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Dienstag, 5. November 2013

Von Modellen in der Ökonomie



Bravo. Sehr schön auf den Punkt gebracht. Modellannahmen werden durch das Modell "bewiesen".  Der Markt ist effizienter als der Staat. Die Rechnung mit dieser Annahme zeigt diesen Zusammenhang.
Es stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ein. Das Modell wird es abbilden.
Bewiesen ist damit nur, dass das Modell in sich konsistent ist und die Annahmen abbilden kann. Somit ist kein formaler Fehler unterlaufen. Die Annahmen können so weltfremd und absurd sein wie sie wollen. Ein Freund von mir meinte folgendes:

Wenn Öl knapp ist, dann lasst Autos ohne Treibstoff fahren. Jeder aus einer Ökonomievorlesung würde einen ansehen und meinen, das sei Unsinn. Perfekte Märkte, welche ähnlich absurde Annahmen an die Realität stellen, werden unhinterfragt akzeptiert.
 
Oftmals wird zudem vergessen, dass auch empirische Analysen durch Modellannahmen beeinflusst werden. Man muss die Daten filtern und die Realität vereinfachen, um Schlüsse daraus zu ziehen. Normalerweise wird durch vereinfachte Experimente festgestellt welche Parameter vernachlässigt werden können und welche nicht. In der Ökonomie ist das nicht so einfach möglich. Somit sollte man alle Studien grundsätzlich hinterfragen und schauen wer, welche Interessen vertritt.

Chris

Montag, 18. Februar 2013

Die Auswertung von über 1000 Studien zeigt...

Mindestlöhne haben keinen oder geringen Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Somit sind sie geeignet die Löhne zu steigern. Wenn das Datenmaterial von über 1000 Studien das aussagt, dann sollte man zumindest darüber nachdenken seine ideologischen Bedenken beiseite zu schieben.
Da dieses Ergebnis nicht in die Modellansichten vieler deutscher Ökonomen passt, wird sich so bald nichts ändern. Dabei ist nachvollziehbar, warum der Einfluss durchaus gering sein kann. Vorraussetzung dafür ist, dass ein Mindestlohn niedrig eingeführt und dann stetig auf ein brauchbares Niveau gehoben wird. Geschieht das in einer gewissen Zeit, dann können sich die Unternehmen darauf einstellen. Ist die Arbeit in einem Bereich zu teuer, dann werden eventuell Maschinen nachgefragt. Diese müssen gebaut werden, wodurch Arbeit entstehen kann. 
Des Weiteren kann nicht jede Arbeit substituiert werden. Gerade im sozialen Bereich geht das nicht, da Menschen nicht ersetzbar sind. Auch ein Outsourcing in andere Länder ist hier und in vielen anderen Dienstleistungsbereichen nicht möglich. In den Modellen vieler deutscher Ökonomen werden solche Gedanken nicht berücksichtigt. Weiterhin wird vernachlässigt, dass es durch höhere Löhne zu einer höheren Kaufkraft und somit zu einer höheren Nachfrage nach Arbeit kommt. Das kann man genau dann verstehen, wenn man eine Volkswirtschaft als Kreislauf und nicht als Unternehmen versteht. 

Fazit
Es ist zu hoffen, dass auch die deutschen Ökonomen endlich zur Besinnung kommen.

Chris

Freitag, 26. August 2011

Analysen zur Finanzmarktkrise

Immer wieder ließt man, dass die Eigenheimförderung der US Regierung für arme US Amerikaner ursächlich wäre an der Finanzkrise. Allerdings gibt es Studien die dagegen sprechen. Dies ist insofern verständlich, dass niemand die Banken gezwungen hatte diese schlechten Kredite als Spekulationsobjekt zu nutzen. Auch die Rating Agenturen haben diese schlechten Kredite offensichtlich falsch eingeschätzt. Das heißt, nicht die Existenz der schlechten Kredite hat die Krise verursacht hat, sondern der falsche Umgang mit jenen.

Chris

Freitag, 2. Juli 2010

Bedient Euch der Grundrechenarten, um Lügen zu erkennen!

So steht es heute auf den Nachdenkseiten. Ich kann dem nur zustimmen. Nicht nur bei der Bundespräsidentenwahl wird es mit der Grundlagenmathematik nicht so genau genommen. Ein aktuelles Beispiel kommt von dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Indem man die Einnahmenart ändert senkt man auf wunderbare Weise die Kosten des Gesamtsystems.

x + y = 100

Wenn x sinkt muss y steigen, somit bleibt die Gesamtsumme erhalten. Dabei ist es egal wieviele Studien, Analysen und Tabellen ich drucke.

Chris