Es gibt wieder einmal die Diskussion, dass wir Reformen brauchen und Wirtschaftswachstum. Warum eigentlich. Wenn ich mir das BIP 2025 ansehe. Das ist ja den Wert den man steigern will und diesen Wert durch 82 Millionen teile. Dann sehe ich, dass jeder Mensch im Land 54000 Euro umgesetzt hat. Da BIP als Maß des erwirtschafteten Wohlstands genutzt wird, frage ich mich warum passt das nicht. Eine 5 köpfige Familie müsste also einen Wohlstand von 270 tausend Euro haben. Haben die wenigsten. Selbst wenn wir sagen, nicht alle sind gleich und es gäbe eine Streuung um 30% wären es Summen die deutlich höher sind als viele aktuell haben. Klar ist das ein Überschlag und viel zu einfach. Aber es verdeutlicht, dass die Wohlstandsverteilung das Kernproblem ist.
In den USA haben bspw. die obersten 10% - 80% der Aktien und das oberste 1% - 50%. Das wird in Deutschland nicht deutlich anders aussehen. D.h. wenn wir Politik für den Aktienmarkt machen und die CDU tut genau das, verteilen wir massiv von unten nach oben. Die Diskussion findet nicht statt. Sie ist nicht sexy und ich bin ja nur neidisch. Symbolische Gewalt wird hierbei genutzt. Wenn der Kanzler und seine Minions arme Menschen als faul kritisieren, ist das keine Neiddebatte (neidisch auf Entspannung und weniger Arbeit, auch wenn die Unterstellung Quatsch ist). Wenn man die Verteilungsfrage stellt, ist es die Neiddebatte. Dabei hilft man der Spitze enorm, indem man ihr etwas wegnimmt. Das klingt komisch, aber es ist so.
Geld und Vermögen sind wie eine Droge. Man möchte immer mehr und hat Angst es zu verlieren. Man verliert soziale Kontakte und ist nicht zufrieden, immer auf der Suche nach dem nächsten Luxuskick. Bei Drogenabhängigen ist klar was wir machen. Bei vermögens- und machtabhängigen Personen ignorieren wir das Problem. Denn sie zerstören nicht nur sich selbst. Sondern wie beim Passivrauchen, zerstören sie unsere Leben gleich mit. Ein wenig traurig, dass Medien sich solche grundsätzliche Kritik nicht zutrauen.
Chris
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