Mittwoch, 28. Oktober 2015

Russlands Kampstärke

Die russische Kampfstärke wird von SPON analysiert. Dort werden die Erkenntnisse einer NATO Analyse preisgegeben. Russland kann "No-go-Areas schaffen". Diese werden durch Stellungen auf der Krim und in Kaliningrad, also auf russischen Boden vor der russischen Grenze, erzeugt. Es werden dort Raketen stationiert, welche potentielle Angreifer abwehren können. Das interessante an dem Beitrag ist, dass in keinem Satz gefragt wird, was die NATO an der russischen Grenze zu suchen hat. Es geht nicht darum, dass Russland auf Kuba oder sonst wo auf der Welt seine Militärpräsenz ausweitet. Nein Russland  baut seine Verteidigung im eigenen Land aus. Das ist dann schon kritisch und wirkt aggressiv auf die NATO und die Autoren. 

Chris

Dienstag, 20. Oktober 2015

Ein Hoch auf die Presse- und Meinungsfreiheit

Genau aus diesem Grund darf ein Jan Fleischhauer seine unsinnige, nicht belegbare Meinung kundtun. Die Gewerkschaften wollen den Mindestlohn auch für Asylanten aufrechthalten und sind in seinen Augen die Bösen. Für ihn ist es okay Menschen zweiter Klasse in Deutschland aufzunehmen und zu beschäftigen. Statt der Forderung, den Asylanten, falls nötig, schnellstmöglich die Sprache beizubringen sodass diese Arbeiten können, sollen lieber die Löhne sinken. Das ist im konservativ neoliberalen menschenverachtenden Weltbild von Fleischhauer dann Nächstenliebe.

Chris

Gedanken zu Pegida

In den Heise Kommentaren über den Pegida Aufmarsch las ich sinngemäß folgende Aussage

Was können wir dafür, dass unsere Politiker in deren Ländern Krieg machen, sodass sie zu uns kommen müssen....

Ich denke, dass ist ein Gedanke den sich einige machen. Wir haben schließlich nichts davon. Wir könnten diese Politiker allerdings abwählen, wenn uns das Thema jemals interessiert hätte. Das hat es aber nicht. Stattdessen interessieren uns tausend unwichtige Kleinigkeiten. Wenn dann die Menschen die wir Ausbeuten und deren Kriege wir fördern vor unserer Haustür stehen, dann haben wir nichts gewusst und unsere Politiker sind Schuld. Das halte ich für falsch. Wenn das Thema jemals interessant gewesen wäre, dann wäre es im Wahlkampf aufgetaucht. Kaum ein Deutscher interessiert sich für die Lebensbedingungen in armen Ländern und deren Ursachen. Wir haben es bequem. Auf die bösen Politeliten zu schimpfen ist richtig. Bei diesem Thema sollten wir uns an die eigene Nase fassen. Politiker haben nur Macht, wenn die Menschen ihnen folgen. Und der Deutsche folgt gerne, so lange es ihm gut geht.

Chris

Sonntag, 18. Oktober 2015

Bis zu ... Journalismus

Heute morgen beim Bäcker prangt mal wieder eine "bis zu" Schlagzeile. Bis zu 30 Mrd. Euro könnten uns die Flüchtlinge kosten. Bis zu heißt nicht anderes als, ich weiß es nicht, nehme die schlimmste Schätzung und stelle es als Drama dar, damit ich mein Unwissen als seriösen Journalismus verkaufen kann.
Dieser Konjunktivjournalismus ist sehr üblich geworden. Man braucht bloß in die Zeitungen und Onlineportale schauen. Es könnte eine russische Drohne gewesen sein, es könnte ein islamistischer Radikaler sein, der Mindestlohn könnte Billionen Jobs vernichten, die Erbschaftsteuer könnte das deutsche Wirtschaftswachstum um 700% senken.... 
Einen Mehrwert generieren die Medien damit nicht, wohl aber Angst. Denn diese Konjunktive werden durch ihre Verbreitung zur Wahrheit.

Chris

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Widersprüche in der eigenen Ideologie stören doch nicht

Allerdingswies keiner von ihnen auf diese Paradoxie hin. Und das ist typisch für den Umgang mit diesen Dingen. Nach wie vor dominieren neoliberale Rhetorik und Ideologie die allgemeine öffentliche Debatte; wenn sie aber unerwünschte Folgen zeitigen, wird unvermittelt das Berufsethos Hochqualifizierter oder das Ethos des öffentlichen Dienstes beschworen, die sonst bei jeder Gelegenheit als nicht hinreichend kommerziell verunglimpft werden.

Zitat aus Die bezifferte Welt: Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht von Colin Crouch

Genau das ist ein wesentlicher Punkt. Eben jene Professoren und Vertreter des neoliberalen Dogma fordern die Umsetzung von TTIP, von mehr Private Public Partnerships (PPP), von mehr Outsourcing von öffentlichen Leistungen. Wenn etwas schief geht, dann ist die Politik Schuld, obwohl die gleichen Professoren und Vertreter verlangen, dass sich die Politik bitter heraushalten soll. Irgendwelche absurde Kennwerte sind so lange gut und verdrängen so lange Moral und Ethik wie sie funktionieren. Wenn etwas schief geht, dann wird sich auf eben jene Moral und Ethik berufen. Das ist der Kern der neoliberalen Ideologie. Sie sorgt für Zwangsstrukturen (nennt sie Freiheit). Fügen sich die Menschen diesen Zwangsstrukturen und scheitern in diesen, dann sind nicht die freiheitlichen Zwangsstrukturen Schuld, sondern die Menschen die in diesen Strukturen arbeiten. Dabei sollen diese Zwangsstrukturen dafür sorgen, dass sich die Menschen eben nicht mehr an ihre moralischen Standards halten, sondern an ökonomische Kennzahlen. Das ist sehr abstrakt, darum ein Beispiel:

Die Kriterien für eine erfolgreiche Klinik sind Gewinne und Fallzahlen. Werden die Fallzahlen erhöht, das Personal haben (aufgrund der Gewinnforderung) nicht im adäquaten Maße, dann sinkt die Qualität der Versorgung. Personen warten lange auf den Gängen oder werden vergessen. Die schlechte Qualität sorgt sogar für steigende Fallzahlen, da die Menschen häufiger zu einer Nachuntersuchung kommen müssen (Nachblutungen, Komplikationen, etc.). Das ist alles bekannt und "state of the art". Um das Problem zu beheben wird an die Verantwortung des medizinischen Personals appelliert. Nicht etwa die Strukturen sind das Problem, sondern die Personen sind Schuld.

Das perfide an dem neoliberalen System ist zudem, dass ein objektiver Vergleich der Zielvorgaben nicht durchgeführt wird. Es wird eben nicht die Qualität der Arbeiten in einer Klinik verglichen, sondern nur die Kennzahlen. Man optimiert ein System auf absurde Kennzahlen und freut sich, dass diese Kennzahlen besser erfüllt werden als vorher. Man erhofft sich, dass sich der Rest irgendwie ergeben wird.

Chris

Montag, 12. Oktober 2015

Satire aus dem wahren Leben: Alexander Neubacher von SPON ist ein Nazi

Das belege ich so fundiert wie er es mit den TTIP Kritikern tut. Seine These ist, dass sich die Kritiker auf Thesen stützen die rechte Parteien und Organisationen ebenfalls vertreten. Da er gegen linke Organisationen zu sein scheint, gilt das gleiche für ihn. Nazis sind gegen Linke und Gewerkschafter. Durch seinen polemischen Kommentar zeigt Alexander Neubacher, dass er sich ebenfalls gegen diese Gruppen positioniert. Nach seinem Logikkonstrukt muss er aus der braunen Ecke stammen.
Neubacher ist ein schönes Beispiel dafür was man macht, wenn man keine Argumente hat. Wenn TTIP so überlegen ist, warum schreibt er nicht wie viel Wirtschaftswachstum, wie viel mehr Arbeitsplätze entstehen. Warum erzählt er nicht wie die Standards steigen werden, oder welche Handelshemnisse dieseits und jenseits des Atlantik den Menschen mehr helfen als schaden werden. Er tut es nicht, da er in diesem Diskurs Gegenargumente abbekommen könnte. Er müsste erläutern warum Schiedsgerichte eben nur finanzstarken Unternehmen nützen und eben nicht dem Mittelstand. damit wird er angreifbar. Also lieber die Nazikeule und der Versuch über den moralischen Highground den Gegner zu diffamieren.
Interessanterweise sind es die Neubachers die nicht verstehen, wie die Menschen auf den Begriff Lügenpresse kommen können. Sein Beitrag ist ein Beispiel wie es dazu kommen kann. Er schreibt Unsinn, Nazis schreiben Unsinn, nach Neubacher Logik muss er ein Nazi sein.

Anmerkung:
Für alle die keine Ironie verstehen. Neubacher ist sicher kein Nazi. Er ist ein Idiot. Ihm ist nicht im Ansatz klar, dass man seine These auf jeden unliebsamen Gegner anwenden kann, auch auf ihn selbst. Ich gehe davon aus, dass er, wenn er Argumente äußert, auch fair behandelt werden möchte. Seinen Gegnern spricht er dieses Recht ab.

Chris

Samstag, 10. Oktober 2015

Satire aus dem wahren Leben: Fleischhauers fordert mehr kritisches Denken

Interessanter Unsinn von Jan Fleischhauer. Er wie viele Bildungsbürger gehen davon aus, dass Bildung das Problem des Pöbelns und den Rassismus lösen wird. Er ignoriert dabei, dass ein Zettel auf dem Abitur steht, noch lange nicht zum kritischen Denken anregt. Ein Diplom oder Master sagt etwas über die Qualifikation in einem speziellen Bereich aus und nicht, ob man seine Welt generell kritisch hinterfragt. Er sollte in den Spiegel schauen und sich als Beispiel hierfür heraus nehmen. 
Fleischhauer unterschätzt, dass Pöbeleien und Rassismus sehr Wohl in den gebildeten Kreisen vorkommen und dort auch verbreitet werden. Thilo Sarrazin wäre ein Beispiel. Die regelmäßige Hetze gegen Hartz 4 Empfänger oder Flüchtlinge von verschiedenen Politiker sind andere. Die Worte sind besser gewählt als auf einer Facebook Seite, mehr aber auch nicht. Höhere Bildungsstandards sorgen nur dafür, dass Pobeleien besser klingen, nicht deren Inhalt sich verbessert.

Chris