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Donnerstag, 28. Juli 2011

Chaos im Modell


In der Physik ist es möglich dieses System mathematisch zu beschreiben. Allerdings kann man es nicht lösen. Selbst die Computergenauigkeit beeinflusst die Art der Ergebnisse. Solche Systeme sind chaotisch. Kleine Änderungen der Anfangsbedingungen haben einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Was ich erstaunlich finde ist, dass man ein solche einfaches mechanisches System nicht vorhersagen kann. In der Ökonomie und bei der Klimaforschung wird es aber versucht und teilweise werden die Ergebnisse dogmatisch verteidigt. Das wäre genau dann in Ordnung, wenn unabhängige Experimente durchführbar wären. Dies ist für eine Volkswirtschaft oder das Klima kaum möglich. Somit sind die Modelle vielleicht die Beschreibung der Realität, die Ergebnisse sind eventuelle mehr als fragwürdig.

Chris

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Es schneit

Nun gut, der letzte Winter war laut DWD der härteste seit zehn Jahren – das trifft aber statistisch auf jeden zehnten Winter zu.

Der Spiegelfechter schreibt einen sehr schönen Artikel über den Winter. Die Ursache für das Winterchaos benennt er sogar. Die Privatisierung der Räumdienste soll es gewesen sein. Immer effizienter soll alles werden. Wenn man bedenkt, dass dieses Jahr nur genug Salz zum streuen vorhanden ist, weil letztes Jahr und am Anfang des Jahres so viel Schnee lag, sollte man eine Gänsehaut kriegen. Obwohl das Wetter kaum 3 Tage im Vorraus bestimmt werden kann, extrapoliert man aus dem aktuellen Winter in den nächsten. Das ist Unsinnig. Bestimmte Dinge sind einfach nicht planbar und man muss die Kosten gegenüber der Sicherheit abwägen. Das Privatisierung immer billiger sind wurde ebenfalls in dem Artikel widerlegt.

Wer meint, dass der privatisierte Winterdienst zumindest die Staatskassen entlasten könnte, liegt ebenfalls daneben. Als Mahnmal kann hier das Land Thüringen dienen, das 2002 sämtliche Straßenmeistereien privatisierte. Während der Winterdienst auf Landes- und Bundesstraßen im Bundesdurchschnitt rund 2.500 Euro pro Kilometer und Saison kostet, verschlingt der privatisierte Winterdienst in Thüringen 4.950 Euro je Kilometer Landes-, und sogar 7.400 Euro je Kilometer Bundesstraße. Der privatisierte Winterdienst spielt nicht nur mit der Gesundheit der Bevölkerung, er ist auch ökonomischer und ideologischer Wahnsinn.


Vor allem frage ich mich, wo es in diesem Bereich Wettbewerb gibt. Es gibt wahrcheinlich eine Ausschreibung und der billigste Anbieter wird gewählt. Dabei wird vermutlich nicht mit den öffentlichen Kosten verglichen. Oder aber im ersten Jahr sind sie tatsächlich noch billiger als der öffentliche Dienst. Ist erst mal Privatisiert, dann ziehen die Preise an. Man sieht also, dass Chaos ist ein teilweise selbstgewähltes Problem. Wer immer weiter die Steuern senkt, immer mehr öffentliche Aufgaben an private Gewinninteressen verkauft braucht sich nicht zu wundern, dass bis ans letzte optimierte Strukturen nicht sehr flexibel sind.

Aus diesem Grund fahren bei der Bahn auch halbe Züge. Dann hat man wenigstens Ersatz.

Chris

Freitag, 8. Januar 2010

Winter in Deutschland

Kaum liegt eine Woche Schnee in Deutschland schon kommt man kaum noch klar. Das Streusalz wird knapp (bei einer Woche?), die Bahn verspätet sich ( "Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten") bei minus 10 Grad Celsius, Straßenbahnen fahren nicht. Scheinbar dauert es noch ein wenig mit der globalen Dauerwärme. Es ist ja nicht so, dass dieser Zustand in den letzten 20 Jahren nicht schon öfter eingetreten war. Wer blind auf Statistiken vertraut und Extreme nicht berücksichtigt (wobei eine Woche nicht wirklich extrem ist) tja der läuft in die Sparfalle. Mal sehen wie es weiter geht.

Chris