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Montag, 10. Oktober 2016

Experten fordern deshalb von den Profs schon seit Jahren: Nutzt das gesamte Notenspektrum aus - sonst verliert die Benotung an Wert.

Auf die Idee, dass die ganze Benotung keinen Wert hat, kommen diese Experten nicht. Noten sagen bei einem Studium nichts aus, da die Inhalte nicht identisch sind. Das Fächerspektrum ist entscheidend. 
Vor allem gehen diese Experten davon aus, dass es eine Gaußverteilung geben müsste. Warum eigentlich? Warum kann der Schnitt nicht besser sein? Die Leute, welche einen Master machen interessieren sich in der Regel für das Gebiet und sind motivierter. Das alles sorgt unter Umständen dafür, dass die Noten besser sind. Die Vergleichbarkeit ist selbst im gleichen Fachgebiet zwischen verschiedenen Studenten bei den Abschlussarbeiten schwierig. Wie will man objektiv eine experimentelle mit einer theoretischen Arbeit vergleichen? Vielleicht ist eine komplizierter, dafür ist die andere mehr Arbeit. Wenn beide Arbeiten das Soll erfüllen, dann soll es eine gute Note geben. Die Jammerei, dass es zu viele gute Noten gibt kann ich nicht verstehen. Letztenendes zeigt sich im Berufleben wieviel die Ex-Studenten wirklich drauf haben. Nur will kein Unternehmen dieses Risiko mehr haben. Darum will man objektive Bewertungen, welche es nicht gibt.

Chris

Sonntag, 20. Mai 2012

Hohe Bezahlung <=> hohe Leistung

Das Leistung und Vergütung nur sehr bedingt etwas miteinander zu tun haben ist hinlänglich bekannt. Trotzdem wird der Leistungsgedanke immer wieder aufgegriffen (Leistung muss sich wieder lohnen). Wenn man versucht diesen Begriff zu entmythologisieren, dann wird der Markt und seine Preisfindung ins Spiel gebracht. In diesem Fall braucht man den Leistungsgedanken nicht mehr. Die Löhne sind durch Märkte entstanden. Allerdings ist dabei die Krux, dass für bestimmte Gruppen hohen Leistungserwartungen bestehen. Diese Gruppen sollen mehr Erwirtschaften und somit bekommen sie höhere Löhne. Diese Erwartung hat viel mit dem Bild der Gesellschaft für einen Leistungsträger zu tun. Schließlich zahlt man für ein Nike T-Shirt viel mehr Geld nur weil das Logo aufgedruckt ist. Die Leistung des T-Shirts ist es angezogen zu werden. Dennoch macht das Logo es teuer. Ähnlich ist es bei Gehältern. Die Erwartungen und Bilder der Gesellschaft prägen das Grundniveau der Löhne. Stetig wird uns vorgebetet, dass Akademiker mehr leisten und aus diesem Grund eine höhere Vergütung bedürfen. Dies gilt aber nur für die MINT + Ökonomie Fächer und Ärzte. Man sollte sich überlegen wie weit ein Ingenieur kommt ohne qualifizierte Arbeiter, die seine Maschinen fertigen. In unserer Gesellschaft ist arbeitsteilig. Niemand würde einem Lenkrad eine höhere Leistung beim Auto zusprechen, als dem Getriebe. Wir tun dies, denn das Lenkrad steuert das Ganze.

Mittwoch, 16. März 2011

Wer studieren will, soll zahlen

ist das Fazit eines Herrn Beise. Schließlich stellt ein Studium eine Investition in die Zukunft mit besserem Einkommen dar. Aus diesem Grund ist es unfair, dass Studenten nichts für ihr Studium zahlen. Die Gesellschaft finanziert ihren späteren Wohlstand. Was Herr Beise nicht erwähnt ist, dass die späteren Mehrverdiener auch mehr Steuern zahlen. Das heißt, wenn sie ein höheres Einkommen erhalten als ohne das Studium, dann zahlen sie dies durch die höheren Steuern zurück. Der Investor ist also der Staat. Er hofft, dass seine Studenten später mehr Steuergelder zahlen und bezahlt deshalb das Studium (die sekundäre Effekte lasse ich außen vor). Bei Studiengebühren investiert man in sich selbst, trägt aber im Gegensatz zum ersten Fall auch das Risiko alleine. Hinterher müssen dennoch mehr Steuern bezahlt werden (es sei denn, dies ist ein Argument für Hern Beise die Steuern zu senken). Das heißt, wenn die Studiengebühren die Ausbildungskosten decken würden, müsste man zum Ausgleich um diesen Betrag die Steuern für Akademiker senken, um die Investitionskosten des Einzelnen identisch zu halten. Für den Staat würde sich gar nichts ändern. Für den Einzelnen das Risiko erhöhen. Tut man dies nicht geht es um eine Abgabenerhöhung durch den Staat.
Das Argument, dass man für Kindergärten schließlich auch Geld zahlt und aus diesem Grund das Studium nicht befreit sein darf teile ich ebenfalls nicht. Statt allen die gleichen Chancen zu ermöglichen, soll es in allen Bereichen gleich schwer sein diese zu erhalten. Da darf ein Studium nicht herausstechen. Generell sollte jede Form von Bildung kostenlos sein. Stattdessen beruft sich Herr Beise auf die Ökonomisierung der Welt. Das er kostenlos studiert hatte erwähnt er nicht. Sonst würde er den Witz in seinen Schlussworten erkennen: "Was nichts kostet ist auch nichts Wert". Bei den meisten seiner Videoblog stimme ich dem vollkommen zu.

Chris

Montag, 2. November 2009

Optimismus trotz Krise

Von Zukunftsangst ist in deutschen Hörsälen nichts zu spüren. Nach einer Umfrage unter 23.000 Studenten glauben die meisten innerhalb weniger Monate nach dem Abschluss ein Stellen zu bekommen. Zwar merken auch die angehenden Akademiker etwas von der Krise, doch das ändert ihre Stimmung kaum.

Artikel:

Dan