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Sonntag, 22. Februar 2015

Gute BBC Doku

Eine interessante BBC Reportage Part 1 & Part 2. Spannend fand ich die Weltsicht einiger Superreiche. So meint der Betreiber einer Plattform für Mikrojobs, dass Mikrojobs etwas tolles seien. Schließlich werden Menschen in sicheren Jobs faul und unflexibel. Durch den Druck entsteht etwas Neues, Besseres; seiner Meinung nach. Damit ignoriert er Trainingseffekte, welche zu einer höheren Produktivität führen. Weiterhin widerlegt er sich selbst. Denn was an der unteren Grenze der Einkommensstruktur gilt, muss nach oben auch gelten. Sicherheit tötet den Willen etwas zu leisten. Superreichen hätten, so die Logik zu Ende gedacht, keine Motivation mehr. Also müssten solche Sozialdarwinisten konsequenterweise fordern, dass den Reichen auch das Vermögen weggenommen wird. Dann müssten sie jeden Tag ein hohes Einkommen generieren, dass sie dann wieder verlieren. Wie absurd wären solche Strukturen?

Chris

Montag, 27. Oktober 2014

Kapitalismus Dokumentation

Hier eine interessante Dokumentation von Arte über den Kapitalismus. Es lohnt sich die bisherigen Teile anzusehen. Spannend für mich sind dabei mehrere Dinge. Zum Einen wird dargestellt wie die Lehren eines Adam Smith über die Zeit an die herrschenden Ideologien angepasst wurden. Viele Dinge sind aus dem Kontext gerissen und sind von Smith wohl nicht so gemeint worden. So beschrieb er die unsichtbare Hand wohl nicht im Zusammenhang mit freien Märkten und dem Handel.
Weiterhin spannend ist es den Kapitalismus und dessen Entstehung im Kontext der Geschichte zu sehen. Der Imperialismus und viel Gewalt sorgten für einen stetigen Zufluss an Arbeit, Kapital (in Form von Gold) und billigen Rohstoffen. Auf dieser Basis konnte aufgebaut werden. Freiheit hatte damit wenig zu tun. Viel Unterdrückung im Sinne der Unternehmer wurde gesetzlich verankert, bspw. in Form von Arbeitshäusern. Das Märchen des freien Marktes in der Vergangenheit des Manchester Kapitalismus wird so eindruckvoll widerlegt.
Ein letzter Punkt ist die Darstellung vieler ökonomischer Denker. Diese entwickelten ihre Modelle im Kontext ihres Lebens und/oder des gesellschaftlichen Umfelds. Ein Ricardo wird von der Dokumentation als früher Bankenlobbyist dargestellt. Die angebliche so unumstößliche Wahrheit dieser Denker, auf der viele der aktuellen neoliberalen Gedankenmuster fußen, werden hierdurch sehr wackelig. Schon damals vernachlässigten sie, bewusst oder aufgrund von Unwissen, viele Dinge. Auf dieser inkompletten Theorie wurde ein mathematisch, logisches Gebäude gestülpt was dazu dient diese Theorie zu beweisen. Wenn die Annahmen fehlerhaft sind, dann nützt der Beweis im Rahmen dieser Annahmen nichts. Die Realität aus verschiedenen 3. Welt Ländern verdeutlicht dies anschaulich.

Fazit
Anschauen und lernen. Besonders diejenigen die dem freien Markt blind glauben, sollte sich ruhig eine allgemeinere Sicht der Dinge gönnen.

Chris

Freitag, 3. Januar 2014

Gier nach Geld


Diese Dokumentation ist in meinen Augen interessant wegen den Experimenten die vorgestellt werden. Spannend hierbei ist, dass mit einfachen Mitteln gezeigt werden kann, dass mit individuellen rationalen Entscheidungen, irrationale globale Ergebnisse erreicht werden können. Hierfür wurde eine Versteigerung eines 20 Dollar Scheins durchgeführt. Die Regeln waren, dass der Höchst- und Zweithöchstbietende zahlen müssen. Die einzig rationale Lösung ist, nicht zu bieten. Alles andere muss dazu führen, dass der Geldschein für mehr als 20 Dollar verkauft wird. So kam es dann auch. Die Motivation für das höhere bieten liegt dann nicht mehr beim Gewinn, sondern bei der Minimierung des Verlusts.
Spannend sind die Reaktionen der Verfechter des Homo Ökonomikus. Sie sind der Auffassung, dass einzelne irrationale Entscheidungen kein Problem darstellen. Sie verkennen, dass Modelle diese Ausnahmen nicht zulassen, da sie sonst ihre Allgemeingültigkeit verlieren. Überhaupt daran zu denken, dass Menschen individuell rational handeln, selbst in der Mehrheit, ist absurd. Die letzten Bundestagswahlen zeigten dies. Die Linkspartei hätte viel mehr Menschen einen Vorteil gebracht als die CDU-SPD Koalition. Dennoch hat sie deutlich weniger Stimmen bekommen. Auch ist es nicht gerade rational betrunken Sprengstoffe in die Luft zu schießen, wenn man über zu wenig Geld jammert. Die Rationalitätsannahme ist so offensichtlich falsch, dass man sich fragt wie Menschen daran glauben können. Es ist die vielleicht die Vorstellung , dass der Mensch sich von Tieren unterscheidet.

Chris

Samstag, 18. Juni 2011

Im Körper der Topathleten

Zwei (Schwimmen und Hochsprung) interessante Dokumentationen von Arte über Athleten und ihre Technik kann ich nur empfehlen. Es wird klar an wie vielen Kleinigkeiten die Höchstleistung letztendlich zusammengebaut wird.

Chris