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Mittwoch, 27. März 2013

Was bewirken die sinkenden Ratings der Staaten

Die Zahl der AAA bewerteten Staaten sinkt. Das Staatsanleihenvolumen mit bester Bewertung ist von 11 Billionen auf auf 4 Billionen US Dollar abgesunken. Eigentlich egal sollte man meinen. Allerdings braucht man nur dieser Kette folgen, um die Absurdität unserer Regierung zu folgen

- die Renten- und Pflegeversicherung sollen weiter privatisiert werden; EIGENVORSORGE
- diese Versicherungen sollen in sichere Anlagen investieren
- es gibt zu wenig Anlagemöglichkeiten
- die Zinsen sinken
- der Staat muss die privaten Versicherer unterstützen.

Das alles nennt sich dann eine zukunftsfeste Versicherungsstrategie a la FDP/CDU/CSU. Das Schlimme dabei ist, dass die Verantwortlichen nicht einmal merken was für Blödsinn sie treiben.

Chris

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Deutschland droht der Abstieg; Ist Europa gerettet?

Deutschland droht eine Rating Abstufung und die Medien zittern. Was wird passieren, wenn die Zinsen aufgrund einer Abwertung des Ratingstatus steigen? Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Deutschland sperrt sich nicht mehr gegen den massiven Einsatz der EZB und beendet damit das Spiel gegen den Euro. Da Frankreich vor Deutschland Probleme haben würde, wären sie mit im Boot. Italien und Spanien sind es sowieso. In den Medien liesst man von diesem Szenario nichts. Sie haben Angst, dass die Glaskugelbesitzer andere Buchstaben auf ein Papier schreiben, welches die Überschrift "Rating Germany" besitzt. Die Menschen müssen sich klar machen, dass das Ganze Spiel nichts mit der Realität zu tun hat. Die Ratings haben vor nicht allzulanger Zeit auf dramatische Weise versagt. Warum soll man nun blind folgen? 

Chris

Freitag, 11. November 2011

Fehler im Rating

Wenn die Rating Agenturen husten, dann wackelt die Welt. Wer kann eigentlich noch glauben, dass die Ratings irgendetwas mit der Realität zu tun haben, wenn solche Patzer gemacht werden?

Chris

Dienstag, 18. Oktober 2011

Frankreich soll abgewertet werden

Die Rating Agenturen und Banken sollten sich an den Ausspruch halten
Man schlägt nicht die Hand die einen füttert.

Wenn Frankreich in eine Krise kommt wird Deutschland dann wahrscheinlich bald folgen.

Mittwoch, 21. September 2011

Italien abgewertet

Wie blind ist man eigentlich beim Spiegel. Der Grund für die Herabstufung Italiens wird in der zögerlichen Haltung bei der Umsetzung der Sparprogramme gesehen. Dabei hat Standard and Poor's mit seiner schlechteren Bewertung auch die Zukunft im Blick. Das heißt, dass diese Agentur sehr wohl weiß wie Sparprogramme auf die Konjunktur wirken.

Montag, 29. August 2011

US-Börsenaufsicht nimmt Standard & Poor's ins Visier

Es war definitiv mutig von Standard & Poor's die USA abzuwerten. Allerdings wehrt sich die US Regierung indirekt mit Hilfe der Börsenaufsicht. Nun wird deutlich, wer am längeren Hebel sitzt. Die nun untersuchten Praktiken sind vermutlich nicht neu und lange Zeit bekannt.

Montag, 20. Juni 2011

Ratings

Rating Agenturen führen sich selbst bewahrheitende Prognosen. Zwar sind Ökonomen nicht besser als die Krake Paul beim vorhersagen von Langzeitverläufen, aber dennoch glauben ihnen die Menschen. Da die Menschen ihnen glauben, erfüllen sich natürlich auch ihre Prognosen. Die Kausalität ist verdreht. Es stellt sich nicht die Frage ob ein Land zahlungsfähig ist, es stellt sich nur die Frage ob die Ratingagenturen glauben, dass es dies ist. Glauben sie an die Zahlungsunfähigkeit, dann steigen die Zinsen und das Land wird tatsächlich zahlungsunfähig. Wenn die Prognosen so genau wären, dann wäre es nicht zu dieser Situation gekommen. Die Ratings hätten viel früher einbrechen müssen, dann aber nicht so stark.
Für mich zeigt diese Situation, dass Märkte eben nicht fähig sind zu perfekten Preisbildung. Dafür sind sie immer abhängig von Informationen, welche teilweise gar nicht determinierbar sind. Diese Informationen werden dann mittels Modellen abgeschätzt. Da besteht das nächste Problem. Es gibt keine funktionierenden Wirtschaftsmodelle. Es werden unglaublich viele Annahmen hereingesteckt, wie perfekte Märkte, etc.. Man versucht mit unzulänglichen Modelle das Fehlen der notwendigen Realdaten auszugleichen. Das muss zu Fehlern führen. Im Grunde zeigt uns diese Krise eindeutig, dass ein marktliberales Modell scheitern muss. Denn die Nutzung der Fehler im Prognosesystem können zum Beispiel ohne Weiteres genutzt werden um zu schummeln. Nicht mit einer Silbe wird erwähnt, dass Menschen und Unternehmen zu ihrem eigenen Vorteil schummeln. Griechenland schummelte bei seinen Bilanzen und bekam billige Kredite, Goldman Sachs half dabei und bekam Geld. Dieser Antrieb nach möglichst viel Gewinn trieb die Finanzpakethersteller an in der letzten Finanzkrise. Man hat schlicht und einfach die Prognosefehler genutzt, um Gewinne zu machen. Dies verletzt die Grundannahmen der Marktmodelle. Somit ist eine Politik die diese Modelle annähern will auch nicht zielführend. Warum dennoch der neoliberalen Marktlehre und den Rating Agenturen folgt ist einfach. Sie beiten Lösungen an. Diese Lösungen sind vielleicht falsch aber sie sorgen dafür, dass die Fehler nicht bei ihnen gesucht werden.

Chris

Freitag, 1. April 2011

Good News: Rating was?

Ist es nicht eine schöne Nachricht, dass Ratingagenturen Pleiteländer boykottieren wollen? Die EU plant, dass die Agenturen haftbar gemacht werden können, wenn ihre Einschätzungen falsch waren. Da die Rating teilweise sehr spekulativer Natur sind haben die Agenturen keinerlei Interesse daran, dass sie haftbar gemacht werden können. Das zeigt in meinen Augen zwei Dinge. Wenn die Ratings so gut wären, dann müssten die Agenturen nichts fürchten. Schließlich muss ein Autohersteller auch für die Qualität seiner Waren haften. Die aggressive Haltung der Agenturen zeigt aber auch, dass die Staaten (bzw. die EU) doch am längeren Hebel sitzen. Die Drohung, dass Investoren auf einmal nicht mehr wissen wo Portugal liegt, weil es keine Ratings gibt ist absurd. Sicherlich werden einige sich abschrecken lassen. Diese werden durch andere ersetzt. Es offenbart sich in meinen Augen die Machtlosigkeit der Ratingagenturen. Leere Drohungen werden ausgesprochen aus Angst die Menschen könnten dies erkennen. So geht es jedem auf Glauben aufgebauten Machtsystem. Wenn man erkennt, dass dort nur Blender sitzen, dann schrumpft die Angst.

Chris

Dienstag, 8. März 2011

Ratingagenturen arbeiten gegen Griechenland

Kaum kommen kritische Stimmen aus der griechischen Regierung wird die Kreditwürdigkeit herabgestuft. In Griechenland wird exemplarisch gezeigt, dass zwar Banken "to big to fail" sein können, Staaten mit Millionen Menschen aber nicht. Griechenland wird systematisch mit den typischen neoliberalen Rezepten ausgepresst. Sparen im öffentlichen Sektor und eine massive Privatisierung sollen die Wirtschaft nach vorne bringen. Kritische Stimmen, dass sich Griechenland dabei "zu Tode sparen" wird, werden nicht erhört. Etliche Beispiele vom Scheitern dieser IWF Politik werden ebenfalls nicht betrachtet. Mich erstaunt immer wieder, dass unterschiedliche Schuldenursachen zur immer gleichen Lösung führen. Die Wirtschaftswelt des IWF scheint sehr einfach gestrickt zu sein. Die Verlierer dieser einfachen Welt stehen auf den Straßen und hoffen darauf ihren Wohlstand nicht zu verlieren. Meine Prognose ist, dass sie ihn verlieren werden. Die Zahl der Privatisierungen wird steigen. Dabei werden viele Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren und Griechenland wird in eine tiefe Rezession schlittern. Die Verschuldung wird erst leicht sinken und dann wieder zunehmen, da es zu massiven Steuerausfällen kommen wird. Das Rezept gegen diese Probleme wird dann lauten, dass noch mehr im öffentlichen Sektor gespart werden soll. Die qualifizierten, gut ausgebildeten Griechen werden ihr Glück in den anderen europäischen Ländern suchen. Am Ende wird Griechenland deutlich schlechter dastehen als jetzt schon. Das ist alles vorhersehbar. Dabei können die Staaten der Eurozone mit ihrer Währung faktisch machen was sie wollen. Wenn es politisch gewollt wäre, dann könnte man den Griechen direkt Kredite von der EZB geben. Damit könnte man versuchen die Wirtschaft zu stützen und kräftig zu investieren. Durch geringe Lohnerhöhungen (wie in Deutschland) könnte man den Abstand zu den Hauptimporteuren verringern und eventuell das Defizit abbauen.

Chris

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Kirche und Markt

Wenn ich die Nachrichten über die Eurokrise lese, dann erinnert mich das Ganze an das Mittelalter. Auch damals gab es ein System, welches auf Glauben basierte und die Verwaltung des Deutschen Reiches übernahm. Damals war es die Kirche, welche dem Kaiser Bedingungen diktierte. Im Grunde war die weltliche Macht sehr begrenzt. Die Kirche besaß zum Beispiel keine Armee. Doch sie besaß Einfluss, welcher auf dem Glauben der Menschen an Gott fußte. Bei Rating Agenturen und der Kreditvergabepraxis in der Eurozone sieht das ähnlich aus. Die Garantie für das Geld liegt bei den Staaten. Rating Agenturen haben offiziell keinen Einfluss auf die Geldschöpfung noch auf die Gesetzgebung. Dennoch lassen sich Staaten von Ratings und Spekulanten herumschubsen. Der Glaube an den Markt und der massive Einfluss durch die Finanzwirtschaft auf die Politik ermöglicht dies. Der Glaube, dass der Markt alles optimal regeln wird ist ähnlich dem Glauben an das Himmelreich. Es lässt sich niemals beweisen es ein Himmelreich gibt. Es lässt sich eben auch nicht die optimale Verteilung durch einen Markt beweisen. Der Glaube daran nährt das vermeintliche Wissen, dass dies so sei. Die Politik muss sich von diesem Diktat befreien, wie einst die Nationalstaaten von der Kirche. Dann kann sie ihrer Aufgabe gerecht werden den Wohlstand der Menschen im jeweiligen Land zu sichern.

Chris

Dienstag, 15. Juni 2010

Nächste Runde im Ratingtanz

Nun ist es so weit. Griechenland wird von der nächsten Rating Agentur abgewertet. Ließt man sich die Spiegel Artikel dazu durch fragt man sich, ob der Autor überhaupt merkt über was für Unsinn er berichtet.

Moody's begründet die Herabstufung vor allem mit Risiken des drastischen Spar- und Restrukturierungsprogramms der griechischen Regierung.
Nachdem die Finanzwelt diese Sparpläne gefordert hatten wird die Wertung gesenkt, da das Wirtschaftswachstum abgewürgt wird.

Fitch, die dritte große Rating-Agentur, teilte am Montagabend mit, man habe keine unmittelbaren Pläne, Griechenlands Bonität ebenfalls auf Ramschstatus abzuwerten.

Dieses Zitat zeigt wie wenig die Berechnungen mit der Realität zu tun haben. Man habe keine unmittelbaren Pläne... Offensichtlich kommen die Bewertungen nicht zu dem gleichen Schluss. Somit muss wenigstens eine falsch sein. Wahrscheinlicher ist, dass alle falsch sind. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Griechenland aufgrund des Sicherheitspacketes nicht pleite gehen kann. Die anderen Staaten würden erst einmal einspringen. Wo ist also das Risiko für den Ausfall der Kredite? Wahrscheinlicher ist, dass die Ratings bewusst so gewählt werden, dass die Großkunden Milliardengewinne auf Kosten des Rettungsschirms machen können. Wenn eine der drei großen Agenturen auf fallende Kurse spekuliert (direkt oder indirekt) und dann die Bewertung herabsetzt haben sie schon gewonnen. In die andere Richtung wäre es nicht ganz so sicher, aber nach unten geht es immer.

Chris

Samstag, 8. Mai 2010

Rating-Riese Moody's warnt vor Banken-Crash

Ja und? Das ist das einzige was man darauf sollte. Ob die Ratingagenturen verantwortlich sind für den Zusammenbruch der griechischen Kreditwürdigkeit ist etwas hochgegriffen. Man wusste längst, dass dort eigentlich nur Risiken geraten werden. Bei der Finanzkrise gab es ein sehr schnelles umschlagen von Ratings, welche dies bestätigen. Die Frage ist, warum dann immer noch alle diesen Glaskugelbesitzern hinterher rennen und denken das diese Leute schon wissen was sie tun. Somit ist die Schuldzuweisung in meinen Augen deutlich schwieriger. Durch den Glauben in diese Rating bewahrheiten sie sich dadurch, dass alle daran glauben. Sagt zum Beispiel Rating A Griechenland ist nicht kreditwürdig und alle steigern ihre Zinsen und es ersrückt den Staat hatte das Rating recht. Ohne das Rating wäre es aber gar nicht erst dazu gekommen. Nun ist die Frage wer hat Schuld. Die Lemmige die hinterherrennen oder die Klippe die Ihnen im Weg steht. Ich halte diese Agenturen für Unsinn. Niemand versteht die Finanzmärkte, sie haben nichts mit der Realität zu tun, wohl aber mit Psychologie. Nun frage ich mich, warum einige Millionen Menschen bluten müssen, damit einiger tausend ihre Psychlogie genießen können. Diese Frage wird viel zu selten gestellt.

Chris