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Montag, 7. Januar 2019

Mindestlöhne kosten ja angeblich Arbeitsplätze

So hat die 33-jährige Theresa Borkowski, Absolventin der American University, im "Wall Street Journal" exemplarisch geschildert, wofür sie das Einkommen ihrer regulären 48-Stunden-Woche mit zwei Jobs aufwendet:

Die junge Absolventin arbeitet in 2 Jobs. Nicht weil sie will, sondern weil sie muss. Wenn die Löhne steigen, dann braucht sie nur noch einen Job. Der andere wird frei. Ist dieser notwendig, um irgendetwas zu produzieren, etc. spricht die Nachfrage nach der Arbeit bleibt, dann kann jemand anders diese Stelle besetzen. Es entsteht keine Arbeit, aber sie wir besser verteilt. Das Modell ist nicht weniger vereinfacht, als bei den neoklassischen Ökonomen. D.h. es ist genauso schlüssig und zeigt, dass die Welt nicht so einfach ist wie behauptet.

Chris

Dienstag, 27. November 2018

So langsam wird mir einiges klar

Ich dachte ja immer die Makroökonomen haben verrückte Modelle und Ansichten die wenig bis nichts mit der Realität zu tun haben. Bei den Mirkoökonomen wird aber auch eine Menge merkwürdiges gelehrt. So kommt man dann zu solchen Aussagen

Wie kann denn das Arbeitsangebot ein Anwendungsbeispiel für Nachfrageentscheidungen eines Haushalts sein? Die Antwort mag überraschen: Es existiert gar keine eigenständige Theorie des Arbeitsangebotes. Wenn dennoch von ihr die Rede ist, dann geht es eigentlich um die "Theorie der Freizeitnachfrage" – auch wenn das kein Mensch so nennt. Und nun ahnen Sie sicherlich auch schon, mit welchem Trick das Arbeitsangebot erklärt wird. Die mikroökonomische Theorie definiert einfach eine zusätzliche Arbeitsstunde als eine verlorene Freizeitstunde. Dann erklärt sie mit ihrem üblichen Instrumentarium die Nachfrage nach Freizeit. Die Zeit, die nicht als Freizeit nachgefragt wird, ist angebotene Arbeitszeit.

Heißt übersetzt, dass wenn ich keine Arbeit anbiete, sprich nicht arbeite, dann ist mir meine Freizeit wichtiger. Arbeitslose Menschen ohne Einkommen leben also immer noch auf der Sonnenseite des Lebens.
Auch schön ein weiterer Absatz aus dem realen Leben


Die Arbeitsangebotsfunktion des Haushalts zeigt also zunächst einen ganz normal ansteigenden Verlauf. Bei hohen Löhnen ist aber nicht auszuschließen, dass sich die Funktion dann durch den immer stärkeren Einfluss gewinnenden Einkommenseffekt rückwärts neigt ("backward bending labor supply curve").
Man macht sich das auch leicht intuitiv klar. Dazu muss man sich nur vorstellen, wie man reagieren würde, wenn der eigene Stundenlohn steigen und steigen und steigen würde. Man bräuchte ja auch Zeit, das hohe Einkommen auszugeben. Das eine einzelne Person bei extrem hohen Stundenlöhnen also wenig Arbeit anbieten wollte, wäre nicht unwahrscheinlich.

Man braucht also Zeit um den Stundenlohn auszugeben. Warum bezahlt man dann so hohe Löhne in der Realität, wenn sich doch niemand findet der sie haben will? Übersetzt heißt die Aussage. Hohe Löhne können zu weniger Arbeitszeit führen, oder auch nicht. Das hohe Stundenlöhne weniger Arbeit motivieren ist nicht gesagt. Die Motivation zu arbeiten liegt dann im Einfluss, Macht, Gestaltungsspielraum, Ansehen, usw. begründet. So etwas taucht nicht auf.
Insgesamt finde ich die Kurven sowieso fragwürdig, da man sie nicht messen kann. Daher kann man die Modelle nicht validieren. Folglich ist der Vorwurf, dass Fächer wie Germanistik sinnlos seien, aus den Munde eines Mikroökonomen der mit solchen Modellen arbeitet, etwas vermessen.

Chris

Mittwoch, 31. Januar 2018

Widersprüchlichkeit im Marktdogma

Ein sehr schöner Beitrag über die Unsinnigkeit der reinen Marktlehre.

Der Markt ist institutionell nicht definiert. In keinem Text wird geklärt, welche Institutionen den Markt genau ausmachen. Das bedeutet auch: Marktfundamentale Wirtschaftspolitiken verfügen über keine gesicherten theoretischen Grundlagen. Die Setzung des Marktes als theoretische Größe kollidiert mit der Praxis, den Markt herstellen, aufrechterhalten oder ausbauen zu wollen. Man kann eine „Deregulierung“ fordern, aber nicht wissen, was sie bewirken wird. Denn um das wissen zu können, müssten explizit die Regeln bekannt sein, die den Markt konstituieren (genau das kann aber nach Hayek niemand wissen).
Aber der theoretische Nachteil bietet im wirtschaftspolitischen Diskurs einen Vorteil, der kaum zu unterschätzen ist. Je nach Situation oder Thema kann man auf eine der widersprüchlichen Bedeutungen umwechseln; oft passiert das innerhalb eines Absatzes mehrmals. 

Das bringt es auf den Punkt. Da der Markt nicht definierbar ist, ist er auch nicht falsifizierbar und daher Glaube. Daher ist dieses Konzept als Argumentationsbasis abzulehnen. Wie soll man marktbezogene Aussagen prüfen?

Chris 

Mittwoch, 16. November 2016

Eindimensionale Sichtweise

Doch selbst ein Handelskrieg mit Mexiko wäre für die USA riskant, vor allem die Verbraucher würden leiden.

Diese Aussage fasst vortrefflich die eindimensionale Sichtweise vieler Wirtschaftsjournalisten und auch genug medial präsentierenden Ökonomen zusammen. Diese Aussage gibt vor, dass Verbraucher leiden. Haben Produzenten denn einen Vorteil? Das weiß man nicht. Da Verbraucher auch Produzenten sind, ist die Aussagen sinnfrei. Man muss beide Seiten betrachten. Nehmen wir an die Verbraucher müssen 10% mehr bezahlen, weil Handelshemnisse aufgebaut werden, gleichzeitig steigen die Löhne um 20%, dann leiden die Verbraucher. Die Menschen profitieren eventuell durch das höhere Einkommen. Genau das muss man analysieren. Dazu sind Wirtschaftsjournalisten nicht in der Lage, da sie Staaten, Arbeitnehmer, Konsumenten und Arbeitgeber in ihrer eindimensionalen Sichtweise auf die Welt diese Dinge komplett entkoppeln können. In der Realität sind diese Dinge aber nicht entkoppelt. Genau deshalb scheitern die Aussagen dieser Publizisten auch regelmäßig. Darum verstehen sie viele Zusammenhänge nicht.

Chris

Montag, 16. Mai 2016

Da wundern sie sich


So etwas können nur neoliberal geprägte Angebotsökonomen merkwürdig finden. Die Frage ist warum sollten Unternehmen investieren? Sie investieren nicht, weil die Zinsen niedrig sind, oder es Projekte gibt. Sie investieren, wenn sie die Hoffnung haben, dass sich das Investment lohnt. D.h. sie wollen mehr Geld herausbekommen, als sie hineingesteckt haben. Wenn nun der Durchschnitt der Unternehmen schon jetzt mehr produzieren könnte, es aber nicht tut, da die Nachfrage nicht stimmt, wird der Durchschnitt der Unternehmen nicht investieren. Wozu auch? Was fehlt ist die Nachfrage. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn die Löhne in den starken Wirtschaftsräumen wie der EU und der USA stagnieren oder sogar sinken. 
Das alles liegt auf der Hand. Man muss nicht viel nachdenken, um das zu begreifen. Viele renomierte Ökonomen zeigen seit Jahren genau dieses Problem auf. Statt auf sie zu hören und die Nachfrage durch ein staatliches Investitionsprogramm zu steigern, wundern sich die neoliberalen Ökonomen warum ihre Modelle nicht funktionieren. Nach deren Annahmen müsste die Wirtschaft brummen. Die Löhne sind niedrig, die Investitionskosten auch. Statt darüber nachzudenken, ob ihre Modelle falsch sein könnten, wundern sie lieber herum. Manchmal sind die Antworten aber sehr einfach. Die Erkenntnis scheint aber kompliziert zu sein.

Chris

Dienstag, 17. März 2015

Was ist eigentlich ein Markteingriff?

Markteingriff - dieser Begriff wird immer dann verwendet, wenn es um soziale Gesetze oder Maßnahmen geht. Auch Steuern, Umweltgesetze oder Standards sind eingriffe in den Markt. Was bedeutet das eigentlich. Um einen Eingriff in das Marktverhalten zu definieren, braucht es einer Referenz. Wenn ein Auto geradeaus fährt, dann wäre ein Eingriff in die "natürliche" Richtung die Verwendung des Lenkrads. Das Problem beim Markt ist, dass es diese Referenz nicht gibt. Man nimmt sich einfach eine. Hierzu werden absurde Annahmen wie die Vollständigkeit der Information, Rationalität der Akteure (Was immer das sein soll. Rational heißt, wie ich es verstanden habe, dass die "Modellteilnehmer" sich verhalten wie es das Modell fordert), das es zwingend ein Gleichgewicht geben muss und viele absurde Annahmen mehr. Validieren kann man dieses Modell nicht. D.h. es ist nur eine Vorstellung wie Märkte und das Handeln funktioniert. 
Wenn nun die Grundannahmen in der Realität nicht auftreten sind alle Effekte die wir sehen durch "Störungen" in der Referenz überlagert. Ob die Referenz irgendwie gültig ist weiß man nicht. Man kann sich diesen Unsinn sehr einfach verdeutlichen. 

Wir nehmen an, dass alle Steine nach oben fallen.
Der Staat fordert ein Polster, welche nach unten fallende Steine weich landen lässt. Das soll die Lautstärke reduzieren.
Das wird von den "Steinnachobenfallbefürwortern" als Eingriff in den Markt gesehen. Schließlich braucht man das Polster nicht, wenn der Stein nach oben fällt und nur durch das Polster kommt es erst zu den Problemen.

Wenn die Grundannahmen falsch sind, dann sind die Schlussfolgerungen auch falsch. Oft genug passiert das in den Argumentationsketten der Lobbyökonomen. Es wird mit Modellen "bewiesen" wie die Welt funktioniert. Ohne Experimente sind Modelle nur Modelle. Erst durch eine Validierung kann man einen Gültigkeitsbereich definieren. Erst wenn man so weit ist, kann man anfangen zu diskutieren und eine Lösung für unsere Probleme zu finden. 

Chris

Samstag, 25. Januar 2014

Gleichgewichtsmodell

Wieso hält sich ein schlechtes Modell, wie das Gleichgewichtsmodell der Ökonomie, so hartnäckig? Es ist so offensichtlich falsch und so selten geeignet, dass man sich fragt, wie irgendjemand an die Sinnhaftigkeit der Modellierungen glauben kann. Auf den Nachdenkseiten wird dieses Modell für das Thema Mindestlohn auseinander genommen. Dabei werden nicht mal alle Widersprüche vorgestellt. Es soll ein Gleichgewichtslohn geben. Dieser ergibt sich aus der Grenzproduktion. Wenn dies der Fall wäre, müssten Lohnverhandlungen immer scheitern und die Löhne je nach Wochentag schwanken. Denn man kann nicht davon ausgehen, dass die Produktivität immer gleich wäre. Somit verletzen die tatsächlichen Löhne ständig den Gleichgewichtslohn. Das aber soll vermieden werden, meinen die Gegner eines Mindestlohns. Zu hohe Löhne führe zu Arbeitslosigkeit und zu niedrige zu Fehlallokationen. Implizit ist dieser Zustand ständig vorhanden.

Eine der stärksten Fehlannahmen im Modell ist folgende. Alle Produktivitäten sind parallel geschaltet. Was bedeutet das für eine Argumentation? Man stelle sich 3 Federn in Parallelschaltung vor. Wenn eine Feder weniger zur Tragkraft des Systems beiträgt, dann müsse die anderen mehr leisten. Das Gleichgewicht wird in jedem Fall erreicht. Selbst wenn eine Feder nichts mehr trägt, funktioniert das System. In meinen Augen wäre dies die mechanistische Vorstellung der Gleichgewichtstheoretiker. Das Problem ist nur, dass es noch eine Reihenschaltung gibt. Fällt hier eine Feder aus, dann kann das Gleichgewicht nicht mehr erreicht werden. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist das genau der Fall. Der beste Verkäufer, kann nur verkaufen, wenn es ein Produkt gibt. Normale Menschen würden sagen, dass ist doch ganz klar. In einem Arbeitsmarktmodell zur Bestimmung des Effekts eines Mindestlohnmodells existieren solche Realitäten nicht. Dennoch glauben wir an diese Forschungen und geben den Verfechtern der Modelle eine Plattform. 

Die Forderung die man stellen muss, an Ökonomen wie an Wirtschaftsjournalisten, ist die folgende. Veröffentlicht eure Ergebnisse nur, wenn die Annahmen daneben stehen. Manch ein Leser würde staunen wie schwach die Annahmen sind und wie schwer sie mit der Realität in Übereinstimmung zu bringen sind.

Chris

Freitag, 3. Januar 2014

Gier nach Geld


Diese Dokumentation ist in meinen Augen interessant wegen den Experimenten die vorgestellt werden. Spannend hierbei ist, dass mit einfachen Mitteln gezeigt werden kann, dass mit individuellen rationalen Entscheidungen, irrationale globale Ergebnisse erreicht werden können. Hierfür wurde eine Versteigerung eines 20 Dollar Scheins durchgeführt. Die Regeln waren, dass der Höchst- und Zweithöchstbietende zahlen müssen. Die einzig rationale Lösung ist, nicht zu bieten. Alles andere muss dazu führen, dass der Geldschein für mehr als 20 Dollar verkauft wird. So kam es dann auch. Die Motivation für das höhere bieten liegt dann nicht mehr beim Gewinn, sondern bei der Minimierung des Verlusts.
Spannend sind die Reaktionen der Verfechter des Homo Ökonomikus. Sie sind der Auffassung, dass einzelne irrationale Entscheidungen kein Problem darstellen. Sie verkennen, dass Modelle diese Ausnahmen nicht zulassen, da sie sonst ihre Allgemeingültigkeit verlieren. Überhaupt daran zu denken, dass Menschen individuell rational handeln, selbst in der Mehrheit, ist absurd. Die letzten Bundestagswahlen zeigten dies. Die Linkspartei hätte viel mehr Menschen einen Vorteil gebracht als die CDU-SPD Koalition. Dennoch hat sie deutlich weniger Stimmen bekommen. Auch ist es nicht gerade rational betrunken Sprengstoffe in die Luft zu schießen, wenn man über zu wenig Geld jammert. Die Rationalitätsannahme ist so offensichtlich falsch, dass man sich fragt wie Menschen daran glauben können. Es ist die vielleicht die Vorstellung , dass der Mensch sich von Tieren unterscheidet.

Chris

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Der Markt ist rational, das glaube ich immer noch

Ein Zitat des Wirtschafts-Nobelpreisträger Eugene Fama. Es mag sogar stimmen was Eugene Fama sagt. Das Problem ist, dass Menschen nicht rational sind. Die Ergebnisse die an irgendwelchen Märkten oder als solche titulierten Handelsereignisse erreicht werden, sind in den meisten Fällen die rationale Folge einer irrationalen Handlung. Wenn sich die Masse der Anleger unsicher fühlen und in Immobilien investieren, dann steigen die Preise. Das ist dann zwar nicht rational, aber der Markt reagiert korrekt, da die Nachfrage steigt. Im Ergebnis führen die steigenden Preise zu mehr Nachfrage, da die Anleger sehen, dass sich ihre Anlage lohnt, da die Preise steigen. Diese selbstbewahrheitende Preissteigerung ist nur dann versagen, wenn man nicht erkennt, dass dieser "Fehler" implizit im System schon enthalten ist. Irrational handeln nur die Menschen da sie glauben das die produzierte heiße Luft Wohlstand und Vermögen schafft. 
Ob man dieses irrationale Verhalten von Menschen Marktversagen, Blasen oder Marktversagen nennt ist im Grunde egal. Es geht um den Effekt. Dieser zeigt, dass der Handel eben nicht immer zu optimalen Ergebnissen führt. Die Strafen und Konsequenzen die der Wirtschaftsnobelpreisträger fordert sind unrealistisch. Wenn ein Manager die Weichen in den Abgrund 2013 stellt und 2015 kommt der Untergang, wird man ihn nicht zur Verantwortung ziehen können. Aufgrund der Komplexität des Gesamtsystems ist ein Nachweis auch sehr schwierig. Noch schlimmer ist, dass er aufgrund seines Fehlverhaltens auch anderen schadet. Wie will man diese Menschen und Unternehmen entschädigen? In vielen Fällen ist es auch nicht ein Einzelner, sondern eine Mehrzahl von Menschen die mehr oder weniger verantwortlich ist (teilweise nicht einmal bewusst).
Für mich zeigt das Interview, dass Herr Fama weit oben im Elfenbeinturm hängt. Seine Ansichten haben die Realitäten sehr weit vereinfacht ohne zu hinterfragen, ob man das darf. 

Anmerkung:
Es ist auch schön, dass er sagt "ich glaube".

Chris

Dienstag, 5. November 2013

Von Modellen in der Ökonomie



Bravo. Sehr schön auf den Punkt gebracht. Modellannahmen werden durch das Modell "bewiesen".  Der Markt ist effizienter als der Staat. Die Rechnung mit dieser Annahme zeigt diesen Zusammenhang.
Es stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ein. Das Modell wird es abbilden.
Bewiesen ist damit nur, dass das Modell in sich konsistent ist und die Annahmen abbilden kann. Somit ist kein formaler Fehler unterlaufen. Die Annahmen können so weltfremd und absurd sein wie sie wollen. Ein Freund von mir meinte folgendes:

Wenn Öl knapp ist, dann lasst Autos ohne Treibstoff fahren. Jeder aus einer Ökonomievorlesung würde einen ansehen und meinen, das sei Unsinn. Perfekte Märkte, welche ähnlich absurde Annahmen an die Realität stellen, werden unhinterfragt akzeptiert.
 
Oftmals wird zudem vergessen, dass auch empirische Analysen durch Modellannahmen beeinflusst werden. Man muss die Daten filtern und die Realität vereinfachen, um Schlüsse daraus zu ziehen. Normalerweise wird durch vereinfachte Experimente festgestellt welche Parameter vernachlässigt werden können und welche nicht. In der Ökonomie ist das nicht so einfach möglich. Somit sollte man alle Studien grundsätzlich hinterfragen und schauen wer, welche Interessen vertritt.

Chris

Montag, 16. September 2013

Annahmen der Wirtschaftstheorie

In einem informtiven Artikel über Ideologie in der Schule: Die "Initiative neue soziale Marktwirtschaft" über Mindestlöhne werden die Grundannahmen dargestellt, welche zu der logischen Konsequenz führen, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten.

  1. Das Modell unterstellt, dass Unternehmen genau berechnen können, wieviel sie an einem Arbeitnehmer oder einer Arbeitnehmerin verdienen und welchen Lohn sie ihm/ihr entsprechend bezahlen können. Dies ist aber, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, bei der Komplexität von Unternehmensstrukturen und Arbeitsmärkten schlicht nicht der Fall.
  2. Das Modell unterstellt, dass Beschäftigte und Unternehmen gleichberechtigte Marktteilnehmer sind, die frei einen Lohn aushandeln, wodurch es zu Markt-/Gleichgewichtslöhnen kommt. In der Realität aber sind die Beschäftigten deutlich schwächere Akteurinnen und Akteure, den Unternehmen mehr oder weniger ausgeliefert. Der Lohn als Gleichgewichtspreis ist daher eine Illusion.
  3. Das Modell unterstellt, dass Beschäftigte ihre Arbeit ausweiten, wenn die Löhne steigen, und ihre Arbeit einschränken, wenn die Löhne fallen. Zumindest letzteres ist falsch: Menschen, die durch ihre Arbeit nicht genug zum Leben verdienen, deren Löhne also zu niedrig sind, nehmen tendenziell noch weitere Jobs an, um überleben zu können. Niedrige Löhne führen also nicht zu einem geringeren, sondern zu einem höheren Angebot von Arbeit durch die Beschäftigten.

Punkt 1 könnte man als Marktgläubiger noch schönreden. Alle Unternehmen würden rechnen, aber nur die, die Preis-Leistung exakt bestimmen verbleiben am Markt. Das wäre zwar Unsinn, aber immerhin könnte man in seiner Ideologie verbleiben. Punkt 2 und 3 lassen sich nicht mehr diskutieren. Punkt 2 ist dabei in meinen Augen sehr wichtig. Das Unternehmen und Arbeitnehmer gleichberechtigt wären ist Quatsch. Das die Arbeitnehmer dabei immer unterlegen sind, stimmt so auch nicht. Es kommt auf die Firmengröße und die Qualifikation des Mitarbeiters an. Ein gut qualifizierter Mitarbeiter kann einigen Druck auf eine kleine Firma ausüben. Im Allgemeinen passt die Aussage aber. Wieso sonst ist Nokia nach Rumänien, Apple nach China und Mercedes in die Leiharbeit ausgewandert (es trifft auf sehr viele andere Unternehmen auch zu)? Das Gleichgewicht konnte gar nicht entstehen. Selbst wenn einige Arbeitnehmer die niedrigsten Löhne akzeptiert hätten, ist der Faktor Angst einkalkuliert. Durch das Auslagern von Arbeit (andere Länder oder Leiharbeit) erhöht man den Druck auf die Belegschaft und verbessert seine Verhandlungssituation. Marktliberale finden solche Tricks bei Unternehmen legitim. Wenn Arbeitnehmer über Gewerkschaften zu Tricks greifen beeinflusst das, die Marktpreise und ist schädlich.  Es ist sowieso bezeichnend, dass nur zu hohe Löhne schädlich sind. Niedrige sind es selten bis nie. Hohe Renditen und Dividenden, welche auch kosten darstellen, stören auch nicht.
Punkt 3 zeigt wie wenig die INSM und andere ihre eigenen Modelle nicht verstehen. Im Gleichgewichtsmodell wird häufig vergessen, dass dieses Kreuz nur sehr lokal existiert.  Die Kurven sind eher nicht-linear, wenn sie denn existieren. Das heißt es kann bei sinkenden Löhnen zu einer vermehrten Nachfrage an Arbeit kommen. Da man von einem Job nicht leben kann, nimmt man einen zweiten auf. Das wird unter den Marktgläubigen nicht bestritten und positiv gesehen. Das sie damit ihrem eigenen Modell widersprechen, denn dort kommt solch ein Verhalten nicht vor, interessiert nicht.

Fazit
Anstatt Kindern eine ökonomische Ideologie zu vermitteln, sollte man ihnen beibringen Statistiken zu lesen und die Annahmen der ökonomischen Theorien zu verstehen. Dann können sie die Aussagen der Ökonomen und der Politik hinterfragen. Dabei sollten man die Gleichgewichtstheorie gleichberechtigt neben Marx, Keynes, von Mises, Friedmann, etc. stellen. Nur so kriegt man einen Überblick und kann sich eine Meinung bilden. Dann erst kann man erkennen, dass die Wirtschaftswissenschaft eine Geisteswissenschaft ist und weniger verstanden wird als man glaubt. Hat man das realisiert, kommt automatisch die Frage auf, wieso ein Fachgebiet, dass so wenig eindeutige Antworten bereit hält, einen solchen Einfluss und eine solche Macht auf unser Leben ausüben kann und darf.

Chris

Dienstag, 20. August 2013

Modelle zur Begründung der Austerität

In einem informativen Beitrag der Nachdenkseiten wird die Austeritätspolitik geprüft. Hierbei werden die Theorien die dazu führen überprüft. Es wird gezeigt unter welch absurden Annahmen eine konsistente Logikkette aufgebaut werden kann. Viele von Mises Anhänger die an einen Beweis auf Basis der Logik glauben, sollten sich diesen Text durchlesen. Annahmen setzen Grenzen. Man muss sie treffen, um eine Basis für die Argumentation zu schaffen. Im Vorfeld sollte man abschätzen wie sinnvoll oder nicht sinnvoll die Annahmen sind. Im Falle der vorgestellten ricardianische Äquivalenz scheinen die Annahmen nicht sehr sinnvoll zu sein.

Chris

Dienstag, 23. Juli 2013

Mal was zur Markteffizienz

Wenn Märkte immer und überall effizient wären, dann dürften solche Kapriolen nicht stattfinden. Sie tun es aber, da Märkte in erster Linie effizient beim Geld verdienen sind. Gewinne sind die Zielgröße und nicht die Erzeugung schlanker und billiger Prozesse. Da beides häufig Hand in Hand geht, glauben die Marktgläubigen Märkte seien immer effizient. Es muss aber nicht immer so sein, wie das Beispiel des Aluminiums zeigt.

Chris

Mittwoch, 17. Juli 2013

Richard Werner: Über die Notwendigkeit einer Reform der Volkswirtschaft



Anmerkung: Richard Werner erklärt deutlich wann die Annahmen und Schlussfolgerungen der VWL gelten. Nur wenn perfekte Informationen, vollständige Märkte, etc. existieren sind Märkte immer effektiver und der Staat immer unterlegen. Wenn diese Annahmen nicht gelten und das ist in der Realität nun einmal so, dann sind die Schlussfolgerungen dieser Axiome immer zu hinterfragen.

Chris

Freitag, 7. Juni 2013

Vorwurf der IWF ist keynesianisch

Gestern hörte ich einen Kommentar zum IWF. Dieser hatte Fehler bezüglich der Griechenlandhilfe eingestanden. Der Kommentar war komplett schlüssig, bis auf den Schluss. Dort sieht man die Ursache der Fehler primär an der keynesianischen Politik des IWF. Andreas Freytag ein neoliberaler Wirtschaftsprofessor aus Jena sieht das genauso. Er verliert sich zwar in pauschalisierten Aussagen wie "billiges Geld und höhere Staatsausgaben könnten kurzfristig in der Tat stimulierend wirken, sie haben langfristig in der Regel negative Konsequenzen", ohne einen Beleg zu geben, aber es zeigt wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ein und die selben Wirtschaftsprogramme durch unterschiedliche ökonomische Ansätze sein kann.
In weiten Teilen der linken Ökonomen ist der IWF seit dem Konsens von Washington eher ein Erfüllungsgehilfe neoliberaler Reformen. Auch die griechische Sparpolitik erinnert kaum an ein durch den Staat gesteuertes Konjunkturprogramm. Allerdings scheint, trotz aller harter Politik des IWF, immer noch genug soziales enthalten zu sein, dass neoliberale Ökonomen eine weitere Verschärfung fordern. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass sowohl die Linken als auch die Neoliberalen eine Meinungsmache durch die Medien erkennen. 

Chris

Freitag, 17. Mai 2013

Schützen freie Märkte vor Krisen?

Diese Aussage kursiert immer wieder bei den Marktliberalen. Krisen entstehen nur durch den Eingriff des Staates. D.h. wären Märkte frei, dann gäbe es keine Krisen. Gibt es sie dennoch, dann sind die Märkte eben nicht frei genug. Der Vorteil dieser Aussage ist, dass sie immer stimmt. Da "frei" nicht definiert ist, kann man die Schuld für Krisen immer an jemanden anders weiter geben.

Wie sieht das Ganze aus, wenn man vernünftig darüber nachdenkt?
Nehmen wir einen Kartoffelmarkt an. Der Handel ist frei und die Preise sind im Gleichgewicht. Die Angebotsmenge an Kartoffeln für das nächste Jahr wird anhand der verkauften Kartoffeln im aktuellen Jahr hergeleitet. Haben alle Stände ihre Kartoffeln komplett verkauft, dann werden sich viele überlegen mehr zu produzieren. Wenn nun ein Diätwahn bei den Kartoffelkäufern eintritt, dann entstehen Überschüsse, welche nicht verkauft werden können. Die Preise brechen zusammen und die Einkommen der Kartoffelverkäufer sinken. Obwohl an keiner Stelle die Preisbildung durch eine staatliche Kontrolle gestört worden ist, kann es zu einer Krise kommen. Der Grund hierfür liegt darin begründet, dass die Händler anhand eines Ist-Zustands in die Zukunft extrapolieren müssen. Dieser Ist-Zustand zeigt zwar, dass alle Händler alle Güter verkauft haben. Er zeigt aber nicht, dass alle Händler im nächsten Jahr mehr Waren haben werden und/oder weniger Nachfrage nach den Gütern aufgrund von externen Effekte entsteht. 
Alle Händler handelten rational. In der Summe war es irrational, denn selbst wenn die Nachfrage nicht eingebrochen wäre, hätte ein ähnlicher Effekt auftreten können. Da es sich bei Märkten um dynamische Prozesse handelt, kann es zu so einer Art Resonanz kommen. Alle tun das Gleiche, da es für jeden rational wäre. Insgesamt kommt ein irrationales Verhalten heraus. Heiner Flassbeck brachte für einen ähnlichen Fall das Beispiel eines Kinos. Wenn eine Person aufsteht, dann sieht sie besser. Wenn alle unabhängig diese rationale Entscheidung unabhängig (frei) voneinander treffen, dann stehen alle und niemand sieht besser.

Fazit
Man sollte Ideologien über Bord werfen und beginnen über Funktionsweisen und Prozesse nachzudenken. Zwar argumentieren liberale Philosophen wie ein von Mises streng logisch, aber sie vernachlässigen die Dynamik der Prozesse. Sie gehen von statischen Zuständen aus, sodass es streng genommen keine Krisen, aber auch kein Wachstum geben kann.

Chris

Montag, 15. April 2013

Komplexität sorgt für Wohlstand

SPON schreibt
Die Länder, die 1998 viele dieser komplexen Güter exportierten, wuchsen in den folgenden zehn Jahren schneller. "Je größer die Vielfalt des Know-hows in einer Gesellschaft und je größer die Vielfalt an komplexen Produkten, die sie hervorbringt, desto besser", sagt Hausmann.

Wenigstens wird das unsinnge Konzept von David Ricardo 

wonach Nationen ihren Wohlstand am besten mehren, wenn sie sich auf jene Produkte spezialisieren, die sie am billigsten herstellen können

widerlegt. Das aus der Komplexität dann Wohlstand entstehen kann liegt daran, dass die Produkte nicht so einfach kopiert werden können. In einigen armen afrikanischen Ländern gibt Menschen die sich ein Mobiltelefon kaufen und es gegen kleines Geld an Menschen in ihrem Dorf verleihen. Damit können sie erst einmal Geld verdienen. Allerdings können viele dieser Tätigkeit nachgehen, sodass der Preis schnell sinkt. Ähnlich sieht es bei den vielen Straßenläden, Rikschas und ähnlichem aus. Der Preis sinkt, da viele Menschen diese Arbeit machen können. 
Komplexe Produkte kann man nur durch Arbeitsteilung erreichen. Niemand kann heute ein Flugzeug mit all den Sicherheitsanforderungen für den Weltmarkt alleine produzieren. Länder mit einer hohen Arbeitsteilung können, sprich einer hohen Spezialisierung der Bestandteile der Prozesskette sorgen für einen hohen Output. Das kann man mit einem Auto vergleichen. Wenn ein Zahnrad im Motor kaputt ist, dann kann es nicht mehr fahren. 
Hohe Arbeitsteilung setzt aber auch eine gewissen rechtlichen Rahmen und dessen Kontrolle vorraus. Somit braucht man einen Staat, um starke Arbeitsteilung erst einmal zu ermöglichen. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man für weniger Staat und mehr Eigeninitiative wirbt. Die Eigeninitiative in armen Ländern ist höher als in reichen. Viele neoliberale Forderungen werden dort fast perfekt erfüllt und dennoch ist die Wirtschaft dort schwach. Für mich zeigt das, dass die Modellannahmen falsch sind. Es ist schön, wenn darauf auch in der Mainstream Presse darauf hin und wider hingewiesen wird.

Chris

Dienstag, 19. Februar 2013

Dereguliert endlich! - Warum eigentlich?

Der Staat hat immer seine Finger im Spiel, und die Anhänger des freien Markts haben politische Motive wie jeder andere auch.

Ha-Joon Chang

Ein langer Artikel auf dem Oeffinger Freidenker von Tobias Fuentes. Die wesentliche Kritik von meiner Seite ist, dass er in den seltensten Fällen seine Kausalität in Frage stellt. "Die freiesten Länder sind die erfolgreichsten" ist eine Aussage. Zwei Fragen stellen sich. Sind freie Länder per se erfolgreich oder werden erfolgreiche Länder freier. Das ist eine grundsätzliche Frage. Diese zu beantworten ist im Grunde einfach. Hierfür muss man in die Vergangenheit der erfolgreichen Länder schauen.

Geschichtliche Entwicklung
Zölle
Die USA, Großbritannien, Deutschland und viele anderen erfolgreichen Länder haben ihre Märkte durch Zölle geschützt. Erst als diese nicht mehr notwendig waren, wurden diese abgeschafft.

Schaffung von Industrien
Südkorea hat viele seiner heutigen Top Industrien durch staatliche Investitionprogramme an die Spitze gebracht. Auch die USA hat viele Industrien und Technologien massiv staatliche gefördert, als Beispiele seien die Raumfahrt oder die Computerindustrie genannt.

Vergleich zwischen Staaten
Des Weiteren muss man Vergleiche zwischen Ländern anstellen. Dabei kann man sehen, dass die liberalisierten südamerikanischen Entwicklungsländer schlechter abschnitten als die staatlich kontrollierten südostasiatischen. Die afrikanischen Länder hatten ein moderates Wirtschaftswachstum, bevor man anfing die Märkte zu öffnen. 

Fazit
Das würde Tobias Fuentes verstehen, wenn er seine Logikwelt verlassen und sich empirischen Untersuchungen stellen würde. Seine Grundannahmen, dass der Markt immer ein besseres Ergebnis liefert, ist niemals zu beweisen. Allerdings steht und fällt jede weitere Aussage mit dieser Annahme. Bei so einem sandigen Fundament kann man lange Texte schreiben und herum argumentieren. Gute Wissenschaft ist das aber nicht. Diese muss sich der Realität stellen. Diese zeigt nun einmal, dass sich die Staaten parallel zur Marktwirtschaft entwickelt haben. Komplexe Eigentumsverhältnisse können nicht ohne diesen Rahmen existieren. Regulierungen sind nötig, um die Effizienz der Märkte auszunutzen. 
Man könnte Märkte mit Straßen vergleichen. Jeder der in Indien unterwegs war, sieht wie Verkehr ohne Regeln aussieht. Erst wenn Regeln implementiert und durchgesetzt werden, kann das volle Potential ausgeschöpft werden. Natürlich kann es dabei zu bestimmten, lokalen ineffizienten Effekten kommen (die Straße ist leer, aber es herrscht ein Tempolimit), aber im Allgemeinen ist der Effekt positiv. Die Frage sollte also lauten was und wie man reguliert und nicht ob. Generell zu behaupten, dass Derregulierung die Heilung aller Probleme darstellt ist undifferenziert. Viele Kommentatoren beim Oeffinger Freidenker sehen das genau so. Tobias Fuentes versucht seinen Standpunkt zu erläutern, dass ist löblich. Auch wenn ich hoffe, dass solch Glaubenslehren bald verschwinden und man vernünftig die Probleme angehen kann.

Chris

Donnerstag, 22. November 2012

Fehleranfälligkeit der Prognosemodelle

Der Hauptgrund für Fehlerquoten bei Wirtschaftsprognosen liegt darin, dass viele Ökonomen (männliche) die Kenntnisse der Verbraucherpsychologie nicht berücksichtigen.


Das ist ein Grund. Über die Wichtigkeit lässt sich streiten. Volkswirtschaften sind chaotische Systeme. Kleine Änderungen der Anfangs- oder Randbedingungen, bzw. leichte Variationen in den Modellannahmen führen zu dramatischen Änderungen im Ergebnis. Um das zu verdeutlichen wird häufig der Flügelschlag eines Schmetterlings thematisiert, der einen Hurricane auslösen kann. D.h. selbst bei einfachsten Systemen, die gut beschreibbar sind, kann die Vorhersagegenauigkeit nicht gegeben sein. Als Stichwort soll das chaotische Pendel genannt sein. Genau das sollten Ökonomen realisieren. Man kann Modelle beliebig komplex bauen, ohne einen Gewinn zu erlangen.
 
Chris

Freitag, 21. September 2012

GfK Konsumklimalacher

Er steigt, er sinkt und die Presse jubelt oder weint. Bei der Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik wurde hier in der ersten Abbildung das Konsumverhalten und die GfK Konsumklimaindex nebeneinander dargestellt. Man braucht wahrscheinlich keine statistische Analyse durchzuführen um zu erkennen, dass der Konsumklimaindex nichts mit dem realen Konsumverhalten zu tun hat.
Nach einer Weile sollte dies auch den Berechnern dieses Indizes auffallen und sie sollten ihn schnellstmöglich wegtun. Stattdessen wird er immer wieder ausgerechnet und verdeutlich wie streng wissenschaftlich in einigen Teilen der deutschen Volkswirtschaftslehre gearbeitet wird.

Chris