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Mittwoch, 11. September 2013

Glanzstunden des Neoliberalismus

Das Ergebnis war verheerend. Das Bruttoinlandsprodukt, das 1973 noch etwa 18 Milliarden US-Dollar betragen hatte, war bis 1975 auf magere 7,9 Milliarden geschrumpft. Die Inflationsrate, die im Krisenjahr 1973 bereits auf das Rekordhoch von 508 Prozent geklettert war, sank bis Ende 1975 lediglich auf etwas mehr als 340 Prozent und die Arbeitslosenquote schnellte gar von drei Prozent im Jahre 1972 binnen drei Jahren auf über 15 Prozent nach oben. Selbst Industriellenboss Sáenz erklärte die »Schocktherapie« zu ­einem »der größten Misserfolge unserer Wirtschaftsgeschichte«.

Als Pinochets Regentschaft 1990 endete, lebten 45 Prozent der Chilenen unter der Armutsgrenze, während die reichsten zehn Prozent ihr Vermögen fast hatten verdoppeln können. »Ohne militärische Gewalt und politischen Terror«, schrieb der aus der Univer­sität von Santiago gejagte Ökonom André Gunder Frank, hätten diese Maßnahmen nicht durchgesetzt werden können.

Chris

Mittwoch, 12. Juni 2013

Donnerstag, 3. Januar 2013

Was macht eigentlich so ein Staat?

Zwei Auszüge aus einem sehr lesenswerten Blogbeitrag von Malte Wedding.

Wenn nun Staat, um auf die Frage an die Schülerin zurückzukommen, einem also als Lehrerin gegenübertritt, als Kindergärtnerin, als Altenheim, in Form von Straßen und Bildungszentren und Der Sendung mit der Maus – warum dann diese Angst vor dem Staat? Natürlich: Der Staat ist GEZ und Finanzamt und eben auch schlechtes Fernsehen und schlechte Straßen und unzuverlässige Behörden und ungerechte Lehrer.
Aber ist das Prinzip, dass eine übergeordete Instanz Dinge leistet, die privat nicht geleistet werden können, wirklich bedrohlich? Einschnürend? Wenn Mathias Richel von öffentlich-rechtlichen Netzstrukturen spricht, droht dann im nächsten Schritt ein Bundesfacebook?

Der Boden, auf dem wir gehen, ist schon staatlich. Ups. Ist die mp3 also stalinistisch, höre ich Behördenmusik, weiß der Staat automatisch, mit wem ich chatte?

Chris