Donnerstag, 27. Mai 2010

BP und das Öl

Endlich nach der langen Zeit der Versuche hat es BP wohl geschafft das Bohrloch ist geschlossen. Es ist eine typische Situation wie sie schon bei der S-Bahn in Berlin vorgekommen ist. Ingenieure warnen und werden nicht erhört, weil die sichere Lösung eben teuerer ist. Die Kosten für den entstandenen Schaden trägt das Unternehmen nur teilweise. Müsste BP für die gesamten Umweltschäden und die Einkommensverluste, zum Beispiel der Fischer, aufkommen würde dies richtig teuer. BP wird es aber handhaben wie jede Firma dieser Größe in dieser Situation. Sie werden mit Stellenabbau drohen und nur einen Bruchteil zahlen. Die Gesellschaft zahlt den Rest des Schadens. Irgendwer muss schließlic dafür aufkommen. Sei es durch Einkommensverlust, durch den Verlust der Arbeit durch die Umweltschäden, oder durch Steuern welche zur Behebung des Problems erhöht werden. Dieses und andere Beispiele zeigen, dass ab einer bestimmten Größe von Konzernen deren Macht deutlich zu groß wird. Sie können Meinungen leicht beeinflussen und ihren wirtschaftlichen Druck geltend machen. Wie man dieses Problem beheben könnte weiß ich nicht. Die Gewinner stehen in jedem Fall fest. Kaum jemand wird Fragen von wem das Öl stammt, wenn es billig genug ist. Somit wird BP nur marginalen Schäden davontragen und ähnlich den Banken ihre Verluste sozialisieren. Das interessante in diesem Fall ist dabei, dass diese Sozialisierung sogar in einem optimal, liberalem Staat von statten gegangen wäre. Denn dort hätten zwar die US Gesetze Entschädigung gefordert, aber BP wäre einfach in ein anderes Land abgewandert. Nur in einer optimalen Planwirtschaft würde es funktionieren. In der realen zeigt die Geschichte allerdings, dass auch nicht alles so rosig aussieht.

Chris

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