Posts mit dem Label Reichtum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reichtum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 6. November 2020

Wer verinnerlichte Dogmen sucht

 wird sie bei Linkedin finden. Im Netzwerk für arbeitende Menschen werden regelmäßig Themen diskutiert. Wenn es sich um Themen wie gleiche Bezahlung für Geschlechter, höhere Steuern für Reiche oder Sozialabgaben handelt, ist der Tenor der meisten Kommentare klar. Braucht man nicht. Nicht weiter die Leistungsträger belasten, etc. Warum ist das so? Die Antwort ist einfach. Die Mehrheit der Menschen wird den Kommentatoren widerprechen. Aber mit Klarnamen? Vielleicht will man ja mal einen Job. Da sind soziale Aussagen nicht hilfreich. Der Lob der Ausbeutung und des LeistungsträgerIn (weil reich) ist wichtig. Die Kurzsichtigkeit und Dummheit ist bezeichnend. Die Kommentatoren führen zwar GeschäftsführerIn oder Leitungspositionsbezeichnungen in ihrem Profil, wissend sind sie trotzdem nicht. Sie verbreiten die Standardmeinung. Arm = faul. Das müssen sie auch, da sie tagtäglich ihren Kindern und Partnern und sich selbst erklären müssen, warum eine 80 Stunden Woche (Erwerbstätigkeit) notwendig ist. Sie können so die Ausbeutung die sie befördern schön ausblenden. Jemand wird entlassen und ich nicht. Dann wahr die Person zu dumm. Glück gehabt gibt es nicht nur Leistung. Klingt zwar toll, ist aber sehr realitätsfern.

Die Unwissenheit manifestiert sich dann häufig in Kommentaren, wo einerseits die steigende Geldmenge und steigenden Staatsschulden kritisiert werden. Andererseits werden Steuern abgelehnt. Nur beides geht nicht zusammen. Soll die Geldmenge sinken, müssen Steuern einbezogen werden. Nur diese sorgen für eine Kürzung der Bilanz, da Geld letztenendes Schuldtitel des Staates ist. So simple. Das begreifen oder beschreiben komischerweise nicht einmal Ökonomieprofessoren so, obwohl es einfachste Buchhaltung ist. Das Dogma wirkt. Und es ist auch sehr hilfreich. Man hebt sich über arme Menschen. Der Staat ist an allem Schuld. Und man selbst hat es sowieso am allerschwersten. Wie mein Erbe soll besteuert werden? Das habe ich verdient und es wurde ja schon mal besteuert. Aber der faule Arbeitslose kriegt leistungsloses Einkommen...

So etwa ließt es sich. Was mich bei den Linkedin Kommentaren besorgt ist, dass diese Kommentatoren, dass Potential für undemokratische Prozesse darstellen. Sie sind nur an sich selbst interessiert. Im Zweifel die Wirtschaft und neoliberale Freiheit. Das eine stabile Gesellschaft einen Ausgleich braucht. Das stabile Märkte und Wirtschaft gesunde Menschen mit Einkommen brauchen, ignorieren sie. Was viele Reiche nicht begreifen. Sie profitieren von einem Sozialstaat mehr als die Armen. Ein Sozialstaat ermöglicht es den Reichen aus ihren Reichtumsghetto ohne Sicherheitsdienst herauszukommen. Es sorgt dafür, dass keine Menschen mit Mistgabeln vor ihrer Tür stehen. Das wird nur leider verrgessen.

Chris

Freitag, 29. Juli 2016

Die Behauptung, dass Reiche immer mehr und Arme immer weniger verdienen, hält einer genaueren Überprüfung nicht stand

So titelt es die FAZ. Schaut man sich die Studie an, dann sieht man starke Veränderungen die genau dem widerpsrechen. Es gab einen Einbruch der Ungleichverteilung 2005/2006 - 2010. In diesem Zeitraum fällt unter anderem die Wirtschaftskrise. Danach steigt die Ungleichheit wieder und zwar deutlich. Die FAZ zeigt nur, dass die richtige Wahl des Startzeitpunktes eine beliebige Aussage zulässt- Wählt man 2003 oder 2007 statt 2005 kommt man zu einer anderen Aussage.
Ein interessantes Bild ist Abb. 3. Dort sieht man die Ungleichheit der Haushaltseinkommen vor und nach Steuern und Transfers. Man sieht, dass die Ungleichheit nach Steuern stärker zugenommen hat in den letzten Jahren als vor Steuern. D.h. es wurde im Wesentlichen die oberen Einkommen entlastet.
Laut der Studie ist Deutschland im Mittelfeld der Ungleichheit und nur die Niederlande haben sich seit 1995 verbessert. Es gibt also übrehaupt nichts zu feiern und die Behauptung, dass die Reichen immer reicher werden ist nicht widerlegt worden. Es wurde nur gezeigt, dass es eben kein stetiger Prozess ist.

Chris

Montag, 13. Juni 2016

Erste Regungen?

Was ist hier los. Wachen unsere Medien endlich auf? Gleich zwei [1, 2] Beiträge in der Süddeutschen Zeitung in der für eine Höherbelastung der Reichen plädiert wird. Vielleicht sind es nur Alibiartikel, um die Pluralität der Presse vorzuheucheln. Vielleicht aber auch nicht. Immerhin wird in den Beiträger erkannt, dass die Schonung der Reichen den Demagogen die Tür öffnet. Es ist auch nachvollziehbar. Es gibt genug Menschen die auch mal nach unten treten wollen. Wir können die Schwachen in unserer Gesellschaft nicht wie Dreck behandeln, um den 1% der Gesellschaft die 10. Yacht zu sichern, und dann eben von jenen Schwachen Mitgefühl verlangen. 
Ich hoffe es bleibt nicht bei den 2 Artikeln. Ich hoffe wirklich das Prekariat in den Redaktionen der Zeitungen wacht auf und klärt auf.

Chris

Sonntag, 15. Mai 2016

Wachen sie langsam auf?

Ungeachtet solcher Details steht der Fall Tepper allerdings auch exemplarisch für eine Entwicklung der Finanzmärkte und der Gesellschaft insgesamt: Einzelne Big Player bekommen immer mehr Einfluss auf das Geschehen. Sie haben viel Macht, ohne demokratisch legitimiert zu sein. Und ihr Wirken reicht über die Finanzmärkte hinaus weit in die Unternehmen und in den Rest der Gesellschaft hinein.

Wenn man solche Texte im Manager Magazin findet, dann scheint auch langsam den stärksten Befürwortern des Neoliberalismus mulmig zu werden. Sie erkennen vielleicht langsam, dass die Zentralisierung der Vermögen zu dem Verlust der Freiheit der breiten Bevölkerung führt. Warum sollen wir als breite Bevölkerung uns das gefallen lassen? Mir ist sowieso nicht klar, warum dieser Zustand nicht diskutiert wird.

Chris

Dienstag, 16. Juni 2015

Man kann nur noch schreien

SPON analysiert das Wachstum der Spitzenvermögen. Die Zahl der Millionäre ist dramatisch gestiegen. Auf allen Kontinenten legen die Reichen zu. Selbst

In Westeuropa fiel das Wachstum mit 6,6 Prozent auf 39,6 Billionen Dollar wesentlich bescheidener aus - angesichts der wirtschaftlichen Flaute durch die Eurokrise aber immer noch beeindruckend.

Man könnte auch interpretieren, dass alle geben, damit oben genommen werden kann. Besonders der letzte Abschnitt ist spannend.

Die Studie legt zudem nahe, dass die Vermögen nicht nur sehr ungleich verteilt ist - sondern auch, dass diese Ungleichheit weiter zunimmt. So besaßen (Dollar-)Millionärshaushalte im vergangenen Jahr 41 Prozent des gesamten privaten Geldvermögens. Im Jahr 2013 war es noch ein Prozent weniger. Die Zahl der Millionärshaushalte wuchs 2014 von 15 auf 17 Millionen (plus 13,3 Prozent), die meisten davon in den USA (sieben Millionen Haushalte), gefolgt von China (vier Millionen Haushalte). Bis zum Jahr 2019 werden Millionäre bereits 46 Prozent des weltweiten Geldvermögens besitzen, prognostizieren die BCG-Experten.

Es wird also eine massive Konzentration der Vermögen an der Spitze festegestellt. Die Ursache wird auch präsentiert.

Warum vor allem die Reichen immer reicher werden, geht ebenfalls aus der Studie hervor. Von dem enormen Vermögenszuwachs im vergangenen Jahr wurden lediglich 27 Prozent wirklich neu angespart, etwa aus dem Arbeitseinkommen. Der weitaus größere Teil des neuen Reichtums, nämlich 73 Prozent, entspringt dem alten Reichtum: Es sind Zinsen oder andere Erträge des bereits angelegten Kapitals. 

Das alles ist also bekannt. Nicht durch Innovationen wird man reich, sondern durch bestehenden Reichtum wird man noch reicher. Trotz dieses Wissens sind in Deutschland Kapitaleinkommen niedrig, Vermögen gar nicht und Erbschaften absurd niedrig besteuert. Warum das auch aus liberaler Sicht sinnvoll wäre kann man sich schnell klar machen. Man muss nur in die jüngere Vergangenheit schauen. Diejenigen die sehr viel Geld haben, haben in der Regel viel Einfluss auf die Politik. Die Bankenrettung kam gerade jenen zu Gute die viel Geld haben. Man begibt sich von einer staatlichen Unterdrückung die wenigstens demokratisch beeinflusst werden kann, hin zu einer plutokratischen Unterdrückung ohne jede Chance der Beeinflussung. Wenn diese Plutokraten wenigstens durch eine Leistung aufgefallen wären, die ihren Reichtum legitimiert, könnte man es sich schönreden. Geerbter Reichtum ist für den neuen Reichtum verantwortlich. Somit ist die Leistung eigentlich nur, dass die Eigentümer geboren wurden. In meinen Augen ist das mit der neoliberalen Ideologie schwer vereinbar. Dort soll Leistung zählen und die gesellschaftlichen Schmarotzer sollen nichts kriegen. 

Milliardäre die von ihren Vermögen leben, kriegen ihre Zinsen und Güter von der gleichen Gesellschaft wie der Sozialhilfeempfänger. Nur der Weg der Zuwendung ist ein anderer.

Chris

Montag, 23. Februar 2015

Huch was ist denn hier passiert

Ist Herr Oswald Metzger plötzlich aufgewacht? Wurde uns nicht immer gepredigt das man das Kapital entlasten muss und dann geht es uns allen gut? War nicht auch Oswald Metzger vorne mit dabei? Plötzlich schreibt er etwas von
schier unglaubliche Bevorzugung des Faktors Kapital
Wurde uns nicht immer gesagt, dass eine höhere Erbschaftssteuer die Familienunternehmen zerstören und Deutschland in den Ruin treiben würde? Weiterhin meint er

Je höher die Erbmasse, desto geringer die Steuerlast für das "leistungslose Einkommen“ der Erben. Die Abgeltungssteuer für Kapitalerträge ist für mich ein klarer Verstoß gegen das Gleichheitsgebot und widerspricht diametral der Besteuerung nach der individuellen Leistungsfähigkeit.

Sind die liberalen Marktdogmatiker wie Metzger endlich dahinter gekommen, dass viele ihrer Forderungen der letzten Jahre Unsinn waren? Vielleicht, aber was ist die Konsequenz aus den oben daragestellten Aussagen? Oswald Metzger hält sich diesbezüglich bedeckt. Stattdessen wird noch schnell auf die Zentralbanken und vorher auf Ausländer, in bester Pegidamanier, eingeprügelt. 

"Wie „attraktiv“ der deutsche Sozialstaat ist, belegt auch die Zuwanderung von Geringqualifizierten aus osteuropäischen EU-Staaten.

Dabei ist die Konsequenz einfach, denn sie wurde in den 50er - 60er Jahren praktiziert; höhere Steuern für Vermögen und Erbschaften. Alles andere funktioniert nicht. Der Witz ist, dass dies für Oswald Metzger ebenfalls ein Eingriff in den Markt und seine Ordnungsprinzipien bedeuten würde. D.h. das Problem ist für einen Oswald Metzger nicht zu lösen. Erhöht er die Steuern, dann ist es ein Eingriff durch den Staat. Senkt er Steuern, dann sorgt er für mehr Ungleichheit und das ist ihm ebenfalls nicht Recht. Eine Lösung kann er nicht abieten, weil seine Ideologie keine Lösung zulässt. Stattdessen wird auf die heiligen Ordnungprinzipien (was soll das eigentlich sein) verwiesen.

Wir unterminieren im täglichen Mikrokosmos und in der Makroökonomie fundamentale Ordnungsprinzipien. Das Leistungsprinzip ist essentiell. Wer es aushöhlt, zerstört individuelle Wertschätzung und gesellschaftliche Wohlfahrt.

Chris

Donnerstag, 20. November 2014

Ich glaube ich kündige

Schließlich schreibt der Spiegel, dass ich mich als Deutscher reich erbe. Interessant sind einige der Statistiken. Nur 40% der Millionäre haben es aus "eigener" Kraft geschafft. Der Rest sind Erben oder haben ihr Vermögen angeheiratet. Damit fällt ein wesentlicher Argument gegen die Spitzensteuer weg. Denn das Geld gab es für 60% der Reichen leistungslos.
Weiterhin sollten wir nicht feiern wie viel Multimillionäre es gibt und wieviel mehr es im letzten Jahr geworden sind. Es ist ein Armutszeugnis und nichts zum feiern. Es heißt nämlich, dass eine kleine Elite auf Kosten des Rests der Bevölkerung lebt. Dafür wird sie noch bejubbelt. Es wird gefeiert, was für große Yachten diese Elite besitzt, wieviel und wie teurere Immobilien und Autos. 
Gleichzeitig prangern die Mainstreammedien die vielen Menschen an die mit 63 Jahren in Rente gehen. Unbezahlbar ist dies, ähnlich wie der Mindestlohn. D.h. wir können und wollen uns als Gesellschaft ein paar Hanseln leisten die in einem Sportwagen über die Straßen gleiten oder in ihrer Yacht im Mittelmeer braten. Diese Menschen leisten einen geringen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand. Der Besitz eines Unternehmens erwirtschaftet keinen Wohlstand, es sind die Menschen im Unternehmen die es tun. Diejenige die den Wohlstand erwirtschaften bestrafen wir mit Vorwürfen. Vorwürfen, dass die Ansprüche an Rente und Lohn zu hoch seien. 
Wie absurd das Ganze ist soll folgendes Bild zeigen. Jedes Jahr steigt die Verteilungsmasse, sprich der Kuchen wird größer. Gleichzeitig "hungern" immer mehr Menschen in diesem Land. Wie offensichtlich müssen die Hinweise noch sein, dass ein Kind zu viele Stücken vertilgt, weil es zu gierig ist während einige Kinder nichts abbekommen? Bei jedem Kindergeburtstag würden die Eltern einschreiten. Nicht so in unserer Gesellschaft. Da nennt man das Ganze Markt und unsichtbare Hand und schon ist es gerecht. Manchmal ist die Welt genau so einfach. Das muss man sich immer wieder klar machen.

Nebenbemerkung
Wie blind die Bevökerung für die wahren Probleme ist sieht man an der unsäglichen Diskussion ob ein Linker Ministerpräsident werden darf oder nicht. Viel an dieser Diskussion greift die Demokratie an, die diese Menschen zu verteidigen suchen. Argumente gegen Ramelow sind meistens Fehlanzeige. Er wird es nicht wesentlich besser und sehr wahrscheinlich nicht schlechter machen als seine Vorgänger. Fakt ist, dass man die Bevölkerung mal wieder schön abgelenkt hat.

Chris

Dienstag, 29. Oktober 2013

Hach sind wir alle reich!

Bericht der Bundesbank: Deutsche horten so viel Geldvermögen wie noch nie so prangt eine Überschrift bei SPON. Von zwei auf fünf Billionen in 20 Jahren ist unser Geldvermögen gestiegen. Er ist schon erstaunlich, dass bei Vermögenssteigerungen die ganzen Deutschen angesprochen werden. Wir alle haben unser Vermögen durchschnittlich gesteigert. Das macht stolz, das schweißt zusammen. Wenn jemand kommt und gerne etwas von diesem Vermögen mittels Steuern abhaben möchte, dann geht das nicht. Dann gilt der Durchschnitt und der Zusammenhalt nicht mehr. Wir dürfen die Party zwar bestaunen, teilhaben dürfen wir nicht.

Fun Fact
Welche Schulden sind in den letzten Jahren gestiegen und sollen sinken. Wer ist der Hauptschuldner bei den Vermögenden? Richtig der deutsche Staat. Wie kann der deutsche Staat die Schulden senken? Richtig durch Steuern. Wer fordert eine Schuldensenkung und will keine Steuern zahlen. Richtig die Vermögenden. Finde den Widerspruch.

Chris

Samstag, 5. Oktober 2013

Wiederholung: Reiche sind nicht zu stark belastet

Man muss folgende Frage immer und immer wiederholen. Wieso werden die reichsten der Gesellschaft angeblich zu stark belastet, wenn ihre Vermögen und Einkommen deutlich über den Wachstumsraten der Volkswirtschaften wachsen? Werden alle Menschen gleich belastet, dann partizipieren alle gleich. Selbst wenn dann die Prozentzahlen gleich wären, würden die Zuwächse in absoluten Zahlen immer noch sehr hoch sein, da die Basis der jeweiligen Einkommensgruppen unterschiedlich ist. Wieso darf sich eine kleine Elite bereichern und das nennt sich Marktwirtschaft, eine Mehrheit darf es aber nicht? Das kann kein Verfechter neoliberalen Glaubens begründen ohne auf Modelle zurückzugreifen die nachweislich nicht immer gültig sind. Wenn, z.B. die Effizienz des Marktes, nicht immer gilt, kann man diese manchmal gültigen Modelle nicht verwenden, um über Logik die Gerechtigkeit in der ungerechten Verteilung zu argumentieren.

(was hier für die USA exemplarisch an Zahlen vorliegt, gilt faktisch überall)

Chris

Freitag, 2. August 2013

Die INSM fordert: Helft den Schwachen

Michael Hüther meint man solle die Armen stärken. Natürlich sollen dafür keine neuen Steuern verlangt, oder die Reichen belastet werden. Denn seiner Meinung nach gibt es das Phänomen,  dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden nicht. Das versucht er mit folgendem Schaubild zu belegen. Leider widerlegt dieses Schaubild gar nichts. Wenn der Median gleich bleibt, und die unteren 14.6% die Hälfte ihres Einkommens verlieren würden und es auf die oberen 3.5% aufgeschlagen wird, dann ändert sich am Schaubild nichts. Dennoch sind die Reichen reicher geworden.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Median eben nicht gleich geblieben ist. Er ist von Anfang der 90er - 2000er gestiegen und dann leicht gesunken. Eine Umverteilung von Arm zu reich ist also durchaus möglich. Nach ein wenig Hetze gegen eine Vermögenssteuer kommt er zum Kern.
Das geeignetste Mittel gegen Armut ist ohnehin ein anderes: Bildung! Schulische Ausbildung und berufliche Qualifikation sind die Grundlagen, um Teil des Arbeitsmarktes zu werden und damit der beste Schutz gegen Armut.

Das ist das zentrale Lei(d)tthema der Armutsbekämpfung neoliberaler Professoren. Diese Aussage ist leider ist nur teilweise richtig. Bildung ist eine relative Größe. Wenn alle Abitur machen, dann sind alle gebildeter, aber die Arbeits- und Lohnverteilung wird sich nicht viel ändern. Wenn dann alle studieren, dann putzt ein Arzt die Häuser, da es bspw. zu viele Ärzte gibt. Er wird aber nicht mehr Geld fürs putzen bekommen. Bildung hilft also nur partiell. Denn wenn das Angebot hochgebildeter Personen steigt, dann sinken auch die Löhne der Berufe die diese Qualifikation benötigen. Als Wirtschaftsprofessor sollte man das eigentlich wissen. Da sich Herr Hüther nur in den Chor einreiht soll ihm verziehen sein. Die Folgerung ist dann wie immer:
Gleiche Startchancen für alle: das ist gerecht!

Eine nette aber absurde Forderung. Nehmen wir an alle Kinder erhalten die gleiche Bildung. Sie leben dennoch nicht in gleichartigen Stadtteilen, sie erhalten nicht die gleich gute Ernährung, außerschulische Bildungs- und Sportangebote sind ungleich verteilt. Die Netzwerke der Eltern sind auch nicht gerade unwichtig. Die Startchancen sind also nicht gleich. Man wird sie auch nicht gleich bekommen in einer ungleichen Gesellschaft. 
Wie soll das gehen, wenn die wohlhabendsten Personen ihre Kinder in private Schulen schicken und gleichzeitig Steuerzahlungen vermeiden? Wieso sollten diese Menschen ein Interesse daran haben, dass öffentliche Schulen gut funktionieren. Selbst wenn man annimmt, dass die Spendenbereitschaft steigt, so würden diese Menschen eher in Bereichen Spenden, welche interessant für den Spender sind (Ausbildungsstätte der Kinder, eigener Sportverein, kulturelle Einrichtungen die man besucht, etc.). Eine etwas gleichere Gesellschaft führt zu mehr Chancengleichheit. Die Stadtteile sind deutlich durchmischter (keine Trennung zwischen Arbeitlosen und Akademikern). Man lebt wieder miteinander und nicht nebeneinander. Solche Dinge werden aber komplett ausgeblendet. Das gesellschaftliche Umfeld eines Menschen ist nicht besonders groß. Ist die soziale Mischung klein, dann entwickeln sich Parallelwelten. Die Sorgen und Nöte der anderen interessieren nicht, oder man kann sie nicht begreifen. 
Ein Manager, der Millionen verdient sieht in seinem Umfeld, dass nur diejenigen die viel Arbeiten viel Geld verdienen. Sein Umkehrschluss ist natürlich, dass Arbeitslose zu faul sind. Er kann nicht begreifen, dass es nicht nur die Arbeit ist die ihn in seine Position gebracht hat und dieser Weg für viele Menschen fast vollständig verschlossen ist. Aus diesem Grund akzeptiert er nicht, dass man armen Menschen hilft. Sie sind ja selber Schuld an ihrer Misere. Da der Staat es trotzdem tut, weicht man aus und zahlt keine Steuern mehr und fühlt sich im Recht. Denn schließlich sind Steuern Diebstahl. Hüther bedenkt das alles nicht. Ein bisschen Bildung und die Forderung nach gleichen Startchancen, das reicht einem neoliberalen Professor schon.

Chris

Sonntag, 19. Mai 2013

Sie nennen es gerecht...

Wenn es Geräusche macht wie eine Ente, wenn es geht wie eine Ente, wenn es aussieht wie eine Ente, dann ist das naheliegendste, dass es eine Ente ist. Für die Ungleichverteilung unserer Gesellschaft gilt das nicht.

Chris

Donnerstag, 4. April 2013

Warum schreibt man noch über Guttenberg?


Tja wer wie Herr Guttenberg in einen gewissen Stand hereingeboren wurde, der braucht sich im Leben keine Sorgen machen. Wie soll er verstehen was Leistung und Arbeitsplatzverlust bedeutet, wenn ihm an anderer Stelle als Sicherheitsnetz eine für Ihn erschaffene Stelle erstellt wird. Wenn man in einer solchen Welt lebt ist man natürlich gegen einen Sozialstaat. Denn in dieser Welt arbeiten wirklich nur die Faulen nicht.

Ach ja Kern des Artikels war eigentlich, dass Guttenberg empfielt, dass Deutschland bei einem Krieg gegen den Iran unterstützend wirkt. Na dann Herr General, ab an die Front.

Zusatz: Ich habe das Gefühl, dass die Aussagen des Ex-Ministers und Plagiators häufiger veröffentlicht werden, als von Mitgliedern der im Bundestag ansässigen Linken.

Chris

Samstag, 23. März 2013

Transparenz schaffen beim Reichtum!

Wenn man eine gerechtere Gesellschaft schaffen will, dann braucht man im ersten Schritt keine neuen Steuern. Man muss einen neuen gesellschaftlichen Konsens schaffen. Das erreicht man in meinen Augen durch Transparenz. Die Einkünfte jedes Menschen müssten veröffentlicht werden. Das hätte mehrere Vorteile. Steuerhinterziehung zum Beispiel würde erschwert, Arbeitnehmer könnten nicht so leicht gegeneinander ausgespielt werden, Zuwendungen bei Politiker, Ärzten, etc. würden erschwert.
Der wesentliche Punkt, warum ich meine das die Veröffentlichung sinnvoll wäre, ist, dass die höchsten Einkommensbezieher der Gesellschaft anfangen müssten ihre Einkommen zu begründen. Erst wenn Reichtum im Gespräch ist, kann man es hinterfragen. Im nächsten Schritt könnte man alle paar Jahre eine Vermögensaufstellung machen. Natürlich wäre dies für die reichsten der Reichen sehr aufwändig und teuer. Aber warum müssen die Armen, wenn sie Hilfe von Staat wollen alles preisgeben, die Reichen aber nicht. Ihr Eigentum wird durch die Gesellschaft legitimiert. Somit kann die Gesellschaft auch eine Bestandsaufnahme fordern. Damit ist noch nichts darüber ausgesagt, oder gefordert, wie und ob man die Verteilung der Vermögen ändern sollte. Allerdings würde den Menschen klar werden wie unfair die Gesellschaft ist. Sie würden merken, dass sie im wesentlichen für die Superreichen und nicht für den Staat arbeiten. Dieser Erkenntnisprozess ist notwendig, um Änderungen herbeizuführen.
Ist dieser Zustand erreicht, lassen sich Maßnahmen für eine gesündere Verteilung des Wohlstands durchführen. 

Chris

Mittwoch, 20. März 2013

Reichtum muss hinterfragt werden

Auf den Nachdenkseiten wird die Frage gestellt ob Reichtum politisch erzeugt wird. In gewisser Weise ja. Reichtum wird gesellschaftlich erzeugt. Da Politik ebenfalls aus der Gesellschaft erzeugt wird und hilft den aktuellen Status Quo zu wahren, hilft die Politik Reichtum zu erzeugen. Detaillierter und mit deutlich mehr Aspekten kann man das auf den Nachdenkseiten nach lesen.
Bestimmte, für uns feststehende Zustände, werden hinterfragt. So zum Beispiel ist nicht klar warum Akademiker mehr verdienen müssen.Ideen müssen umgesetzt werden. Dies geschieht in unserer Gesellschaftsform über Arbeitsteilung. Dennoch werden die Menschen die daran beteiligt werden hochgeradig unterschiedlich an den Ergebnissen beteiligt.

Chris

Mittwoch, 6. März 2013

Ungleichverteilung des Wohlstandes


Ein sehr interessantes Video. Bilder zeigen Probleme in vielen Fällen klarer als Worte. Mehrere Dinge haben mich beeindruckt.

1. Die unteren 80% der Amerikaner erreichen nicht das Einkommen der untersten 20% in der  Idealverteilung (92% der Amerikaner sind für eine solche Verteilung).

2. Über 90% der der Amerikaner müssen das Einkommen der obersten 10% erarbeiten. Welche Begründung gibt es für eine solche Umverteilung.

3. Wie kann man bei einer solchen Vermögensverteilung noch daran glauben, dass die gesamte Bevölkerung durch das demokratische System adäquat vertreten ist? Geld = Macht ist nicht nur ein Spruch, sondern eine Tatsache. 

Chris

Dienstag, 5. März 2013

Donnerstag, 17. Januar 2013

Eigenverantwortung ist wichtig

Die Eigenverantwortung der Armen an Ihrer Armut ist sehr wichtig. Würde sich heraus stellen, dass sie es in den meisten Fällen nicht die Verantwortung tragen und nur die Umstände sie in die Armut trieben, könnten irgendjemand auf die Idee kommen die andere Seite des Spektrums zu betrachten. Wenn Armut in vielen Fällen auf Pech, warum kann dann Reichtum nicht auf Glück beruhen? Wenn dies der Fall ist, warum ist es dann unfair einen Ausgleich zwischen reich und arm durchzuführen?

Chris

Montag, 14. Januar 2013

Was zeichnet ein demokratisch freiheitliches Land aus?

Zu allererst verletzt es nicht die Menschenrechte und achtet sie. Nun mag man fragen, welches Land überhaupt freiheitlich demokratisch ist, wenn man solch harte Forderung vorbringt. Also schränken wir ein. Ein Land ist freiheitlich demokratisch, wenn es wenigstens die Menschenrechte für die Mitglieder des eigenen Landes achtet. Das würde Deutschland etwas weiter nach vorne bringen, da es in meinen Augen die Rechte der Menschen mit seiner Griechenland Politik mit Füßen tritt. Auch die USA stünden schon etwas besser da. Allerdings werden in beiden exemplarisch genannten Ländern die Armen häufig schlecht behandelt. Ein Recht auf Würde gibt es nicht. Also schränken wir weiter ein. Ein Land ist freiheitlich demokratisch, wenn es wenigstens die Menschenrechte für die wohlhabenden und insbesondere reichen Mitglieder des eigenen Landes achtet. Aus diesem Grund sind Kuba und die DDR Unrechtsstaaten. Sie achten die Rechte der eigenen Bevölkerung nicht. Das alleine wäre noch nicht einmal schlimm. Das die Reichen und Wohlhabenden schlecht behandelt werden ist allerdings nicht hinzunehmen.

Chris

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Dienstag, 18. September 2012


unteren 40 Prozent der Vollzeitbeschäftigten hätten dagegen nach Abzug der Inflation Verluste bei der Bezahlung hinnehmen müssen. 

Willkommen im Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland.Gleichzeitig werden von den Bürgern Schuldige gesucht. Da kommen obskure Gruppen wie "Pro Deutschland" vorgekrochen und fordern Meinungsfreiheit ein. Diese brauchen sie um eine Religion zu diffamieren. Dies tun sie mit der Begründung, man dürfe Geschichte auch mal alternativ darstellen. So etwas in einer normalerweise alternativlosen Gesellschaft.
Mit Geschichtsanpassung kennen sich einige Mitglieder solcher Gruppen aus. Man braucht nur durch Blog wie PI zu wandern, nach Videos zur wahren Verschwörung gegen das Deutsche Reich und die Ursache für den 2. WK zu suchen. Geschichte wird angepasst.
Die Mächtigen tun dies natürlich auch. Wer wusste, dass über Mercedes Benz in Argentinien nach dem Krieg illegal erworbene Gelder gewaschen wurden? Wer wusste, dass das Dritte Reich zionistische Strömungen unterstütze, um Isreals Gründung zu unterstützen? Kaum jemand. Warum auch? Niemanden scheint das zu interessieren. Selbst die offensichtlichen Fehler in der Gesellschaft werden nicht behoben. Wie kann man Hoffen das die Geschichte aufgearbeitet wird und so Gruppen wie "Pro Deutschland" Wind aus den Segeln genommen wird.

Chris