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Dienstag, 4. März 2014

Konsverativer Erguss

Wie baut man sich einen ideologischen Artikel um nachzuweisen, dass jegliche soziale Hilfe schlecht ist und den Leistungswillen unterminiert? Man fängt wie die Welt erst einmal damit an ein positives Beispiel zu bringen. Es wird ein armes Kind präsentiert, welches es aus eigener Kraft geschafft hat Millionär zu werden. Die These ist, sei fleißig, dann wirst du reich. 
Wenden wir diese Logik auf den Sport an. Trainiere fleißig, dann können alle gleichzeitig 100m Sprintsieger werden. Niemand zweifelt daran, dass einzelne Menschen durch Willen, Glück und Talent ihr vorbestimmtes Leben ändern. Es ist aber Irrsinn daraufhin anzunehmen, dass man nur arm genug sein muss um reich zu werden. Jeder reiche müsste im Umkehrschluss sein Geld verlieren. Das ist aber nicht so.

lebenslang vom Staat verliehener Rechtstitel denken zu lernen statt in den Kategorien von Arbeit, Aufstieg, Leistung, Opfer und Selbstverantwortung.

Das ist die Meinung des Weltautors. Wir Opfern nichts mehr.Denn Fernbeziehungen, 60 Stunden Wochen, schlechte Bezahlung, Hartz 4, soziale Ausgrenzung, etc. sind keine Opfer. Die Realität wird gebaut wie man sie braucht. Allein dieser Ausspruch

Vermögen entstehen aus der Not heraus

ist so unendlich lächerlich. Nach dieser Logik müssten viele afrikanische Länder die reichsten Bewohner haben. Warum ist das wohl nicht der Fall? Es wird ignoriert, dass der ehemalige Adel immer noch reich ist. Das er viel von der Industrie finanziert hat. Es wird ignoriert, dass die Kolonialreiche Geld ins Land brachten und die Industrialisierung mit unterstützten. Es war nicht der Fleiß des Einzelnen. Es war eine Mischung aus staatlicher Unterstützung, Machtpolitik und Einzelleistung, welche die Wirtschaft in den Industriestaaten voran brachte. 
Wenigstens hiermit hat der Autor recht.

Armut ist nicht gottgegeben

Armut ist menschgemacht. Somit kann man sie ändern. Wir leben in einer Zeit mit unendlichem Reichtum. Gleichzeitig sind viele Menschen arm und hungern. Die Verteilung der Güter ist ungerecht. Dazu muss man kein Sozialist sein. Wenn 1% der US Bevölkerung über 60% der Vermögen besitzt ist etwas verkehrt. Vermögen entsprechen Macht. Wer bei Verstand glaubt daran, dass diese Macht nicht genutzt wird, um seine Position zu schützen? Das dies passiert wird von Ideologen wie dem Autor der Zeit vollkommen ignoriert. Das würde bedeuten, dass die Mehrheit es eben nicht schaffen kann.

Im Schlusspunkt kulminiert sich dann der Brechreiz

Der Staat hat verlernt, dass Not nicht einfach nur arm, sondern auch leistungswillig machen kann.

Spitzen wir diese Aussage zu. 
Mehr Not = mehr Leistung
Also brauchen wir mehr Not. 
Folglich ist es sinnvoll Arbeitlager einzuführen, Krankheiten zu verbreiten, Essen zu rationieren, also viel Not zu verbreiten. Der zentrale Witz an dem Satz ist, dass Not leistungswillig machen KANN. Wenn man nicht weiß wie viele Menschen nicht verzweifeln, wie viele Menschen Armut als Anreiz sehen, ist dieser Satz komplett nichtssagend. Man kann auch aus einem Hochhaus fallen und überleben. Die Wahrscheinlichkeit ist schlecht aber vorhanden.

Zum Schluss noch ein paar Zitate aus der Kommentarleiste. Ich hoffte, dass dieser Artikel Kritik ohne Ende bekommt. Aber da kommen er vorgekrochen, der konservative Mittelstand.

das stimmt, wenn unsere Großeltern (> Jahrgang 1930) so Jammerlappen wie viele heute in Deutschland lebende Menschen gewesen wären, die für alles nach dem Staat rufen, würden wir heute noch zwischen Trümmerbergen leben.

Wir sind heute alle Jammerlappen. Diesen Ausspruch gab es zu jeder Zeit. Der genannte Jahrgang durfte sich diesen Spruch bestimmt auch anhören. Die Trümmerberge sind ein nächstes Beispiel konservativer Ignoranz. Deutschland war industriell nicht so stark zerstört wie propagiert oft wird.


Die gibt es bereits: PDV, Partei der Vernunft
Deren Programm ist die "Österreichische Wirtschaftslehre". Dabei geht es um Eigenverantwortung und Freiheit. Nicht nur für die Kleinen, auch für die Großen: Wer Pleite geht ist halt weg und wird nicht mit Steuergeldern gerettet.

Politk wird auf ein Minimum reduziert. Für die Lobby ist es dann vorbei mit Gesetze und Subventionen, die für Geldkoffer gekauft wurden.
 
Interessanterweise nennen sich die dümmsten Ideengeber immer vernünftig. Man nimmt eine veraltete in sich inkonsistente Wirtschaftstheorie und verfechtet sie als das Beste was es geben kann. Dann gründet man eine Partei und nennt sich vernünftig. Die österreichische Schule hat die Annahme, dass Märkte perfekt funktionieren und nichts ein besseres Resultat erzielen kann.  Wissenschaftlich gesprochen reicht ein Gegenbeispiel, um diese Annahme zu widerlegen. Es existieren in der Realität hunderte dieser Beispiele. Wenn also diese Annahme nicht gültig ist, dann bricht das Logikkonstrukt, welches zu Argumentation der Theorien aufgebaut wird, in sich zusammen. Somit ist eine Partei die sich darauf beruft nicht vernünftig.

Der Sozialstaat gehört komplett abgeschafft. Komplett !!!
Die Schwachen habe im 19, Jahrhundert auch überlebt.

Die moderne Technik gehört abgeschafft. Der Mensch hat früher auch ohne sie überlebt. Etwa so sinnvoll ist eine solche Aussage. Auch Gesellschaftssysteme können sich entwickeln.

Spannenderweise sind diese Kommentaroren sich nicht im Ansatz darüber bewusst, dass sie am Ast sägen auf dem sie sitzen. Man muss schon sehr wohlhabend sein, um nicht vom Sozialstaat direkt und/oder indirekt zu profitieren. Ärzte profitieren dadurch, dass es ein stabiles verhältnismäßig gut finanziertes Gesundheitssystem gibt. Es gibt Schulen die nichts kosten. Man braucht keine Wachmannschaft, um seine Wohnung/Haus zu bewachen, da die Gesellschaft halbwegs stabil ist. Man braucht keine Existenzangst zu haben. Es gibt Beispiele aus den USA, wo Menschen jahrelang gut verdienen und aufgrund einer Krankheit in den Abgrund gerissen werden. Vorher wetterten viele bestimmt auch gegen den Staat und die Sozialsysteme. Hinterher holte sie die Realität ein.

Fazit
Den einzigen den eine solche Propagandaleistung hilft sind diejenigen die reich sind. 99% der Menschen in Deutschland nützt es nichts. Die meisten erbringen eine hohe Leistung. Arbeitsverdichtung, Flexibilität, ständige Erreichbarkeit, Überstunden, etc. gab es früher nicht. Viele der fleißigen Alten wurden geboren, arbeiteten und starben am selben Ort. Heutzutage sind Fernbeziehungen und Pendeln nicht mehr die Ausnahme. Als Leistung wird das nicht gewürdigt. Warum auch, wenn man konservativer Welt Leser ist, dann ist nur das eigene Leben eine Leistung.

Chris

Donnerstag, 2. Januar 2014

Marktabsurditäten

Grandios wie effizient doch die Märkte sind. Millionen Tonnen an Rohstoffen werden abgebaut, veredelt und in Hallen gepackt. Diese sinnfreie Veranstaltung wird durchgeführt, um die Preise hoch zu halten. Der Markt sorgt immer für die günstigste Lösung. Man sollte sich nur fragen für wen. (via SPON)

Chris

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Die absurde Argumentation eines Jenaer Professores

Unter der Überschrift Deutschlands Exportstärke schadet niemandem – und gibt dennoch Grund zur Sorge fasst der Jenaer Ökonom Andreas Freytag seine Argumente gegen die Kritik der Exportüberschüsse Deutschlands zusammen. Er startet erst einmal mit dem offensichtlichen.
 
Aus simpler Zahlungsbilanzarithmetik ergibt sich: Länder mit einem hohen Exportüberschuss bauen Ersparnisse im Ausland auf. Ein Land mit positiver Leistungsbilanz ist also ein Netto-Kapitalexporteur. Andersherum gilt: Kauft ein Land mehr Dienstleistungen und Güter als es verkauft, steigen dessen Verbindlichkeiten im Ausland. Das ist ein volkswirtschaftliches Naturgesetz.

So weit so bekannt. Es folgt daraus eine nähere Erläuterung die vollkommen der aktuellen Realität widerspricht.

Warum ist das so? Ein Land muss seine Importe irgendwie finanzieren. Es kann also entweder selbst mehr verkaufen, oder aber mehr Schulden aufnehmen. Dabei kann es durchaus so sein, dass die Kapitalströme die Güterströme bestimmen. Dann gilt: Bei gleichbleibenden Netto-Kapitalströmen bedeutet das: Exportiert ein Land weniger, kann es sich weniger Importe leisten – und so die Nachfrage und Konjunktur anderer Staaten nicht weiter ankurbeln. Die Forderungen an Deutschland, seine Exporte einzuschränken, könnten deswegen ein Schuss nach hinten sein.

Spätestens hier muss man nachdenken, um der Logik zu folgen. Wer mehr exportiert, kann potentiell mehr importieren. Das ist klar. Freytag meint nun, wenn man Überschüsse abbaut, dann sinkt das Potential zum Import. Das ist auch richtig. Seine Schlussfolgerung ist, dass es den anderen Staaten schaden KÖNNTE (er weiß es nicht einmal, komplette Spekulation), da Deutschland potentiell weniger kauft. Übersetzt heißt das, wenn Leute mit Geld an mir vorbeigehen und mich nicht bezahlen, dann ist das anders als wenn Leute ohne Geld an mir vorbeigehen und nicht bezahlen. Freytag vergisst, dass Deutschland von seinen Gläubigern eine Rückzahlung fordert, gleichzeitig keine Güter von ihnen annimmt.

Dennoch ist der Exportüberschuss Deutschlands nicht unproblematisch und gibt Grund zu Sorge. Die wachsenden Ausfuhren sind nicht Zeichen von großer Wettbewerbsfähigkeit, sondern das genaue Gegenteil. 
 Zumindest hier liegt er wieder richtig. Denn die Überschüsse in der Währungsunion resultieren aus einem nachweislich zu schwachen Anstieg der Löhne. Die Nachfrage der Güter sinkt und die Güterüberschüsse werden exportiert. Der Schluss, wie sollte es als neoliberaler Wirtschaftsprofessor auch anders sein, ist:

Offensichtlich wird Kapital nicht zu Hause in der Bundesrepublik investiert, sondern fließt ins Ausland ab. Der Heimatmarkt ist nicht lukrativ genug. Die Gründe sind schon lange bekannt: Ein undurchsichtiges Steuersystem und Überregulierung im Dienstleistungssektor – um nur zwei Punkte zu nennen. Hier sollte die neue Regierung ansetzen. Ein starkes Deutschland, das im Inland wieder mehr investiert, würde auch den europäischen Partnern helfen, die Krise zu überwinden.

Nicht die Löhne, sondern der Staat mit all seinen Regulierungen ist Schuld. Was ist spannend dabei? Deutschlands Importschwäche liegt am Steuersystem, an den starken Regulierungen und zu viel Bürokratie. Was wirft man Spanien, Griechenland, Portugal und auch Frankreich vor? Genau. Zu hohe Steuern, schlechte Verwaltung, Korruption, etc. (in unterschiedlichen Skalierungen). Die Gründe warum Deutschland wenig importiert, sorgen bei den Krisenländern, in der Logik der Neoliberalen, zu Außenhandelsdefiziten. Wer das versteht kann sich gerne melden.
Weiterhin wurde die These, Deutschlands Exportstärke schadet niemandem nicht belegt. Es wurde nicht einmal darauf eingegangen. Wenn ich Professor für  Wirtschaftspolitik wäre und ein Student mir eine solche Argumentationskette darbieten würde, dürfte er die Arbeit wieder mitnehmen. Andere Länder kommen in dem Text nicht vor. Es wird nicht darauf eingegangen, dass die Wettbewerbsstärke eine relative Größe ist. Es wird ignoriert, dass die Forderung der deutschen Politik nach der Rückzahlung der Schulden bei gleichzeitigen Exportüberschüssen eine logische Unmöglichkeit darstellt. Er erklärt nicht, dass durch die Währungsunion die Stärke der deutschen Wirtschaft und deren Überschüsse zu einem zu starken Euro (und somit einem Schaden für die Krisenländer) für die Krisenländer und einem zu schwachen Länder für den Rest führt. 
Warum finanzieren wir steuerlich einen solchen Unsinn. Da bin ich eher für Professuren über Homöopathie. Dort hat man wenigstens das Ziel den Menschen zu helfen. Wissenschaft ist beides nicht.

Chris

Montag, 27. Mai 2013

Mindestens vier Kinder und bitte zu Hause bleiben: Kardinal Meisners Vorschlag für die Frauen des Landes

Wenn alte Männer die niemals Sex hatten, keine Kinder haben, keine eigene Familie organisieren und praktizieren über eben jene Dinge reden wird es absurd. Kardinal Meisner weiß natürlich alles besser. So wie alle Menschen die keine Kinder haben wissen wie man Kinder erzieht. Nur leider ist die Welt nicht einfach wie sie sich die Kirchenälteren vorstellen. Von mir aus kann es ja besser sein, wenn Kinder zu Hause aufwachsen. Es gibt aber niemals die Forderung oder den Gedankengang, dass Väter bei den Kindern bleiben. Nein der Vater muss in die Welt und die Familie versorgen. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Die Kirche verschweigt dabei, dass dieser vermeintlich natürliche Lauf noch nicht sehr alt ist. Im Mittelalter mussten die Frauen auf den Feldern arbeiten. In der Industrialisierung arbeiteten sie auch. Erst in der neueren Zeit gab es die Möglichkeit, dass eine Person zu Hause bleiben konnte, da das Einkommen des "Ernährers" hoch genug war. Eben das wird von Kardinal Meisner verschwiegen. Genausowenig geht er darauf ein wie die Männer ihre Familien allein versorgen sollen, wenn die Löhne sinken. Auch verschweigt er, wieso vier Kinder pro Frau nicht irgendwann zu einem überbevölkerten Deutschland führt. In seiner heilen theologischen Welt träumt er von der Vergangenheit in der alles besser war. Soll er da träumen und lasst ihn uns ignorieren. Amen.

Chris

Samstag, 25. Mai 2013

The Worst Room

Fantastisch wohin die Wohnungsnot in New York führt (The Worst Room). Ich glaube in mancher deutscher Großstadt kann man solch einen Blog auch aufziehen. Allerdings wären die Mieten etwas humaner.

Chris

Montag, 8. April 2013

Die INSM packt aus, Reiche werden ausgebeutet

Mal wieder der Oswald. Er hat ein Problem mit der hohen Spitzenbesteuerung.


Wie schön, dass man als Ex Mitglied des Bundestages so viele Halbwahrheiten verbreiten darf. Man zahlt auf genau einen Euro den Spitzensteuersatz, wenn man 52.883 Euro verdient. Auf das komplette Einkommen zahlt man den Spitzensteuersatz ab 250 tausend Euro mit einem Freibetrag von etwas mehr als 15tausend Euro. Des Weiteren ist der Spitzensteuersatz von 53% auf 42% gesunken.

Am gleichen Tag meint ein Herr Jens Lemmer vom Bund der Steuerzahler folgendes
Wieviel Prozent der Deutschen haben das Problem, dass sie mehr als 801 Euro Zinseinnahmen haben. Vor allem, weil erst der 802. Euro versteuert wird.

2007 lag das mediane Nettovermögen in Deutschland für alle Personen über 17 Jahren bei 15300 Euro. 1.1% (Umlaufrendite entnommen aus diesem Artikel) von diesem Wert ergibt 168.3 Euro. Das heißt, dass 50% der Bevölkerung nicht betroffen sind. Erst wenn man knapp 73000 Euro gespart hat und zwar zur Umlaufrendite, zahlt man 25% Steuern auf den ersten Euro der über den 801 Euro liegt.
Die Umlaufrendite ist dabei sehr wichtig, denn diese ist so niedrig, dass die Inflation den armen Sparer enteignet.

Fazit
Es lässt sich leicht zusammenfassen. Mit ein wenig nachdenken und dem Windows Taschenrechner kann man solche Ideologen sehr einfach wiederlegen. Sie tun so, als ob die Masse der Bevölkerung ausgeblutet wird. Das stimmt aber nicht. Wahrscheinlich betrifft weder der absolute Spitzensteuersatz, noch die "Enteignung" der Sparguthaben die beiden Schreiberlinge. Dennoch verkaufen sie sich, in der Hoffnung irgendwann dazuzugehören.

Anmerkung
Inflation kann nicht enteignen. Niemandem wird Geld weggenommen, es sinkt nur im Wert. Da der Wert des Geldes niemals festgelegt ist, ist die Bezeichnung unsinnig. Nur weil ich mir heute ein Haus und morgen nur noch ein halbes kaufen kann, heißt das nicht, dass mir ein halbes Haus weggenommen wurde, denn das Haus war niemals (das ist wichtig) mein Eigentum.

Chris

Grandios absurd

Es steht im Moment so viel Unsinn geschrieben, dass man kaum hinterherkommt. Die Krone setzt dem Ganzen dieser Artikel auf "Warum wir Steuerparadiese weiterhin brauchen". Die Begründung ist einfach wie einleuchtend. Durch den Druck der Steuerhinterziehung müssen die Steuern gesenkt werden. Das ist gut für alle. Den Nachweis, dass dadurch mehr Steuergerechtigkeit erzeugt wird, wird nicht erbracht. Auch die Logik, die zwingend aus diesem Unsinn entsteht, wird nicht erwähnt. 
So müssten wir alle nur oft genug die Verkehrsregeln brechen, dann sollte man sie anpassen, damit die Strafen nicht so hoch sind?! Sollen wir die Reichen beklauen, damit eine Vermögenssteuer eingeführt wird?!  Steuerhinterziehung ist Diebstahl an der Gesellschaft. Das sehen zwar viele Steuerzahler anders, aber mit Steuern erkaufen sie sich zum Beispiel die Erlaubnis ihr Eigentum zu behalten. Die Erkaufen sich die Rechtssicherheit, die sie brauchen, um ihr Vermögen zu mehren. Sie erkaufen sich den Umweltschutz damit sie in ihren Villen ohne Smog und Grundwasserschäden leben müssen. Sie erkaufen sich eine Luftraumüberwachung, damit sie mit Ihren Jets auf ihre Inseln fliegen können, ohne das es zu Unfällen kommt. Sie sehen das aber nicht als kaufen, sondern als gegeben an. 
Darum sage ich macht den Reichtum einfach transparent. Jeder kann entscheiden was er davon hält, dass wir als Gesellschaft ein solches Schmarotzertum erlauben.

Chris

Mittwoch, 27. März 2013

Was bewirken die sinkenden Ratings der Staaten

Die Zahl der AAA bewerteten Staaten sinkt. Das Staatsanleihenvolumen mit bester Bewertung ist von 11 Billionen auf auf 4 Billionen US Dollar abgesunken. Eigentlich egal sollte man meinen. Allerdings braucht man nur dieser Kette folgen, um die Absurdität unserer Regierung zu folgen

- die Renten- und Pflegeversicherung sollen weiter privatisiert werden; EIGENVORSORGE
- diese Versicherungen sollen in sichere Anlagen investieren
- es gibt zu wenig Anlagemöglichkeiten
- die Zinsen sinken
- der Staat muss die privaten Versicherer unterstützen.

Das alles nennt sich dann eine zukunftsfeste Versicherungsstrategie a la FDP/CDU/CSU. Das Schlimme dabei ist, dass die Verantwortlichen nicht einmal merken was für Blödsinn sie treiben.

Chris

Montag, 25. März 2013

In Frankfurt hält man nun sogar einen neuen Dax-Rekord für möglich!

Oh ja das ist wichtig. Gott sei Dank haben wir die Zypern Pleite abgewendet. Die Kurse steigen wieder. Armut in Zypern, egal. Armut in Deutschland, egal. Griechenland ist schon lange abgehakt. Das Menschen unter den aktuellen Beschlüssen leiden wird verschwiegen. Stattdessen sieht ein Herr Schäuble nicht die Notwendigkeit das Parlament zu konsultieren. Er geht richtigerweise davon aus, dass es die Beschlüsse der Regierung durchwinken wird. Eine perfekte Kontrollinstanz, welche der Regierung nicht im Wege steht.
Es wird uns auch verschwiegen, warum die Kurse steigen. Die Verantwortlichen in den Banken glauben langsam nicht mehr daran, dass die Staaten so dämlich sein können sie wieder und wieder zu retten. Deshalb sinken die Kurse. Plötzlich erkennen sie "doch die Staaten sind so dämlich" und mit einem motivierten Lacher steigen die Kurse wieder. Das alles wird als freie Marktwirtschaft verkauft, dabei ist es die Vollkaskoversicherung der Reichen

Chris

Montag, 11. März 2013

Scheinwelten

Rösler leugnet die Umgerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft, Bahr fördert die privaten Krankenkassen und auch der Rst der FDP wirkt nah an der Realität der Menschen.

Hat nichts mit der FDP zu tun aber:
In einer der letzten Folgen bei Wrint wurde folgendes Gedankenexperiment aufgestellt. Ein Milliardär, der einen 100Euro Schein fallen lässt, muss eigentlich darüber nachdenken ob es sich lohnt diesen aufzuheben. Die Zeit die er dafür braucht, dauert länger als die Zeit um das Geld über Kapitalerträge zu "verdienen". Wenn man diesen absurden Zustand hinterfragt ist man neidisch.

Chris

Samstag, 15. Dezember 2012

Leser empfehlen eine Schießerei,

oder wie ist diese unglückliche Artikelempfehlung sonst zu verstehen. Man sollte nicht alles automatisieren. Es könnte zu makaberen Missverständnissen führen.













Chris

Sonntag, 15. Juli 2012

Jürgen Rüttgers hat den Durchblick

Die Mehrheit der Menschen möchte gerne länger arbeiten.


Die Menschen wollen im Alter gerne länger arbeiten. Der böse Staat lässt sie nicht. Komisch, dass diese Erkenntnis des arbeiten Wollens erst mit 65 Jahren im Kopf der Betroffenen  aufzutreten scheint. Sind sie jünger, dann fehlt die Weisheit des Alters. Dort muss mit Hilfe der Hartz 4 Daumenzwinge die Motivation der faulen Menschen erhöht werden, da sie sonst nicht arbeiten würden. Rüttgers zeigt wie auch seine Kollegen sehen keine Widersprüche in ihren Aussagen.

Chris

Samstag, 25. Februar 2012

Deutsche Finanzbeamte wollen in Griechenland Steuern eintreiben

Im eigenen Land bekommen sie es nicht hin, aber in Griechenland wird es schon klappen. Politik absurd.

Chris

Donnerstag, 23. Februar 2012

Gedanken

Wenn Gewerkschaften und das gemeine Volk für hohe Löhne und die Errungenschaften des Sozialstaats kämpfen, dann verteidigen sie unverdiente Privilegien und sind Besitztstandsverteidiger. Vergessen wird, das indem die Löhne gesenkt und der Sozialstaat abgeschaft wird unverdiente Privilegien und Besitz der Vermögenden verteidigt werden. Wieso wird eines als feindlich und das andere als dienlich angesehen?

Chris

Samstag, 7. Januar 2012

Mit offenen Auge ins Messer rennen

In Griechenland scheitern die Sparpakete und führen das Land in eine Rezession. Da man in Italien kreativ ist geht man nun den gleichen Weg. Dort wird gekürzt und belastet was das Zeug hält. Allerdings nur beim Mittelstand oder den ärmeren Teilen der Bevölkerung. Gesetze gegen Steuerhinterziehung, Steuerflucht, auf Vermögen, etc. werden nicht eingeführt. Diejenigen die über ihren Verhältnissen lebten und leben werden nicht beteiligt an den Problemen. Dabei drängen sich wie in Griechenland einige offensichtliche Frage auf. Wie soll die Abschwächung des Kündigungsschutzes und die Reduktion der Arbeitnehmerrechte zu einer Reduktion der Schulden führen? Wie soll Europa politisch stabil bleiben, wenn man weite Teile der Bevölkerung in die Armut treibt? Wer trägt am Ende die Verantwortung für diese absurde Politik? Antworten dazu kann man in verschiedenen Ländern der Welt finden in denen diese Politik der Schmerzen durchgeführt wurde. Selten trifft es jene eingebildete Elite die jetzt am Ruder sitzt.

Chris

Montag, 4. Juli 2011

Systemrelevante Banken

Ab wann gilt eine Bank eigentlich als systemrelevant? Diese Frage muss man sich stellen, denn ist sie es ist dann springt der Staat für ihre Rettung ein. Das heißt die Kosten des Untergangs sind für die Gesellschaft teurer als die Rettung. Die Großbanken freut das, wie man an