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Donnerstag, 12. Mai 2011

Wirtschaftskriminalität

Einer, wenn nicht der größte, Insider Handel an der Wall Street wurde verhandelt und die Verantwortlichen werden ins Gefängnis gesteckt. So weit so gut. Die Frage bleibt wie viele Insider Handel existieren noch? Durch diese Form des Handels werden letztendlich bestimmte Gruppen übervorteilt. Selbst wenn die kriminellen Händler gefunden werden kann es für die betreffenden Unternehmen schon zu spät sein. Die Verhandlungsdauer liegt bei bis zu 6 Jahren. Dies ist eine lange Zeit. Wenn jemand vom Ideal des freien Marktes spricht, dann sollte er diese Zahlen im Hinterkopf behalten. Durch kriminelle Aktivitäten werden Marktpreise verzerrt und unliebsame Konkurrenz aus dem Wettbewerb gedrängt. Dies ist ein vollkommen staatsunabhängiger Prozess. Dieser kann nur versuchen genug Kontrollen aufzubauen, um diese Tätigkeiten zu unterbinden. Das ist allerdings eine Gratwanderung. Zu viel Kontrollen bedeuten zu viel Einschränkung im "freien" Handel. Ein Lösung wird nie präsentiert, denn es gibt sie nicht. Es wird vorrausgesetzt, dass ein freier Markt diese Probleme nicht kennt. Auf magische Weise sollen alle Menschen bei genug Freiheit nach den Regeln spielen. Ein wenig unrealistisch wie ich finde. Auch im Kommunismus hoffte man, dass man Gesellschaften komplett umerziehen kann. Diese Idee ist in einem totalitären System gescheitert und würde es auch in einem freiheitlichen.

Chris

Dienstag, 23. November 2010

Insider-Verdacht an der Wall Street

Ein aktueller Fall von der Wall Street zeigt, dass das Märchen von freien Markt nicht nur am Staat scheitert, sondern auch an den Teilnehmern. Mit unlauteren Mitteln können sich einige Marktteilnehmer Vorteile verschaffen, um sich zu bereichern. Zu behaupten, dass der Markt diesen Methoden einhalt gebietet ist mehr als unrealistisch. Vertrauen ist gut und Kontrolle (in diesem Fall) besser.

Chris

Montag, 26. April 2010

Genie der Wallstreet

Wie unabhängig ist die Meinung der Menschen wirklich? Die genaue Beantwortung ist verdammt schwierig. Das die meisten Menschen mit mindestens zwei verschiedenen Maßstäben arbeiten ist nicht schwer zu erkennen. Auf der einen Seite werden Wallstreet Manager als Genies bezeichnet, auf der Anderen die streikende griechische Bevölkerung als uneinsichtig bezeichnet. Im ersten Moment sieht man überhaupt keinen Zusammenhang dieser beiden Situationen. Im zweiten Moment (welcher von vielen niemals erleuchtet wird) sind die Zusammenhänge sehr deutlich zu sehen. Wie John Paulson (bei den Immobillien) war auch den hiesigen Banken bekannt, dass man einem Land (bzw. Immobillienbesitzern) nicht ewig Geld leihen kann. Dennoch trieben sie es immer weiter weil sie wussten, dass irgendjemand dafür aufkommen muss. Bei Paulson ist es ähnlich. Wenn er gefeiert wird als cleverer Anleger ist das nur die halbe Wahrheit. Wie viel Geld hätte er wohl verdient, wenn die USA und andere Staaten die Banken und Versicherer nicht gestützt hätten? Wohl weit weniger als die knapp 4 Milliarden Dollar. Er wurde also genauso gestützt/subventioniert wie die Banken selber. Die Konsequenzen daraus sehen folgendermaßen aus. Während Paulson in ein Schloß zieht dürfen Millionen Hausbesitzer und Arbeitnehmer auf die Straße ziehen.
Zurück zu Griechenland und den Parallelen zur Immobillienkrise. Wer hat von den Exporten und dem Verleih der Exporterlösen verdient? Natürlich die deutsche Exportindustrie und die Banken. Diese haben ebenso wie Paulson darauf spekuliert, dass irgendjemand für die Kosten aufkommen muss. Nun wird es die EU und im speziellen Deutschland sein. Wenn die Deutschen sich am Stammtisch beschweren sollten sie mal darüber nachdenken, wem sie das Geld eigentlich geben. Die Griechen haben nichts davon. Die meisten von ihnen werden ihren Job verlieren, ihre Rente wird gekürzt, ebenso wie das Gehalt. Deutche Banken und Exportunternehmen werden bezahlt. Das heißt als logische Kette, der deutsche Arbeitnehmer bezahlt seine Güter über Steuern. Das ist nichts eine weitere Subventionsorgie der Exportindustrie. Da die Banken aber, ähnlich wie Paulson, dieses mal nicht im Fokus stehen werden sie als strahlende Helden gefeiert wenn die nächsten Quartalszahlen präsentiert werden.

Chris

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Boni an der Wall Street um 40 Prozent höher als letztes Jahr

Die Wall Street macht die Arbeit von US-Präsident Obama nicht leichter. Mitten in der Krise schütten die Banken erneut Boni in Milliardenhöhe aus. Insgesamt fließen den Bankern und Zockern dieses Jahr 26 Milliarden Dollar an Boni zu – 40 Prozent mehr als 2008. Wie Bloomberg berichtet, erwartet nun New York erneut ein warmer Steuersegen, auch ansonsten geht man davon aus, dass wieder mehr Geld in die Stadt, beispielsweise in den Immobilienmarkt, fließt.

Quelle: Telepolis

Anmerkung: Ein Hoch auf die Leistungsgesellschaft. Eine gute Nachricht für unsere leistungsfähigen Banker. Endlich wieder richtig Boni kriegen.

Chris