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Mittwoch, 23. Juli 2014

Wie kann man etwas verlieren, was man nicht besessen hat?

Aus SPON

Die Allianz hat die Zinssätze 2013 mit den Durchschnittszinsen der Jahre 2003 bis 2008 verglichen und dann die durch die gelockerte Geldpolitik "entgangenen" Zinsen auf der Einlagenseite den Zinsgewinnen bei Krediten gegenüberstellt. Das Ergebnis: Die Menschen in Deutschland verloren 2013 unter dem Strich pro Kopf 67,60 Euro. In den Zahlen ist allerdings der Inflationseffekt nicht berücksichtigt. Derzeit liegen die Sparzinsen meist unter der Inflationsrate und Sparer verlieren real Geld. Andererseits ist die Teuerungsrate sehr niedrig, was Verbraucher entlastet. 

Übersetzung dieses Abschnitts
Durch den aktuellen Zinssatz hat man 67,60 Euro weniger Zinsen bekommen, als man durch den Durchschnittszinssatz bekommen hätte. Verlust = 0. Man kann schlecht Geld verlieren das man nicht hatte.
Das man durch die Inflationrate Geld real verliert ist ebenfalls falsch. Man büßt Kaufkraft ein. Das Geld bleibt aber gleich. Auch bei 100% Inflationsrate pro Tag wären meine 10 Euro immer noch 10 Euro. Das Geld ist gleich, die Kaufkraft nicht.

Wesentliche Punkte werden in der Studie der Allianz nicht erwähnt. 
  • Zinsen müssen erwirtschaftet werden. D.h. der niedrige Zinssatz ergibt sich aus einer fehlenden Investionswilligkeit und somit einer fehlenden Nachfrage nach Krediten. 
  • Zu viel Geld lässt die Zinsen automatisch senke, somit ist die Idee, dass wir alle für Alter und Gesundheit in Form von Privatversicherungen sparen sollten Unsinning.
Chris

Samstag, 26. Januar 2013

Widersprüche bei der Kreditvergabe

Gehen wir mal die aktuelle Wirtschaftspolitik durch. Man senkt die Leitzinsen, um die Zahl der Investitionen zu erhöhen. Das soll die wirtschaftliche Lage stabilisieren. Gleichzeitig verbietet man den Staaten Kredite aufzunehmen, weil Schulden etwas schlechtes sind. Das heißt Schulden für ein Unternehmen sind gut und für den Staat schlecht. Es wird unterstellt, dass Unternehmen wüssten worin sie investieren und Staaten eben nicht. Diese Logik ist unfassbar dumm. Sowohl in Unternehmen als auch beim Staat arbeiten Menschen. Die Durchschnittsqualifikation dürfte ähnlich hoch sein. Trotzdem wird einer Menschengruppe mehr zugetraut als der anderen. 
Das es hierfür keinerlei empirischen Grund gibt, kann man in verschiedenen Büchern nachlesen. Aber was ist Empirie, wenn man ein logisch in sich schlüssiges Glaubensmodell hat.

Chris

Freitag, 7. September 2012

Warum

ist es verwerflich als deutscher Staat Kredite aufzunehmen und das Geld zu investieren, wenn man es sogar über negative Zinsen teilweise geschenkt bekommt? Nach der neoliberalen angebotsorientierten Wirtschaftstheorie bedeutet das doch, dass das Angebot unbedingt eine Nachfrage schaffen will. Da Geld investiert werden will und scheinbar niemand bereit ist dies zu tun, muss der Staat einspringen. Wären andere bereit, wären die Zinsen höher. Der deutschen Wirtschaft würde es gut tun. Da Ideologie vor Vernunft geht wird dies wohl nicht geschehen. Auch wenn Ideologie der gleichen Ideologie widerspricht.

Chris

Mittwoch, 11. Juli 2012

Zwangskredite

Reiche sollen Staatskasse mit Krediten füllen schlägt das DIW vor. Warum sollen sie keine Steuer zahlen? Es wäre einfacher und würde die Schuldenlast senken. Die Rechnung, dass dieser Kredit den Schuldenstand von Deutschland von 80% auf 60% senken würde ist Unsinn. Im Moment machen wir doch nichts anderes. Wir leihen uns Geld von den Vermögenden. Das Banken die Zwischenhändler sind spielt keine Rollen.

Chris

Donnerstag, 24. Mai 2012

Gedanken zu Null Prozent Zinsen

Niedrige Zinsen sollen Unternehmen dazu bringen mehr zu investieren. Für Staaten scheint dies nicht zu gelten. Wenn nicht jetzt wann dann, sollte man fragen. Wäre es nicht jetzt ein guter Zeitpunkt seine Staatsgebäude zu sanieren, um später von den Energieeinsparungen zu profitieren? Wäre es jetzt kein guter Zeitpunkt in Bildung zu investieren und später von den höheren Steuern zu profitieren? 
Scheinbar nicht.

Chris

Samstag, 8. Mai 2010

Rating-Riese Moody's warnt vor Banken-Crash

Ja und? Das ist das einzige was man darauf sollte. Ob die Ratingagenturen verantwortlich sind für den Zusammenbruch der griechischen Kreditwürdigkeit ist etwas hochgegriffen. Man wusste längst, dass dort eigentlich nur Risiken geraten werden. Bei der Finanzkrise gab es ein sehr schnelles umschlagen von Ratings, welche dies bestätigen. Die Frage ist, warum dann immer noch alle diesen Glaskugelbesitzern hinterher rennen und denken das diese Leute schon wissen was sie tun. Somit ist die Schuldzuweisung in meinen Augen deutlich schwieriger. Durch den Glauben in diese Rating bewahrheiten sie sich dadurch, dass alle daran glauben. Sagt zum Beispiel Rating A Griechenland ist nicht kreditwürdig und alle steigern ihre Zinsen und es ersrückt den Staat hatte das Rating recht. Ohne das Rating wäre es aber gar nicht erst dazu gekommen. Nun ist die Frage wer hat Schuld. Die Lemmige die hinterherrennen oder die Klippe die Ihnen im Weg steht. Ich halte diese Agenturen für Unsinn. Niemand versteht die Finanzmärkte, sie haben nichts mit der Realität zu tun, wohl aber mit Psychologie. Nun frage ich mich, warum einige Millionen Menschen bluten müssen, damit einiger tausend ihre Psychlogie genießen können. Diese Frage wird viel zu selten gestellt.

Chris