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Freitag, 12. Mai 2017

Arbeitsplätze sind das falsche Ziel

Im Wahlkampf wird über Arbeit, Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit, usw. debattiert. Es geht vereinfacht darum, Arbeit zu schaffen. Der Witz ist, es ist genug Arbeit da. Jeder der eine Familie hat, kann sich nicht über einen Mangel an Arbeit beschweren. Daher ist das Ziel vollkommen verfehlt. Das Ziel muss die Schaffung von Einkommen sein. Menschen brauchen ein Einkommen, um zu leben. Das können sie über Erwerbstätigkeit generieren, aber auch Transferleistungen wie Sozialleistungen oder Zinsen. Politisches Ziel sollte es daher sein, eben diese Einkommen auf ein hohes Niveau für jede Person in diesem Land zu heben.
Der Fokus auf den Arbeitsplatz verdeckt genau diese Sicht. Wenn dann jemand in Arbeit ist, dann kann man eine Statistik feiern und im Nachgang ganz Kleinlaut wird die Bezahlung kritisiert. Da sind aber schon alle von der Party verschwunden. Wenn man die Einkommen ins Zentrum stellt, dann ist Arbeit auf einmal nur noch ein Mittel zum Zweck. Es gäbe eine Einkommenspolitik und keine Arbeitsmarktpolitik. Ziel ist ein lebenswerteres Leben und nicht Arbeit damit man arbeitet.

Chris

Freitag, 2. Januar 2015

Ist schon Neujahr?

Anhand der Forderungen unserer Eliten ist es nicht zu erkennen. Weise fordert, das man freiwillig bis 70 arbeiten können soll. Im Prinzip wäre es mir egal, wenn ich nicht wüsste, dass damit die Rente ab 70 für jeden vorangebracht werden soll. Die Begründung: FACHKRÄFTEMANGEL. Wenn man die Aussagen von Weise verfolgt, dann glaubt man dran, dass an der Spitze der Arbeitsagentur wirklich an Fachkräften mangelt.

Chris

Donnerstag, 2. Januar 2014

Medienmerkwürdigkeiten

Neues Jahr, neues Glück in der Medienmerkwürdigkeit. Die Zahl der Beschäftigten erreicht ein neues Hoch. Folglich müssten Fachkräfte begehrt und nachgefragt sein wie nie. Komisch nur, dass niemand aus dem Ausland nach Deutschland will, um hier zu arbeiten. Nach der Logik des Fachkräftemangels und dem Mythos der deutschen Hochlöhnen, müssten sie kommen die Fachkräfte. Die haben aber scheinbar Anstand und wollen nicht für zu hohe Löhne arbeiten. Folglich schlägt Frank-Jürgen Weise (der Nachname ist nicht Programm) vor, die Einstiegslöhne für eine Blue Card (die Green Card Deutschlands) zu senken. Das muss man sich durch den Kopf gehen lassen. Die Löhne für Fachkräfte sind in Deutschland nicht hoch, der Standort nicht interessant genug, um ausländische Fachkräfte anzulocken. Die Lösung des Problems ist, dass die Löhne gesenkt werden müssen. Auf wunderbare Weise des Herrn Weise steigt dann die Nachfrage der Fachkräfte. Die wollen schließlich ihrem Unternehmen nur gutes tun und am besten gar nichts bekommen. Da sie das nicht dürfen, da Sklaverei verboten ist, hoffen sie auf niedrigere Löhne. Nur so kann man diese geistige Umnachtung halbwegs verstehen. Vielleicht hängt noch ein wenig zu viel Silvestersekt im Kopf. Wer weiß.

Chris