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Mittwoch, 8. Mai 2024

Kriegstreiberei

Mich gruseln aktuell die ganzen Kriegstreiber in Deutschland. Personen müssen sich rechtfertigen, wenn sie auf Verhandlungen anstatt auf Gewalt setzen wollen. Klar kann dann diskutiert werden, wie realistisch das Ganze ist. Es abzutun ist grundverkehrt.

Stattdessen sollen wir verteidigungsfähig werden. Kinder und Jugendliche sollen wieder zur Armee. Sie sollen das Land verteidigen. Genau eben jenes Land was ihre Schulen verrotten lässt, das Klima nicht schützt und sie in Armut aufwachsen lässt. Die Suizidrate und Zahl der Depressionen unter Jugendlichen ist sehr hoch. Wurde etwas deswegen gemacht? Nein. Die Zahl der Kinderkrankenhäuser sinkt. Interressiert das irgendjemanden? Wohl kaum. Aber eben jene Kinder sollen mit ihrem Leben die Alten im Land verteidigen. Warum? Ich verstehe es nicht. Was tut denn unsere Gesellschaft für diejenigen die potentiell an irgendeiner Front sterben sollen. Da sprechen irgendwelche Wirtschaftsprofessoren, dass soziale Leistungen und Aufrüstung nicht gingen. Die Luxusgüter fässt er nicht an. Warum nicht? Warum müssen nur die Armen ihren Beitrag leisten? 

Man weiß genau, dass die ganzen Talkshowgäste und Moderatoren ihre Kinder nicht schicken werden. Sie werden auf keinen Wohlstand verzichten wollen und im Zweifel fliehen.

Auch ist die Argumentation dieser Menschen irre. Sie ziehen eine beliebige Linie. Raketen betrieben von deutschen Soldaten aber abgeschossen von ukrainischen sind okay. Da solle der Kanzler sich nicht gegen die Mehrheit stellen. Diese Mehrheit weiß allzugut, dass sie zu alt oder zu krank sind, um in den Krieg zu müssen. Warum da stoppen? Warum keine Truppen. Warum kein direkter Angriff auf Russland? Dann sind wir auf einmal Kriegspartei und das ginge ja nicht. Das die Definition ob wir eine Kriegspartei sind, in Russland liegt, wird ignoriert. Dieser dumme glaube, dass in diesem Fall das Papier wirkt ist absurd. Denn genau diese Wirkung des Papiers wird jedem der eine Verhandlung vorschlägt abgesprochen. Stattdessen hetzen sie gegen jene die ihre Kinder nicht hergeben wollen. Glorifizieren die armen ukrainischen Soldaten die verletzt werden oder sterben. Sie selbst sind zu nichts bereit. Keine Professoren, keine Talkshowmoderatoren und keine CDU. Im Zweifel kaufen sie ihre Kinder frei. Und hinter fragen die Historiker wie es dazu kommen konnte, dass applaudierend in den Krieg gezogen wurde. Dabei applaudieren immer nur die, die am wenigsten dabei verlieren.

Chris

Freitag, 8. April 2022

Die Jugend hat kein Interesse an der Wehrpflicht

Eigentlich ein Grund zu jubeln. Junge Menschen wollen nicht in den Krieg ziehen. Sie wollen sich nicht opfern. Ließt man die Kommentare im Tagesspiegel wird dies natürlich kritisiert. Das finde ich sehr interessant, weil die Kommentatoren sicher nicht in den Krieg ziehen werden. Sie wollen, dass dies andere tun. Noch spannender wird es, wenn man rechte Impfgegner befragen würde. Ich denke mal, sie hätten kein Problem mit Wehrpflicht damit das Menschen in den Krieg geschickt werden. Für sie scheint das kein Problem der körperlichen Unversehrtheit zu sein.

Die jungen Menschen sind nicht zu kritisieren, sondern zu feiern. Für wen sollen sie sich denn Opfern. Für ihre Vermieter, die ihnen viel zu hohe Mieten abverlangen? Dem Arbeitgeber, der ihnen unbezahlte Praktika anbietet? Oder dürfen es die Alten sein, die sich nicht für Breitbandausbau, Bildung, Sanierung der Infrastruktur interessieren? Vielleicht sollen sie diejenigen verteidigen, die sie in Armut haben aufwachsen lassen, weil Schulden und Soziales geht mal gar nicht?

Diese Punkte illustrieren sehr gut, dass diejenigen die jetzt verteidigt werden wollen, es von einer Generation fordern, welche sie nie interessiert hat. Über Klimademonstrationen wurde hergezogen, Schulen werden nicht saniert, die Armutsquote bei Kindern nicht gesenkt. Jetzt wo der eigene Wohlstand in Gefahr ist, wird der Jugend vorgeworfen sich nicht bei der Verteidigung zu beteiligen. Ich frage mich wie viele der Kommentatoren selbst bereit wären in den Krieg zu ziehen. 

Chris

Montag, 3. Juli 2017

Endlich mehr Rüstungsausgaben

Darauf haben wir alle lange gewartet. Hartz 4 erhöhen geht gar nicht. Das sind keine Investitionen, sondern nur Konsumausgaben des Staates. Rüstung hingegen, dass ist Investition. Wir investieren in die Invasion, den Raub und die wirtschaftliche Expansion im Ausland. Toll ist das. Hat in Rom auch schon funktioniert. Lasst uns um die Welt ziehen und die Expansion unserer Konzerne mit Waffen unterstützen. Wer braucht da schon TTIP oder CETA? In schwachen Ländern reicht da auch die Bundeswehr oder NATO. Wenn wir Fabriken bombardieren entsteht eine Angebotslücke die wir füllen können. Städte müssen auch wieder aufgebaut werden. Wenn wir vorher die Bildungselite töten oder aus dem fremden Land zu uns vertreiben, können nur wir die benötigte Leistung anbieten. Wir gewinnen dabei. Warum also die Kritik. Das beste ist, wir bauen auch noch Waffen. Auch das schafft Arbeitsplätze. Rüstung ist also etwas tolles. Die doofen Linken haben es nicht begriffen. Nur wenn wir zerstören können wir wieder aufbauen. Das beste ist, wenn wir den Stein zum zerschießen der Scheibe verkaufen und die Scheibe selbst auch noch, verdienen wir doppelt. Wie kann man bei einem solch tollen Modell dagegen sein? Menschenrechte? Egal! Der Markt kennt keine Menschenrechte. Die unsichtbare Hand des Marktes (armer Adam Schmith) kennt das nicht und will das nicht. Ein Mensch ist in neun Monaten ersetzt. Profite halten länger.

Chris

Mittwoch, 14. Juni 2017

Schon wieder terroristische Taten

Die Attentäter töteten 106 Zivilisten darunter 42 Kinder. Ich bin endlich auch überzeugt. Es muss ein Ende haben. Wir müssen die radikalen Fundamentalisten ausweisen oder ins Gefängnis bringen. Wir müssen sie überwachen und Fußfesseln an sie klemmen. Alles, um die Bevölkerung zu schützen.

Chris

Mittwoch, 29. März 2017

Militärzynismus

Das US Militär fliegt angriffe "in der irakischen Stadt Mossul" und tötet dabei Zivilisten.


Immerhin wird eine gewissen Schuld eingeräumt. Wichtig dabei ist folgendes

Er betonte aber, dass man keineswegs absichtlich Zivilisten angegriffen habe. 

Na dann ist ja alles klar. Man bombadiert eine Stadt und tötet Zivilisten. Das ist nicht wirklich überraschend. Sicher waren die Zivilisten nicht das Ziel, aber die Opfer wurden billigend in Kauf genommen. Die gleiche Situation mit russischen Bombern, führt zu Empörungen. Die USA redet es klein. Wenn man richtig zynisch ist, könnte man dem Anis Amri unterstellen er wollte keine Menschen töten. Er wollte nur schnell über den Markt fahren und es waren Menschen im Weg. Wer so etwas behaupten würde, würde zu Recht angefeindet. Wenn Militärs Krieg in Städten spielen, dann ist das in Ordnung. Wir leben in einer kranken Welt und jeder sollte bei solchen Aussagen aufschreien. Den Toten ist es egal ob es ein versehen ist. Jeder militärische Führer der Krieg in einer bewohnten Stadt führt, nimmt billigend zivile Opfer in Kauf. Wenn das so ist, dann soll man das so kommunizieren. Nur wenn man das kommuniziert, sieht man klar wie abartig Kriege sind und das es keine gute Seite gibt.

Chris

Dienstag, 15. März 2016

Man könnte es Propaganda nennen

Wenn man so will, könnte man es als Propaganda bezeichnen. Der Spiegel berichtet über eine Analyse des syrischen Bürgerkriegs

Panzer, Bomben, Scud-Raketen, Giftgas, Folter, al-Qaida, der "Islamische Staat". Was die Syrer seit 2011 erleiden, ist kaum vorstellbar, und dennoch scheint die Lage jedes Jahr schlimmer zu werden.

Ausgeblendet werden wesentliche Akteure, bzw. sie werden in "Bomben" zusammengefasst. Kein Hinweis über die Beteiligung äußerer Mächte wie Saudi Arabien, der USA, der EU und Russland. Kein Hinweis darauf, wie die USA den Friedensprozess behinderte und ein gemeinsames Vorgehen mit Russland blockierte und so den Krieg unnötig verlängerte. So viel also zu den Hintergründen. Man blendet sie bewusst aus und bringt nur eine Darstellung des Leids. Man verheimlicht nicht die Wirkung, nur die Ursachen. Sonst würde das eigene Weltbild wanken. Das Russland sich aus Syrien zurückzieht, die USA und ihre Verbündeten aber nicht, wird auch nicht weiter thematisiert. Schließlich ist Russland ein Aggressor und wir sind die Friedensbringer. Für den Frieden müssen Menschen sterben und es muss schon mal Krieg geführt werden. Mit diesen oder ähnlichen Argumenten lebt es sich auf der guten Seite doch recht bequem.

Chris

Montag, 29. Februar 2016

Die langfristige Aufrüstung sei notwendig, um in der asiatischen Pazifik-Region weiterhin Frieden zu gewährleisten

So, so. Wieder einmal ein "kritischer" Artikel der sich mit der Aufrüstung innerhalb der westlichen Wertegemeinschaft auseinandersetzt. Natürlich muss man gegen das aggressive Vorgehen der Chinesen im Südchinesischen Meer vorgehen. Aufrüstung und die Drohnung von Gewalt sichert den Frieden. Das hat immer gut funktioniert. Gut ist, das die anderen die Bösen sind. Da hat man wenigstens kein schlechtes Gewissen.

Chris

Dienstag, 9. Februar 2016

Hab ich was verpasst


Das wichtige ist, dass tausende Syrer erst auf der Flucht sind, seit Russland mitmischt. Komisch, vorher gab es scheinbar keine Flüchtlinge. Wer kommt dann gerade bei uns an? An der Machtpolitik Russlands gibt es nichts zu beschönigen. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich eine solche Subüberschrift über die US Bombadierungen gelesen hätte. Naja, das sind ja auch die Guten...

Chris

Freitag, 19. Juni 2015

Wir sind die Guten

Darum ist es auch keine Kriegstreiberei, wenn ein deutscher NATO-General die Aufrüstung an der russischen Grenze fordert. NATO Manöver in Polen und Tschechien, Waffenlieferungen in die Ukraine und man wundert sich, dass Russland sich bedroht fühlt? Säbelrasseln kommt nur aus östlicher Richtung, denn wir sind schließlich die Guten. Die Rüstungsindustrie freut sich.

Anmerkung
Warum darf ein Soldat eigentlich in dem politischen Meinungsbildungsprozess mitmischen und warum wird es abgedruckt? Wie objektiv wird seine Meinung sein, wenn er jahrzehntelang die Bedrohung aus dem Osten oder sonst woher sehen musste? Irgendwie muss man die Laune der Armee hochhalten und ihr dasein legitimieren.

Chris

Dienstag, 3. Februar 2015

Freiwillige Zensur

Die Presseschau des Deutschlandfunks heute morgen zeigte mir, dass die Gleichschaltung der deutschen Medien immer noch Bestand hat. Zwar werden die geplanten oder nicht Waffenlieferungen der USA an die Ukraine teilweise kritisch gesehen, aber Russland ist in jedem Beitrag der Aggressor der die Krise weiter anheizt. Kein Verweis, dass der Einfluss Russlands auf die Separatisten vielleicht nicht so groß ist wie man glaubt. Kein Hinweis, dass die Ukrainische Regierung durch einen Putsch an die Macht kam und sich nicht gerade durch Deeskalation auszeichnet. Erstaunlich ist, wie kriegstreiberisch einige Artikel sind. Es geht um Menschen. Krieg sollte eigentlich nie ein Mittel sein. Vor allem sollte man wenn man keine Ahnung hat von außen, genau das tun enige unsere Medienteilnehmer, den Konflikt nicht anheizen. Faktisch niemand hat eine Ahnung was in der Ukraine vor sich geht. Dafür müsste man wenigstens in die Krisenregionen fahren und mit den Menschen reden. Stattdessen wertet man Veröffentlichungen der Geheimdienste, Regierungen oder anderer Medien die das gleiche tun aus. Das nennt sich dann unabhängiger Journalismus. Unabhängig ist daran nur, dass sich die Medien freiwillig in eine gewisse Zensur begeben.

Chris

Mittwoch, 13. August 2014

Morgendliches Erbrechen

Herr Fleischhauer meint Frieden und Pazifismus ist etwas schlechtes. Seine Begründung ist, dass der Wohlstand uns faul gemacht hat. Wir verstehen die Welt nicht mehr und darum wollen wir auch nicht mitmischen. 

Man soll sich nicht täuschen: Käßmann steht mit ihrem Costa-Rica-Pazifismus in der Mitte der Gesellschaft; ihre Sehnsucht nach einem Land ohne Armee ist kein Protest, sondern Mainstream. 69 Jahre fortgesetzter Frieden können nicht nur satt und glücklich machen, sie können einen auch furchtbar provinziell werden lassen.

Der Grundfehler seiner Argumentation ist der Startpunkt. Er geht davon aus, dass militärische Einsätze immer etwas ändern können. Das was er Pazifisten vorwirft

Was unverständlich und fremd erscheint, wird ignoriert oder, wenn das nicht mehr geht, so lange hin und her gedreht, bis es wieder ins Erklärungsmuster passt.

betreibt er selbst. Er unterstellt das

der Gewalttäter im eigentlichen Sinn will nicht verhandeln, um sich eine bessere Position zu verschaffen. Er ist allein an der Machtfülle interessiert, die ihm der Triumph über andere ermöglicht. Die Gewalt ist das Medium, durch das er zu sich selbst spricht, an ihren destruktiven Energien lädt er sich auf, und die Demütigung und Vernichtung ihrer Opfer ist das Mittel zu diesem Zweck.

Was für psychisch kranke Gewalttäter stimmen mag, muss noch lange nicht auf Gesellschaften und gruppendynamische Prozesse zutreffen. Hintergründe die zu diesen Zuständen führten müssen analysiert werden. Dann und nur dann merkt man wie Sinnfrei ein Jubel wie dieser sein kann


Es sind amerikanische Soldaten, die jetzt den Jesiden zu Hilfe kommen. Es sind amerikanische Kampfflugzeuge, die Stellungen der islamischen Gotteskrieger unter Beschuss nehmen, und amerikanische Waffen, die an die bedrängten Kurden geliefert werden

Die US Amerikaner retten die Welt. Die Fragen wer lange Zeit Waffen in die Region lieferte, wer ein nicht lebensfähiges Staatengebilde nach einem nicht legitimierten Angriffskrieg zurückließ, werden nicht gestellt. Stattdessen werden Freiheitskämpfer gefeiert die mit Waffen beliefert werden. Ich kann mich an einen Rambo und James Bond Film erinnern wo die Taliban gegen den bösen Russen kämpften. Später wurden sie zum Problem.

Wir spotten gerne über die Amerikaner, die angeblich keine Ahnung von der Welt haben. Aber Weltläufigkeit erschöpft sich nicht in häufigen Urlaubsreisen ins Ausland. Die Hälfte der US-Bürger mag nicht einmal einen Reisepass besitzen, dafür verstehen sie etwas von der vielfältigen Natur des Menschen. 

Ich spotte nicht über die Amerikaner, sondern die Kurzsichtigkeit eines Herrn Fleischhauer. Fleischhauer sieht seinen eigenen argumentativen Widerspruch nicht. Er redet von Vielschichtigkeit der Welt und von Gegensätzen. Trotzdem kann er, den Amerikanern folgend, einschätzen was richtig und was falsch wäre. War er im Irak, hat irgendein deutscher Journalist vor Ort gesehen was in diesem Land vor sich geht? Gibt es objektive Quellen, welche die Zustände beschreiben? Was wissen wir von der anderen Seite? Fazit; wir wissen fast nichts. Wir wissen das es Zivilisten zuerst trifft. Das ist in modernen Kriegen einfach so. Die jüngere Vergangenheit zeigt, dass Bomben nur sehr bedingt helfen das Leid zu lindern. Wenn man diese Umstände erkannt hat, dann ist es in meinen Augen legitim zu fordern, dass man sich aus der Sache weitestgehend heraus hält. Um den Menschen zu helfen, könnte man ihnen Asyl gewähren. Das ist weniger blutig und hilft deutlich mehr.
Stattdessen lieber Krieg. Fleischhauer ist Bildungsbürger vom Beruf. Er wäre auf den Feierfotos 1914 gewesen, als die einfachen Menschen dem Krieg angstvoll entgegensahen. Schlimmer noch als die halbgare Argumentation sind die Menschen die ihm zustimmen. Sie sind es nicht die in die Länder müssen, um ihr Gutmenschentum (oh je jetzt nutze ich diese Wort auch) zu verteidigen.

Chris

Freitag, 11. Juli 2014

Finde den Unterschied

Sowohl die bewaffneten Separatisten in der Ostukraine als auch manche Regierungssoldaten haben sich laut Amnesty International "gravierende Menschenrechtsverletzungen" zu Schulde kommen lassen. (via Tagesschau)

Brutale Schläge, Entführungen und Folter: Amnesty International macht die Separatisten in der Ostukraine für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Von Hunderten Fällen ist in dem aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation die Rede. Die Angst vor Repressalien sei allgegenwärtig. (via SPON)

Da hat die Tagesschau den Amnesty International Bericht etwas besser gelesen. Beide Seiten begehen Menschenrechtsverletzungen. Bei Separatisten soll es häufiger vorkommen. Allerdings beruhen viele der Information auf Quellen der Kiever Regierung und die Datenbestimmung ist, wie Amnesty International zugibt, schwierig. 

 Chris

Freitag, 27. Juni 2014

Ein neuer Vorstoß gegen die strengen Defizitregeln


Hat schon mal jemand vorgeschlagen Sozialleistungen außen vor zu lassen, oder irgendetwas anderes was den Menschen nützt und nicht schadet?

Chris

Donnerstag, 26. Juni 2014

Grusel 2.0

Gruselig an diesem Artikel sind vor allem die Kommentare. Die Verluste und Strategien an der Ost- und Westfront werden wie ein Fußballspiel diskutiert. Das Niveau ist teilweise unterirdisch. Da wird Stalin vorgeworfen er hätte nur gewonnen, weil er seine Truppen menschenverachtend in die Schlacht geworfen hätten. In einem edlen und noblen Krieg hätte er nicht gewonnen. Diese Form der Kriegsromatik ist absurd. Jeder Krieg ist menschenverachtend. Die Wehrmacht hat Kinder an die Geschütze gestellt. Edel sieht anders aus. Kritische Kommentare welche das Thema generell hinterfragen werden kaum zugelassen. Schließlich diskutiert man über Geschichte. Und wir hätten gewinnen können. Es werden Schicksale und Massenmord vergessen. Ließt man manch einen Kommentar könnte man glauben, es sei ein Verteidigungskrieg gewesen. Erschreckend wie weit weg das Ende und die Schmach eines Angriffskriegs für einige Menschen in unserem Land zu sein scheint. Es sind wahrscheinlich die gleichen, die unser Bundespräsident mit seinen kriegstreiberischen Reden ansprechen will. 

Chris

Dienstag, 3. Juni 2014

Die Linke schreit: "Kein Krieg!" und klammert sich an Syriens anti-imperialistische Propaganda.

Man könnte es auch Vernunft nennen.  In einem Bürgerkrieg kann und sollte man sich nicht für eine Seite entscheiden. Zum Thema Propaganda dann noch folgendes


Diese Aussage mag stimmen oder auch nicht. Allerdings verschweigt sie bewusst die zahlreichen Waffenlieferungen des Westens an die Gegner Assads. Erst wurde mit dem Feuer gespielt, dann wurde Benzin hinein gekippt und nun rennt man weg. Das ist die Geschichte die erzählt werden muss und sollte. 

Chris

Montag, 17. Februar 2014

Meine Gedanken zu "Die neue Kriegsschulddebatte (II)"

Es ist erstaunlich, dass nach über 70 Jahren immer noch diskutiert werden muss wer Schuld am 2. WK hat. Ich finde es gruselig, das parallel zur Kriegsrhetorik unseres Bundespräsidenten, diese Diskussion in den Massenmedien ankommt. Was damit bezweckt wird ist klar. Wenn Deutschland keine Alleinschuld hat, dann dürfen wir wieder munter unsere Soldaten in den Tod schicken. Wir können auch anfangen das Gräuel der Massenvernichtung zu relativieren. Dann können wir endlich wieder stolze Deutsche sein.
Darum wehret den Anfängen. Hinterfragt den relativierenden Nationalismus. Es gibt am nationalsozialistischen Deutschland und deren Führung nichts zu beschönigen.

Chris

Montag, 3. Februar 2014

Deutschland muss Verantwortung übernehmen

So schallt es aus den Medien und den Mündern unserer Politiker. Dabei bedeutet Verantwortung die Bereitschaft in den Krieg zu ziehen. So lehrt man es seine Kinder. Übernehmt Verantwortung und verprügelt andere Kinder. 
Warum ist das Verantwortungsgeschwafel so schlimm? Man könnte doch armen Menschen im Ausland helfen, welche (wie in Syrien) im Bürgerkrieg versinken. Das klingt auf den ersten Blick richtig und lobenswert. Man lehnt sich nicht zurück und erbringt Opfer. Nun kommt das ABER.
Auf welche Seite stellt man sich? Dazwischenzugehen, bedeutet fast immer Partei zu ergreifen. Weiterhin stellt sich die Frage nach dem Nutzen. In Afghanistan fuhren einige wenige hundert deutsche Soldaten im Umfeld des eigenen Stützpunktes herum. Dafür waren mehrere Tausend stationiert. Das bringt viel Zorn, aber wenig Sicherheit. Auch muss man sich die Frage stellen, ob die finanziellen Mittel nicht besser verwendet werden können. Auslandseinsätze sind sehr teuer - laut einigen CSU Mitgliedern sind bereit einige tausend Asybewerber der wirtschaftliche Gau Deutschlands und Europas.
Nun könnte jeder sagen, typisch links, die sind immer gegen Krieg. Ist das verwerflich? Worin liegt die Verantwortung Menschen in fremden Ländern zu töten und deren Infrastruktur zu zerstören? Man kann das Ganze auf Deutschland erweitern. Wie ist denn die Versorgung traumatisierter Soldaten? Wie sieht es mit der Ausstattung der Armee aus? Was ist deren verfassungsgemäßer Auftrag? Das alles sollte diskutiert werden. Wenn man am Ende zu dem Punkt kommt, dass Diplomatie und Sanktionen nichts gebracht haben, ein UNO Beschluss vorliegt, dann sollte sich Deutschland beteiligen. Alles andere ist die Rückkehr an die Sonne.

Anmerkung:
Gauck habe ich besonders gefressen. Freiheit über alles, labert dieser Mann. Bei der NSA Affäre schweigt er und jubelt einem Bündnissystem zu, welches seinen eigenen Mitgliedern nicht im Ansatz traut. Freiheit durch Krieg und Zwang zu erreichen ist absurd. Wo ist sein Ruf nach Frieden?

Anmerkung 2:
Witzigerweise soll Verantwortung nur in kleine Staaten übernommen werden. Dort kann man einfach gewinnen. Wo ist die Forderung des Schutzes der Wanderarbeiter in China? Wo werden Arbeitnehmerrechte irgendwo in der Welt verteidigt? Wo wird die Zusammenarbeit mit Diktatoren verweigert, selbst wenn es Bodenschätze gibt? Diese paar Beispiele zeigen, dass vor den Kriegsspielen eine ganze Menge mehr passieren könnte und müsste.

Chris

Montag, 27. Januar 2014

Die Bundesregierung will mehr Auslandseinsätze - Der deutsche Platz an der Sonne

Europa kommt im Spiel der globalen Kräfte nicht voran, wenn die einen sich immer dezent zurückhalten, wenn es um militärische Einsätze geht, und die anderen unabgestimmt nach vorne stürmen.

Liebe Ulla wenn alle von der Brücke springen, springst du dann auch? Deine imperialistische Rhetorik - Deutschland kommt nicht voran - brauchen wir nicht, oder suchen wir Deutschen wieder einen Platz an der Sonne? Ist es unser angeborenes Recht als starke Nation, schwache Nationen mit Krieg zu überziehen? Sollen wir diesem Weg strebsam folgen? nterdrückung der Bevölkerung wird als Kriegsgrund vorgebracht. Bei der eigenen Bevölkerung ist man nicht ganz so zimperlich. Erst zwingt man sie in jede Arbeit und dann belügt man sie an so vielen Stellen, dass eventuelle humanitäre Einsätze unglaubwürdig sind, bevor sie starten. Wie kann man mit Krieg - Frieden stiften? Es ist so sinnvoll wie die Lehren der Neoliberalen, dass Armut - Reichtum schafft. Frieden zu schaffen ist ein langer Prozess. Hiefür müsste man, wenn man es ernst meint liebe Ulla, aufhören mit der Creme de la Creme der Diktatoren zusammenzuarbeiten. Menschenrechte über Rohstoffe müsste das Motto heißen. Das ist nicht der Fall und es wird auch nicht so bald der Fall sein. Somit liebe Ulla hoffe auf der deutschen Platz an der Sonne, aber bitte ohne uns.

Anmerkung
Es wird nicht einmal in Betracht gezogen, dass eine Politik der militärischen Zurückhaltung etwas Gutes wäre.

Chris

Mittwoch, 11. Dezember 2013

4200 Euro pro Mensch

Ein deutsches Gericht weist Klage von Kunduz-Opfern ab. Das ist ja mal eine Überraschung. Ohne Kriegserklärung in einem fremden Land Zivilisten zu töten, führt zu keinerlei Bestrafung oder Schuldeingeständnis. Man sind wir moralisch überlegen. Was werfen wir Terroristen vor, was wir nicht auch selbst machen. Freiwillig wurde ein Ausgleich von der Bundeswehr gezahlt. Eine halbe Millionen Euro sind ca. 120 Menschen Wert. Das sind ungefähr 4200 Euro pro Mensch, oder das Monatsbruttogehalt eines Akademikers in Deutschland.

Chris

Dienstag, 10. September 2013

Aus dem Spiegel

Er wirkte wie nur so dahingesagt, der Vorschlag von US-Außenminister Kerry: Ein Militärschlag gegen Syrien sei abwendbar, wenn das Land seine Chemiewaffen unter internationale Aufsicht stelle. Nun erwägt das Regime die Offerte tatsächlich. Obama würde sein Gesicht wahren, doch Assad hätte mehr Zeit zum Töten. 

Danke lieber Spiegel, dass du die Rebellen und alle anderen die in Syrien kämpfen außen vor lässt. In Syrien herrscht ein Bürgerkrieg. Es gibt genug Syrer die Assad als legitimen Führer ihrer Nation sehen. Lange genug war er gut genug, um mit uns zu handeln und Verträge abzuschließen. Man war sich nicht zu Schade ihn zum Nationalfeiertag einzuladen. Nun ist er böse. Er hat Chemiewaffen benutzt, da sind sich die deutschen Medien sicher. Dabei ist sich niemand sicher. Klar ist nur, dass diese Waffen verwendet wurden, nicht aber von wem. Und selbst wenn Assad der Schuldige war, ist mir nicht klar was ein Flächenbombardement Syriens durch die USA bewirken soll. Werden dadurch Syrer gerettet? Wer legitimiert die Rebellen. Vor allem, da es die Rebellen als homogene Gruppe nicht gibt. Wäre Assad weg, würden eventuell diese Gruppen wieder gegeneinander kämpfen, um das Machtvakuum zu füllen. Alles in allem keine einfache Situation die man mit ein paar Bomben lösen kann. Dem Auspruch der Spiegels "Assad hätte mehr Zeit zum töten", wenn man eine diplomatische Lösung sucht, könnte man entgegen stellen, dass die USA und ihre Verbündeten weniger Zeit zum Töten hätten. 

Chris