Seit einiger Zeit geistert ein Narrativ durch die Gegend, dass eigentlich die Linken für die AfD verantwortlich seien. Sie nehmen die Wähler nicht Ernst und treiben sie quasi in die Arme dieser rassistischen Partei. So schieben die Konservativen ihre Verantwortung von sich weg. Mehr noch die einzige wirkliche Lösung wird weggewischt und oben drauf, macht man schon wieder was diese Wähler kritisieren. Ihnen wird keine Meinung zugestanden. Es wird implizit unterstellt, dass sie dumm sind. Die Eliten wüssten alles besser und der arme Bürger ist durch Eliten manipuliert. Egal wie man es dreht, diejenigen die das behaupten verfestigen das rechtsextreme Narrativ. Dazu kommt, dass die AfD Wähler sich, falls es nicht knallt, wunderbar auf diese Ausrede zurückziehen können. Sie waren ja gar nicht für ihre eigene Entscheidung verantwortlich. Sie wurden dahin getrieben. Sie "folgten ja nur Befehle". Denn natürlich wissen viele Wähler der AfD, dass sie menschenverachtende Forderungen unterstützen. Wenn der Nachbar mit migrantischen Hintergrund dann irgendwann weg ist, dann wundern sie sich, weil er es ja nicht war den sie meinten. In den USA kann man genau das gerade sehen. Wenn dann die syrischen Ärzte weg sind und keine Termine beim Arzt zu bekommen sind, dann können sich die Wähler der AfD bequem zurückziehen und wieder allen anderen die Schuld geben, nur nicht sich selbst. Wer hindert diese Menschen sich sinnvoll einzurbringen? Das muss nichts großes sein. Ein Trainer im Verein der nett zu seinen Mitmenschen ist, hilft sehr viel. Einkäufe für alte Menschen erledigen, Feiern verantstalten, usw. Alles sind Möglichkeiten. Auch zu demonstrieren und endlich die Frage zu stellen, wo der Wohlstand landet, der offensichtlich fehlt.
Chris
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