weltmarktführer. Hätte, hätte. 

Wer Politiker wie unsere hat, exemplarisch ist Peter Altmeier, die alles besser wissen, und viele Vorschläge machen wie etwas zu laufen hat, aber nichts umsetzen, der braucht sich nicht zu wundern.

Fun fact. Ich fürchte bei der Corona Pandemie werden die privaten Schnelltests die Wende bringen und die Bundespolitik wird sich dafür feiern. Sie dürfen nicht damit durchkommen. 

Chris

Montag, 19. Oktober 2020

Klimawandel und Anreize

Ich habe neulich ein interessantes Interview mit Ottmar Eddenhofer gehört. Ich konnte seinen Argumenten folgen und sie auch sehr gut nachvollziehen. Ein Problem habe ich dennoch mit seinem CO2 Preis. Er ist der Meinung, dass ein CO2 Preis alles lösen wird. Die Kosten sind hoch und fertig. Mein Problem damit ist das Folgende. Alle Unternehmen eines Sektors sehen die Kostenwelle auf sie zurollen. Zwei Strategien können gefahren werden. Man macht erst einmal nichts und kauft Zertifikate. Die Hoffnung ist, dass neuere CO2 Vermeidungstechnologien billiger werden. Die andere Strategie ist, man rüstet um. Hier kommt mein Problem. Um eine Wirtschaft umzurüsten, muss viel produziert werden. Nehmen wir den eneuerbaren Strom. Die Planung und der Bau von Windenergieanlagen dauert 3-6 Jahre. Um in 10-20 Jahren die notwendigen Kapazitäten zu haben, müssten die Produktionskapazitäten der Windenergieanlagen dramatisch steigen. In Deutschland werden sie aktuell ins Ausland verlagert, weil faktisch kein Zubau passiert. Der CO2 Preis kommt, der Ausbau stockt. Eddenhofer bedenkt meiner Ansicht nicht, dass das Produktionsvolumen für die CO2 neutrale Technologie vorhanden sein muss. Und zwar weltweit. Das sehe ich persönlich nicht. Es sind nicht nur Maschinen, sondern auch Personal. Man braucht Planer, Ingenieure, Techniker, usw. Wo bekommt man die mal eben her? Was passiert, wenn ein Unternehmen zwar CO2 neutral werden will, aber die Technologie nicht kaufen kann? Irgendwann ist es billiger die Strafe zu zahlen, anstatt in überteuerte Maschinen zu investieren. Dem Klima ist dabei nicht geholfen. Ich glaube Eddenhofer hat Recht, dass ein CO2 Preis die Wirtschaftsstruktur verändert. Ich bezweifle, dass es schnell genug gehen wird. Wie geschrieben, allein im Energiesektor müssten zehntausende Windenergieanlagen zugebaut werden. Dazu noch Photovoltaik, lokale Speicher, Trassen. Es müssen 60 Millionen PKW getauscht oder zumindest die gefahrenen Kilometer dramatisch reduziert werden. Dazu bedarf es alternativer Mobilitätskonzepte und Pop-up Radfahrwege sind keine. Es ist ein sehr komplexes Thema. Ich fürchte der Preis allein reicht nicht.

Chris

Mittwoch, 18. März 2020

Klimawandelleugner und ihre merkwürdigen Argumente

Solche und andere blödsinnigen Argumente hört und ließt man immer wieder.

Stellen Sie sich ein großes Wohnzimmer von 6 x 6 Metern Fläche und 3 Metern Höhe vor. Nun riegeln wir den Raum ab. Wie viele Streichhölzer müsste man verbrennen, damit die CO2-Emissionen dem entsprechen, was Autos in 1 Jahr ausstoßen? Antwort: 1 Streichholz bringt so viel CO2 wie 20 Jahre Autofahren.

Auf dem gleichen Blog wird den Klimawissenschaftlern vorgeworfen sie arbeiten nicht wissenschaftlich. Natürlich ohne jeden Beweis

  1. Man führt Beobachtungen bzw. Messungen durch.
  2. Man formuliert Theorien.
  3. Man testet die Theorien in experimentellen Beweisen und versucht alles, um die eigene Theorie zu widerlegen / falsifizieren.
  4. Experimente gelten nur dann als Beweis, wenn sie von Dritten reproduzierbar sind.
  5. Man legt alle Daten, Quellen und Methoden offen, damit andere Wissenschaftler die Theorie überprüfen und ggf. falsifizieren können.
  6. Erst danach kann man von einer wissenschaftlichen Theorie sprechen, die wahrscheinlicher ist als die bisherigen Theorien.
Interessant insofern, da genau das gemacht wird. Es wird gemessen. Es werden Theorien aufgestellt. Die Sonne wurde als ein Faktor einbezogen. Der Faktor ist zu gering, um den Temperaturanstieg zu verstehen. D.h. seit Jahrzehnten wird betrieben, was dort aufgelistet ist. Nun hat man eine konsistent und geprüfte Theorie. Die Gegenreaktion 
Die Unterdrückung abweichender Theorien untermauert nur die Schwäche der eigenen Theorie.

Muss man jegliche abweichende Theorie darstellen nur weil sie da ist. Müssen Astronomen meine Theorie der Mond sei aus Käse gleichwertig neben ihre stellen? Ich denke nicht. Denn eine Theorie muss Relevanz haben. Damit kommen wir zum Eingangszitat. 20 Jahre Autofahren erzeugt so viel CO2 wie ein Streichholz. Das kann sogar stimmen, da keinerlei Angabe darüber gemacht wurde wieviel gefahren wurde. Nehmen wir an man wäre 100 km in 20 Jahren gefahren. Nehmen wir den aktuellen Grenzwert von 95g/km CO2 an. Dann macht das 9.5 kg CO2 in 20 Jahren. Ein Streichholz 1-2g. Selbst wenn diese 2 g komplett aus Kohlenstoff bestehen würden (was sie nicht tun), sollte jedem offensichtlich sein, dass niemals 9.5kg herauskommen. Die molare Masse von Sauerstoff ist ca. 3 Mal höher als von Kohlenstoff. D.h. es würden auf 2g Kohlenstoff 12g Sauerstoff hinzukommen (sind schließlich 2 Moleküle). In 20 Jahren nicht einmal 1 Kilometer zu fahren ist unrealistisch.

Warum man die Streichhölzer in einem Raum verbrennen muss ist unklar, soll wahrscheinlich die Dramatik erhöhen. So "argumentieren" Klimaleugner wieder und wieder. Sie betreiben keine Wissenschaft, sondern kritisieren Dinge die sie meist nicht verstehen. 

Was wenn die Fakten einem Widersprechen

Wenn die "Argumente" nicht verfangen, dann wird eben gelogen. So geschehen auf diesem Blog. Wirtschaftswissenschaftlich scheint der Autor vielleicht Ahnung zu haben. Wissenschaftlich hat er keine. Er lügt, betreibt Cherry Picking und lässt einfach Dinge aus. Er behauptet die Messstationen sind ungleich verteilt. Das stimmt. Er lässt aus, dass Satelliten die Temperatur messen. Er nimmt Häfen im Grönland und nicht die globale Durchschnitttemperatur als Beleg der wenig steigenden Temperatur (das schmelzendes Eis kühlt, ist scheinbar egal). Er korreliert linear in einem hochgradig nicht-linearen System. Das wird gerne getauscht wie man es braucht. Selbst nimmt man die einfachsten Modelle an und wirft den Wissenschaftlern vor, Prognosen seien nicht möglich. 
Auch soll der Meeresspiegel nicht steigen. Die Messdaten zeigen etwas anderes. Alles prüfbar, denn die Daten liegen offen.

Fazit

Es ist simpel sich den aktuellen Stand der Wissenschaft anzueignen. Hier die Kurzfassung des IPCC Berichts. In wenigen Wissenschaften ist das der Fall. Wer valide Kritik aufbauen möchte, muss diese Forschungsergebnisse gezielt adressieren und Gegenargumente bringen. Das passiert nicht. Die zentrale Frage stellen die Klimaleugner nicht. Warum steigt die Temperatur? Der Verweis auf Klimazyklen ist nicht hinreichend. Diese haben Ursachen. Genau hier kommen die Leugner in Schwierigkeiten. Sie kritisieren eine Theorie die sie nicht verstehen, haben aber keinerlei Erklärung warum Phänomene auftreten.

Chris

Montag, 27. Mai 2019

Es geht nicht - Generation

Der jungen Generation wird vorgeworfen sie sein unpolitisch. Das wurde aktuell von den Fridays for Future und verschiedene Youtube Videos vortrefflich widerlegt. Vorgeworfen wurde dies von der "Es geht nicht" Generation. Man findet sie überall in der Gesellschaft. Sie wollen, dass sich die Jungen beteiliegen. Sie sollen aber nichts ändern, sondern nur abnicken. Man sieht sie überall in den Kommentarspalten, wenn sie Dinge schreiben wie
  • naja Klimawandel sei ja schlimm, aber die Menschen müssen doch arbeiten
  • Fahrverbote in den Innenstädten gehen nicht, weil dann wird ja Autofahren teurer und wie kommen die armen Menschen dann zur Arbeit
Das sind erst einmal Meinungen. Schlimmer noch sind Diskreditierungen von Wissenschaftlern, welche dann sogar auf den angeblich kritischen Nachdenkseiten veröffentlicht werden
Beispielsweise:
Worauf es mir hier jetzt aber ankommt, ist die falsche Annahme, daß wir, die Menschen, einen Klimawechsel verursachen, bzw. verursacht haben.
weiter

Einige Wissenschaftler warnen uns derzeit vor einer möglichen Mini-Eiszeit, in nur paar Jahren, aber die werden leider nicht zu Wort gelassen.
Ohne Belege sind es erst einmal Behauptungen. Die Grundannahme dieser Menschen ist, es geht nicht. Daher müssen sich hundertausende Wissenschaftler einfach irren. Lustig dann auch im Folgekommentar

Im Mittelalter waren alle Wissenschaftler weit und breit zunächst der Ansicht, dass die Erde eine Scheibe ist.

Eine Behauptung die eben nicht stimmt. Wissenschaft im Mittelalter unterscheidet sich zudem deutlich von Wissenschaft heute. Logik dominierte damals die Analyse und eben nicht die Empirie. Die Menge der beteiligten Menschen und der Disziplinen ist deutlich Größer. Was nicht begriffen wird ist, dass Wissenschaft so spezialisiert ist, dass es ein vortrefflicher Zufall wäre, wenn in den verschiedensten Disziplinen Effekte endeckt werden und diese nur durch den menschgemachten Klimawandel zusammenzubringen sind. Die Unfähigkeit sich mit einem Thema in der Tiefe auseinanderzusetzen zeigt sich an solchen Aussagen

Wieso sollen ein paar Promille Kohlendioxid, Schuld sein, dass sich das Klima jetzt ändert
Die Gegenfrage liegt auf der Hand. Wieso führen ein Paar Promille zu schwerer Alkoholisierung und bei bestimmten Substanzen zum Tod. Weil man es gemessen hat. Ganz einfach!

Es ist zwar richtig, dass Klimapolitik zu massiven Verwerfungen führen wird. Zu behaupten, wie es viele Linke machen, dass wir erst einmal Sozialpolitik bräuchten und dann wird das schon, ist verrückt. Wer kann sich den Klimawandel denn so oder so leisten, die Wohlhabenden und Reichen. Wer verliert auf jeden Fall, die Armen. So simpel ist es. D.h. nichts zu tun bringt niemanden weiter. Das man die Gesellschaft mitnehmen muss, ist keine Frage. Aber was ist denn eigentlich das Problem?

Energie
Es gibt Energiewandlungssyteme die uns komplett CO2 frei elektrische Energie bereitstellen können. Speicher sind kein technisches Problem. Am ehesten ist es ein wirtschaftliches. Nichts spricht dagegen Power-to-X zu betreiben und nutzbare Energie in Form von Gas zu speichern. Der nette Nebeneffekt ist, dass der Verbrennungsmotor weiter nutzbar wäre.
D.h. es geht nicht um technische Möglichkeiten, sondern rein um politischen Willen.

Verkehr
Es gibt Verkehrskonzepte auch in Großstädten die fast Autofrei daherkommen. Die Bürger müssen natürlich ihr gemütliches im Stau stehen aufgeben. Dafür bekommen sie bessere Luft, leisere Städte und einen schnelleren Transport durch die Städte. Diese Konzepte umzusetzen ist Aufgabe der Politik. Stattdessen jammert man lieber über Staus und Fahrverbote.
Wieder fehlt nicht die technische Möglichkeit, sondern der politische Wille.

Wirtschaftspolitik
Auch hier ist es absurd nur auf die Autoindustrie zu schauen. Wir haben eine Pflegenotstand. Wir bräuchten mehr Lehrer. Die neuen Verkehrskonzepte brauchen Umbaumaßnahmen in den Städten und Landkreisen, die Energiewandlungssysteme müssen gebaut werden, usw. Es gibt also ganz neue Fragestellungen. Eine weitblickende Politik würde diese Bereiche fördern. Stattdessen gibt es immer noch das Dienstwagenprivileg, Oberleitungstests auf Autobahnen, usw.
Wieder fehlt es nicht an Fragestellungen und technischen Möglichkeiten sondern am politischen Willen.

Die "Es geht nicht - Generation" der 50-60+ können sich keine Änderungen mehr vorstellen. Stattdessen wird den Kritikern diese Generation vorgeworfen, die Jungend sei im Wohlstand aufgewachsen, sie sei nicht bereit Opfer zu bringen, usw. Selbst fahren sie mit Kreuzfahrtschiffen um die Welt und sorgen sich nicht um den Klimawandel und die daraus folgenden Probleme. Medien greifen reale Sorgen nicht auf, sondern stellen die Realität lieber als große Soap dar. Da geht es dann darum, dass die CDU keine Antwort auf die Youtube findet. Das soll sie auch nicht. Sie soll Antworten auf die Probleme der realen Welt finden. Es wird die Performance der SPD analysiert und nicht verstanden warum sie bei 15% liegt. Wenn Medien Sachfragen stellen würden, liegt die Antwort nah. Das alles wird nicht gemacht. Dann würde man beginnen die Welt zu verstehen. Dann könnte man nicht mehr sagen, es geht nicht, obwohl es geht. Heißt das, dass es leicht ist? Nein aber das waren andere Änderungen und Transformationsprozesse auch nicht. Im Gegensatz zu einem durch den Krieg zerstörten Deutschland starten wir mit einem reichen Land und behaupten wir hätten keine Ressourcen. Absurd.

Chris

Sonntag, 19. November 2017

Klimaskeptiker

Hin und wieder stolpert man auf Kritiker des aktuellen Stand des Wissens, dass der Mensch wesentlich den aktuellen Klimawandel verursacht. Sie greifen sich selektiv Studien heraus und meinen damit eine solide Kritik aufbauen zu können. 
Einfacher ist es, das Ganze mal auf Plausibilität zu prüfen. Die Frage ist doch, wer etwas dabei gewinnt, wenn es so etwas wie den menschenverursachten Klimawandel gäbe (Fall I). Die andere Frage ist, wer gewinnt etwas, wenn man den menschenverursachten Klimawandel leugnet (Fall II).

Nehmen wir uns einfach ein paar Akteure heraus, um Fall I und Fall II durchzuspielen.
Staaten
Staaten gewinnen eigentlich nichts durch die CO2 Regulierung und ihre Zusagen zum Umweltschutz. Es schadet eher. Konsequenzen bei der Nichterfüllung der verhandelten Ziele gibt es nicht. Wenn Staatslenker dennoch solche Ziele vereinbaren und wenigstens halbwegs versuchen sie zu erfüllen, muss das Ganze plausibel sein. Verschiedenste Regierungssysteme von sehr liberal bis illiberal spielen mit und sind sich einige, dass etwas getan werden muss. Warum diese Einigkeit, wenn es doch laut der genannten Kritiker substanzielle Schwächen an den Behauptungen der Mensch habe massiven Einfluss auf das Klima, nichts dran ist?
Die These, dass der Staat gegen die Wirtschaft arbeitet, ist in pseudoliberalen Kreisen zwar verbreitet. Die These lässt sich aber nicht halten. Das sieht man aktuell bei VW. Es gibt also kein Argument, außer alle Politiker sind blöd, das Fall II stützt.

Fall I - Fall II (1:0)

Unternehmen
Einige Unternehmen profitieren von Fall I. Allerdings sind diese Konzerne deutlich kleiner als die etablierten Energieriesen. Vor allem am Anfang der Energiewende und der Klimagespräche hatten diese Unternehmen sicher keine riesigen Geldsummen zur Verfügung, um irgendjemanden zu beeinflussen. Jetzt haben sie natürlich Interesse daran, dass es mit der CO2 Reduktion vorangeht.

Bei der Gegenseite sieht es genauso aus. Die großen Öl- und Kohlekonzerne leugnen den Klimawandel. Sie haben und hatten viel Geld für Lobbyorganisationen. Das Cato Insitut sei genannt (darüber stolperte ich als pseudoseriöse Quelle). Diese Konzerne haben viel zu verlieren. Trotz starken Lobbyismus wurden die CO2 Ziele durchgesetzt.

Es gibt also Argumente, dass es Unternehmen gibt die profitieren und verlieren, wenn man die Klimapolitik fortsetzt. Allerdings sind die Verlustängste der Großkonzerne deutlich größer.

Fall I - Fall II (2:1)

Wissenschaft
Oft ließt man von Kritikern, dass die Wissenschaft massiv profitiert. Das ist Blödsinn. Was bekommen denn die Forscher. Sie schreiben Berichte und betreiben Forschung. Das Gesamtbudget für Klimaforschung ist im Vergleich zu einem BP Gewinn gering. Die technischen Geräte zu Beforschung des Klimas würde es auch ohne den Klimawandel geben. Die Fragestellungen wären andere. Faktisch alle Forscher sind sich einige. Kaum jemand widerspricht, weltweit. Warum? Mehr Aufsehen und Zitationen bekommt man für neue Ideen und Kritik an Theorien. Vor allem, wenn man diese Kritik fundiert belegen kann. Trotzdem rennen alle im Gleichschritt? Das ist unplausibel.

Fall I - Fall II (3:1)

Diese Kurzanalyse soll darstellen, dass es eigentlich keine Argumente gegen den Klimawandel zu geben scheint. Für mich erschließt sich nicht, warum alle Länder und Menschen die in der Regel zutiefst egoistisch handeln, auf einmal gegen den Konsumenten und die Unternehmen agieren sollten.
Beim Export von Waffen sind die Folgen viel klarer und nichts passiert. Die Schäden an Unternehmen wäre viel geringer als bei der Klimapolitik. Diese simple Frage kann kein Klimaskeptiker beantworten. Das müsste er aber tun, um eben nicht als Verschwörungstheoretiker durchzugehen. Nach einer simplen Plausibilitätsanalyse kann man eigentlich nur zum Schluss kommen, dass nach aktuellen Stand der Forschung der Mensch massiven Einfluss auf das Klima nimmt.

Chris

Montag, 20. Mai 2013

Metastudie über den Klimawandel

Klimawandelforscher nehmen mehrheitlich an, dass der Mensch einen Einfluss aufs Klima hat. Das heißt zwar nicht das es stimmt, aber wenn eine überwältigende Mehrheit aus den verschiedensten Kulturräumen und Ländern eine ähnliche Meinung haben, dann kann man das nicht einfach wegwischen.

Chris

Montag, 7. November 2011

Zitat des Tages

Auf die Frage "Glauben Sie, dass die Resultate Skeptiker davon überzeugen werden, dass der Klimawandel real ist?" antwortet der Forscher: "Ich unterscheide zwischen Skeptikern und Leugnern. Die Skeptiker sind Leute, die ich respektiere - sie haben legitime Fragen aufgeworfen und sind nach meiner Erfahrung aufgeschlossen. Leugner sind Menschen, die mit einer Schlussfolgerung starten und nur jene Daten berücksichtigen, die diesen Schluss unterstützen. Ich glaube, dass die Resultate bei einigen Skeptikern die Meinung über die Realität des Klimawandels verändern können."

Quelle: Spiegel

Donnerstag, 28. Juli 2011

Chaos im Modell


In der Physik ist es möglich dieses System mathematisch zu beschreiben. Allerdings kann man es nicht lösen. Selbst die Computergenauigkeit beeinflusst die Art der Ergebnisse. Solche Systeme sind chaotisch. Kleine Änderungen der Anfangsbedingungen haben einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Was ich erstaunlich finde ist, dass man ein solche einfaches mechanisches System nicht vorhersagen kann. In der Ökonomie und bei der Klimaforschung wird es aber versucht und teilweise werden die Ergebnisse dogmatisch verteidigt. Das wäre genau dann in Ordnung, wenn unabhängige Experimente durchführbar wären. Dies ist für eine Volkswirtschaft oder das Klima kaum möglich. Somit sind die Modelle vielleicht die Beschreibung der Realität, die Ergebnisse sind eventuelle mehr als fragwürdig.

Chris

Freitag, 24. Juni 2011

Klimaforschung

Wenn ihr der Klima-Debatte ein bisschen gefolgt seid, habt ihr bestimmt mitgekriegt, dass es da angeblich substantiell viele Wissenschaftler gibt, die daran zweifeln, dass die Klimaveränderung vom Menschen verursacht wird. Hier hat sich mal jemand eine Liste von 900 Papers angeguckt und kam zu folgendem überraschenden Ergebnis:
However, a preliminary data analysis by the Carbon Brief has revealed that nine of the ten most prolific authors cited have links to organisations funded by ExxonMobil, and the tenth has co-authored several papers with Exxon-funded contributors.

Quelle: Fefes Blog


Anmerkung: Ich gebe auch zu, dass ich skeptisch bin bei den Klimaforschungsergebnissen. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Umsetzung der Lösungen (weniger CO2, weniger Energieverbrauch, mehr Umweltschutz) im Zweifelsfall nicht schadet. Das 90% der Gegenforschungen von ExxonMobil bezahlt worden sind zeigt, dass man durchaus mit Geld Forschungen beeinflussen kann. Die Frage wie es auf der anderen Seite aussieht bleibt ebenso offen, wie die Frage über die Haltbarkeit der Ergebnisse der Forschungen. Nur weil man von einem Klimagegner bezahlt wird heißt dies nicht per se, dass alles falsch ist. Allerdings geht man vorgeschädigt in die Untersuchungen hinein, was gegen eine objektive Forschung spricht.

Chris

Freitag, 17. Juli 2009

China und die USA einigen sich auf Zusammenarbeit in energieeffizienten Technologien

Bei seinem Besuch in Bejing erklärt der US-amerikanische Energieminister Steven Chu, dass China und die USA eine Zusammenarbeit in der Entwicklung energieeffizienter Häuser anstreben. Viel konkretes ist in dieser Erklärung noch nicht zu erkennen, jedoch kann es als Startsignal für den Ausbau der beiderseitigen Beziehungen in diesem Sektor angsehen werden.
Zudem macht es dieser erste Schritt wahrscheinlicher, dass man im kommenden Dezember in der United Nations climate change conference Copenhagen zu einer Einigung kommt. Diese soll das Kyoto Protokoll von 1997 ersetzen, in welchem sowohl China als auch die USA faktisch nicht erfasst sind. Die USA haben das Protokoll nie ratifiziert und China galt zu der Zeit noch als Entwicklungsland in dem Sinne, dass es durch Kyoto keine Auflagen für CO2-Emissionen erhalten hat.

Artikel:
USA and China Agree to Study Ways to Make Buildings More Energy-Efficient
(New York Times , 16.07.2009)

Dan

Donnerstag, 9. Juli 2009

G-8-Staaten einigen sich auf Klimaziel

Zu den konkreten Zielen gehört unter anderem bis 2020 die CO2-Emissionen auf 80% des Niveaus von 1990 zu reduzieren. Deutschland strebt sogar eine Reduktion auf 60% an.

Amüsant ist die Zielsetzung den globalen Temperaturanstieg seit Beginn des Industriezeitalters auf 2°C zu begrenzen. Mal von den Messbedingungen(und deren Messgenauigkeit) der historischen Wetterdaten abgesehen, kann man nahezu mit Sicherheit sagen, dass niemand weiß, wie man die globale Temperatur regelt. CO2 ist zudem nur ein good guess und es ist nicht bewiesen, dass es die globale Erderwärmung begünstigt.

Wie dem auch sei, die gute Nachricht ist, dass man die Reduktion von CO2-Emissionen naturgemäß nur über einen Einschnitt in der Nutzung fossiler Brennstoffe erreichen kann. Dies hat direkte Vorteile für die Umwelt, Wirtschaft und mittelfristig für die internationale Politik, wenn man bedenkt, welche Konflikte der Bezug von Rohöl mit sich bringt.



Zum Artikel: "
G8-Staaten einigen sich auf Klimaziel"
(Quelle: Spiegel Online, 08.07.2009)

Dan