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Donnerstag, 10. Juni 2021

Ein Kurzreview der Studie über die Nachhaltigkeit der Rentenversicherung

Die Diskussion zur Rentenversicherung basiert auf dieser Studie. Ich bin skeptisch, ob diese wirklich begutachtet wurde. In meinen Augen sind einige Fehler enthalten, bzw. die getroffenen Annahmen und Schlussfolgerungen sind intransparent und nicht nachvollziehbar. Hier ein paar Beispiele:

Abb. 2-1 zeigt die Entwicklung der Erwerbstätigen. Das Problem mit diesen Werten ist nun, dass nicht alle dieser Erwerbstätigen in die gesetzliche Rente (um die es ja geht) einzahlen. Es sind nur knapp 85%. Die Analyse müsste eigentlich auf dieser Datenbasis agieren. Im Extremfall würde sich nichts an den Rentenkosten ändern, wenn die Verringerung der Erwerbstätigen eben keine gesetzlich versicherten sind. Dieser Extremfall verdeutlicht, dass die Analyse einen Fehler enthält, da nur die Rentenversicherten einzahlen und beziehen.

Abb. 2-2 behauptet einen Anstieg. Auf welcher Bais denn bitte? In den letzten 30 Jahren ist die Ausgabenquote ziemlich konstant und im wesentlichen durch die BIP Entwicklung getrieben

https://de.statista.com/sta...

Warum solte sie dieser Zusammenhang jetzt deutlich ändern?
Die Begründung

"Der Rückgang der Erwerbspersonenzahl hat bei gleichzeitig steigender Zahl von Menschen im Ruhestand langfristige Auswirkungen auf die staatliche Ausgaben-und Einnahmenquote"
ist fragwürdig. Warum muss das so sein? Wenn es weniger Erwerbstätige gibt, dann steigen die Löhne, da die Rentner eine Nachfrage generieren. Wenn dem so ist, dann wird mehr in Produktivität investiert oder die Produkte werden teuerer. So oder so sehe ich das Problem nicht. Weiterhins setzt die Studie voraus, dass viele der in Rente gehende wesentliche Beiträge bei der Wertschöpfung leisteten. Was ich meine ist folgendes. Wenn eine Person die vorher aus Steuergeldern (Staatsausgaben) finanziert wurde in Rente geht, dann sinken ggf. die Staatsausgaben, weil die Rente geringer ist als der Lohn. Wurde dieser Effekt berücksichtigt? Wahrscheinlich nicht. Da weder Modelle noch Annahmen irgendwo aufgeführt sind, ist es schwierig nachzuvollziehen.

Ein weiterer Punkt ist, die versicherungsfremden Leistungen werden nirgendwo erwähnt. Die sind bei den steuerlichen Zuschüssen aber relevant.

Mein letzter Punkt, der die Analyse komplett unseriös macht. Wo ist die Fehleranalyse der Modelle und der Eingangsparameter? Wo sind die Annahmen die getroffen worden sind?

Die Studie ist daher in meinen Augen in gewisser Weise sinnfrei. Sie ändert einen Parameter und schaut sich das Ergebnis an. So funktioniert aber ein komplexes Wirtschaftssystem nicht. Daher lagen alle Prognosen zum Mindestlohn oder der Rentenkosten bisher massiv daneben.

Es müssten eigentlich wie bei den Klimamodellen viele Modelle gerechnet werden. Diese müssen neben der Alterung verschiedene Wirtschaftsszenarien beinhalten. Dann hat man am Ende eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, welcher die Kostenentwicklung abbildet. So würde seriöse Wissenschaft aussehen. In dem Beitrag sieht es so aus, als sei das Ganze zwingend und man müsse das Eintrittsalter erhöhen. Warum eigentlich, bzw. löst es das Problem? 

Wenn man die mittlere Rentenbezugsdauer und die mittleren Rentenkosten nimmt vielleicht. Aber so einfach ist die Welt nicht. Gerade Menschen mit geringen Renten beziehen diese kürzer. D.h. im Umkehrschluss die teuren Renten werden länger bezogen und die zwei Jahre spielen dort nicht so die Rolle. Das wird nirgendwo diskutiert. Auch könnte man an der Spitze einfach deckeln. Also genau da wo die Kosten entstehen. Diese Personen wären in der Lage vorzusorgen und tun dies in aller Regel auch. 

Fazit

Wenn das die wissenschaftliche Spitzenforschung in Deutschland ist auf deren Basis politische Entscheidungen getroffen werden, sehe ich schwarz. Als Politiker muss ich darauf verlassen können, dass die Kurven und Daten aussagekräftig sind. Das sind sie hier nicht. Es ist in Graphen und lange Texte verpackte Ideologie. Die Renten werden teurer, weil wir älter werden. Die Zwangsläufigkeit ist zwar empirisch in den letzten 100 Jahren widerlegt worden, aber man kann diese alte These aus den 1920 - 1930er Jahren wieder und wieder aufwärmen.

Das Ziel ist klar. Die Renten sollen sinken, damit die Motivation besteht in Aktien privat vorzusorgen. Für wen die Studie erstellt wurde ist ebenfalls nicht beschrieben. Da sie bei der INSM publiziert wird, ist es naheliegend, dass sie von dieser Lobbyorganisation finanziert worden ist.

Chris


Mittwoch, 18. März 2020

Klimawandelleugner und ihre merkwürdigen Argumente

Solche und andere blödsinnigen Argumente hört und ließt man immer wieder.

Stellen Sie sich ein großes Wohnzimmer von 6 x 6 Metern Fläche und 3 Metern Höhe vor. Nun riegeln wir den Raum ab. Wie viele Streichhölzer müsste man verbrennen, damit die CO2-Emissionen dem entsprechen, was Autos in 1 Jahr ausstoßen? Antwort: 1 Streichholz bringt so viel CO2 wie 20 Jahre Autofahren.

Auf dem gleichen Blog wird den Klimawissenschaftlern vorgeworfen sie arbeiten nicht wissenschaftlich. Natürlich ohne jeden Beweis

  1. Man führt Beobachtungen bzw. Messungen durch.
  2. Man formuliert Theorien.
  3. Man testet die Theorien in experimentellen Beweisen und versucht alles, um die eigene Theorie zu widerlegen / falsifizieren.
  4. Experimente gelten nur dann als Beweis, wenn sie von Dritten reproduzierbar sind.
  5. Man legt alle Daten, Quellen und Methoden offen, damit andere Wissenschaftler die Theorie überprüfen und ggf. falsifizieren können.
  6. Erst danach kann man von einer wissenschaftlichen Theorie sprechen, die wahrscheinlicher ist als die bisherigen Theorien.
Interessant insofern, da genau das gemacht wird. Es wird gemessen. Es werden Theorien aufgestellt. Die Sonne wurde als ein Faktor einbezogen. Der Faktor ist zu gering, um den Temperaturanstieg zu verstehen. D.h. seit Jahrzehnten wird betrieben, was dort aufgelistet ist. Nun hat man eine konsistent und geprüfte Theorie. Die Gegenreaktion 
Die Unterdrückung abweichender Theorien untermauert nur die Schwäche der eigenen Theorie.

Muss man jegliche abweichende Theorie darstellen nur weil sie da ist. Müssen Astronomen meine Theorie der Mond sei aus Käse gleichwertig neben ihre stellen? Ich denke nicht. Denn eine Theorie muss Relevanz haben. Damit kommen wir zum Eingangszitat. 20 Jahre Autofahren erzeugt so viel CO2 wie ein Streichholz. Das kann sogar stimmen, da keinerlei Angabe darüber gemacht wurde wieviel gefahren wurde. Nehmen wir an man wäre 100 km in 20 Jahren gefahren. Nehmen wir den aktuellen Grenzwert von 95g/km CO2 an. Dann macht das 9.5 kg CO2 in 20 Jahren. Ein Streichholz 1-2g. Selbst wenn diese 2 g komplett aus Kohlenstoff bestehen würden (was sie nicht tun), sollte jedem offensichtlich sein, dass niemals 9.5kg herauskommen. Die molare Masse von Sauerstoff ist ca. 3 Mal höher als von Kohlenstoff. D.h. es würden auf 2g Kohlenstoff 12g Sauerstoff hinzukommen (sind schließlich 2 Moleküle). In 20 Jahren nicht einmal 1 Kilometer zu fahren ist unrealistisch.

Warum man die Streichhölzer in einem Raum verbrennen muss ist unklar, soll wahrscheinlich die Dramatik erhöhen. So "argumentieren" Klimaleugner wieder und wieder. Sie betreiben keine Wissenschaft, sondern kritisieren Dinge die sie meist nicht verstehen. 

Was wenn die Fakten einem Widersprechen

Wenn die "Argumente" nicht verfangen, dann wird eben gelogen. So geschehen auf diesem Blog. Wirtschaftswissenschaftlich scheint der Autor vielleicht Ahnung zu haben. Wissenschaftlich hat er keine. Er lügt, betreibt Cherry Picking und lässt einfach Dinge aus. Er behauptet die Messstationen sind ungleich verteilt. Das stimmt. Er lässt aus, dass Satelliten die Temperatur messen. Er nimmt Häfen im Grönland und nicht die globale Durchschnitttemperatur als Beleg der wenig steigenden Temperatur (das schmelzendes Eis kühlt, ist scheinbar egal). Er korreliert linear in einem hochgradig nicht-linearen System. Das wird gerne getauscht wie man es braucht. Selbst nimmt man die einfachsten Modelle an und wirft den Wissenschaftlern vor, Prognosen seien nicht möglich. 
Auch soll der Meeresspiegel nicht steigen. Die Messdaten zeigen etwas anderes. Alles prüfbar, denn die Daten liegen offen.

Fazit

Es ist simpel sich den aktuellen Stand der Wissenschaft anzueignen. Hier die Kurzfassung des IPCC Berichts. In wenigen Wissenschaften ist das der Fall. Wer valide Kritik aufbauen möchte, muss diese Forschungsergebnisse gezielt adressieren und Gegenargumente bringen. Das passiert nicht. Die zentrale Frage stellen die Klimaleugner nicht. Warum steigt die Temperatur? Der Verweis auf Klimazyklen ist nicht hinreichend. Diese haben Ursachen. Genau hier kommen die Leugner in Schwierigkeiten. Sie kritisieren eine Theorie die sie nicht verstehen, haben aber keinerlei Erklärung warum Phänomene auftreten.

Chris

Freitag, 1. Juni 2018

Warum ich Ökonomen nicht Ernst nehmen kann

  1. Sie machen Prognosen bis ins Jahr 2080.
  2.  Sie behaupten die Zahl der Erwerbstätigen sinkt und man hätte da zukünftig mehr Bedarf. Gleichzeigtig steigen die Kosten für die Arbeitslosenversicherung (Abb 2. & Abb. 4)
  3. Das "Primär- und Finanzierungssaldo des gesamtstaatlichen Haushalt" 2000-2018 zeigt deutlich, dass der Haushalt durch die Konjunktur massiv beeinflusst wird. Danach wird er nur noch durch demographische Entwicklungen getrieben (Abb. 5). Das ist interessant, wenn man bedenkt, dass die demographische Entwicklung seit 200 Jahren sich in diese Richtung geht. Komischerweise hat es bisher funktioniert, trotz Leitungsausweitung.
  4. Hohe Fertilitätsraten kosten kein Geld (Abb. 6). Schule, Studium, Ausbildung fällt kostenlos vom Himmel.
  5. Die Erwerbslosenquote steigt zwingend (Abb. 7). Die Ausgaben des Staates werden also verbrannt?! Wer kriegt das Geld im Gesundheitssystem, dass so teuer werden soll? Wer kriegt denn die Renten die so teuer werden sollen?
Die darauffolgende Analyse braucht man sich nicht anzusehen. Sie geht von widersprüchlichen Analysen aus. Der Startpunkt ist schon falsch. Wenn alle Gelder die aktuell in privaten Rentenversicherungen fließen (staatlich) in die gesetzliche fließen würde, sähe das Bild anders aus. Auch die Belastungsanalyse ist nur realistisch, wenn man die privaten Renten mit hinein packt. Denn dann sieht man sehr schnell, dass die Deckelung der Rentenabgaben nicht das Ziel dieser als Wissenschaft getarnten, Privatrentenwerbung ist. Es geht darum die Leistungen zu senken, damit die Menschen privat vorsorgen und Bertelsmann daran verdient.

Chris

Dienstag, 23. Januar 2018

Gleichzeitig hat die geplante Freigrenze aus ökonomischer Sicht zwei kritische Folgen

Es geht um den Solidaritätszuschlag. Der ist ein Dorn im Auge der neoliberalen Wirtschaftswissenschaftler. Gute Argumente habe ich noch keine gesehen, so eindeutig scheint es also nicht zu sein. Ein gutes Argument besteht aus mehr als, es ist zu teuer. Denn das "es ist zu teuer" ist aus dem Kontext genommen. Sind 50.000 Euro für ein Auto teuer oder nicht? Sind 100.000 Euro für ein Haus teuer oder nicht? Beides kann man nicht beantworten. Es kommt auf das Haus und das Auto an. Es kommt auf den Bedarf an. Beim Soli müsste die Frage daher lauten, wer zahlt es, was wem bringt er etwas, was wäre der Aufwand ähnliche Leistungen anders zu generieren, will man die Leistungen generieren, usw.
Bei der INSM versucht Dr. Tobias Hentze aus ökonomischer Sicht zu begründen warum der Soli, bzw. die Anpassung von Grenzbeträgen krisch sei.
Trotz Abfederung des Fallbeileffekts durch eine Gleitzone steigen die marginalen Belastungen der Steuerzahler oberhalb des Grenzwerts stark an. Das heißt, von einem zusätzlich verdienten Euro gehen rund 57 Cent und damit sechs Cent mehr als bisher an den Staat. Dies gilt bei einem Single im Jahr 2021 für Jahresbruttogehälter zwischen 73.000 Euro und 89.000 Euro. Bei Ehepaaren sind die Werte entsprechend doppelt so hoch. Im Ergebnis vermindern sich somit die Anreize für diese Personengruppe, ihre Arbeitszeit zu erhöhen oder Überstunden zu machen. Da es sich dabei um hoch produktive Erwerbstätige handelt, kann die wirtschaftliche Entwicklung gedämpft werden.
Es wird also ein Szenario beschrieben, das absurder nicht sein könnte. Die genannten Bruttogehälter verdienen 10-15% der Einkommensbezieher. Niemand, auch in diesem Bereich nicht, denkt sich "Oh für jeden weiteren Euro kriege ich netto nur noch...". Daher ist die Behauptung die Anreize vermindern sich Quatsch. Vor allem wird der Anreiz mehr zu arbeiten nicht vom Arbeitnehmer gesetzt. Der Bedarf muss beim Unternehmen vorliegen. Wenn das Unternehmen meint sein Arbeitnehmer solle mehr arbeiten und will es schmackhaft machen, dann spielen Steuern keine Rolle. Dann steigt eben das Brutto stärker, denn der Arbeitnehmer interessiert sich eben nur für das Netto das er herausbekommt. Die Argumentation ist also merkwürdig. Besonders schön ist die Behauptung, dass diese Personengruppe hochproduktiv sei. Warum ist das so? Nur weil jemand viel verdient ist er nicht hochproduktiv. Vor allem wie misst man das? Antwort: Gar nicht. Es ist also eine nicht falsifizierbare Aussage, also eine Behauptung.
 
Dies verschlechtert die Rahmenbedingungen hierzulande im internationalen Vergleich. Da die steuerliche Belastung bei Investitionsentscheidungen ein relevanter Faktor ist, kann der Wachstumspfad geschwächt werden. 
Auch hier würde ich gerne mal die Messungen sehen. Wenn das so eindeutig ist, dann müsste es eine strenge Korrelation zwischen Unternehmensgewinnen (nach Steuer) und Investitionen geben. Gibt es aber nicht, soweit ich weiß.  Wie sonst ist die Investitionsschwäche in Deutschland zu erklären? Final dann noch diese Aussage.
Vor diesem Hintergrund wirkt die geplante Freigrenze eher wachstumshemmend. 
Entweder sie wirkt so, oder nicht. Es wird keinerlei Aussage gemacht wie man die Aussage prüfen kann. Es ist eine weitere Behauptung. Der Beitrag ist bezeichnend für Publikationen auf der INSM. Mich erstaunt immer wieder, wie Wissenschaftler sich zu solchem unwissenschaftlichen Texten hinreißen lassen können. Entweder die gesamte Wirtschaftswissenschaft an den Forschungsinstitutionen arbeitet so, oder es ist einfach egal.
Das geschriebene klingt zwar schlüssig, ist aber nur eine Meinung die beliebig falsch sein kann. Die Argumente sind nicht widerlegbar, da kein Kriterium existiert welche die Aussage "kann der Wachstumspfad geschwächt werden" prüfen könnte. Wie soll das gehen? Der Wachstumspfad kann unter Umständen geschwächt werden. Morgen kann es auch regnen oder die Welt untergehen. Aber tut sie es?

Fazit
Von Menschen, die behaupten, Menschen seien rational wird ganz schön viel Irrationales verbreitet. Je mehr ich aus den wirtschaftswissenschaftsinstituten auf der INSM lese, umso mehr glaube ich, dass wir diese Institute nicht brauchen.

Chris

Freitag, 5. Januar 2018

Fern ab jeglicher Realität

So kann man den Beitrag von Herr Schaeffler einfach nur bezeichnen. Ihm geht es um folgendes
 
Denn neben dem Beschäftigungswunder gibt es eine gravierende Veränderung des Arbeitsmarktes. Insbesondere der Drang zur Selbstständigkeit hält an. Neue Beschäftigungsformen, wie die der Clickworker, die über Portale Aufträge akquirieren, kommen zunehmend in Mode.

Das Menschen auf Portalen ihre Arbeit zu niedrigsten Preisen anbieten müssen, ist für ihn eine Mode. Das dieses System ähnlich wie Uber nur funktioniert, weil derjenige der Anbietet keine Sozialleistungen beansprucht und sich häufig jeglichen Regeln entzieht, ist Schaeffler egal.
Die Behauptung

Der Gesetzgeber hat gutgetan, bislang die Einbeziehung von Selbständigen in die Sozialversicherungen nur sehr behutsam zu veranlassen. Die Freiheit der Selbständigkeit beinhaltete historisch auch die Freiheit, seinen Krankenversicherungsschutz frei zu wählen oder auch seine Altersvorsorge. Wer diese Freiheit einschränken will, schafft Markteintrittshürden für Existenzgründer und verhindert so die Flexibilität in einer Marktwirtschaft.

halte ich daher für absurd. Die Frage ist nämlich wer die Kosten am Ende trägt? Wenn ein Selbstständiger krank wird um im Krankenhaus aufschlägt wird der selbstverständlich behandelt. Wenn er nicht in die Rentenkasse einzahlt, bekommt er am Ende die Grundsicherung. Nur ist für mich die Frage, warum sollte die Gesellschaft dafür aufkommen, wenn Unternehmenskonzept nicht vorsieht, dass er genug erwirtschaftet um sich versichern zu können. In meinen Augen ist das etwa so, als ob man ein Fuhrunternehmen gründet und den Sprit nicht kalkuliert. Wichtig ist und das ist etwas das Schaeffler in seiner BWL Sicht nicht erkennt, dass alle einzahlen müssen. Dann ist es ein Wettbewerb unter gleichen Bedingungen. Warum sollten nach der Logik von Schaeffler, überhaupt Menschen einzahlen?
Genau hier kommt die Absurdität auf seinen Höhepunkt.

Das schadet allen. Nicht nur den Existenzgründern selbst, sondern auch den Kunden. Sie müssen in einem engeren Markt mehr für die angeforderte Dienstleistung bezahlen.

Niemand verhindert Unternehmensgründungen. Innovative Konzepte sind willkommen. Was Schaeffler als Pseudoliberaler fordert, ist die Unterbietung der Mindeststandards. Denn die Logik

Dem Millionär mag das egal sein, dem Arbeiter jedoch nicht. Er muss für eine eingekaufte Dienstleistung einen höheren Anteil seines Nettogehalts aufwenden. Er bezahlt also die Regulierungswut des Staates. Dabei profitiert der klassische Arbeitnehmer mit geringen oder durchschnittlichen Einkünften besonders von innovativen Konzepten wie Myhammer und anderen.

passt überhaupt nicht. Der Arbeiter profitiert kurzfristig und seine Arbeit wird langfristig in eine solche Plattform ausgelagert. Schaeffler wie viele seiner pseudoliberalen Kollegen ignorieren vortrefflich die Realität. Angebot und Nachfrage sind komplett entkoppelt. Alles kann für sich einzeln und vollkommen entkoppelt betrachtet werden. Die Vorhersagen und Behauptungen sind beliebig falsch. Da Schaeffler und andere Priester und keine Wissenschaftler sind, ist es ihnen egal. Der Markt heiligt die Mittel. 
Der Punkt ist, wenn ein Staat einen Markt reguliert ist das sein gutes Recht. Der einseitig Blick auf Arbeitsplätze ist Schwachsinn. In einer Sklavengesellschaft hatten die Sklaven auch Arbeit. Niemand würde behaupten, dass es eine sinnvolle und zwanglose Arbeit sei. Die Qualität der Arbeit sollte also im Mittelpunkt stehen. Wenn man das tut, dann machen Regeln durchaus Sinn. Tut man es nicht wie Schaeffler, dann bleibt man an der Oberfläche und ist weiter Dienstleister der Reichen und legitimiert die Ungleichheit und Unfreiheit.

Das interessante an solchen Texten ist, dass sie geschrieben sind, als wär der Inhalt irgendwie belegt, zwingend, usw. Es sind einfach Behauptungen eines gescheiterten Politikers mehr nicht.

Chris

Freitag, 11. August 2017

Homöopathieaussteigerin

Ein sehr schönes Interview mit der Homöopathieaussteigerin Natalie Grams. Ihre letzten Punkte sind besonders interessant. Homöopathen werfen der Pharmaindustrie vor, die Homöopathie zerstören zu wollen, damit sie mehr Geld verdienen. Ebene jene Pharmaindustrie verdient aber mit der Homöpathie soviel Geld, dass sie niemals ein Interesse daran hätte Aufklärung zu betreiben.

Ein weiterer Punkt ist, dass Homöpathie und andere pseudomedizinischen Methoden oft zu Impfgegnerschaft führen. Gerade die vermeintlich gebildeten Personen in unserer Gesellschaft wissen nicht mehr, wie schrecklich die geimpften Krankheiten sind. Daher ist Aufklärung enorm wichtig.

Die Kritik an der Homöopathie ist im Übrigen keine Meinung. Sie ist berechtigt. Es ist ja auch keine Meinung, dass ein Mensch auf der Erde ohne technische Hilfsmittel nicht fliegen kann. Auf Homöopathisch übersetzt würde die Antwort darauf lauten, wir haben noch nicht genug angepasste Experimente durchgeführt, die unsere Meinung bestätigen.

Chris

Montag, 27. April 2015

So lässt sich die Wissenschaft missbrauchen

Die INSM will "nachweisen", dass der Mindestlohn schlecht ist. Was liegt näher als ein Gutachten in Auftrag zu geben. Ein Gutachten sollte die Auswirkung von verschiedenen Rand- und Rahmenbedingungen auf ein Ergebnis darstellen. Hierzu wird eine Bestandsaufnahme und eine Prognose geliefert. Die Analyse ist in Teilen sehr interessant, auch wenn die Gründe warum die Arbeitslosigkeit in Deutschland gesunken ist (Stichwort Exportüberschüsse + Lohndumping innerhalb der Eurozone) unerwähnt bleibt.
Bei der Prognose wird das Elend der neoklassischen Ökonomie klar. Für einen komplexen Prozess wie den Arbeitsmarkt und dessen Preisbildung wird ein zwei Parameter Modell angesetzt, wobei ein Parameter noch gewählt wird,

Für die Arbeitsnachfrageelastizität wird ein Wert von -0,75 unterstellt. Das bedeutet, dass eine Lohnsteigerung um ein Prozent zu einem Rückgang der Beschäftigung um 0,75 Prozent in der jeweiligen Lohngruppe führt.
Es wird also implizit angenommen, dass Modell 1 automatisch zu Arbeitslosigkeit führt. Insgesamt zeigt die Studie wie man mit der richtigen Wahl der Parameter seine Annahmen belegt. Ohne eine Validierung ist diese Studie sinnlos und sagt gar nichts aus, außer das mit den gewählten Parametern, das erzeugte Ergebnis entsteht.
 Die Rückkopplung der Lohnerhöhung wird ebensowenig berücksichtigt? Ökonomie ist immer ein Kreisprozess mit Rückkopplung. Nach den dargestellten Gleichungen kann man anführen, dass jede Lohnsteigerung zu Arbeitslosigkeit führen muss. Die Möglichkeit, dass der Gleichgewichtslohn (wenn es ihn denn gibt) steigt, existiert nicht.
Ohne Modellvalidierung ist eine solche Annahme im besten Fall fragwürdig. Dabei könnte man die Annahmen an Ländern testen wo bereits ein Mindestlohn existiert. Das wäre dann Wissenschaft. So ist es ein Missbrauch von Wissenschaft, um den Auftrageber INSM "Belege" in die Hand zu geben, um den Mindestlohn anzugreifen. Haltbar sind diese Belege nicht. Vor einigen Jahren hat Hans Werner Sinn ähnlich argumentiert. Alle Menschen unterhalb der 8.50 EUR Stundenlohn würden sofort arbeitslos.  Dann zählte er wie viele das waren und prognostizierte mehrere Millionen Arbeitslose. Wo sind sie? Der Schock der Steigerung müsste doch ein Treiber sein. Nach der Anpassungsphase, müsste sich der Markt wieder einpendeln. Die Massenarbeitslosigkeit habe ich nicht wahrgenommen. Darum gibt es wahrscheinlich auch diese kruden Prognosen. Die Realität will einfach nicht so wie die Ideologen es wollen.

Chris

Dienstag, 14. Oktober 2014

Mal wieder Pflegenotstand

Mal wieder eine Studie die einen Notstand im Jahr 2050 kommen sieht. Leider kann man die gesamte Studie nicht kostenlos ansehen. Ich würde gerne die getroffenen Annahmen sehen, welche zu folgenden in meinen Augen sehr diskussionsbedürftigen Aussagen führen.
Da es immer mehr ältere Menschen gibt, steigt auch die Zahl der Pflegefälle.

Warum muss das so sein? Solche Pseudofakten werden unbelegt aufgeschrieben. Viele würden zustimmen. Man hat sehr häufig alte Menschen als pflegebedürftige vor Augen. Die Menschen werden aber nicht nur älter sondern auch fitter. Wieso sollte die Zahl der Pflegefälle zwangsläufig dramatisch steigen? Die höchsten Kosten für Pflege kommen in den letzten Lebensjahren zu Stande. Wann diese Lebensjahre stattfinden ist eigentlich egal. Es ist eine absurde Annahme, dass die Zeit vom Pflege"eintritt" gleich bleibt und gleichzeitig das Lebensalter steigt. Das entspricht nicht der Realität; wird aber gerne vorgebracht, um einen Notstand zu argumentieren.
2030 mit einer Lücke zwischen 1,7 bis 4 Milliarden Euro zu rechnen. Ab 2050 droht gar eine Lücke von bis zu 16 Milliarden Euro

Wie will man solche Werte seriös schätzen, wenn man die Lohn- und Wirtschaftswachstumsraten nicht kennt. 2006 hätte man mit den Prognosen für 2014, um einige Prozent daneben gelegen. Die Wirtschaftskraft in Europa ist zum Beispiel ist noch auf Vorkrisenniveau. In Griechenland hätte man keine Probleme kommen sehen. Beim IW in Köln spielt das keine Rolle. Da sind 40 Jahre kein Problem, obwohl man die Wachstumraten für das nächste Jahr nachbessern musste. Das heißt es können nur Szenarien gezeigt werden. Das diese nur negativ aussehen hat System. Genausogut könnten man darstellen, was für eine Wirtschaftsentwicklung zur Vermeidung des Notstandes notwendig wäre. Das wäre gute Wissenschaft. So aber ist es Propaganda für die private Vorsorge.
Kapitaldeckung ist zwar grundsätzlich die richtige Idee.

Das private Versicherungen gerade verzweifeln ist egal. Das die Zinsen niedrig sind, weil es keine Anlagemöglichkeiten gibt, ist egal. Das dies immer wieder passieren kann ist egal. Die Annahme das die Zinsen steigen werden ist sicherlich zulässig. Wenn es sie gibt, dann wächst die Wirtschaft. Wenn die Wirtschaft wächst, dann sollten die Löhne steigen und folglich das Umlageverfahren greifen. Die Vorteile eines kapitalgedeckten Verfahrens sind mir nicht klar. Es ist teurer, es wird im Zweifelsfall vom Staat gestützt und es ist unsicherer (siehe Anpassung der Garantiezinsen). Und die folgende Argumentation ist so absurd, dass man sich fragt was die Mindestqualifikationen an einem Wirtschaftsforschungsinstitut sind
könnten sich sogar die geburtenstarken Jahrgänge teilweise noch selbst vorsorgen. So könnte die Lastenverschiebung zwischen den Generationen im Umlageverfahren begrenzt

Wie soll das gehen? Sollen diese Jahrgänge Geldscheine essen? Wer produziert denn das Essen und die Güter und versorgt die Alten? Wer erwirtschaftet die Zinsen für ihre Geldanlagen mit denen die Güter bezahlt werden? Menschen brauchen Güter und Dienstleistungen. Diese können nur sehr bedingt in die Zukunft gespart werden. Das sollte man als Ökonom eigentlich wissen.

Fazit
Es gibt sicher noch mehr Punkte und Ungenauigkeiten. Wissenschaft sollte immer erst die Annahmen präsentieren. Denn nur unter diesen Annahmen sind die gegebenen Aussagen gültig. Im Grunde wird hier ein Szenario von vielen Möglichen dargestellt. Es ist in meinen Augen in Teilen plausibel. Der Lösungsvorschlag ist es nicht. Er zeugt davon, dass die IW Köln sehr wirtschaftsnah aufgestellt ist und, so wirkt es, Drittmittelgeber aus Wirtschaft und Industrie nicht verärgern will.

Chris

Freitag, 29. August 2014

Willkommen in Absurdistan

Prof. Dr. Justus Haucap ein Schreiberling der INSM, welcher der zu verbreitenden Ideologie einen wissenschaftlichen Anstrich geben soll jammert. Die bösen Piloten streiken und setzen ihre Macht ein, um sich Privilegien auf Kosten der Gemeinschaft zu sichern. Da kommen mir fast die Tränen. Wenn Spritpreise geschlossen zum Ferienanfang erhöht werden, dann nennt man es Marktwirtschaft. Wenn Unternehmen ihren Arbeitnehmern niedrigste Löhne zahlen dann ist das eben so. Wenn Arbeitnehmer streiken und sich ihrer Macht bewusst sind, dann ist das verwerflich. Nach Haucap darf man also nur streiken wenn es keinerlei Einfluss auf die Wirtschaft hat. Es ist absurd in einer Tour Eigenverantwortung und Egoismus zu predigen und bei der Umsetzung auf Seiten der Arbeitnehmer zu jammern wie unsozial das Ganze ist.
Herr Otto Normal darf jammern, nicht aber ein Lautsprecher der Initiative zum Sozialabbau gesponsert von der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie.

Vor allem bei den Argumenten

besonders hohe Verhandlungsmacht – dies zeigt schon der Blick auf die Gehälter der Piloten.

Hohe Managergehälter zeugen nicht von Verhandlungsmacht und Kungelei, sondern weisen auf eine besonders hohe Verantwortung hin. Das viele Piloten die Ausbildung selbst bezahlen müssen wird hier ebenfalls verschwiegen. Diese ist nicht gerade billig.

Fazit
Gelebter Kapitalismus der den Unternehmen und Geld- oder Forumsgebern von Herr Haucap schadet darf es nicht geben, weil er unsozial ist. Wahrscheinlich ist er aber nur sauer, weil seine Flieger nicht pünktlich kommen.

Chris

Donnerstag, 10. April 2014

Eine große australische Studie stellt fest, dass Homöopathie nicht besser als Placebos wirkt

Ich freue mich immer auf solche Studienzusammenfassungen. In den Begleitforen kann man die absurden Glaubesdiskussionen und in vielen Fällen nur lachen. Hier ein kleines Best Of der Nullargumente der Homöopathiebefürworter

Aber bei mir hat es gewirkt
Ich nehme eine Zuckerkugel zu mir und werde gesund. Daraus resultierend stelle ich den Zusammenhang her, dass es bei gewirkt hat. Woher weiß derjenige der diese Aussage tätigt, dass er nicht ohne Zuckerkugel gesund geworden wäre? Woher weiß er, dass nicht der Placeboeffekt greift, oder der intensive Kontakt zum Homöopathen? Den letzten beiden Punkten wird die Wirksamkeit nicht abgesprochen. 

Wenn es nicht wirkt, dann schadet es doch niemandem
Auch diese Aussage ist falsch. Wenn ich Diabetes habe und statt Insulin ein homöopathisches Mittel zu mir nehme, schadet es mir. Noch schlimmer wird es, wenn ich Schutzbefohlenen wie Kindern, wirksame Medikamente verweigere.

Die böse Pharmaindustrie will doch nur Geld verdienen
Die Pharamaindustrie will Geld verdienen. Das wollen Autokonzerne auch. Autos erfüllen ihren Zweck. Medikamente erfüllen ihn in den meisten Fällen auch. Ich will die Pharmaindustrie nicht verteidigen . Dort gibt es mehr als ein schwarzes Schaf. Allerdings ist ein korrupter Industriezweig KEIN Argument für die Wirksamkeit der Homöopathie. Vor allem wenn man sich die Preise der "Medikamente" dort ansieht. Die Kosten liegen bei 174 Euro für 100 g. Im Supermarkt bekommt man 100g Zucker für 6.5 Euro Cent. Das Verhältnis liegt deutlich über 2500/1. Solche Margen sind selbst bei der bösen Pharmabranche selten. Da die Homöopathen auch nur Geld verdienen wollen, ist die Schulmedizin wirksam? Nach dem Argumentationsmuster der Befürworter muss man dies bejahen.

Alternative Medizin
Es geht bei Homöopathie nicht um eine alternative Form der Medizin. Medizin wirkt oder eben nicht. Naturheilverfahren funktionieren. Bei vielen Kräutern und Tees wurde eine Wirksamkeit über dem Placeboeffekt nachgewiesen. Somit ist das Argument, dass man mit diesen Studien nur die Pharmaindustrie fördern will, um Tabletten in unseren Körper zu bringen hinfällig. Wenn dem so wäre, dann würde man den Placeboeffekt wegreden. Man würde die Wirksamkeit des persönlichen Kontakts zu Ärzten in Frage stellen. Das alles geschieht aber nicht.

Ich glaube das es funktioniert
Das ist ein Todschlagargument. Gegen Glauben kann man nicht argumentieren. Der Unterschied zwischen Glauben und Wissenschaft ist, dass die Wissenschaft sich immer wieder hinterfragt. Viele Medikamente deren Wirksamkeit in späteren Studien nicht mehr nachgewiesen wurde, werden verboten. Im Gegensatz zu dem was die Homöopathiegläubigen sagen, geschieht das regelmäßig. Das heißt Wissenschaft versucht sich immer wieder zu widerlegen. Beweisen kann sie nichts.


Fazit
Mich erstaunt, dass gerade die vermeintlich intelligenten, gut gebildeten Menschen auf diesen Humbuck hereinfallen. Bevor ich 10 Euro für ein wenig Zucker ausgeben, kaufe ich mir lieber ein Stück Kuchen. Der ist billiger und schmeckt besser.

Chris

Freitag, 21. Februar 2014

Wenn Frank Schäffler der Hoffnungsträger der Hardcoreliberalen ist

Ich denke dann braucht man sich keine Sorgen machen. Ökonomie wird zu Glaubenslehre und Logik spielt keine Rolle mehr, die Realität sowieso nicht. Schäfflers These ist, dass der Staat die Menschen über Inflation enteignet. Denn 

Inflation fällt nicht vom Himmel, sondern hat immer ihre Ursache in der Geldpolitik der Notenbanken. 

In der Realität hätte Japan über 20 Jahre lang gerne diese Macht gehabt. Es gab sie nicht. Auch ist mir neu, dass sich die Preise an der EZB Geldmenge orientieren. Normalerweise tun sie es aufgrund der Nachfrage und des Angebots eines Gutes. Dieser Zusammenhang wird uns von eben jenen Marktdogmatikern wie Schäffler vorgebetet. Was ist denn nun richtig? Wie will man beides auseinander halten? Sicherlich hat die Geldmenge einen gewissen Einfluss. Die Höhe des Selbigen ist schwierig zu bemessen. 
Die Forderung nach wertstabilen Geld ist noch absurder. Es zeigt sich in der Vergangenheit, dass deflationäre Phasen etwas sehr schlechtes waren. Die Wirtschaft brauchte lange um wieder auf die Beine zu kommen. Belege hierfür gibt es genug, sei es Deutschland in den 30er Jahren, Japan in den 90ern oder Teile der EU heutzutage. Die Investitionstätigkeit nimmt ab, da den Menschen der Kaufkraftverfall in Maßen weniger wichtig ist, als die Chance mehr Güter abzusetzen. Die Angst die Schäffler verbreitet ist absurd. Denn innerhalb er EU haben wir alles aber kein Inflationsproblem. Auch so stellt sich die Frage wie Herr Schäffler ein wertstabiles Geld erschaffen will. Die Gütermenge steigt. Somit bräuchte man mehr Geld, um keine Deflation zu haben. Wenn die Gütermenge steigt die Geldmenge sich an der Gütermenge orientieren soll, die Preise sich aus Angebot und Nachfrage ergeben sollen und die Preise im Grunde konstant bleiben sollen, ergibt sich ein Problem. Der Wert des Geldes wird durch Geld beschrieben.
Denn, der Wert der Güter wird in Geld beschrieben. Die Inflationsrate wird durch Vergleichsgüter beschrieben. Also wird der Wert des Geldes durch sich selbst beschrieben. Das alles wird gemacht, zeigt aber, dass die Ideen eines Herrn Schäffler in den Bereich Glauben, als in den Bereich praktische Anwendung mit Blick auf die Realität gehen.
Das seine Idee nicht neu ist, zeigt der Ex Bundestagsabgeordnete mit einem Verweis auf einen 400 Jahre alten Ökonomen.

Dieser Sachverhalt ist nicht neu. Bereits der irische Ökonom Richard Cantillon (1680-1734) untersuchte die Folgen einer Veränderung der Geldmenge für die Marktteilnehmer. In seinem postum veröffentlichten Werk „Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen“ 

Neue Erkenntnisse gibt es scheinbar nicht. Ähnlich seriös gehen Homöopathieanhänger vor. 

Chris

Dienstag, 14. Mai 2013

Denkmanufakturen

Mal wieder die reine Lehre bei der INSM. Diesmal neu dabei ein "Direktor der Denkmanufaktur Open Europe Berlin gGmbH". Denkmanufaktur, wer kommt auf solche dämlichen Name? Kann man Denken herstellen, vor allem mit den Händen?  Eine Manufaktur (von lat. manus – Hand und lat. facere – erbauen, tun, machen, herstellen) ist ein Widerspruch zum Denken, welches mit dem Kopf durchgeführt wird. So ließt sich auch der Text des guten Herrn. Schöne Verweise auf eine Studie deren Inhalt in meinen Augen mehr als Zweifelhaft ist. Die Prognosen sind der europäischen Kommission entnommen und werden für eine Interpretation der Daten weiterentwickelt. Eine wirkliche Studie mit Messdaten, Simulationsdaten, Vergleich des Ganzen, Analyse des Pro und Contra, Aufzeigen der Schwächen, statischer Fehlerangabe gibt es nicht oder nur in den Anfängen. Das ist keine Wissenschaft, kein Denken sondern Lobbyismus. 

Anmerkung: Man sieht die schlechte Wissenschaft die hier betrieben wird allein schon daran, dass im wesentlichen Eigenzitate und Kommissionsberichte, bzw. Strategiepapiere verwendet werden. So wird Wissenschaftlichkeit vorgetäuscht, obwohl sich Interessengruppen nur gegenseitig zitieren. 

Chris

Freitag, 14. Dezember 2012

Warum Chemtrails Unsinn sind

Behauptung der Verschwörungstheoretiker: Die CIA würde mit der HAARP-Anlage in Alaska über "Chemtrails" das menschliche Bewußtsein manipulieren oder gar die Bevölkerung zu dezimieren!

Gegenargument: Davon wären dann aber alle Menschen, auch Politiker und Militärs betroffen!

Eine schöne Website, welche die Chemtrailverschwörung vorführt. Schade das es in anderen Bereichen des Lebens nicht so einfach ist Verschwörungstheorien oder andere Ideologien zu widerlegen.

Zwei wesentliche Fragen stellen sich bei der Chemtrail Verschwörung. Die Erste ist warum und die Zweite: Wie sorgt man dafür, dass tausende Menschen (die man für eine solche Aktion braucht) schweigen. Wer diese Fragen nicht zufriedenstellend beantworten kann sollte sich einer anderen Verschwörung zuwenden. Es gibt eine gute Auswahl.

Chris

Mittwoch, 11. November 2009

Geordnete Energie

Ein wahrer Quell der Freude ist der Online-Shop Biologisch Positive Energiesysteme. Offenbar sind dort auch alternative physikalische Gesetze im Einsatz, anders sind die erstaunlichen Produkte dort nicht erklärbar.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Katalog:...

Quelle: RatioBlog

Chris