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Freitag, 18. August 2017

New research shows that countries don't necessarily do best when they specialize in making a few things

Das ist eine Erkenntnis. Das die Spezialisierung auf wenige Güter für die Länder optimal ist, war immer schon fragwürdig. Nur diejenigen die blind an eine Verallgemeinerung von David Ricardos Vermutung glaubten sorgt diese Forschung für einen Aha Moment. Man hätte die Ricardo Annahme  nur gegen die Realität prüfen müssen. Das wurde viele Male gemacht und die Ergebnisse viele Male ignoriert. Daher wundert mich eigentlich nur, dass es jetzt ankommt. 
Die ach so weisen Ökonomen haben nicht bemerkt, dass Frankreich nicht nur Wein produziert und Deutschland nur Autos. Beide Länder produzieren beides.

Chris

Dienstag, 22. Dezember 2015

Wo sind die Entschuldigungen

Hat schon mal jemand von den Mindestlohngegnern eine Entschuldigung gehört. Haben diese gesagt "Wir lagen falsch mit unserer Prognose. Die Kaufkraft steigt doch und die Massenarbeitslosigkeit ist ausgeblieben". Ich habe davon bisher nichts wahrgenommen. Selbst SPON gibt die Nachrichten der gestiegenen Löhne weiter. Auch wenn im "Tab Titel" steht, dass die "Inflation die Kaufkraft im Rekordtempo steigen lässt". Scheint bei SPON aber niemanden zu stören. Erfreulich ist, dass gerade die niedrigen Einkünfte den stärksten Zuwachs hatten.

Als Erinnerung
"Mindestlohn gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze"
Chris

Montag, 21. Oktober 2013

Über den angeblichen Wettbewerb im Gesundheitssystem

Im Gesundheitsbereich gibt es keine Marktwirtschaft. Billiger wird es auch nicht, wenn man den Krankenhäusern den Auftrag gibt Überschüsse zu erwirtschaften. Es gibt Zielvereinbarungen in den einzelnen Kliniken. Dort wird definiert wieviele Fälle behandelt werden sollen. Diese werden dann auch bearbeitet, selbst wenn es manchmal Zweifel an der Sinnhaftigkeit gibt. Um das Murren zu unterdrücken werden die Chefärzte einfach beteiligt und schon sind sie als letzte Instanz ruhig gestellt. Wenn alle Kliniken Gewinn machen sollen, ist das betriebswirtschaftlich vielleicht sinnvoll, global ist es Irrsinn. Es gibt mehr Fälle, mehr Kosten, mehr kranke Menschen.
Selbst wenn man die Wahl der Klinik hätte, würde man als Patient immer noch keine Ahnung haben ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht. Wenn man das nicht einschätzen kann, dann kann man auch nicht wählen. Wahl ist die Grundlage eines Marktes. Ohne das Wissen ob man das Produkt "Behandlung" überhaupt braucht, kann man auch nicht einschätzen ob der Preis gerechtfertigt ist. Wenn man nicht einschätzen kann ob der Preis gerechtfertigt ist, kommt es zu keiner Preisbildung.

Es ist erstaunlich, dass den Gesundheitsexperten und Ökonomen solche einfachen Zusammenhänge weder bekannt zu sein scheinen, noch das sie diese in Betracht ziehen. Das beschriebene ist nur der normale Alltagsirrsinn in deutschen Kliniken. Hinzu kommen eine ganze Reihe anderer Dinge. Zum Beispiel weiß man manchmal selbst als Arzt gar nicht ob Behandlungen Sinn machen. Auch ist die Nachfrage nach einer Behandlung potentiell unendlich, wenn es um das eigene Überleben geht. Eine Behandlung kann nicht substituiert werden. Die Dienstleistung kann nicht ausgegliedert werden. Man kann nicht in jedes beliebige Krankenhaus gehen, da man vielleicht nicht die Zeit oder die Möglichkeit hat. Diese Beispiele verdeutlichen den Unsinn, der verbreitet wird, um das Gesundheitswesen zu Privatisieren. Der Sinn ist nicht Verbesserung der Umstände, sondern das Generieren von sicheren Einnahmen. Wenn es ein Markt wäre, mit echter Konkurrenz, dann würde nicht so viel Lobbyarbeit gemacht werden, um dort agieren zu können. Die Renditen wären gering und die zu leistende Arbeit hoch. 

Chris

Dienstag, 6. November 2012

Was geht sie das an Herr Hundt?

Sie sind nicht in der gesetzlichen Krankenkassen, ihre Unternehmen haben keine Nachteile, eher Vorteile (Krankenhäsuer brauchen sie auch nicht mehr), Mehrkosten für Unternehmen wird es auch nicht geben und die vormals gesetzten Ziele konnten nicht erreicht werden. Warum sind sie dann gegen die Abschaffung der Praxisgebühr? Fordern sie nicht auch eine Reduzierung der Bürokratie? In diesem Fall ist dies sogar machbar. Schade nur, das es nicht in Ihr neoliberales Weltbild passt, dass dieser Teil der damaligen Gesundheitsreform gescheitert ist.
 
Hundts Begründung:
 
"Ich rate dringend davon ab, die Praxisgebühr abzuschaffen", sagte Hundt der "Welt". Deren Ziele seien "nach wie vor richtig."

 
Leben wir in einer rein zielorientierten Welt? Wohl kaum. Es muss auch überprüft werden, ob die Ziele erreicht worden sind. Man transformiere Hundts Aussage auf die Förderung der alterantiven Energien. Dort würde er das genaue Gegenteil behaupten. Er würde wollen, dass man die gesetzten Ziele mit den erreichten abgleicht. Vernunft und Dogma verwischt.
 
Chris

Montag, 3. September 2012

Realität und Modell

Modellbildung ist alles andere als einfach. Aus diesem Grund kann man keine Vorwürfe machen, wenn jahrelang fehlerhafte Modelle verwendet werden. Schlimm wird es nur, wenn offensichtlich falsche Beschreibungen der Realität verwendet werden, um Ideologien zu legitimieren. Die Beschreibung der Realtität und der Versuch sie zu verstehen bleibt auf der Strecke. Zwei kurze Beispiele:

Biologie - Intelligent Design

Dieses Modell zeichnet sich dadurch aus, dass es auf Glauben basiert und dass es bei konsequenter Befolgung der Annahmen zu einer ganzen Reihe von Problemen kommt. Eine der Annahmen lautet, dass die Erde deutlich jünger ist als von der darwinistischen Wissenschaft behauptet. Wenn das so ist folgt als Konsequenz, dass die Halbwertzeitenanalyse zur Altersbestimmung von Pflanzen- und Tierresten nicht einmal annähernd stimmen. Somit hat die Physik den Prozess des Kernzerfalls nicht verstanden und die Modelle wären fehlerhaft. Dagegen spricht, dass die Verbreiter der Ideologien des Intelligent Designs ihre Thesen mit einem Computer im Internet verbreiten. Der Strom den sie dafür verwenden stammt teilweise aus Atomkraftwerken. 
Die Behauptung, dass die wissenschaftlich arbeitenden Biologen nicht die gesamte Evolution schlüssig erklären können und viele offene Fragen bestehen ist richtig. Allerdings aus diesem Umstand auf einen göttlichen Eingriff zu schließen ist fragwürdig. Nur weil etwas kompliziert ist und ich es nicht verstehe, heißt das noch lange nicht das nur ein Gott es geschaffen haben kann. Chinesisch ist auch keine göttliche Sprache.

Sozialwissenschaften - Austeritätspolitik

Kaum etwas ist offensichtlich so fehlerhaft wie das Verfolgen einer solchen Politik. Faktisch alle Studien und Erfahrungen widersprechen den Vorhersagen der Modellen, dass Sparen Staaten entschulden könnte. Dabei sind die zentrale Probleme tatsächlich die Modellannahmen. Es fängt damit an, dass ein perfekter Markt definiert wird. Nun ist jedem Wirtschaftswissenschaftler klar, dass es diesen nicht gibt und er nimmt ihn als Grenzfall an. Im Gegensatz zur Physik, wo man einige Grenzfälle tatsächlich prüfen kann, z.B. Vernachlässigung des Luftwiderstands, ist solche Überprüfung im Falle der Wirtschaftswissenschaften nicht möglich. Somit bleibt diese Annahme mehr oder weniger spekulativ. Wenn also das Fundament so brüchig ist, sollte man darauf kein Haus bauen. Einfacher wäre es, erworbenen Erfahrungen zu vertrauen und diese zu nutzen. Jeder würde Lachen wenn man einen Ball 1000 Mal nach oben wirft und man erwartet das er weiter steigt. Schließlich hatte das vorzeichenfehlerhafte Modell dies vorhergesagt. Die Erfahrung würde widersprechen. Da ein Ball kaum Ideologien und Interessen in sich trägt, könnte man sie nutzen um sein Modell zu berichtigen. In der Ökonomie ist das leider nicht so einfach möglich.

Chris

Montag, 14. Mai 2012

Ein Argument gegen den Mindestlohn

Wenn man Mindestlöhne einführt, dann führt dies zu Überbieterwettkämpfe vor Wahlen zwischen den Parteien. Man kennt das von der Rente und den Hartz 4 Leistungen alle 4 Jahre vor der Bundestagswahl. Die Partei mit dem höchsten Gebot stellt die Regierung.

Chris