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Dienstag, 9. Juni 2015

Interessante Statistik

Ein interessante Darstellung über die Verluste im 2. Weltkrieg. Man sieht am Ende, dass die Welt tatsächlich friedlicher geworden ist. Das steht ganz im Gegensatz zu den Militärbudgets und den Nachrichten.

Chris

Montag, 3. Juni 2013

Kommentar zu "Libertarismus und katholischer Glauben – Versuch einer Annäherung"

In meinen Augen ist der Versuch einer Annäherung ist für Verfechter der Nichteinmischung und des möglichst schwachen Staat ein Widerspruch. Es wird ein ideales Bild der Kirche genutzt, um sie zu legitimieren. Ein ideales Bild des Staates wird aber nicht zugelassen. Dieser Unterschied resultiert aus dem persönlichen Glauben:

@Störk
"Ich glaube, daß die beste irdische Umsetzung des Jesuswortes "wer unter Euch der Größte sein will, soll aller anderen Diener sein", im freien Unternehmertum im freien Wettbewerb unter kapitalistischen Bedingungen möglich ist."

Ich glaube es nicht, ich hoffe es nur. Ich denke man braucht Regeln, um diese Umsetzung zu realisieren. Je anonymer die Ökonomie und das gesellschaftliche Leben abläuft, desto weniger interessieren wir uns für eine faire Umsetzung. Beispiele gibt es genug. Wir wissen von den Produktionszuständen in der Dritten Welt. Allerdings können wir schlecht einschätzen wie viel Wahrheit dahinter steckt und wie wir diese Wahrheit positiv verändern können. Die Verantwortung liegt dabei auf vielen Ebenen. Wenn H&M vernünfige Produktionsmethoden fordert und diese bei seinen Zulieferern prüft, diese aber noch Sub-Sub-Sub Unternehmen beschäftigen funktioniert die gute Absicht nicht mehr.
Der Kirche zuzuschreiben, dass sie für die emanzipatorische Entwicklung in Europa verantwortlich war, ist vermessen. Sie stand und steht in weiten Teilen dagegen.

"Wer den christlichen Glauben, und dazu zählt nunmal auch das katholische Bekenntnis, so einfach ("Aufklärung") abschreiben will, sollte sich noch einmal Rothbard vergegenwärtigen und in Erinnerung rufen, dass naturrechtliche Erwägungen eine kaum zu unterschätzende Bedeutung für den Liberalismus/Libertarismus haben."

Nicht der Glaube führt zur Emmanzipation des Menschen. Die Kirchen haben oft genug die Wissenschaft unterdrückt. Frauen sollen am besten zu Hause bleiben und Kinder kriegen [1]. Auch unterstützte die Kirche die Diktatur in Argentinien [2] und die Katholiken betreiben die einzige absolutistische (Wahl-)Monarchie in Europa [3]. Für mich sind diese frei Beispiele nicht gerade ein Zeugnis für Freiheit.
Dabei sind hier die "naturrechtliche Erwägungen" interessant. Mit diesen wird der Liberalismus begründet ohne zu erwähnen, dass sich das Naturrecht über die Jahrhunderte wandelte. Sklaverei wurde mit diesem Recht ebenso begründet wie die Gleichheit der Menschen.

Im Laufe der neueren Zeit hat man den fürstlichen Absolutismus so gut wie die unmittelbare Demokratie, das jus majestatis so gut wie das jus revolutionis, das Recht auf Arbeit wie das Recht auf Zinsgenuß, den Individualismus wie den Kollektivismus, den Krieg wie den Frieden auf einen den Naturgesetzen entsprechenden Ur- oder Idealzustand begründet. So birgt die Naturrechtslehre in sich unvereinbare Widersprüche. Sie kann im guten Sinne gebraucht wie im bösen mißbraucht werden, je nachdem es der zugrunde gelegte, schilllernde Begriff der ‚Natur‘ erlaubt.[4]

[1] http://www.n-tv.de/politik/Kardinal-Meisner-will-mehr-Muetter-article10672486.html
[2] http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/2041993/
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Naturrecht#Kritik

Chris

Dienstag, 18. September 2012


unteren 40 Prozent der Vollzeitbeschäftigten hätten dagegen nach Abzug der Inflation Verluste bei der Bezahlung hinnehmen müssen. 

Willkommen im Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland.Gleichzeitig werden von den Bürgern Schuldige gesucht. Da kommen obskure Gruppen wie "Pro Deutschland" vorgekrochen und fordern Meinungsfreiheit ein. Diese brauchen sie um eine Religion zu diffamieren. Dies tun sie mit der Begründung, man dürfe Geschichte auch mal alternativ darstellen. So etwas in einer normalerweise alternativlosen Gesellschaft.
Mit Geschichtsanpassung kennen sich einige Mitglieder solcher Gruppen aus. Man braucht nur durch Blog wie PI zu wandern, nach Videos zur wahren Verschwörung gegen das Deutsche Reich und die Ursache für den 2. WK zu suchen. Geschichte wird angepasst.
Die Mächtigen tun dies natürlich auch. Wer wusste, dass über Mercedes Benz in Argentinien nach dem Krieg illegal erworbene Gelder gewaschen wurden? Wer wusste, dass das Dritte Reich zionistische Strömungen unterstütze, um Isreals Gründung zu unterstützen? Kaum jemand. Warum auch? Niemanden scheint das zu interessieren. Selbst die offensichtlichen Fehler in der Gesellschaft werden nicht behoben. Wie kann man Hoffen das die Geschichte aufgearbeitet wird und so Gruppen wie "Pro Deutschland" Wind aus den Segeln genommen wird.

Chris

Dienstag, 22. November 2011

Hinweis

Passend zu meiner Frage warum gerade Ronald Reagan als Heilsfigur für die Neokonservativen (hier Neoliberale) gilt, kann man eine sehr informative Dokumentation bei arte über ihn finden.

Chris

Donnerstag, 10. November 2011

Eine Frage die ich mir stelle

Warum ist Ronald Reagan eigentlich ein Vorbild für viele Neoliberale? Die Verschuldung der USA unter seiner Präsidentschaft nahm massiv zu. Er war der protektionistischste Präsident seit Hoover, obwohl er den Freihandel propagierte. Die Staatsquote sank nicht, sondern stieg sogar leicht unter seiner Präsidentschaft an (Abbildung 6, Abbildung 20). Wieso ist dieser Mann also ein Vorbild für den liberalen Weg, wenn er ihn doch gar nicht wirklich beschritten hat? 

Chris

Donnerstag, 7. April 2011

Diskussionen auf dem Geschichtsblog

Auf dem Geschichtsblog von Stefan Sasse wird aktuell der 2. Weltkrieg beleuchtet. Von meiner Seite aus finde ich die Artikel ganz gut beschrieben und durch die Quellenangaben am Ende der Artikel kann man tiefer Graben wenn man dies möchte. Einige Dinge wusste ich so noch nicht, oder sie wurde klarer dargestellt als in der Schule. Der interessanteste Teil allerdings war in diesem Fall der Kommentarbereich. Ich hatte nicht gedacht, dass man so energisch leugnen kann. Der Grundtenor der Herren Anonym ist, dass alle anderen außer das Deutsche Reich am 2. Weltkrieg Schuld waren. Die Judenproblematik wird nur gestriffen, aber man erkennt, dass auch dort die anderen wesentlich schlimmer gewesen sein sollen. Um dies zu untermauern wird vorgeworfen, dass man sich auf unseriöse, weil Mainstream, Quellen stützt. Im Gegenzug werden einige Bücher vorgebracht, welche die "Wahrheit" beihalten sollen. Nun lässt sich dazu sagen, dass es immer noch Zeitzeugen gibt. Bezüglich der Behandlung der Juden hat meine Großmutter mir erst neulich Geschichten über Razzien in jüdischen Vierteln erzählt. Auch an die Sterne kann sie sich noch erinnern. Wurden Millionen Zeitzeugen von den Siegermächten gekauft. Das halte ich doch für etwas unglaubwürdig.
Beim Kriegsbeginn sieht es ähnlich aus. Wieso musste ein Angriff der Polen inszeniert werden, wenn die Bedrohung von anderen ausging. Wenn dies so offensichtlich war, dann hätte man den Angriff mit dem Verweis auf die Bedrohungslage führen können. Die USA hatte im Irak auch kein Problem damit. In meinen Augen sind die Anschuldigungen der Anonymen haltlos. Sicherlich muss man Geschichte immer differenziert betrachten. Aktuelle Ergebnisse aufgrund von Verschwörungstheoriebüchern zu verwerfen ist aber Unsinn.

Chris

Freitag, 28. Januar 2011

Holocaust-Gedenktag

Ein schönes Bild von Wulf und anderen geladenen Gästen vor den Toren von Auschwitz. Dem Aufruf zur Wachsamkeit sollten wir alle folgen. Allerdings sollte man dabei nicht nur die Judenverfolgung im Blick haben. Der Spruch "Sozial ist was Arbeit schafft" ist leider viel zu nah an der im Hintergrund leicht verschwommen Aufschrift "Arbeit macht frei". Darum müssen wir wachsam sein. Auch in den 30er Jahren begann es nicht mit Auschwitz, sondern endet dort.

Chris

Montag, 29. November 2010

Geschichte wiederholt sich nicht (sofort)

In Kreisen der Wirtschaft überwog anfänglich die Neigung, den Konjunktureinbruch, der sich erst in der zweiten Jahreshälfte 1930 in vollem Umfang bemerkbar machte, auf endogene Ursachen, vor allem überhöhte steuerliche Belastungen und Sozialausgaben zurückzuführen.


Fast gleichzeitig [30. 10. 1931] nahm auch Carl Friedrich v. Siemens in einer Rede vor amerikanischen Industriellen gegen den angeblich sozialistisch-gewerkschaftsfreundlichen Kurs der Regierung, gegen Tarifrecht und Sozialpolitik Stellung.

Vor 80 Jahren gab es eine ähnliche Situation wie heute. Die Unternehmensverbände diktieren den Sozialabbau und wundern sich danach über eine sinkende Binnenkonjunktur. Wer diese Zusammenfassung ließt und an Aussagen der letzten Jahre denkt wird sich erschrecken. Frau Merkel wiederholt die Geschichte und muss sich sogar schon vor der Wirtschaft verteidigen, dass sie eigentlich nur der Wirtschaft hilft. Es scheint wie immer zu sein. Es wird gefordert Löcher in ein Boot zu bohren. Danach wird sich beschwert, dass man sinkt. Der Grund dafür sind aber nicht die Bohrungen, sondern diejenigen welche die Bohrungen schließen wollen.

Chris

Sonntag, 17. Oktober 2010

Feldherren sind keine Helden

Da aktuell mal wieder eine Sendung über die größten Feldherren läuft frage ich mich, wie die Geschichte die heutigen darstellen wird. Letztendlich hat sich am Prinzip des Krieges in all den Jahrhunderten nicht all zu viel getan. Eine Gruppe überfällt eine andere. Eine Menge Menschen müssen sterben und der Sieger schreibt dann die Geschichte. Keiner der Feldherren war ein Held. Helden retten Menschen. Feldherren führen Kriege. In heutigen Dokumentationen werden sie dennoch verherrlicht. Mörder werden also zu Helden und Friedenspolitiker werden vergessen. In diesem Sinne hat George Bush jun. auch noch die Chance als großer Held der Vergangenheit einzugehen. Wir werden sehen.

Chris

Freitag, 14. Mai 2010

Geschichte wiederholt sich...

Irgendwie kommen mir die griechischen Sparpläne bekannt vor...

Chris

Dienstag, 12. Januar 2010

Realitätsverlust

Mathias Döpfner seines Zeichens Springerchef will sich ein wenig publik machen. Wie macht man das? Man stellt sich hin und behauptet. Was man behauptet ist erst einmal egal und kann beliebig falsch sein, aber es wird erst einmal behauptet. Dabei wird weder vor der Geschichte noch der Realität halt gemacht.

"Dabei war es doch eindeutig der Nationalsozialismus und nicht der Nationalkapitalismus, der die Menschheit in Unglück und Vernichtungswahn gestürzt hat."

Der Kommentar auf den Nachdenkseiten ist da schon treffend, wenn gefragt wird ob nicht gerade die Großindustriellen viel Geld verdient haben, das Kommunisten und Sozialisten verfolgt wurde. So wird die Geschichte gedreht wie man sie braucht. Scheinbar scheint die Schulbildung eine Herr Döpfners nicht allzu gut zu sein. Weiter geht er zu den Landesbanken. Staat=schlecht ist seine einfach Formel. Problematisch wird es nur dadurch, dass etliche Banken im privaten Sektor ebenso betroffen waren (Commerzbank, HRE, IKB). Gerade die HRE wurde massiv gestützt und mit ihr private Banken, welche Kredite an dieses Institut vergeben hatten.

"Kontrolle ist manchmal leider nötig, Vertrauen ist besser."

Solche Sprüche sind dann die Farce schlechthin. Dieser Gutmensch stellt sich hin und glaubt, dass eine kontrollfreie Welt schon läuft. Gerade da wo Macht sich konzentriert gehört eine vernünftige Kontrolle hin. Seine Aussage ist genauso Blödsinn wie die Forderung nach der Abschaffung des Geldes und der Einführung eines ideellen Kommunismus. Das eine wird kritisiert als utopische Spinnerei, aber das andere als Heiligtum angebetet.
Weiter geht es mit:

"Steuersenkungen jedenfalls sind das bessere Konjunkturprogramm als Staatsintervention und Subvention."

Ronald Reagan hat es vorgemacht. Etliche sind gefolgt, nur funktioniert hat es nie. Im Umkehrschluss wurden Konjunkturprogramme und Subventionen durchgeführt und zeigen Wirkung. Herr Döpfner einfach mal auf den Solarmarkt schauen. Dort tragen sich die langjährigen Investitionen langsam selbst und die Förderung kann eingestellt werden. Auch sollte sie mal in die 30 Jahre nach Deutschland oder die USA schauen. Es gab vor der Kriegswirtschaft auch ein massive Konjunkturprogramme. Aber Geschichte ist ja nicht ihr Spezialgebiet.

"dass die Bevölkerung auf mehr Netto verzichtet"

Das Netto...
Wenn ich im Gegenzug "freiwillig" mehr Gebühren bei Dienstleistungen des Staates, bei privater Rente und Krankenkasse zahlen muss verzichte ich gerne.

"Dass Vertrauen funktioniert, zeigt nicht nur die große Steuerpolitik – zumindest überall da, wo man es wagt, richtige Steuerreformen, also nicht gegenfinanzierte, durchzusetzen – sondern auch ein kleines Beispiel aus der Privatwirtschaft."

Komischerweise nützt das Vertrauen des Staates in seine reicheren Bürgern der Staatskasse herrzlich wenig. Wie viele Menschen waren gleich in der Schweiz, etc. mit Bankkonten gemeldet?
Herr Döpfner ein Rat von mir. Bevor sie Unsinn schreiben und reden sollten sie sich mit der Realität auseinandersetzen. Damit meine ich nicht ihre Realität das ist ganz wichtig, sondern die von den restlichen 80 Millionen Menschen in diesem Land.

Chris

Dienstag, 24. November 2009

Vergessene Geschichte

Ein wichtiger Punkt, welcher vom ZeitgeistBlog angesprochen wird in der Geschichte des 2. Weltkriegs gerne vergessen. Die Kolonien stellten ebenso Soldaten und Arbeiter, welche Ausgebeutet wurden und starben. Es ist in meinen Augen unglaublich wichtig sich nicht nur auf die Leiden in Europa zu beschränken die dieser Krieg brachte.

Chris

Dienstag, 10. November 2009

20 Jahre Mauerfall – wir kaufen uns eine DDR

Auf den Tag genau vor zwanzig Jahren fiel die Mauer und ganz Deutschland war wie besoffen vor Freude. Zu recht – schließlich war es eine äußerst glückliche Wendung der Geschichte, dass die kollabierende Sowjetunion sich friedlich von ihren Satellitenstaaten in Osteuropa trennte und deren Völkern die Entscheidung über ihre Zukunft selbst überließ. Noch ein halbes Jahr vor dem Mauerfall hätte kein ernst zu nehmender Historiker und Politologe diese Entwicklung auch nur erahnt.

Quelle: Spiegelfechter

Anmerkung: Eine gelungene Zusammenfassung der Wiedervereinigung. Sehr schön ist dieser Kommentar. Denn er zeigt sehr deutlich wie clever nach der Wiedervereinigung einige Wenige richtig viel Geld verdienen konnten. Man muss sich das nur mal klarmachen. Unternehmen sind beim Staat verschuldet (ist in einer Planwirtschaft halt so). Diese Schulden werden verkauft. Da es eine Staatsschuld ist von Staatsunternehmen, schuldet der Staat sich selbst Geld und verkauft diese unter Wert und wundert sich dann, dass er massiv verschuldet ist. Willkommen in der wunderbaren Welt des Horst Köhler.

Dienstag, 3. November 2009

40 Jahre Internet: Wer hat's erfunden?

Am heutigen 29. Oktober vor 40 Jahren testete Dr. Leonard Kleinrock am Massachussetts Institute for Technology (MIT) die erste funktionierende Internetverbindung.

Sie funktionierte jedenfalls beinahe. Das Wort "Login" sollte von seinem eigenen Rechner aus über eine Telefonverbindung zu einem mehrere hundert Kilometer entfernten Rechner übertragen werden. Die Gegenstelle bestätigte telefonisch, das "L" sei angekommen, ebenfalls das "O". Dann stürzte das System ab.

Und dennoch war dieser Versuch zweifellos der Durchbruch in die Welt der digitalen Vernetzung, wie wir sie heute kennen.

Kleinrock hatte zuvor in den Jahren 1960-1962 als Doktorand des MIT an den mathematischen Grundlagen für die paketbasierte Datenübertragung geforscht. Nachdem der erfolgreiche Nachweis erbracht wurde, erhielt er seinen Ph.D. und im Anschluß eine Professur für Informatik an der Universität von Calfifornia (UCLA). Dort baute Kleinrock eine Art Excellenz-Cluster auf, aus dem später andere Universitäten und Einrichtungen rekrutieren konnten.

Quelle: Freitag

Chris