Mittwoch, 8. Oktober 2014

Mobilität soll irgendwie Arbeitslosigkeit senken

Dabei kursieren in Europa längst intelligente Reformvorschläge, die nicht unbedingt Milliarden kosten - etwa für eine bessere Verzahnung der europäischen Arbeitsmärkte, die weiterhin viel weniger Mobilität als etwa in den USA erlauben. 

Für solche nachgeplapperten Vorschläge bekommen Journalisten, oder Leute die sich dafür halten sogar Geld. Der Vergleich der EU mit den USA hinkt insofern, als das man in der EU nicht eine Sprache spricht. Somit wird es immer Probleme bei der Mobilität geben. Bei der Arbeit kann man vielleicht noch Englisch sprechen. Im Privatleben ist das nur bedingt möglich. Mobilität bedeutet, dass man eben mal von einem Land in das nächste ziehen kann. Die Sprache zu lernen braucht aber immer Zeit. Ein weiterer Punkt ist, dass die Ungleichheit in den USA zwar hoch, in Europa aber deutlich größer sein dürfte. Die Lohnunterschiede und die Lebensqualität zwischen Luxemburg und Rumänien dürften sehr stark sein. D.h. kaum ein Luxemburger würde sich in diese Richtung bewegen wollen. 

Das vordergründige Fazit
Selbst wenn man also rechtlich alles möglich machen würde, so würde praktisch wahrscheinlich nicht viel passieren.

Das Fazit zum Nachdenken
Europa hat eine Arbeitslosenquote von mehr als 10%. Jedes Land innerhalb der EU hat eine Arbeitslosigkeit größer Null. Wie soll die Arbeitslosigkeit innerhalb Europas deutlich sinken, wenn die Zahl der freien Stellen deutlich unter der Zahl der Suchenden liegt? Kein Unternehmen wird Arbeitsplätze schaffen, nur weil jetzt mal eben Spanier in Polen arbeiten dürfen, oder umgekehrt. Die Unternehmen werden dort investieren wo es für sie am günstigsten ist (Infrastruktur, Steuern, etc.). Das können sie heute schon. Der gepriesene Effekt ist also wahrscheinlich keiner.

Chris

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