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Donnerstag, 20. Februar 2014

Das Land der Glückseligen

Reallöhne sinken 2013 überraschend kopiert SPON eine Reuters Meldung die tiefer geht. Denn was die Meldung über die letzten Jahre schreibt ist kein Grund zu feiern. Zwar sind die Reallöhne gestiegen, allerdings dürften sie dem Produktivitätswachstum hinterherhinken. Das bedeutet, obwohl Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr günstig ist, wird es noch günstiger. Wie man unter diesen Umständen jemals den riesigen Berg an Exportüberschüssen reduzieren will ist mir nicht klar. Höhere Importe brauchen eine höhere Kaufkraft der Bevölkerung. Das der Einzelhandel und das Gastgewerbe schrumpft ist da nur logisch. 
Statt Reuters Meldungen nur zu kopieren, sollten die Medien endlich anfangen diese Zustände zu kritisieren. Stattdessen werden Indexprognosen gefeiert und Regierungspropaganda weitergegeben. 

Chris

Mittwoch, 20. Juli 2011

Lichtblicke

Was ist denn hier los? Erkennen die Spiegelredakteure, dass auch sie zu den Verlierern der Entwicklung der letzten 10 Jahre gehören. Die präsentierten Erkenntnisse sind keineswegs neu. Allerdings ist es gut, wenn der breiten Masse bestätigt wird, was diese schon lange weiß.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Paul Kirchhofs Steuermodel

Interessant an der Diskussion über Kirchhofs Steuermodell ist, dass die Einkommensseite vernachlässigt wird. Kirchhoff geht davon aus, dass das volle Einkommen versteuert werden muss. Was ist aber Einkommen?

Donnerstag, 26. Mai 2011

Einkommensverteilung USA

Hier lassen sich die aktuellen Daten zur US Einkommensverteilung ansehen. Durch die sehr starke Ungleichverteilung am oberen Ende fühlen sich viele reiche US Amerikaner nicht reich. Sie sehen den wesentlich größeren Reichtum der obersten 0.5% und erkennen nicht, wie viel wohlhabender sie sind, als die Mehrheit der Bevölkerung. Ähnliches lässt sich wahrscheinlich auch auf Deutschland übertragen. Dort zählt man mit einem Nettoeinkommen von über 3000 Euro zu den obersten 20-30% der Einkommensbezieher. Dennoch würden etliche mit diesem Einkommen meinen, dass sie knapp über dem Durchschnitt liegen und eigentlich nicht wirklich reich sind. Diese verzerrte Wahrnehmung führt zu Aussagen wie diesen: "Wenn man sich in jungen Jahren vier Jahre lang richtig zusammenreißt und 6000 € jährlich zurücklegt, hat man dieses Geld zusammen." Das Verhältnis zu den niedrigen Einkommen geht verloren. Selbst sieht man sich als Bezieher eines mittleren Einkommens, welcher vom Staat gezwungen wird zur Unterstützung der niedrigen Einkommen. Real gehört man zu den Bestverdienenden. Dementsprechend wird man mehr beteiligt.

Chris

Mittwoch, 29. September 2010

Einkommen und Verbrauch der Deutschen

Wer immer noch glaubt die Deutschen sparen zu viel, der sollte sich die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (nach EVS suchen) des statistischen Bundesamtes ansehen. Dort zeigt sich auf Seite 35, dass bis 1500 Euro netto die Sparquote im Durchschnitt negativ ist. Das heißt diese Haushalte müssen sich verschulden. Interessant ist, dass diese Haushalte herangezogen werden um den neuen Hartz 4 Regelsatz zu berechnen. Man nimmt also Einkommen, welche zu niedrig zum Leben sind senkt sie noch einmal ab und das ist dann bedarfsgerecht. Naja minus mal minus macht ja auch plus.

Chris

Dienstag, 21. September 2010

Einkommensentwicklung USA-Deutschland






Ich finde es sehr interessant , dass die Reallöhne der USA für die unteren 20% seit 1967 faktisch nicht gestiegen sind.
In Deutschland sieht es auch nicht viel besser aus. Nun soll noch einer sagen, dass die Wirtschaftspolitik einer Regierung keinerlei Einfluss besitzt. Es wurde in den Jahren Liberalisiert was das Zeug hält. Lobbyisten gingen in den Ministerien ein und aus und der Finanzmarkt wurde dereguliert. Dafür wird bei denen gespart, welche stagnierende Einkommen besitzen.






















Mehr zu den deutschen Zahlen beim Wirtschaftsquerschuss.

Chris

Dienstag, 13. April 2010

Schitzophrenie der Wahlen

Die Geschichte belegt die Aussage von Andrea Dernbach. Selbst die Armen finden üblicherweise jemanden der ärmer ist und möchten nicht mit ihm tauschen. Psychologisch ist wohl auch belegt, dass der Vergleich des Wohlstandes/Einkommen entscheidender ist als die Absolutwerte. Die Mittelschicht tritt also nach unten, da sie nach oben den Vergleich scheut. Ihr wird eingeredet, dass Ausländer und Arbeitslose Schuld an Ausbeutung, Dekadenz und Einkommensverlust sind. Einfachen Gegenrechnungen halten diese Aussagen zwar nicht Stand, aber sie sind so einfach das sie stimmen müssen. Denken ist ein Luxus den sich wenige gönnen. Nur so ist zu erklären wieso die FDP mit ihren politischen Ansichten Stimmen aus der eben jener Mittelschicht und sogar aus Arbeiterkreisen bekommen konnte. Eine Partei die mit ihren Themen genau die mittleren und unteren Einkommen zu Gunsten der Oberen belastet (Kopfpauschale, Hotelsteuer, etc.). Nach der Wahl haben das nun alle erkannt, was eigentlich schon vorher bekannt war. Dennoch wird die Ruhe bewahrt. Kaum Demonstrationen kaum Wahlen gegen eine Politik die den meisten Menschen im Grunde nicht passt. Nur etwas anderes wählen sie auch nicht. Der König war schon immer da und ist von Gott eingesetzt möchte man da denken.

Chris