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Dienstag, 19. Dezember 2017

Interviewempfehlung

Ein interessantes Interview mit Wolf-Jürgen Stahl. Er ist General der Bundeswehr und verantwortlich vor Ort. Spannend für mich ist die Weltsicht des Generals. In seinen Augen verteidigt er tatsächlich die Sicherheit Deutschlands in Afghanistan. Interessanterweise ist ein Kriterium für den Erfolg der Mission, dass es keinen Anschlag eines Afghanen in Deutschland gab. Nach dieser Definition war der Einsatz allerdings schon im Vorfeld ein Erfolg. Auch sonst ist er nicht in der Lage ein Kriterium für den Erfolg der Mission zu definieren. Das muss er nicht, da er nur das ausführende Organ des Parlaments ist. Allerdings gibt er sehr wahrscheinlich die Gedankenwelt des Verteidigungsministeriums wieder. Man hat ganz sicher kein messbares Kriterium. 
Weiterhin ist interessant, dass er als Militär meint, man müsse die Afghanen weiter unterstützen, da das Land noch nicht befriedet ist. Gleichzeitig wird in Deutschland Afghanistan als sicheres Herkunftsland dargestellt. Die freie Antwort zu dieser Frage wäre interessant gewesen. Andererseits hätte es diese nicht gegeben, da Herr Stahl als General in gewisser Weise auch Politiker ist.

Nachsatz
Ich kann mich nicht erinnern, dass deutlich besser finanzierten öffentlich rechtlichen Anstalten konsequent vom Afghanistaneinsatz berichten (vor Ort). Man muss nicht immer empört eine Position beziehen. Für mich als Gegner des Einsatzes ist es interessant die Gegenpositionen zu hören. In manchen Punkten kann ich dem General sogar zustimmen.

Chris

Samstag, 10. Mai 2014

Qualitätsgrusel

Gysi: Der Westen hat in seiner Politik auch alles falsch gemacht.
SPIEGEL ONLINE: Aha. Und Russland alles richtig?
Gysi: Nein.
Quelle SPON

Die Frage des Spiegeljournalisten liegt ja auf der Hand. Mein Schüler A alles falsch macht, dann muss Schüler B alles richtig machen. Vor allem das "aha" ist bezeichnend. Gysi wird entlarvt. Er gehört der Partei der Putin-Verteher an. Auf die Idee, dass man sein Gegenüber verstehen und dennoch nicht seine Meinung teilen muss, kommen und nicht.
Generell sind scharf gestellte Fragen sinnvoll. Hier geht es aber nicht darum Informationen zu vermitteln, sondern die eigene Meinung zu beweisen.

Chris

Sonntag, 17. Februar 2013

Berliner Flughafen

Ein schönes Interview bei Wrint. Holger Klein redet mit Martin Delius über die Arbeit im und Ergebnisse vom Untersuchungsausschuss zum Thema Flughafenbau. Man bekommt eine deutlich bessere Sicht auf die Problematik.

Chris

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Interessante Gedanken

Ich kann dem Duckhome Dowloadbefehl eigentlich nur zustimmen. Man erhält ein interessantes Interview mit der Journalistin Kathrin Hartmann. Ihre These: Spenden und Wohltaten wie die Tafeln, Mikrokredite, Fair Trade sind eher schädlich als das sie Nützen. Sie ändern nichts an dem System Armut, sondern schwächen nur die Folgen ab. Ihrer Meinung nach wurden die wesentlichen Errungenschaften der Sozialstaaten und Arbeitnehmerrechte eben nicht durch Konsum, sondern durch Demonstration und Kampf erreicht. Damit hat sie nicht ganz Unrecht.
Folgt man ihrer Kritik kommt man zum folgenden Schluss. Wenn man versucht Armut durch Spenden, Mikrokredite, etc. zu mildern (wie es z.B. ein Herr Sloderijk fordert) schiebt man die Verantwortung arm zu sein gewissermaßen den Armen zu. Diese sind arm und es wird Ihnen entweder geholfen, oder sie müssen sich selbst helfen. So oder so sind sie von dem Willen und der Gutmenschlichkeit privater Unternehmen oder Menschen abhängig. Im Falle von Mirkokrediten wird dabei noch prächtig von Banken verdient (es soll laut Hartmann bis zu 10% Rendite auf diese sozialen Anlageformen geben).

Mittwoch, 20. Juni 2012

Kauder lehnt Zugeständnisse an Athen strikt ab

Natürlich lehnt er es ab. Kauder ist ein Hardliner mit einem etwas kruden Verständnis zum Islam und zur deutschen Verfassung. Ihm ist egal vollkommen was in Griechenland passiert. Hauptsache er kann 2-3 Weizenbier pro Tag trinken.

Chris

Mittwoch, 5. Januar 2011

Empfehlung

Ziegler: Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Am 12. Oktober 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, kamen in Paris die Staatschefs der Euro-Zone zusammen und beschlossen einen Kreditrahmen von 1700 Milliarden Euro zur Stabilisierung ihrer Banken. 1700 Milliarden! Bevor das Jahr herum war, haben dieselben Staatschefs das Budget des Welternährungsprogramms der Uno um die Hälfte reduziert, von sechs auf drei Milliarden. Wissen Sie, was das bedeutet? Keine Schülerspeisungen mehr in Honduras oder Bangladesch. Essensrationen in den Flüchtlingslagern von Darfur, deren Kaloriengehalt nach medizinischem Ermessen unter dem Existenzminimum liegt. Da sterben Menschen, verstehen Sie?


Anmerkung: Ein sehr schönes Interview mit Jean Ziegler. Ein zweiten guten Punkt bringt er über sein Heimatland der Schweiz an.

ZEIT: Es gibt Länder, in denen es sich schlechter lebt. Was haben Sie gegen die Schweiz?

Ziegler: Nichts, ich liebe mein Land. Ich habe nur etwas gegen diese verlogene Herrschaftsschicht. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, ist die Schweiz das zweitreichste Land der Welt – ein rohstoffarmes Fleckchen von 41.000 Quadratkilometern, davon gerade mal 60 Prozent bewohnbar, der Rest ist Fels und Gletscher. Wie macht die Schweiz das also? Ihr Rohstoff ist das fremde Geld: Blutgeld, Fluchtgeld aus der Dritten Welt, Steuerhinterziehungsgeld. 2,2 Milliarden Franken allein vom ehemaligen kongolesischen Präsidenten Mobutu, dafür gibt es im Kongo kaum Spitäler. 1,8 Milliarden von Abacha, einem kokainabhängigen Mörder, der mal Präsident von Nigeria war. Diese Reihe könnte ich beliebig fortsetzen! Und denken Sie an die Milliarden, die dem deutschen Fiskus fehlen. Ein riesiger Aderlass, der durch die Schweiz erst möglich wird. Da wird ein Rechtsstaat sabotiert.


Chris

Mittwoch, 20. Januar 2010

PR-Berater Kocks: "Ich finde Bernie Madoff großartig"

Kocks: Ich finde Bernie Madoff großartig. Der hat vor allem Leute betuppt, die es wirklich verdient haben. Wer bei ihm investierte, wollte zweistellige Renditen auf Märkten kassieren, auf denen selbst Topspieler wie J. P. Morgan, Goldman Sachs und die Deutsche Bank nur einstellige Rendite machten. Da muss doch jeder, der nur die mittlere Reife hat, sehen, dass da etwas nicht stimmt. Gier schaltet das Hirn aus.

Quelle: finanzen.net

Anmerkungen: Sehr interessant zu lesen. Die Beschreibung unserer "Eliten" finde ich sehr treffen. Auch das er auf die Scheinheilligkeit von Horst Köhler, Angela Merkel und Per Steinbrück eingeht kommt viel zu selten vor.

Chris