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Dienstag, 2. April 2013

Wie Staatsschulden einfach reduziet werden könnten

Wie kann man einfach die Staatsschulden reduzieren?

Wenn die 10% Reichsten in der Euro-Zone mit 40% ihres Vermögens zur Tilgung beitrügen, wäre die Euro-Zone über Nacht staatsschuldenfrei. Das ist keine Rechnung der Grazer KPÖ, dieser Vorschlag stammt von der Boston Consulting Group. Felber zitiert ihn aus dem Bericht „Back to Mesopotamia“ der eigentlich (eher) konservativen Unternehmensberatung.

So radikal wie die Boston Consulting Group ist Felber nicht. Um Herzstillstände auf den Chefetagen und Jagdhochständen zu vermeiden, empfiehlt der Attac-Aktivist einen sanfteren Ausweg. Eine Art Schuldentilgungssteuer auf die Vermögen der 10% Reichsten in Höhe von 2% jährlich. Dies würde nach 10 Jahren die Staatsschulden der Euro-Zone halbieren. Damit lägen die Länder der Währungsunion deutlich unterhalb der Maastricht-Kriterien, ungefähr auf dem Stand Mitte der Achtzigerjahre.

Auch dieser sehr dezente Vorschlag bringt die Marktfanatiker in Rage. Für die Hofprediger der wahren Wirtschaftslehre, allen voran Christian Ortner und Franz Schellhorn, sind Reichensteuern ein Teufelswerk. (via Duckhome)

Am Schlussatz lernt man, wie unfähig die Hofprediger sind. Einerseits sind Staatsschulden für sie Teufelswerk, deren Tilgung aber auch. Einfache Zusammenhänge, dass Schulden immer auch ein Guthaben/Vermögen gegenüberstehen muss und dass die Summe beider global gesehen Null  ist, wird ignoriert. Einfache Lösungen für einfache Gemüter. Will man die Staatsschulden reduzieren, dann muss man irgendwo gespartes Vermögen reduzieren. Im Moment wird das vortrefflich bei den Armen gemacht. Das Problem dabei ist, dass diese nicht mal annähernd genug Vermögen haben, um die Schulden der Staaten zu bedienen. Man presst eine trockene Orange aus und hofft auf Saft. Die Strategie, dass bei höherem Druck mehr Flüssigkeit herauskommt ist dabei nur bedingt brauchbar. Auf den einfachen und vernünftigen Weg frische Orangen zu verwenden, kommen nur wenige Entscheidungsträger. In der VWL sollte des Öfteren der gesunde Menschenverstand und nicht nur Brachialideologie verwendet werden. Dann wäre uns allen geholfen.

Chris

Samstag, 12. Mai 2012

Zitat aus der Wirtschaftswoche

So aber werden die Lohnstückkosten steigen, und die Wettbewerbsfähigkeit wird sinken. Da mag die deutsche Politik den Griechen, Portugiesen und Italienern noch so sehr Sparsamkeit und Maßhalten predigen


Es ist schon merkwürdig, dass Herr Roland Tichy seinen eigenen Widerspruch innerhalb eines Satzes nicht erkennt. Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit soll gleich bleiben, aber gleichzeitig sollen sich die anderen Staaten auf die gleiche Wettbewerbsfähigkeit zurechtsparen. Wie soll das gehen? Innerhalb der Eurozone funktioniert dies nicht. Es ist eher schädlich, da durch geringere Einkommen die Absatzmärkte kleiner werden. Außerhalb der Eurozone auch nicht. Dort würde die anderen Länder ihre Währung gegenüber dem Euro abwerten und würden ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückerlangen. 
Eines der Grundprobleme die Leistungsbilanzdefizite der Südeuropäer können sowieso nur durch höhere Exporte in die Gläubigerländer gelöst werden. Nur wenn Deutschland über einige Jahre mehr importiert als exportiert können die Schulden beglichen werden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Dies kann man erreichen indem Deutschland Wettbewerbsfähigkeit verliert. So etwas kann und will man in den Wirtschaftsredaktionen nicht glauben.

Chris

Montag, 27. Februar 2012

Drei Geschichten über die Euro-Krise

Es gibt im Wesentlichen drei Geschichten über die Euro-Krise, bemerkt Krugman in seinem Blog: die der Republikaner, der Deutschen und die Wahrheit

Hier geht es zur deutschen Analyse.

Chris

Freitag, 3. Februar 2012

Neulich bei Spon

Ja, es bedarf einiger kleiner Korrekturen an unserem derzeitigen System, aber wir stehen insgesamt sehr gut dar und es geht uns besser, als den meisten anderen. Dass gerade aus dem Linken Lager vollkommen realitätsferne und überzogene Forderungen kommen sind wir ja schon gewohnt. Macht sie aber weder richtig noch umsetzbar. 

Samstag, 7. Januar 2012

Mit offenen Auge ins Messer rennen

In Griechenland scheitern die Sparpakete und führen das Land in eine Rezession. Da man in Italien kreativ ist geht man nun den gleichen Weg. Dort wird gekürzt und belastet was das Zeug hält. Allerdings nur beim Mittelstand oder den ärmeren Teilen der Bevölkerung. Gesetze gegen Steuerhinterziehung, Steuerflucht, auf Vermögen, etc. werden nicht eingeführt. Diejenigen die über ihren Verhältnissen lebten und leben werden nicht beteiligt an den Problemen. Dabei drängen sich wie in Griechenland einige offensichtliche Frage auf. Wie soll die Abschwächung des Kündigungsschutzes und die Reduktion der Arbeitnehmerrechte zu einer Reduktion der Schulden führen? Wie soll Europa politisch stabil bleiben, wenn man weite Teile der Bevölkerung in die Armut treibt? Wer trägt am Ende die Verantwortung für diese absurde Politik? Antworten dazu kann man in verschiedenen Ländern der Welt finden in denen diese Politik der Schmerzen durchgeführt wurde. Selten trifft es jene eingebildete Elite die jetzt am Ruder sitzt.

Chris

Mittwoch, 4. Januar 2012

Was ich mich frage

Was passiert eigentlich, wenn der Euro gerettet wird und die Wetten gegen ihn platzen? Müssen dann die Euro Retter auch noch die Wettbüros die Ihnen zugesetzt haben retten?

Chris

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Lohnentwicklung in Deutschland 2000-2010

Eine interessante Tabelle bei heise zeigt uns, dass die armen geschröpften Leistungsträger sowohl relativ, als auch absolut weniger Einkommen verloren haben. Die untersten 40% haben relativ 18.5% weniger Einkommen 2010 im Vergleich zu 2000. Die obersten 40% haben einen Verlust von 0.3%. Auch in realen Werten sieht es nicht besser aus. Die untersten 40% haben durchschnittlich 176 Euro weniger, während die oberen 40%, 30 Euro mehr bekommen. Was kann man daraus lernen?

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Deutschland droht der Abstieg; Ist Europa gerettet?

Deutschland droht eine Rating Abstufung und die Medien zittern. Was wird passieren, wenn die Zinsen aufgrund einer Abwertung des Ratingstatus steigen? Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Deutschland sperrt sich nicht mehr gegen den massiven Einsatz der EZB und beendet damit das Spiel gegen den Euro. Da Frankreich vor Deutschland Probleme haben würde, wären sie mit im Boot. Italien und Spanien sind es sowieso. In den Medien liesst man von diesem Szenario nichts. Sie haben Angst, dass die Glaskugelbesitzer andere Buchstaben auf ein Papier schreiben, welches die Überschrift "Rating Germany" besitzt. Die Menschen müssen sich klar machen, dass das Ganze Spiel nichts mit der Realität zu tun hat. Die Ratings haben vor nicht allzulanger Zeit auf dramatische Weise versagt. Warum soll man nun blind folgen? 

Chris

Donnerstag, 29. September 2011

Diskussionsbeitrag

Mit dem Euro, so erläutert Morici seine Kritik, sei eine Währung geschaffen worden, die an internationalen Währungsmärkten frei gegen z.B. den US-Dollar und den Yen flottierte. Der Kurs reflektiere das Gesamt der Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone, sei ein Mittelwert, der für arme Länder wie Griechenland oder Portugal zu hoch, für reiche Länder wie Deutschland und Frankreich zu tief sei: „Germany“, so erklärt Morici im BBC World Service, „profits greatly from an undervalued currency“, denke aber nicht daran, einen Teil des Profits, der auf Kosten der armen Länder der Eurozone erzielt werde, an diese Länder zurückzugeben: „Germany seems to think it can drink from the well without putting any more water in it“ [In Deutschland scheint man zu denken, man könne endlos aus der Quelle trinken, ohne Wasser nachzufüllen].

Mittwoch, 21. September 2011

Italien abgewertet

Wie blind ist man eigentlich beim Spiegel. Der Grund für die Herabstufung Italiens wird in der zögerlichen Haltung bei der Umsetzung der Sparprogramme gesehen. Dabei hat Standard and Poor's mit seiner schlechteren Bewertung auch die Zukunft im Blick. Das heißt, dass diese Agentur sehr wohl weiß wie Sparprogramme auf die Konjunktur wirken.

Dienstag, 6. September 2011

Empfehlung

Wer behauptet, dass das Vertrauen der Anleger in Staatsanleihen schwindet sollte sich diesen Artikel ansehen. Er ist sehr erhellend.

Chris

Dienstag, 23. August 2011

Franken im Hoch

Viele Deutsche sind stolz auf ihre starke Wirtschaft. Die Südländer sind schließlich faul. Nur weil wir ihnen jetzt Kredite geben können sie überhaupt noch vor den Finanzmärkten standhalten. Ein Blick in die Schweiz lohnt sich. So oder zumindest ähnlich hätte es in Deutschland ohne den Euro ausgesehen. Die Südländer hätten massiv gegenüber einer deutschen Währung abgewertet.

Montag, 25. Juli 2011

Risiko wird auch bei deutschen Staatsanleihen steigen

Auch bei deutschen Staatsanleihen wird ein gestiegenes Risiko des Ausfalls gesehen. Bei einer Zinssteigerung von 0.66% sind die Mehrzahlungen oberhalb der Kosten der geplanten Steuersenkung der Bundesregierung. Dennoch wird die Steuersenkungen durch die INSM Lobby durch Herrn Paque flankiert.

Chris