Montag, 27. August 2012

Spart ihr Deutschen

Die Deutschen sparen weniger und verprassen lieber ihr gestiegenes Einkommen (keine Ahnung welches gemeint wird) laut dem Manager Magazin. Selbst wenn das Geld konsumiert würde, ist das per se erst einmal nichts schlechtes. Schließlich ist die Entwicklung des Binnenmarktes alles andere als gut. Das mit mehr Konsum auch die Wirtschaft angekurbelt wird, wird nicht erwähnt. Nein, wenn schon Ausgaben dann soll Investitionen es lieber geben. Konsum  = Gut; Investitionen = Schlecht. Die Frage, warum man um der Investition willen investieren solle, ohne zu erwarten, dass die dann produzierten Güter konsumiert werden, wird nicht erklärt. Aber das nur am Rande.
Im vorliegenden Artikel geht es um andere Dinge. Wenn die Sparquote sinkt gibt es weniger potentielles Geld für den Aktienmarkt. Der DAX macht gerade Höhenflüge. Somit braucht man mehr Geld, um die Börsenkurse zu befeuern und die private Altersvorsorge zu finanzieren. Bei hohen Kursen für Aktien zu werben zeigt wie wenig die Wirtschaftsredaktionen aus der Vergangenheit gelernt haben. Es wird vermittelt, dass der DAX endlos steigen kann. Sicher stand er in der Vergangenheit schon besser da als heute. Vor dem Hintergrund der Endloseurokrise, der brummenden deutschen Wirtschaft sind Riesensprünge wohl eher nicht zu erwarten.

Chris

Sonntag, 26. August 2012

Geistige Fehlleistungen der Eurokrise

Eine Woche Erholung im Urlaub und nichts hat sich geändert. Es ist wie es war und ändert sich kaum. Der IWF erkennt, dass die Sparprogramme nicht funktionieren und fordert aus diesem Grund mehr Sparprogramme. Portugals Wirtschaft bricht aufgrund der großangelegten Kürzungen im Staatshaushalt ein und Großbritannien will seine Wirtschaft mittels solcher Programme aufblühen lassen. Bei solch offensichtlicher Fehleinschätzung der Politikelitenclowns und des Ökonomieexpertengesocks fragt man sich, wie diese Typen noch gerade gehen können wenn sie doch offensichtlich ein so dickes Brett vor dem Kopf haben. Übersetzt man die Logik dieser geistreichen Menschen in andere Bereiche würde folgendes herauskommen
  • Ingenieurswesen: Das Auto fährt nicht. Dann bauen wir noch mehr Teile vom Motor aus!
  • Medizin: Der Mensch kann nicht laufen. Nehmt Ihm das zweite Bein ab!
  • Koch: Das Essen ist versalzen. Nimm noch mehr Salz, um es zu übertünchen!
  • Diät: Ich nehme nicht ab. Iss mehr fettige Sachen und bewege dich weniger!
Bei solch offensichtlich falschen geisten Fehlleistungen schmunzelt man und tut sie als Albernheit ab. In der Eurozone bezahlt man für sie horrende Berater- und Politikergehälter und schiebt, falls die vorgeschlagenen Lösungen trotz offensichtlicher geistiger Fehlleistung, auf die Märkte. Willkommen in der Eurokrise!

Chris

Donnerstag, 16. August 2012

Was so passiert

Volle Strafe für Steuerbetrüger
Man spiele folgendes Szenario durch. Man fährt an eine Tankstelle. Dort tankt man und fährt einfach ohne zu bezahlen los. Aus den Medien erfährt man dann, dass die Polizei wichtige Daten von der Tankstelle beschlagnahmt hat, welche den Täter überführen könnten. Nun stellt man sich der Polizei und will amnestie. So etwa geht das Spiel der Steuerhinterzieher. Sie tanken bei der Gesellschaft und zahlen nicht dafür. So sehen die wahren Sozialschmarotzer aus.

Das System Merkel
Endlich wird auch in den Medien darauf aufmerksam gemacht, wie Merkel innerhalb ihrer Partei agiert. Politisch ist das verdammt clever, Meinungsvielfallt innerhalb der Partei schafft man nicht. Die Post-Merkel Ära könnte zu einem Absturz der Partei führe, wie in so viele "Diktaturen" zuvor.

Clement will fitte Deutsche bis 80 arbeiten lassen
So lange dies freiwillig geschieht ist es in Ordnung. Allerdings stellt sich die Frage wieso man das Renteneintrittsalter erhöhen sollte, wenn für über 7 Millionen Menschen nicht genug Arbeit vorhanden ist.

Rentenbeitrag weiter senken? Eine gute Nachricht für wen?

In den letzten Tagen geisterte weiter die Idee einer weiteren Beitragssenkung zur gesetzlichen Rentenversicherung durch die Medien. Ebenso die angeblich rentensichernde Zuschussrente, eine weitere Kosmetik-Kreation aus dem Ministerium der Ministerin für Arbeit und Soziales.  Das bedeutet, dass die gesetzliche Rentenversicherung mit weiteren versicherungsfremden Leistungen belastet werden soll, noch mehr gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die hauptsächlich nur die gesetzlich Versicherten allein bezahlen. Beamte, anders berufständisch Versicherte und Politker stehlen sich noch einmal mehr aus der Mitfinanzierung und Verantwortung.  

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Chris

Dienstag, 14. August 2012

Wer hätte dass kommen sehen?

Chris

Montag, 13. August 2012

Nachhaltige Steuermodelle der Republikaner


Wer mit solchen Plänen Wahlkampf macht kann objektiv eigentlich nicht gewinnen. Da hinter solchen Plänen sehr viel Geld steht sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Wie Paul Ryan das Eigentum der bevorteilten in einer freien Demokratie ohne staatliche Unterdrückung schützen will soll er bitte erklären. Wie lange werden sich die Menschen in den USA schlechte Straßen, schlechte Gesundheitssysteme, schlechte Bildung, deutliche Slumbildung, etc. mit dem Verweis auf die Eigenverantwortung gefallen lassen? Ich weiß es nicht, aber ich finde es schon mutig, dass die Republikaner die Verursacher der aktuellen Wirtschaftsprobleme belohnen. In meinen Augen wird noch einmal aufs Gas getreten bevor man den Baum rammt.

Chris

Sonntag, 12. August 2012

INSM: Alles schlecht aber weiter so

Die INSM erkennt, dass kapitalgedeckte Renten- und Lebensversicherungen doch nicht so krisenfest sind wie sie immer behaupteten. Oswald Metzger himself schreibt

Viele Jahre haben Banken und Versicherungen, Fondsgesellschaften und Pensionsfonds uns Bürger mit drastischen Worten vor den „Versorgungslücken“ gewarnt, die unseren gewohnten Lebensstandard im Alter bedrohen, weil das gesetzliche Rentenniveau immer weiter absinkt. Viele Billionen Spargelder wurden in den vergangenen Jahrzehnten den Finanzmarktakteuren anvertraut. Bei den großen institutionellen Anlegern ballte sich eine Kapitalmacht, die zu immer riskanteren Geschäftsmodellen führte. Schließlich mussten die Renditeversprechen ja immer höher und höher werden, um die Klienten bei Laune zu halten und die Konkurrenz auszustechen. Doch in welchem Ausmaß kapitalgedeckte Rentensysteme unter massiven Kurs- und Renditeverlusten leiden, das hat für Millionen von Amerikanern und Engländern die Finanzmarktkrise der vergangenen Jahre drastisch gezeigt. Einbußen von 30% und mehr pro Jahr sind keine Seltenheit.

Dass eine ausschließlich kapitalgedeckte Rente sehr krisenanfällig sein kann, zeigen die jüngsten Turbulenzen auf den Märkten. In Deutschland hat man sich richtigerweise entschlossen, die Altersvorsorge auf mehrere Beine zu stellen. Die gesetzliche Rente kann durch private Vorsorge wie Riester oder einer betrieblichen Vorsorge flankiert und ergänzt werden. So werden Risiken auf drei Säulen verteilt.

Freitag, 10. August 2012

Hilfe wir haben Überschüsse, wir müssen das System ändern

Die typische Dauerleier bei der INSM. Privat ist gut und staatlich ineffizient und gehört reformiert. Heute ist es mal wieder das gesetzliche Gesundheitssystem. Obwohl 20 Mrd. Euro an Überschüssen im Jahr 2011 erwirtschaftet wurden, scheint das System nicht effektiv genug. Stattdessen wird kritisiert, dass man dieses Geld für bessere Leistungen oder die Abschaffung der leidigen bürokratischen Praxisgebühr verwenden könnte. Die INSM hat den Sinn eines staatlichen Unternehmens oder einer Versicherung nicht verstanden. Ziel ist es dort für möglichst wenig Geld eine möglichst hohe Leistung für möglichst alle Menschen im Land herauszuschlagen. Gewinnoptimierung gehört nicht dazu. 

Aufhänger diesmal sind die steigenden Arztbesuche seit 1991. Die Analyse der Zahlen ist dabei mehr als fragwürdig. Fragen wie: wie sieht die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen aus (es gibt nämlich ganz marktwirtschaftlich Rabatte wenn man solche Untersuchungen durchführen lässt), wie sieht die Zahl der chronisch Kranken aus (ist diese gestiegen, steigen natürlich die Besuche beim Arzt), etc; wurden nicht berücksichtigt. Es gab auch keinen Hinweis, dass man eine Überweisung zum Facharzt braucht (buy one get two). Somit blendet die INSM in ihrer Analyse die demographische Entwicklung, welche sie für die Rentenprivatisierung so oft beschwört, komplett aus.