Montag, 24. April 2017

Wir alle sind reich

Wenn ich solche Texte lese, dann wundere ich mich. Der Autor ein Liberaler argumentiert, dass jeder Mensch heute reicher ist als John D. Rockefeller vor 100 Jahren. Sein Fazit ist daher:

It means, at least given my preferences, I am today materially richer than was John D. Rockefeller in 1916.  And if, as I think is true, my preferences here are not unusual, then nearly every middle-class American today is richer than was America’s richest man a mere 100 years ago.

Was ist die Schlussfolrgerung aus solch einem Fazit. Uns allen geht es super und wir sollen uns nicht beschweren? Oder ist das Fazit früher war doch nicht alles besser? Oder ist das Fazit Reichtum ist relativ.
Meine Schlussfolgerung ist, dass diese Aussage A) teilweise falsch ist und B) unbrauchbar. Ein Rockefeller hätte sich damals viel Land und viele Immobilien kaufen können. Das hat er sicher auch. Ich kann das heute nicht. Wieso bin ich dann reicher als der reichste Mensch von damals? Wenn man dann sagt, ich bin reicher als diese Person, basierend auf meinen Präferenzen, dann ist das immer wahr (oder es kann immer wahr sein). Nur ist diese Aussage unbrauchbar. Wenn ich gerne hungere, dann bin ich reicher als der reichste, oder wie soll man eine solche Aussage verstehen.
Ich unterstelle daher, dass der Autor bewusst mit "uns geht es doch super in unserer hochtechnologisierten Welt" spielt. Folgt man seinen Aussagen spricht nichts dafür mehr in den soziale Ausgleich zu stecken. Schließlich sind wir alle Milliardäre. Für meine Unterstellung spricht, dass der Autor beim Cafe Hayek publiziert. Hayek war ein, in meinen Augen, Pseudoliberaler dessen Argumente für Freiheit und Markt auf Annahmen beruhen die nicht existieren und daher zwangsläufig in die Unterdrückung führen müssen. Warum Menschen Hayek folgen erschließt sich mir nicht, muss es vielleicht auch nicht.

Chris

Steuerliche Fake News

Beim Kampf gegen Fake News sind die Mainstream Medien nicht wirklich effizient, wenn sie diese selbst verbreiten. Die Behauptungen

Ein Single mit einem Bruttogehalt von 1940 Euro im Monat zahlt demnach 46 Prozent Steuern und Abgaben.
Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener mit 3250 Euro muss mit 51 Prozent mehr als jeden zweiten Euro abführen. 

sind schlicht und einfach falsch. Jeder kann das Nachrechnen wenn er will. Es sind bei der ersten Aussage 31,25 % und bei der zweiten 38,29 %. Wie man auf die über 40% Belastung kommt, weiß ich nicht. Es suggeriert, dass der Staat einem alles wegnimmt. Wenn man dann noch die Subventionen und staatlichen Leistungen gegenrechnet, sieht es nochmal anders aus.

Chris

Sonntag, 16. April 2017

Samstag, 15. April 2017

Laut INSM gibt es keine relative Armut

In den Kommentaren zeigt die INSM ihr wahres Gesicht.

da das Armutsrisiko relativ ist, kann selbst bei steigenden Lebensverhältnissen, das Armutsrisiko steigen, obwohl es keinem schlechter geht. 

Was bedeutet dieses Aussage? Sie bedeutet singemäß, dass die relative Armut nicht existiert. Den Umkehrschluss könnte man ja auch mal ziehen. Steigende Steuern an der Spitze stören nicht, da es keinem schlechter geht, wenn dort mehr Steuern gezahlt werden.

Chris

Montag, 10. April 2017

Medienkritik

Ich glaube sie merken nicht mal mehr, was für Widersprüche sie produzieren. So einen Journalismus braucht man nicht. Zu Recht kritisiert SPON die Inzenierung des Krieges durch den US Präsidenten.
Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

Man denkt sich, endlich haben sie es verstanden. Krieg ist schlecht, Mord auch. Wenigstens für irgendwas ist Donald Trump nütze. Dann dieser Satz
Das Foto aus dem "Situation Room", in diesem Fall ein Nebenzimmer in Trumps Privatklub Mar-a-Lago, wo sie die legendäre Szene der Aktion gegen Osama bin Laden vom Mai 2011 amateurhaft zu kopieren versuchten.

Wenn Obama Menschen ermordete, dann ist es legendär. Die Kritik, dass US Medien willig dem Präsidenten hinterherlaufen, untermalt SPON damit, dass sie genau das gleiche getan haben. Nur war es eben ein Demokrat und kein Repulikaner. Die Taten sind die gleichen, aber Mord scheint in Ordnung zu sein, wenn man die anordnende Person besser leiden kann...

Chris

Freitag, 7. April 2017

INSM - Neoliberale Mathematik

Wenn Herr Hessler den Durchschnitt der Lehrenden an deutschen Hochschulen repräsentiert, dann wundert mich das unterirdische Niveau wirtschaftspolitischer Themen überhaupt nicht mehr. Hier mal die neoliberale Wirtschaftsmathematik

Dazu kommt der Umstand, dass die Steuer- und Abgabenquote in Deutschland eine der höchsten, wenn nicht sogar die höchste weltweit ist; es herrscht hier leider eine gewisse Unschärfe aufgrund verschiedener Annahmen bei der Messung. Die Steuereinnahmen sind in den vergangenen zehn Jahren um rund 150 Milliarden Euro gestiegen. Eine Mehrbelastung, die von den Steuerzahlen zu finanzieren ist, die der Bürger also weniger zur Verfügung hat. Wenn wir die eingesparten Zinsen von rund 80 Milliarden Euro und die Steuermehreinnahmen von rund 150 Milliarden Euro zusammenrechnen, ergeben sich insgesamt 230 Milliarden Euro, die der deutsche Staat zum Schaden der Bürger mehr einnimmt beziehungsweise weniger ausgibt. Im Vergleich zu diesen 230 Milliarden Euro wirkt ein Bundesüberschuss von 19 Milliarden Euro doch eher winzig.

Die fetten Bereiche sind von mir. Die akkumlierten Zinsen und die akkumulierten Steuermehreinnahmen betragen 230 Milliarden Euro über 10 Jahre. Der Bundesüberschuss ist bei 19 Milliarden Euro. Oh Wunder, das ist nicht das Gleiche...

Ohne  Worte

Update
Hier sieht man, wie man Schlussfolgerungen ziehen kann, ohne in irgendeiner Art vorher Messungen, Vergleiche, etc. anzustellen. Es wird nur etwas geschrieben und behauptet. Danach wird zwingend etwas gefordert. Passt also konsistent zu den öffenltich wahrgenommenen Wirtschaftswissenschaften.

Chris