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Dienstag, 24. November 2020

Wer gegen eine Vermögens- und Erbschaftssteuer ist

Diese Personen sollten sich diese Studie ansehen. Dort kommt für Deutschland ein GINI von 0.8 bei den Vermögen heraus. Ein Wert von 1 bedeutet, dass eine Person wie am Ende von Monopoly alles besitzt. Der Wert ist ziemlich hoch. Der Verweis der kommen könnte, dass die MillionärInnen ja mehr Wochenzeit in Erwerbstätigkeit verwenden muss mit Vorsicht betrachtet werden. Menschen mit niedrigem Vermögen sind statistisch gesehen jünger und haben in der Regel auch ein niedrigeres Einkommen als Menschen mit großen Vermögen. Folglich sind Dinge wie Carearbeit nicht externalisiert. Ich schätze eine Betrachtung der Gesamtarbeitzeit würde manche Menschen erstaunen. Denn Eltern die Arbeiten haben locker eine 80 - 100 Stunden Woche.

Zudem sind die knapp 10 Stunden Mehrarbeit alles andere als eine legitime Erklärung für ein Vermögen das nicht das 1,25 fache höher ist, sondern das 100 - 1000 fache. Wer von Chancengleichheit redet, sollte mir erklären wie das gehen soll, wenn die Vermögen so ungleich verteilt sind.


Chris

Freitag, 1. September 2017

Investiert in Mistgabel


Nick Hanauer beschreibt es eigentlich ganz gut. Er vertritt nur sein Eigeninteresse. Er will nicht mit Mistgabeln aus seiner Villa gejagt werden. Er denkt den Schritt weiter, den andere Superreiche nicht denken können. Daran sieht man, dass die meisten Reichen eben nicht so clever sind wie sie glauben.

Chris

Freitag, 29. Juli 2016

Die Behauptung, dass Reiche immer mehr und Arme immer weniger verdienen, hält einer genaueren Überprüfung nicht stand

So titelt es die FAZ. Schaut man sich die Studie an, dann sieht man starke Veränderungen die genau dem widerpsrechen. Es gab einen Einbruch der Ungleichverteilung 2005/2006 - 2010. In diesem Zeitraum fällt unter anderem die Wirtschaftskrise. Danach steigt die Ungleichheit wieder und zwar deutlich. Die FAZ zeigt nur, dass die richtige Wahl des Startzeitpunktes eine beliebige Aussage zulässt- Wählt man 2003 oder 2007 statt 2005 kommt man zu einer anderen Aussage.
Ein interessantes Bild ist Abb. 3. Dort sieht man die Ungleichheit der Haushaltseinkommen vor und nach Steuern und Transfers. Man sieht, dass die Ungleichheit nach Steuern stärker zugenommen hat in den letzten Jahren als vor Steuern. D.h. es wurde im Wesentlichen die oberen Einkommen entlastet.
Laut der Studie ist Deutschland im Mittelfeld der Ungleichheit und nur die Niederlande haben sich seit 1995 verbessert. Es gibt also übrehaupt nichts zu feiern und die Behauptung, dass die Reichen immer reicher werden ist nicht widerlegt worden. Es wurde nur gezeigt, dass es eben kein stetiger Prozess ist.

Chris

Sonntag, 15. Mai 2016

Wachen sie langsam auf?

Ungeachtet solcher Details steht der Fall Tepper allerdings auch exemplarisch für eine Entwicklung der Finanzmärkte und der Gesellschaft insgesamt: Einzelne Big Player bekommen immer mehr Einfluss auf das Geschehen. Sie haben viel Macht, ohne demokratisch legitimiert zu sein. Und ihr Wirken reicht über die Finanzmärkte hinaus weit in die Unternehmen und in den Rest der Gesellschaft hinein.

Wenn man solche Texte im Manager Magazin findet, dann scheint auch langsam den stärksten Befürwortern des Neoliberalismus mulmig zu werden. Sie erkennen vielleicht langsam, dass die Zentralisierung der Vermögen zu dem Verlust der Freiheit der breiten Bevölkerung führt. Warum sollen wir als breite Bevölkerung uns das gefallen lassen? Mir ist sowieso nicht klar, warum dieser Zustand nicht diskutiert wird.

Chris

Dienstag, 16. Juni 2015

Man kann nur noch schreien

SPON analysiert das Wachstum der Spitzenvermögen. Die Zahl der Millionäre ist dramatisch gestiegen. Auf allen Kontinenten legen die Reichen zu. Selbst

In Westeuropa fiel das Wachstum mit 6,6 Prozent auf 39,6 Billionen Dollar wesentlich bescheidener aus - angesichts der wirtschaftlichen Flaute durch die Eurokrise aber immer noch beeindruckend.

Man könnte auch interpretieren, dass alle geben, damit oben genommen werden kann. Besonders der letzte Abschnitt ist spannend.

Die Studie legt zudem nahe, dass die Vermögen nicht nur sehr ungleich verteilt ist - sondern auch, dass diese Ungleichheit weiter zunimmt. So besaßen (Dollar-)Millionärshaushalte im vergangenen Jahr 41 Prozent des gesamten privaten Geldvermögens. Im Jahr 2013 war es noch ein Prozent weniger. Die Zahl der Millionärshaushalte wuchs 2014 von 15 auf 17 Millionen (plus 13,3 Prozent), die meisten davon in den USA (sieben Millionen Haushalte), gefolgt von China (vier Millionen Haushalte). Bis zum Jahr 2019 werden Millionäre bereits 46 Prozent des weltweiten Geldvermögens besitzen, prognostizieren die BCG-Experten.

Es wird also eine massive Konzentration der Vermögen an der Spitze festegestellt. Die Ursache wird auch präsentiert.

Warum vor allem die Reichen immer reicher werden, geht ebenfalls aus der Studie hervor. Von dem enormen Vermögenszuwachs im vergangenen Jahr wurden lediglich 27 Prozent wirklich neu angespart, etwa aus dem Arbeitseinkommen. Der weitaus größere Teil des neuen Reichtums, nämlich 73 Prozent, entspringt dem alten Reichtum: Es sind Zinsen oder andere Erträge des bereits angelegten Kapitals. 

Das alles ist also bekannt. Nicht durch Innovationen wird man reich, sondern durch bestehenden Reichtum wird man noch reicher. Trotz dieses Wissens sind in Deutschland Kapitaleinkommen niedrig, Vermögen gar nicht und Erbschaften absurd niedrig besteuert. Warum das auch aus liberaler Sicht sinnvoll wäre kann man sich schnell klar machen. Man muss nur in die jüngere Vergangenheit schauen. Diejenigen die sehr viel Geld haben, haben in der Regel viel Einfluss auf die Politik. Die Bankenrettung kam gerade jenen zu Gute die viel Geld haben. Man begibt sich von einer staatlichen Unterdrückung die wenigstens demokratisch beeinflusst werden kann, hin zu einer plutokratischen Unterdrückung ohne jede Chance der Beeinflussung. Wenn diese Plutokraten wenigstens durch eine Leistung aufgefallen wären, die ihren Reichtum legitimiert, könnte man es sich schönreden. Geerbter Reichtum ist für den neuen Reichtum verantwortlich. Somit ist die Leistung eigentlich nur, dass die Eigentümer geboren wurden. In meinen Augen ist das mit der neoliberalen Ideologie schwer vereinbar. Dort soll Leistung zählen und die gesellschaftlichen Schmarotzer sollen nichts kriegen. 

Milliardäre die von ihren Vermögen leben, kriegen ihre Zinsen und Güter von der gleichen Gesellschaft wie der Sozialhilfeempfänger. Nur der Weg der Zuwendung ist ein anderer.

Chris

Dienstag, 10. März 2015

Argumente für eine höhere Erbschaftssteuer

Ein wesentlicher Faktor ob man reich ist oder nicht hängt mit Erbschaften zusammen. Das zeigt eine Studie aus Österreich, für Österreich, aber auch für Deutschland und Zypern. In anderen europäischen Ländern sieht es anders aus. Sollte man deshalb über eine Erhöhung der Erbschaftssteuer nachdenken? Die Antwort lautet ja. Denn sie ist die einzige Steuer die niemandem schadet. Schließlich wird das Vermögen eines Toten besteuert. Jeder der etwas kriegt, kriegt halt etwas weniger. 

Chris