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Freitag, 12. April 2024

Die FDP zerstört die Zukunft Sylts

Man stelle sich mal vor Lisa Paus würde die Kindergrundsicherung wie Volker Wissing durchdrücken.

Sie würde sich hinstellen und sagen. Es tut mir leid aufgrund der Sparvorlagen von Herrn Lidner kann ich keinerlei Kindergeld mehr zahlen. Die Aufforderung ihre Finanzierungspläne anzupassen, würde sie ignorieren und einfach nur auf die FDP verweisen. Da müsse man etwas in anderen Sektoren machen. Wir haben keine Spielräume.

Und Herr Lindner sie sorgen für Unsicherheit bei den Familien.

Wie groß wäre die Aufregung. Die Arbeitsverweigerung von Volker Wissing wird als Streit zwischen den Grünen und der FDP dargstellt. Die SPD existiert in dem Spiel gar nicht. Sie war aber am Koalitionsvertrag beteiligt.

Was ist passiert. Long story short. Volker Wissing bricht systematisch deutsches Recht. Er verweigert seine Arbeit und tut nichts um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. Das wird im nachgewiesen und als FDP Leistungsträger der er nun einmal ist, schlägt er Fahrverbote am Wochenende vor. Ich finde das im Prinzip gut und die Grünen sollten ihn darauf festnageln. Werden sie aber nicht. Dabei sollten sie das Spiel mitmachen 

"Volker, wenn du keine anderen Vorschläge hast und leider dein Ressort nicht im Griff hast, dann musst du das wohl machen. Wir schauen mal, ob wir dich da nicht unterstützen können, weil du dein Ressort nicht im Griff hast und seit Jahren gegen geltendes Recht verstößt. Aber Volker falls es nicht klappt, dann erwarten wir von dir, dass du die Verantwortung für dein Jahrelanges nicht handeln auch trägst. Eigenverantwortung und so."

Was soll der gute Volker dann machen. Entweder er gibt zu vollkommen unfähig zu sein, oder bei einer Gegenattacke.

"Volker du willst das wir unseren Kindern den Wohlstand nehmen? Stell dir mal vor wie viele Immobilien auf Sylt verloren gehen. Willst du wirklich, dass unsere Kinder kein Ski mehr in den Alpen fahren können oder ihre großen Gärten verdorren?"

Das soll natürlich das reiche Klientel ansprechen. Denn arme Kinder sind nicht nur Volker Wissing in diesem Land egal.

Chris

Donnerstag, 11. April 2024

Klassismus von feinsten

 Lanz wetterte weiter, dass es für ihn bei der Frage, ob man kriminell wird, "nicht entscheidend" sei, "unter welchen Verhältnissen man aufwächst".

Wie bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen darf auch bei den Sozialwissenschaften beliebige empirisch lange widerlegte Meinung verbreitet werden. Natürlich ist es entscheidend oder zumindest wichtig wie man aufwächst. Wer reiche Eltern hat die einem alles kaufen, sollte warum etwas klauen? Wenn die Person es tut, werden die Eltern genug Geld haben, sodass die Strafe relativ mild ist. 

Bei einem armen Kind sieht das anders aus. Vor allem stellt sich die Frage nach der Motivation. Vielleicht will der Jugendliche etwas essen? Vielleicht geht es darum, dass seine Eltern kaum Zeit haben, weil sie drei Berufen nachgehen müssen, damit es finanziell funktioniert. Wenn die Umgebung niemanden prägt, dann sollte sich Herr Lanz fragen, warum er als weißer Mann so wenige Menschen mit Migrationsgeschichte in Führungspositionen um sich herum sieht. Wenn die Herkunft doch nicht so wichtig ist und keinen Einfluss hat, dann sollten 20% dort sein.

Bei solchen Aussagen wie von Lanz werde ich sehr wütend. Er ist Teil des Problems. Vor allem merkt er in seiner Überheblichkeit nicht einmal, dass er innerhalb weniger Minuten komplett widersprüchlich argumentiert. Ihm ist wichtig zu zeigen, dass Migranten für einen Anstieg in der Kriminalität verantwortlich sind. Aber Herkunft soll doch keine Rolle spielen?! Es sei doch eine freie Entscheidung, aber bei der Herkunft und Religion wird es als zentraler Grund angenommen.

Schon komisch. Armut spielt keine Rolle. Das Umfeld spielt keine Rolle, es sei denn es handelt sich um Menschen die nicht weiß sind und / oder aussehen wie der typische Deutsche einen Muslimen erwartet. Dann spielt das alles auf einmal eine große Rolle. Darum müssen diese Menschen weg. Genau das ist der strukturelle Rassismus den Lanz zementiert. Er ist sicher kein Rassist. Aber stellt er repräsentiert, und das sehr gut, wie die Deutschen so denken. Fremde sind kriminell. Das diese Fremden jung und arm sind. Sie nicht integriert werden, dass sich niemand für sie interessiert, dass sie an den Rand gedrängt werden, dass alles ist scheinbar egal.

Sie müssen funktionieren wie wir das wollen. Und selbst wenn sie das tun, werden sie beleidigt und schlecht behandelt. Darüber gibt es keine Talkshow. Warum auch. Es geht ja nur um 20% der Menschen im Land. 

Es ist wie bei der Kinderarmut. Denn Sozial schwachen unserer Gesellschaft geht es darum ihren Wohlstand zu schützen. Denn das ist Lanz. Sozial schwach. Er ist (als Beispielexemplar) nicht in der Lage sich vorzustellen, dass Armut ein großes Problem sein kann. 

Chris

Freitag, 1. Oktober 2021

Die INSM liebt den Clemens

Die INSM hofft, dass von den Vorschlägen eines Clemens Fuest möglichst viel umgesetzt wird. Die Vorschläge sind aber weder ambitioniert noch realtitätsnah. Hier ein paar Beispiele:

Digitalisierung:

Es reicht nicht, Digitalisierung im Prinzip zu wollen, aber Unternehmen wie Uber, Airbnb oder Online-Apotheken mit Verboten und Regulierungen zu überziehen.

Genau deshalb funktioniert sie in Deutschland nicht. Ausbeuterische Unternehmen zuzulassen ist nicht die Richtungsweisung. Die Frage ist doch, welche Dienste machen digital Sinn und welche nicht. Uber funktioniert nur, weil es Arbeitschutzmaßnahmen umgeht. D.h. diese Unternehmen nutzen Menschen aus. Unser Problem ist, dass wir die Infrastruktur nicht haben. Wenn wir keinerlei Internet im ländlichen Raum haben, dann kann dort nichts entstehen. Wenn wir Haftungsfragen bei Datenverlusten nicht klären, dann entwickelt sich keine hochwertige Industrie in dem Sektor. 

Fuest verkennt auch, dass es sehr viel mehr gibt als er weiß. Klar haben wir kein Uber, aber er sollte einfach mal in das B2B Business schauen.

sondern auch um eine bessere Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Schule und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Ein im Prinzip guter Vorschlag. Fuest und andere haben das seit Jahren verhindert. Klingt erst einmal komisch. Aber der Staat durfte ja nicht zu viel Personal haben. Lehrer und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst waren und sind überbelastet. Wann sollten sie sich weiterbilden und in diese Richtung entwickeln? Jetzt diesen Weg zu fordern ist zwar nett, aber das es deutlich mehr Ausgaben in diesem Bereich. Es wird vor allem auch sehr lange dauern, da die Lehrer erst ausgebildet werden müssen. Dann braucht man auch den Support vor Ort. Und Digitalisierung in der Schule heißt auch, Datenschutz, Umgang in Internet, Cybermobbing, etc. 

Klima

"Klimaschutz unnötig verteuern"

Auch hier verschweigt Fuest, dass viele seiner Kollegen über Jahrzehnte vor den Klimaschutzmaßnahmen gewarnt haben. Da hätte es sehr preiswert sein können. Nun wird es deutlich teurer. Seine Ideen sind der Markt regelt alles und wir machen Unsinnige Dinge wie Dekarbonisierung.

Eine Dekarbonisierung wird niemals in der Breite stattfinden können, denn es ist brutal ineffizient und kostet sehr viel Energie. Es mag Bereiche geben, wo es nicht anders geht. Es wird aber immer billiger sein, kein CO2 zu produzieren, als es zu tun.

Mieten:

Arme Menschen sollen jetzt Wohnungen kaufen. Mietkaufmodelle sind vielleicht eine gute Idee. Aber wie soll das gehen? Wenn eine Wohnung 400 tausend Euro kostet und ich zahle sie teilweise mit meiner Miete ab, dann ist die Miete immer noch sehr sicher zu hoch. Warum? Weil der Verkäufer Geld verdienen will. 


Wirtschaft
Da widerspricht sich Fuest in einem Absatz selbst. Er schreibt 

weil mit der Alterung der Bevölkerung die Zahl der Menschen im Erwerbsalter sinkt.

Soweit so richtig. Damit dann die fehlenden Arbeitskräfte eingestellt werden können muss

Es ist deshalb erforderlich, Beschäftigungshindernisse im Steuer- und Transfersystem abzubauen.

D.h. wir haben einen Mangel an Arbeitskräften und müssen dann aber Steuern- und Sozialabgaben senken, damit Menschen eingestellt werden? Die Logik verstehe ich nicht. Wenn der Bedarf da ist, dann ist er da. Aber klar es sit die übliche Leier. Deutschland sei zu teuer, obwohl wir selbst in einer Pandemie viel exportieren. Gleichzeitig soll die Verschuldung nicht steigen. D.h. Sozialabbau und Senkung der Staatsausgaben.

Fazit

Mir ist klar, dass die INSM diesen Beitrag toll findet. Fuest fordert nichts neues. Im Grunde schreibt er, der Staat müsse alles machen, aber dafür keine Schulden machen und bitte noch die Einnahmen kürzen (Steuern senken). Wenn der Staat dann seine Ziele nicht umsetzt, kann er feiern wie unfähig doch der Staat ist. Ich hoffe, dass diese Personen und dieses Denken ausstirbt. Niemandem hilft ein solcher Beitrag. Es ist die Meinung von Herrn Fuest. Weder ist sie durch Forschung untermauert, noch sonstwas. Digitalisierung ist gescheitert, weil wir keinerlei staatliche Anstrengung gemacht haben. In einigen Ländern gibt es eine Garantie auf schnelles Internet. Aber das beeinflusst ja den Markt. Deutschland war Weltmarktführer bei Solaranlage, aber da wurde ja subventioniert, pfui. Sein Fazit

Es ist höchste Zeit für eine politische Wende.

Stimmt, darum hört solchen Menschen nicht mehr zu. Je mehr sie jammern, desto besser scheint die Politik.

Chris

Montag, 27. September 2021

Nun ist es vorbei

Die Bundestagswahl ist vorbei. Mein Fazit ist, wenn Inhalte diskutiert worden wären, dann hätte die Union niemals über 20% der Stimmen bekommen. Die Linken wären nicht aus dem Bundestag geflogen. Ist aber nicht so, darum haben wir was wir haben. In meinen Augen war fast der gesamte Wahlkampf durch die öffentlich rechtlichen Politikjournalisten konsolidiertes Medienversagen. Statt zu fragen wie wollen sie nach der Wahl das Problem mit der Ungleichheit angehen, kommt: Schließen sie rot-rot-grün aus, oder können sie sich Christian Lindner als Finanzminister vorstellen. Alles komplett unwichtig. Für Journalisten scheinbar interessant und das Beste, man braucht ungefähr 20 Minuten Vorbereitungszeit. Wenn man inhaltliche journalistische Fragen stellen würde, bräuchte man mehr und wer will das schon?

Chris

Donnerstag, 18. Februar 2021

Bodo Schiffmann der Schwindelschwurbler

 Liebe Querdenker,

sieht so querdenken aus? Kritisch sein und andere Meinungen diskutieren, das verstehe ich darunter. Eure Chefquerdenker scheinbar nicht. Sie machen genau das, was sie anderen vorwerfen. Zensur, Drohung, Unterdrückung von Meinung. Soviel also dazu. Da viele von euch die Realität schon lange verlassen haben, denkt daran, dass solche Hetze strafbar ist und eine Schwindelambulanz als Begriff mehrdeutig ist.

An Herrn Bodo Schiffmann. Nein die Impfungen zu nutzen ist nicht das gleiche wie die Experimente die ein Herr Mengele im Dritten Reich durchgeführt hat. Wenn sie so etwas behaupten, dann legen sie Fakten vor. Wo sind die Toten, die Nebenwirkungen, wo sind ihre Forschungsarbeiten? Sie haben keine? Sie wissen nicht was Fakten sind? Dann schwurbeln sie weiter.

Chris

Freitag, 20. November 2020

Distanzierung Fehlanzeige

Wo ist eigentlich die Distanzierung von Wodarg bei den Nachdenkseiten. Bis Ende Mai stand dieser halbwegs hoch im Kurs vor allem bei den Lesern. Danach werden seinen Aussagen in keinersterweise thematisiert. Eine kritische Website die eine Gegenöffentlichkeit aufbauen möchte, sollte offen damit umgehen, dass sie Wodarg eine Bühne gaben. Das dieser jetzt die Kritiker seiner zum Teil sehr wirren Theorien verklagt, wäre doch eine Nachricht wert. Fehlanzeige.

Chris

Freitag, 30. Oktober 2020

Wer sich gruseln möchte kann die ach so kritische Linke hier beobachten

Wer sich gruseln möchte kann die ach so kritische Linke hier beobachten. Gerade mal zwei von neun Beiträgen legen die Problematik differenziert dar. Im Sommer wurden die Maßnahmen attakiert, weil die Zahlen niedrig waren. Jetzt steigen die Zahlen, da wird die Wirkung der Masken in Frage gestellt. Ich verstehe es nicht. Die Masken bringen keinen hunderprozentigen Schutz. Wenn es 50% sind und jeder eine trägt, dann hat man einen Schutz von 75%. Das ist eine Menge für ein Stück Stoff. Wo ist da das Problem? Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Mich erinnern diese Linken an die Neoliberalen die sie angreifen. Es sind Egoisten und Rechthaber. Sie verstehen expotentielles Wachstum nicht, da im besten Fall philosophische Werke gelesen haben. Mit Wissenschaft und Mathematik scheinen sie sich nicht auszukennen. Wie schon in anderen Beiträgen geschrieben, sind diese Menschen nah an der Esoterik. Ein Tobias Riegel befeuert dies. Einige Beiträge der Nachdenkseiten könnten eins zu eins auf rechtsnationalen Blogs publiziert werden, wenn man einen Satz zur Ausländerfeindlichkeit hineinnehmen würde. Wie man auf den Begriff Querfront kommt, verstehen die Autoren aber immer noch nicht.

Es ärgert mich. Warum? Solche Menschen zerstören das Diskussionsklima komplett. Sie sind scheinkritisch. Das beste was einer Regierung passieren kann ist, wenn Menschen sie über so etwas wie eine Maskenpflicht aufregen. Wo ist denn die Kritik, dass die Schulen im Sommer nicht fit gemacht worden sind? Warum gibt es keine Pandemiekonzepte für Pflegeheime, wo Besuche weiterhin im vernünftigen Rahmen stattfinden können? Warum die Fixierung auf eine experimentelle Impfung? Warum nicht lieber mit der Pandemie leben lernen (es wird nicht die Letzte sein)? Warum wird nicht kritisiert, dass Klima, Rassismus, Ungleichheit, schlechte Bezahlung, usw. quasi verschwunden sind. Nichts wurde aufgegriffen. Statt in Coronademos, hätten die ach so kritischen Linken doch für die PflegerInnen auf die Straße gehen können. Aber das schränkt den Wohlstandslinken ja nicht ein. Es geht darum, seine/ihre Maske nicht über das wohlstandsgelangweilte Gesicht ziehen zu müssen.

Links ist daran nichts. Kritisch auch nicht. Es ist dumm. Die Nachdenkseiten sollten sich fragen, warum sie mit dummen undifferenzierten Texten so viele Menschen anlocken. Sie bedienen wie die AfD eine Personengruppe die auf der Suche ist nach einfachen Antworten. Die Möglichkeit, dass viele Dinge immer noch unbekannt und unsicher sind, glauben sie nicht. Schließlich wurde ihnen seit 10 Jahren erzählt, dass die künstliche Intelligenz alles lösen kann (autonom fahrende Autos sollte ja laut Elon Musk schon Standard sein). Kritisches Denken bedeutet sich zu ermächtigen. Da reicht ein Blog nicht aus. Man muss mehrere Seiten betrachten und auch neoliberale Denke lesen und probieren zu verstehen. Nur dann kann man sich ein Bild machen. 

Die Frage bleibt, was qualifiziert die Nachdenkseitenautoren an vielen Stellen zu ihren Absolutaussagen? Im Grunde gar nichts. Sie arbeiten nicht wissenschaftlich und haben keinen guten Überblick. Das birgt folgendes Problem. Wenn es 10 wissenschaftliche Publikationen gibt von denen 8 A sagen und 2 B. Was heißt das? Heißt das, dass A wahrscheinlicher ist als B? Heißt das, dass B eine unterdrückte Meinung ist?

Das kommt darauf an. Nur wenn man die Publikationen gelesen und verstanden hat, kann man die Aussage treffen. Dann kommt vielleicht heraus, dass A und B gar nicht Vergleichbar sind, weil die Annahmen und Betrachtungsweisen unterschiedlich waren. Das macht es auch so kompliziert. Dazu kommt oben drauf, dass es unterschiedliche Einschätzungen der Situation gibt. Da die Datenlage nicht vollständig ist, braucht es Annahmen. Diesen Diskurs sieht man aktuell zwischen Ärzten und Virologen. Nur dann kommt die Politik. Wenn ein/e PolitikerIn einen weichen Kurs wählt, und in seinem Wahlkreis sterben viele Menschen, dann dankt ihm das niemand. Im besten Fall wird er oder sie nicht wiedergewählt. Im schlechtesten Fall bedroht und schlimmeres. Lübke als nur so als Erinnerung.

Ein offener Diskurs ist notwendig. Aber dieses Lagerdenken und herablassende geht mir auf die Nerven. Die Briefe zeigen wie wenig kritische die Leser der Nachdenkseiten wirklich sind. Sie wollen Recht haben mehr nicht. Wenn die Nachdenkseiten wirklich wieder kritisch werden würde, wären diese Menschen schnell wieder verschwunden. Zu kompliziert, zu differenziert.

Chris

Freitag, 28. August 2020

Wer Übergewicht hat und abnehmen will sollte das lesen

Gut kuratierte, schön eingepackte, wohlklingende Menschenfeindlichkeit, äh Freiheit. Lesen und übergeben. Es ist bezeichnend, dass unter den Bearbeitern und Schreibern nicht eine Person ist, die kein Akademiker(in) ist. Dafür aber Größen wie Philipp Amthor, der für die Freiheit eintritt Korrupt zu sein. 

Das ist im Grunde der Kern des Ganzen Prometheus Projekts. Steuern runter und Regeln weg, dann gibt es auch keine Korruption mehr. Wie auch, wenn Bestechung legal ist. Steuernhinterziehung gibt es nicht mehr. Wie auch, wenn es kaum noch Steuern gibt. Aber das alles Freiheit zu nennen, ist schon bitter. Was ist denn frei daran, für andere Menschen arbeiten zu MÜSSEN? Was ist frei daran alles und jedes unter der Marktbrille zu sehen. Was ist frei daran, Reiche, reicher zu machen? Keine Ahnung, aber ich glaube die Mitglieder dieser "Elite" glaubt daran. Bezeichnend an den Menschen die Meinen der Staat ist zu groß und die Renten sollten gekürzt und/oder privatisiert werden ist folgendes:

Alle Kuratoren Prof. Dr. Mayer, Haucap, Hoffman und Kooths werden vom Staat bezahlt und erhalten später eine staatliche Pension

Unter den Gästen und Gesprächspartnern der Promotheus-Instituts sind jede Menge Mitglieder des Bundestags 

Was komplett fehlt sind die Opfer der Forderungen der Zeitungsverleger, Familienunternehmern und Start Up Gründern.

 Chris

Freitag, 24. Juli 2020

Endlich wird das Vorurteil bestätigt

Die Corona App ist schlecht und macht bei einer Entwicklungszeit von weniger als einem Monat Probleme. Albrecht Müller hat es schon immer gewusst. Als renomierter Softwareentwickler und von der Seite Rufer, kann er endlich brüllen. Die Regierung ist doof und das bringt alles nichts. Fundierte Kritik sieht anders aus.
Die Aussage des zitierten Beitrags ist
Ein Problem mit dem Betriebssystem also, bzw. sinnvolle Einstellung des Selbigen. Darum ist also die komplette App schlecht. Per se? NACHDENKEN bitte.

Chris

Donnerstag, 16. Juli 2020

Kritisch oder dumm?

Die Corona-App scheint ein teurer Flop zu sein – und ganz nebenbei erfährt die Leserschaft dieses Artikels, dass es offensichtlich doch möglich ist: ““Trotz Mund- und Nasenschutz hatte sich Wolfinger angesteckt”. Über die Gesamtkosten und zur Frage: Wer bekommt wie viel für die Corona-Warn-App?“.

schreibt Christian Reimann in den Nachdenkseiten in einem Kommentar. Dieser strotzt vor Dummheit. Ein Fall von einem Menschen der sich mit der Corona App Gesundmelden wollte wird in der Zeit präsentiert. Ging nicht, wurde nicht bedacht. Darum ist die App ein Flop. Man kann zu einem solchen System stehen wie man will, aber das Fehler bei der Entwicklung eines solchen Systems, vor allem in der Kürze der Zeit enstehen, ist nachvollziehbar. Das kann sich Christian Reimann nicht vorstellen, er macht ja keine Fehler. Upps. Doch genau bei der Behauptung "Trotz Mund- und Nasenschutz hatte sich Wolfinger angesteckt". Der Mund- und Nasenschutz schützt nur die Anderen. Das auch nicht vollständig. Niemand hat je behauptet, dass wenn ich eine Stoffmaske trage, dass ich vollständig geschützt sei. Was empirisch belegt ist, die Maske reduziert die Menge und die Reichweite der Tröpfchen in denen potentiell ein Virus ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Ob die App ein Flop ist oder nicht, lässt sich noch gar nicht sagen. Dazu müsste man erst einmal sehen ob der R Wert nach unten geht. Sie ist ein Werkzeug von vielen. Reimann fällt halt auf die Regierungspropaganda rein, welche die App als Allheilmittel propagiert. Jeder bei Verstand sieht sei als Methode des Contact Tracings.

Was die Nachdenkseiten als Kritik veröffentlichen ist mal wieder unterirdisch. Verweise auf eigene Quellen (wie objektiv), selektive Quellenwahl, jede Menge Meinung. Fundierte Kritik ist Fehlanzeige. Woran macht Reimann den Flop fest? Weil bei einer Person etwas nicht funktioniert hat? Dann ist ungefähr alles in der realen Welt ein Flop.

Falls sich die linke Nachdenkenblase fragt warum sie immer weniger Ernst genommen wird, genau deshalb.

Chris

Montag, 13. Juli 2020

Struktureller Rassismus

Ein schönes Beispiel für strukturellen Rassismus findet sich in den Leserbriefen und dem Beitrag "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr soll weichen". Jens Berger und seine Befürworter (das ist im wesentlichen der Tenor) unterschätzen die Macht der Worte. Wenn ich rassistische Worte im Alltagsgebrauch verwende, verfestigen sich Bilder die mit diesen Worten verbunden sind. Natürlich beeinflusst das, dass Verhalten der Menschen. Es entstehen Bilder im Kopf vom lustigen oder auch nicht Menschen, der unterentwickelt ist. Das wird dann projiziert. Das es drängendere Probleme geben mag, okay. Aber das ist kein Gegenargument, Sprache zu diskutieren.

Besonders drastisch der Leserbrief von J. Gerke. An diesem kann man sehr gut erkennen, warum die Nachdenkseiten als sogenannte Querfront "rechts + links" gesehen werden. Ich unterstelle den Bereibern diese Intention nicht. Allerdings ziehen die Texte scheinbar Rassisten an. In typischer Whataboutism Argumentation. Hier ein paar Beispiele

Wo stand, dass die Polizei im Fall von Floyd, mit Vorsatz vorgingen einen Farbigen zu ermorden? Und warum ist es Totschlag, wenn ein Migrant mit einem Messer bewaffnet auf ein Volksfest geht und bei einem Streit einen anderen Menschen niedersticht? (siehe Chemnitz) Das sind Doppelstandards und Doppelmoral, die ich von den NDS nicht erwarte.
Und noch eins, in Folge der Black Lives Matter-Proteste wurden mehrere schwarze Menschen, darunter mindestens 11 Kinder und Jugendliche von ebenfalls farbigen Teilnehmern der BLM-Bewegung erschossen. Die das Pech hatten in die Schusslinien zu geraten. Zumindest berichteten die US-amerikanischen Medien ausführlich darüber.
Schwarze töten Schwarze, was ist daran Black Lives Matter? Warum ist das bei uns kein Thema in den Medien, oder nur am Rande? Ist es nur ein Thema, wenn Weiße einen Schwarzen umbringen?
Und so befeuert der zum Allerweltskampfbegriff verkommene Antifaschismus einen umgekehrten rassistischen Neofaschismus.

Hiermit wird Rassismus verharmlost und gleichzeitig angewandt. Schwarze töten Schwarze. Die sind ja nicht besser als die Weißen. Genau darum geht es eben nicht. Es geht um blanke Statistik. Die zeigt, dass Schwarze überproportional von Polizeigewalt und Gewalt durch Weiße betroffen sind. Damit ist die gesamte Argumentation Blödsinn. Der Verweis auf Neofaschismus, wenn man seine Sprache hinterfragt ist auch sehr deutlich. Long Story short. Einen solchen Leserbrief ohne jeglichen Kommentar oder jegliche Einordnung stehenzulassen spricht Bände. Leserbriefe werden kommentiert. In der Regel wenn sei dem Autor widersprechen. Es ist erschreckend wie vorgebliche Antirassisten ihre eigenen Rassismus nicht erkennen. 
Das die Namesänderungen ein Feigenblatt sind, mag ja stimmen. Aber immerhin ist es ein kleiner Schritt.
Fazit
Es fällt schon länger auf, dass sich auf den Nachdenkseiten eher Konvervative zusammenfinden. Es sind eben nicht die kritischen Linken, welche die Welt verbessern wollen. Es sind Menschen die den 70er Jahren hinterhertrauern (die es so nie gegeben hat) und eigentlich keine Vision von der Zukunft haben.

Chris

Mittwoch, 17. Juni 2020

Mal was zur Meinungsfreiheit

Lieber Tobias Riegel, das Prinzip der Meinungsfreiheit haben sie nicht verstanden. Sie sieht nur vor, dass der Staat nicht zensieren darf. Das tut er meiner Ansicht aktuell nicht. Weiterhin und das ist noch viel wichtiger heißt Meinungsfreiheit nicht, dass man alles und jedes publizieren und es dann als gleichwertig betrachten muss. D.h. Diese Aussage

Das Ergebnis ist niederschmetternd: Noch immer verbunden mit den Phrasen von der hierzulande praktizierten Meinungsfreiheit erhielten in den vergangenen Wochen zahlreiche unbequeme Stimmen entweder keinen angemessenen Raum oder sie wurden im Nachhinein verunglimpft.

ist eine sehr typische Aussage aus dem rechten, esorterischen, wissenschaftsfeindlichen oder Verschörungsspektrum. Genau so versucht man das Intelligent Design gleichwertig neben die Evolutionstheorie zu stellen. 9/11 Verschwörungstheorien sollen gleichwertig neben die offiziellen Dokumente gestellt werden. Dabei lassen diese Verschwörungstheorien wesentliche Fakten aus den Dokumenten aus, damit sie überhaupt funktionieren können. 
In diesem Rahmen bewegen sie sich. Sie kritisieren, dass kritische Stimmen nicht gehört werden. Welche denn? Ein Ken Jebsen, der eine Bill Gates Verschwörung herbeifantasiert, um Klick Zahlen zu generieren. Ein Wodarg, der immer noch nicht den Anstieg der Todeszahlen aufgrund des Virus anerkennt? Sie selbst, der eine unausgereifte Studie als Wahrheit präsentiert?
Sorry, aber es wird sehr wohl Kritik geübt. Man muss sie nur wahrnehmen wollen. So wird die Frage nach dem Sinn der aktuellen Schulschließungen gestellt, die Frage warum so viele Studien so spät starteten, die Datenlage und das Datenhandling des RKI, die undifferenzierte Betrachtung der Politik (nur Virologeninput ist in einer Gesellschaft eben nur ein Teil), usw. 
Viele der von ihnen behaupteten "unbequemen" Stimmen, sind nicht unbequem sondern inhaltslos. Wenn sie nicht in ihrem Lagerdenken so verfallen wären, würden sie das erkennen. Denn das sich jeder äußern und seine Verunglimpfung abholen kann, ist Meinungsfreiheit. Auch wenn ihnen die Meinung der Mehrheit nicht gefallen mag. Mehr noch und auch das ist wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse sind keine Meinung. Erst Medien und Politik machen sie dazu. Journalisten wie sie müssen das langsam aber sicher mal begreifen.

Chris

Mittwoch, 10. Juni 2020

Wir verschwören uns nicht...

Ich glaube einen kritischen Leserbrief gab es bezüglich dem Vorwurf die Nachdenkseiten und andere sind Verschwörungstheoretiker. Faktisch alle Leserbriefe beschreiben wie kritisch sie sind. 9/11 ist ein ständiges Thema. Andere Meinungen werden nicht erlaubt. Das die Argumente eines Danielle Ganser und anderen schon lange widerlegt sind, egal. Es wird immer wieder die gleiche Suppe gekocht. Ken Jebsen ist schon okay. Der große Kritiker. Das er Verschwörungstheorien wie die Gates Verschwörung verbreitet, egal. Wodarg ist auch super. Hat schließlich damals den Impfstoff der Schweinegrippe seriös untersucht. Das er jetzt Blödsinn schreibt und redet, spielt keine Rolle. 
Das sind nur ein paar Punkte. Das durchaus verdiente Personen auch Unsinn reden können, kommt im Weltbild der Nachdenkseiten und ihrer Leser nicht vor. Alles was nicht Mainstream ist, ist fast immer richtig. Mainstream und Regierung ist per se falsch oder zumindest verdächtig. Genau das zeichnet dann auch Verschwörungstheoretiker aus. Und die Nachdenkseiten haben viel von dem Unsinn publiziert und verbreitet. Besonders schön dieser Kommentar
in dem ich Wikipedia, Psiram usw. genannt habe als Teil eines – für mich offensichtlich professionell aufgezogenen, von Staat und Diensten organisiertes, protegiertes und finanziertes – Denunziations- und Manipulationsnetzwerks.

weiter  
findet Psiram ein unschmeichelhaftes, tendenziöses, aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat, und ihr Hang zur “Verschwörungstheorie” wird sowieso thematisiert.
Klar ist das umschmeichelhaft. Aber wenn Tobias Riegel offensichtlich falsche und verkürzte Informationen verbreitet, dann ist das nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Da wird behauptet, dass eine Studie in Frankreich nicht gewürdigt wird. Ein kurzer Quellencheck zeigt, dass diese Studie nicht wirklich solide ist und auch keine Wahrheit. 9/11 wird regelmäßig thematisiert. Die Turm 7 sei im freien Fall zusammengestürzt. Das stimmt zwar nicht, wird trotzdem publiziert. Wodarg wird ein Forum gegeben. Alles gesagte von ihm ist zwar falsch (das war damals schon klar), es wird trotzdem als "Gegen"meinung dargestellt. Nur ist Wissenschaft eben keine Meinung. Entweder man kann etwas belegen oder eben nicht. Ken Jebsen wird ebenfalls regelmäßig ein Forum gegeben, obwohl er "Psst im geheimen über Youtube redet". Jegliche Kritik daran wird als Angriff verstanden. Genau das alles zeichnet die Truther aus. Sie allein kennen die Wahrheit. Die anderen sind zu dumm. Natürlich sind die Nachdenkseiten kein Flat Earther Forum. Aber einige dort schreibende Personen sind schon recht fragwürdig. Sie tun genau das was sie den Medien vorwerfen. Es wird verkürzt, die eigene Agenda verfolgt und nur belegt was nützt. Jens Berger ist noch der seriöseste von allen. Kein Wunder das Wolfgang Lieb gegangen ist. 
So oder so. Man kann es ja als Kampagne verstehen. Nur was der Leser nicht akzeptieren will ist, dass ein Korn (kein Körnchen) Wahrheit darin steckt. Die Zitate sind mit den Texten belegt und man kann die Informationen nachlesen. Das ist mehr als ein Tobias Riegel zu bieten hat. 
Daher wieder einmal. Liebe Nachdenkseiten. Bleibt bei der Wirtschaftspolitik. Da habt ihr Kompetenz. 

Chris

Mittwoch, 13. Mai 2020

Tobias Riegel dreht durch

Eine Quelle aus dem Bundesinnenministerium, welche nicht beauftragt wurde und als Meinung einer Einzelperson im Moment zu gelten hat wird von Tobias Riegel als Wahrheit dargestellt. Corona ist nicht gefährlich. Okay, woher kommen dann die steigenden Todeszahlen Herr Riegel? Wenn die Maßnahmen so sinnlos sind, warum sind die Fallzahlen so gering? Riegel und andere Begreifen Prävention nicht. Warum benutzen diese Leute Airbags und Anschnallgurte? 
Eine Einzelperson in einem Bundesministerium ist also qualifiziert als alle anderen Meinungen. Riegel ist eine abgespeckte KenFM Variante. So lange die Behauptung gegen die offiziellen Aussagen gehen, sind sie per se richtig. Was ist das für ein Journalismus? Aktuell werden die Maßnahmen gelockert. Über die Geschwindigkeit der Lockerung kann man streiten. Da keine Seite mehr Argumente hat, gibt es pro und kontras die es abzuwägen gilt. Als Pseudojournalist ist es natürlich einfach von der Seitenlinie zu schreien die Regierung ist doof. Ein wenig mehr Substanz dürfte es schon sein. Viele verkennen die Schwierigkeit in der Entscheidung. Die Zeiträume sind kurz, der aktuelle Umstand ist neu, Politiker haben Angst für tausenden Tote in die Verantwortung genommen zu werden. Sie lassen sich natürlich von Stimmungen treiben. 
Das heißt aber auch, wer solche Randbedingungen konsequent ignoriert, wird niemals verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden. Stattdessen, die Regierung macht alles falsch. Meine Prognose ist, dass Tobias Riegel genau die gleichen Texte mit umgekehrten Vorzeichen schreiben würde, wenn die Krankenhäuser überfüllt wären und das Gesundheitssystem kollabiert wäre. Warum hat die Regierung nichts unternommen. Es gab doch Papiere, usw.
Das ist die ganze Tragik der KenFMs und Riegels da draußen. Aus dem Homeoffice zu schreiben, macht die Lage so dermaßen abstrakt, dass man meint es besser zu wissen. Riegel weiß es nicht besser und die Nachdenkseiten wären gut beraten ihn nicht weiter schreiben zu lassen. Denn sein Vorwurf trifft auf ihn zu. Er verbreitet Fake News und das konsequent. Aber als Geisterfahrer kann und will er sich nur über die tausenden Idioten aufregen die ihm entgegenkommen.

Chris

Freitag, 6. Dezember 2019

Freie Presse

Was für die Frau Siems gilt, gilt für Gabor Steingart erst recht. Auch sieht den Linksruck der SPD kritisch. Vollkommen faktenfrei "argumentiert" er seine Meinung. Hier 3 Beispiele:

Deutschland befindet sich nicht in der Rezession. Die Arbeitskräfte sind knapp, die Wirtschaft brummt, wenn auch etwas verhaltener. Die Milliarden-Munition wird für den konjunkturellen Ernstfall gebraucht. 

0.5% prognostiziertes Wirtschaftswachstum für 2019 ist eine brummende Wirtschaft. Danach geht es mit knapp 1.4% weiter. Als Erinnerung als "kranker Mann Europas" lagen die Wachstumszahlen darüber.

Ein wichtiges Argument für die SPD-Delegierten zum Schluss. Eine Sozialdemokratie mit Linksdrall verschreckt die Wähler der Mitte. Laut ARD-Deutschlandtrend von gestern ist Olaf Scholz der zur Zeit beliebteste SPD-Politiker. Wer ihn übers Kliff schiebt, erweist der SPD keinen Dienst. Wahrscheinlich tut er sogar das Gegenteil: Wer nach links flieht, stärkt rechts.

Kann man ja einfach mal so behaupten. Welche Mitte das sein soll ist unklar. Man braucht sich nur die Wählerwanderung anschauen und erkennt, dass die SPD gerade an Nichtwähler und eher progressive Parteien ihre Stimmen verloren hat. D.h. 2.5 Millionen Stimmen sind weg, weil die SPD kein linkes Programm hat und das aktuelle Programm der Mitte zu nah der Union ist.

Neue Schulden sind das Gift, das die Gegenwart der Zukunft injiziert. 2018 stieg die implizite Verschuldung, unter der die Summe aller bislang ungedeckten Leistungsversprechen des Staates zusammengefasst werden, auf 7,6 Billionen Euro (siehe Grafik). Das entspricht einer Verschuldung in Höhe von 226 Prozent des Bruttosozialprodukts.
Der Logik der konservativen Kleingeister. 
1. Schulden sind schlimm!
2. Sparen ist gut!
3. Warum sinken die Zinsen?

Komisch niemand will das gesparte Guthaben leihen und Zinsen sinken, aber neue Schulden sind Gift. Auf diesen Blödsinn muss man kommen. Frei von Inhalten und Fakten eben. Aber wie bei vorhergehenden Beitrag geschrieben. Journalisten mit Verstand und Inhalt kommen kaum über die Runden. Ein Gabor Steingart verdient wahrscheinlich sehr gut und kann behaupten was er will. Das schlimme ist, er glaubt daran.

Chris

Freitag, 5. Juli 2019

Braune Suppe

Rechtsradikale scheinen viel Zeit zu haben. Wird von den öffentlich rechtlichen Sendern ein Video bei Youtube online gestellt, welches sich positiv gegenüber flüchtenden Menschen äußert oder negativ gegen Rechtsradikale, dann sind innerhalb kürzester Zeit mehr negative als positive Bewertungen zu finden. Kommentare gibt es zum Glück nicht. Diese sinnfreien argumentationslosen Ergüsse braucht niemand. Wie argumentationslos Rechtsradikale sind erkennt man daran, dass sie ihre Agenda mit Gewalt durchsetzen wollen und müssen. Jeder mit einem Funken Verstand und Empathie erkennt gleich, dass die Forderungen dieser Menschen Blödsinn sind. Eine Woche Syrien oder in einem Flüchtlingslager für jeden Nazi. Einfach nur, damit er die Gegebenheiten kennenlernt, würde viel helfen.

Chris

Montag, 1. Juli 2019

Kriegstreiber

Wer mal schauen möchte wie die deutsche Elite (zumindest der Presse) die Rolle Deutschlands in der Welt sieht, sollte sich den aktuellen Presseclub ansehen. Da sitzen alte Männer und eine Frau und reden über Krieg, Frieden und Ordnungsmacht so, als ob es sich um ein Spiel handelt. Der Iran ist der Schurke. So einfach macht man es sich. Denn der Iran (alleine) unterstützt Terroristen und ist der Kriegstreiber Nummer 1 in der Region. Solche Einschätzungen finde ich persönlich sehr erstaunlich. Denn es ist kein Geheimnis (die Medien die von diesen Menschen vertreten werden haben es publiziert), dass es einen Irakkrieg gab der von den USA angefangen und durchgeführt wurde. Es gibt den Syrienkrieg, wo der Iran richtigerweise beteiligt ist. Allerdings eben auch Russland, Israel, Frankreich, Großbritannien und die USA. Die regieren natürlich dort alle nur und treiben kein Krieg. Tausende Kilometer (außer bei Israel und dem Iran) von ihrer Grenze entfernt verteidigen sie ihre Staaten?!
Ein etwas einfaches Weltbild für angeblich so gebildete Menschen. Eingebildet trifft es besser. Es ist halt einfach nur über das Jetzt zu berichten und jegliche Historie auszublenden. Ja der Iran hat eine Drohne abgeschossen. Wenn man die Bruch eins Vertrages der USA, die Verlagerung von Kampfverbänden der USA in die Region, dem Ausbau des Embargos, etc, ausblendet, dann ist der Iran der Aggressor. Das ist aber in etwa so sinnvoll, wie zu behaupten das Gesicht eines Menschen den ich Schlage sei in meine Faust gefallen...

Chris

Dienstag, 18. Juni 2019

Korrelation und Kausalität

Wie im letzten Beitrag geschrieben, schiebt Gunther Schnabl alle Schuld den Zentralbanken zu. Es ist nicht etwa die verfehlte Wirtschaftspolitik auf Basis der Neoklassik, sondern jemand anders. Sein Argument ist, dass die niedrigen Zinsen die Preise für Aktien und Immobilien treiben. Das ist ursächlich für die Probleme. Damit verwechselt er, Kausalität und Korrelation. Die Ursache ist eine Wirtschaftsschwäche. Die Fiskalpolitik ist von den Neoklassikern verachtet worden und man versuchte mit Geldpolitik und Deregulierung zu retten was zu retten ist. Schnabl zeigt das implizit in seiner eigenen Veröffentlichung ohne es zu merken. In Abb. sind die Aktienpreise dargestellt. Diese explodieren förmlich Anfang der 80er Jahre. Die Zinsen sind allerdings vergleichsweise hoch in diesem Zeitraum. D.h. etwas anderes muss passiert sein. Im wesentlichen wurden die Finanzmärkte dereguliert. Die Umverteilungseffekte von der Realwirtschaft hin zu den Finanzmärkten begannen in diesen Zeitraum. 
Schaut man sich die Löhne ab 1995 an, dann zeigt sich ein interessantes Bild. Diese stagnieren inflationsbereinigt in Deutschland. Die Zinsen wie bei Schnabl zu sehen, sind aber vorher nicht gesunken. Dennoch ist die Zentralbank Schuld?!
Ein realistischere Szenario, welches zu den Daten passt ist folgendes. Die Spekulationen nahmen zu und man konnte am Finanzmarkt mehr verdienen, bei kleinerem Risiko und / oder in kürzeren Planungszeiträumen. Investionen blieben aus, Geld stand für Konsum nicht zur Verfügung. Dementsprechend schwächelte die Binnenkonjunktur (Modell Deutschland). Alternativ wurde über Konsumkredite die Binnenkonjunktur am Leben gehalten (Modell USA). Durch das viele Geld am Finanzmarkt steigerte sich das Risiko eines Crashs. Staaten und Zentralbanken probieren die Krisen abzuwenden und springen ein. Statt Fiskalpolitik wird lieber Geldpolitik gemacht. Warum? Weil Ökonomen wie Schnabl Staatsschulden verteufeln und privat vor Staat rufen. Damit wird Benzin ins Feuer gegossen und der Prozess verstärkt. 
Den Zentralbanken für eine verfehlte Wirtschaftspolitik die Schuld zu geben ist vermessen. Vor allem, weil beim Nachweis der Schuld der Zentralbanken an den Problemen, die Veröffentlichung sich selbst widerlegt.
Die Publikation zeigt, dass Schnabl nicht sauber arbeitet. Er belegt seine Meinung. Das reicht scheinbar in der Ökonomik zu publizieren.

Chris

Montag, 27. Mai 2019

Es geht nicht - Generation

Der jungen Generation wird vorgeworfen sie sein unpolitisch. Das wurde aktuell von den Fridays for Future und verschiedene Youtube Videos vortrefflich widerlegt. Vorgeworfen wurde dies von der "Es geht nicht" Generation. Man findet sie überall in der Gesellschaft. Sie wollen, dass sich die Jungen beteiliegen. Sie sollen aber nichts ändern, sondern nur abnicken. Man sieht sie überall in den Kommentarspalten, wenn sie Dinge schreiben wie
  • naja Klimawandel sei ja schlimm, aber die Menschen müssen doch arbeiten
  • Fahrverbote in den Innenstädten gehen nicht, weil dann wird ja Autofahren teurer und wie kommen die armen Menschen dann zur Arbeit
Das sind erst einmal Meinungen. Schlimmer noch sind Diskreditierungen von Wissenschaftlern, welche dann sogar auf den angeblich kritischen Nachdenkseiten veröffentlicht werden
Beispielsweise:
Worauf es mir hier jetzt aber ankommt, ist die falsche Annahme, daß wir, die Menschen, einen Klimawechsel verursachen, bzw. verursacht haben.
weiter

Einige Wissenschaftler warnen uns derzeit vor einer möglichen Mini-Eiszeit, in nur paar Jahren, aber die werden leider nicht zu Wort gelassen.
Ohne Belege sind es erst einmal Behauptungen. Die Grundannahme dieser Menschen ist, es geht nicht. Daher müssen sich hundertausende Wissenschaftler einfach irren. Lustig dann auch im Folgekommentar

Im Mittelalter waren alle Wissenschaftler weit und breit zunächst der Ansicht, dass die Erde eine Scheibe ist.

Eine Behauptung die eben nicht stimmt. Wissenschaft im Mittelalter unterscheidet sich zudem deutlich von Wissenschaft heute. Logik dominierte damals die Analyse und eben nicht die Empirie. Die Menge der beteiligten Menschen und der Disziplinen ist deutlich Größer. Was nicht begriffen wird ist, dass Wissenschaft so spezialisiert ist, dass es ein vortrefflicher Zufall wäre, wenn in den verschiedensten Disziplinen Effekte endeckt werden und diese nur durch den menschgemachten Klimawandel zusammenzubringen sind. Die Unfähigkeit sich mit einem Thema in der Tiefe auseinanderzusetzen zeigt sich an solchen Aussagen

Wieso sollen ein paar Promille Kohlendioxid, Schuld sein, dass sich das Klima jetzt ändert
Die Gegenfrage liegt auf der Hand. Wieso führen ein Paar Promille zu schwerer Alkoholisierung und bei bestimmten Substanzen zum Tod. Weil man es gemessen hat. Ganz einfach!

Es ist zwar richtig, dass Klimapolitik zu massiven Verwerfungen führen wird. Zu behaupten, wie es viele Linke machen, dass wir erst einmal Sozialpolitik bräuchten und dann wird das schon, ist verrückt. Wer kann sich den Klimawandel denn so oder so leisten, die Wohlhabenden und Reichen. Wer verliert auf jeden Fall, die Armen. So simpel ist es. D.h. nichts zu tun bringt niemanden weiter. Das man die Gesellschaft mitnehmen muss, ist keine Frage. Aber was ist denn eigentlich das Problem?

Energie
Es gibt Energiewandlungssyteme die uns komplett CO2 frei elektrische Energie bereitstellen können. Speicher sind kein technisches Problem. Am ehesten ist es ein wirtschaftliches. Nichts spricht dagegen Power-to-X zu betreiben und nutzbare Energie in Form von Gas zu speichern. Der nette Nebeneffekt ist, dass der Verbrennungsmotor weiter nutzbar wäre.
D.h. es geht nicht um technische Möglichkeiten, sondern rein um politischen Willen.

Verkehr
Es gibt Verkehrskonzepte auch in Großstädten die fast Autofrei daherkommen. Die Bürger müssen natürlich ihr gemütliches im Stau stehen aufgeben. Dafür bekommen sie bessere Luft, leisere Städte und einen schnelleren Transport durch die Städte. Diese Konzepte umzusetzen ist Aufgabe der Politik. Stattdessen jammert man lieber über Staus und Fahrverbote.
Wieder fehlt nicht die technische Möglichkeit, sondern der politische Wille.

Wirtschaftspolitik
Auch hier ist es absurd nur auf die Autoindustrie zu schauen. Wir haben eine Pflegenotstand. Wir bräuchten mehr Lehrer. Die neuen Verkehrskonzepte brauchen Umbaumaßnahmen in den Städten und Landkreisen, die Energiewandlungssysteme müssen gebaut werden, usw. Es gibt also ganz neue Fragestellungen. Eine weitblickende Politik würde diese Bereiche fördern. Stattdessen gibt es immer noch das Dienstwagenprivileg, Oberleitungstests auf Autobahnen, usw.
Wieder fehlt es nicht an Fragestellungen und technischen Möglichkeiten sondern am politischen Willen.

Die "Es geht nicht - Generation" der 50-60+ können sich keine Änderungen mehr vorstellen. Stattdessen wird den Kritikern diese Generation vorgeworfen, die Jungend sei im Wohlstand aufgewachsen, sie sei nicht bereit Opfer zu bringen, usw. Selbst fahren sie mit Kreuzfahrtschiffen um die Welt und sorgen sich nicht um den Klimawandel und die daraus folgenden Probleme. Medien greifen reale Sorgen nicht auf, sondern stellen die Realität lieber als große Soap dar. Da geht es dann darum, dass die CDU keine Antwort auf die Youtube findet. Das soll sie auch nicht. Sie soll Antworten auf die Probleme der realen Welt finden. Es wird die Performance der SPD analysiert und nicht verstanden warum sie bei 15% liegt. Wenn Medien Sachfragen stellen würden, liegt die Antwort nah. Das alles wird nicht gemacht. Dann würde man beginnen die Welt zu verstehen. Dann könnte man nicht mehr sagen, es geht nicht, obwohl es geht. Heißt das, dass es leicht ist? Nein aber das waren andere Änderungen und Transformationsprozesse auch nicht. Im Gegensatz zu einem durch den Krieg zerstörten Deutschland starten wir mit einem reichen Land und behaupten wir hätten keine Ressourcen. Absurd.

Chris

Dienstag, 7. August 2018

Wozu braucht man einen 1223 Kilometern pro Stunde schnellen Zug?

Um 11 Meilen zu überbrücken und die Fahrzeit während der Rushhour von einer Stunde auf 5 Minuten zu reduzieren. Grandiose Arbeit der Journalisten. San Jose liegt 11 Meilen von Cupertino entfernt. Dort will man jetzt einen Hyperloop bauen. Eine normale S-Bahn würde es auch tun. Aber das wäre weniger spektakulär. Nehmen wir mal die 1223 km/h als Spitzengeschwindigkeit als gegeben an (genau in der Mitte). Dann bräuchte man auf der Strecke eine Beschleunigung von 0.6 g. Damit könnte man wahrscheinlich schon an der Rückwand stehen.

Fazit
Schön die Werbebotschaft von Hyperloop abgeschrieben. Es gibt eine Lösung für das Stauproblem und das nennt sich öffentlicher Nahverkehr.

Chris