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Mittwoch, 8. Mai 2013

Nanu die INSM entdeckt den Produktivitätszuwachs

In einem Artikel auf dem Ökonomenblog von Micheal Hüther zeigt dieser auf wie man den Wohlstand trotz geringer Geburtenraten steigern kann. Die genannten Punkte sind weder neu, noch besonders innovativ. Erstaunlich ist nur, dass sie im Kopf eines neoliberalen Vordenkers angekommen sind. Die logische Folge ist nämlich, dass man keine private Vorsorge braucht. Auch eine Rente ab 67 ist nicht zwingend notwendig. So weit lehnt sich Herr Hüther natürlich nicht aus dem Fenster, aber den ersten Schritt hat er schon einmal getan.

Chris

Freitag, 11. Mai 2012

Demographie Ideologie zerschlagen

Man braucht sich nur Schaubild 1 ansehen und sich fragen, ob die Demographie wirklich das größte Problem für die Rentensysteme darstellt. So sank das Verhältnis zwischen Rentner zu Erwärbstätigen von 1 zu 12 (1900) auf 1 zu 4 (2000).  Gleichzeitig wuchsen aber die Renten, sanken die durchschnittlichen Arbeitszeiten und die Kaufkraft der Erwerbstätigen stieg auch noch. Nun soll eine prognostizierte Verringerung auf 2 zu 1, zum Untergang der Rentensystene führen. Ich sehe die Zwangsläufigkeit nicht.

Chris

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Lohnentwicklung in Deutschland 2000-2010

Eine interessante Tabelle bei heise zeigt uns, dass die armen geschröpften Leistungsträger sowohl relativ, als auch absolut weniger Einkommen verloren haben. Die untersten 40% haben relativ 18.5% weniger Einkommen 2010 im Vergleich zu 2000. Die obersten 40% haben einen Verlust von 0.3%. Auch in realen Werten sieht es nicht besser aus. Die untersten 40% haben durchschnittlich 176 Euro weniger, während die oberen 40%, 30 Euro mehr bekommen. Was kann man daraus lernen?

Dienstag, 13. Dezember 2011

Rentebeitrag soll sinken

Die Renten steigen nur gering und dennoch wird eine Rentenbeitragssenkung um 0.3% im Januar 2012 und eine Senkung um dann weitere  0.4% als Erfolg gefeiert. Nehmen wir einfach mal das Medianeinkommen. Das liegt brutto bei 3471 Euro (2009). Nun kann man sich ausrechnen, dass derjenige der mindestens dieses Geld erlangt knapp 10.50 Euro pro Monat mehr in der Tasche hat. Bei 50% der Bevölkerung ist es weniger. Wo ist die Diskussion zur Nachhaltigkeit dieser Schnellschüsse. In drei Jahren, kurz nach der dritten Senkung auf 19%, werden die Diskussionen zur Demographie und der Unfinanzierbarkeit der Rente wieder aufkommen. Das man vorher die Einnahmebasis konsequent zerschlug wird dann nicht in der Debatte erwähnt.

Chris

Dienstag, 22. November 2011

Was wird in den Demographiedebatten ständig vergessen?

In einer Diskussion mit einem älteren Unternehmensberater über die "Vergreisung" der Bundesrepublik und die für ihn daraus resultierenden Probleme ist mir aufgefallen, dass in der Demographiedebatte grundsätzlich gewisse Punkte ausgeblendet werden.

Punkt 1
Grundsätzlich ist es richtig, dass es immer mehr Rentner geben wird. Allerdings kann man daraus nicht schlussfolgern, dass die Gesamtkosten explodieren werden. So ist nicht das viel propagierte Verhältnis zwischen arbeitender Bevölkerung und Rentner entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen arbeitender und nichtarbeitender Bevölkerung. Da es weniger Kinder gibt und weniger Menschen im erwerbstätigen Alter, sinken die Kosten für Kinder und für Arbeitslose. Folglich können diese Ressourcen der älteren Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.

Montag, 22. November 2010

Demographie

Bei einem jährlichen realen Produktivitätsgewinn von 2 % ergibt sich jedes Jahr ohne mehr Beschäftigte ein zusätzliches Produktionsvolumen, wie es rein rechnerisch von 0.8 Millionen Beschäftigten bei gleichbleibender Produktivität erarbeitet worden wäre.

Komisch ist, dass dieser Fakt sehr häufig ausgeblendet wird. Da interessiert nur das Verhältnis zwischen jung und alt. Leider nützt ein günstiges Verhältnis rein gar nichts, wenn die Jungen arbeitslos sind, oder in prekären Beschäftigungen arbeiten (dort zahlen sie sehr wenig in die Rentenkassen).

Quelle: Joachim Jahnke

Chris

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Das Märchen von der leeren Wiege

Im SZ Artikel ist die Demographie Panikmache dort mit einigen simpelen Beispielen widerlegt. Für mich ist es in Zeiten in denen immer mehr Flexibilisierung, immer weniger Lohn und immer mehr Arbeitszeit gefordert wird nicht verwunderlich das man keine Kinder kriegen kann und will. Für Kinder braucht man Planungssicherheit. Diese wird politisch gewollt zerstört. Darum ist die Panikmache der Politik/Eliten nicht verständlich. Wenn ich Benzin in ein offenes Feuer gieße darf ich mich nicht wundern, dass es besser brennt. Aber Intelligenz ist nun einmal nicht die Stärke unserer "Eliten". Um so wichtiger sind solche Artikel, um mit den Mythen aufzuräumen welche das Aussterben der Deutschen prophezeien.

Chris