Dienstag, 15. September 2020

Warnung vor der Diskursverschiebung

Warnung vor der Diskursverschiebung ist wichtiger Beitrag. Er kritisiert zu Recht, die Aussage man solle keine Flüchtlinge aus Moria aufnehmen, weil diese eventuell selbst das Feuer gelegt hätte. Wer eine solche Aussage tätigt ist ein Arschloch. Da gibt es nichts weiter zu sagen. Selbst wenn es so wäre, ist diese Person ein Arschloch. Warum? Weil alle Menschen die dort leben mussten in Sippenhaft genommen werden. Nehmen wir an es gab Menschen in Moria die Brandstiftung begangen haben. Wie wahrscheinlich ist es, dass alle Menschen auch die Säuglinge und Kinder involviert waren? Mir wäre neu, dass alle Menschen in Deutschland ins Gefängnis müssen, wenn ein Deutscher ein rassistischen Mord durchführt. Oder, dass alle Deutschlandfunk Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, weil Silke Hasselmann einen rassistischen Kommentar durchgeführt hat. Und ja er ist rassistisch. Sie fasst alle Menschen zusammen und gibt ihnen implizit die Schuld und will diese Menschen hier nicht haben. Sollen sie doch auf Straßen leben. Immer noch besser als in leeren Flüchtlingsunterkünften. Wo kommen wir da hin?

Chris

Freitag, 28. August 2020

Wer Übergewicht hat und abnehmen will sollte das lesen

Gut kuratierte, schön eingepackte, wohlklingende Menschenfeindlichkeit, äh Freiheit. Lesen und übergeben. Es ist bezeichnend, dass unter den Bearbeitern und Schreibern nicht eine Person ist, die kein Akademiker(in) ist. Dafür aber Größen wie Philipp Amthor, der für die Freiheit eintritt Korrupt zu sein. 

Das ist im Grunde der Kern des Ganzen Prometheus Projekts. Steuern runter und Regeln weg, dann gibt es auch keine Korruption mehr. Wie auch, wenn Bestechung legal ist. Steuernhinterziehung gibt es nicht mehr. Wie auch, wenn es kaum noch Steuern gibt. Aber das alles Freiheit zu nennen, ist schon bitter. Was ist denn frei daran, für andere Menschen arbeiten zu MÜSSEN? Was ist frei daran alles und jedes unter der Marktbrille zu sehen. Was ist frei daran, Reiche, reicher zu machen? Keine Ahnung, aber ich glaube die Mitglieder dieser "Elite" glaubt daran. Bezeichnend an den Menschen die Meinen der Staat ist zu groß und die Renten sollten gekürzt und/oder privatisiert werden ist folgendes:

Alle Kuratoren Prof. Dr. Mayer, Haucap, Hoffman und Kooths werden vom Staat bezahlt und erhalten später eine staatliche Pension

Unter den Gästen und Gesprächspartnern der Promotheus-Instituts sind jede Menge Mitglieder des Bundestags 

Was komplett fehlt sind die Opfer der Forderungen der Zeitungsverleger, Familienunternehmern und Start Up Gründern.

 Chris

Freitag, 24. Juli 2020

Endlich wird das Vorurteil bestätigt

Die Corona App ist schlecht und macht bei einer Entwicklungszeit von weniger als einem Monat Probleme. Albrecht Müller hat es schon immer gewusst. Als renomierter Softwareentwickler und von der Seite Rufer, kann er endlich brüllen. Die Regierung ist doof und das bringt alles nichts. Fundierte Kritik sieht anders aus.
Die Aussage des zitierten Beitrags ist
Ein Problem mit dem Betriebssystem also, bzw. sinnvolle Einstellung des Selbigen. Darum ist also die komplette App schlecht. Per se? NACHDENKEN bitte.

Chris

Donnerstag, 16. Juli 2020

Kritisch oder dumm?

Die Corona-App scheint ein teurer Flop zu sein – und ganz nebenbei erfährt die Leserschaft dieses Artikels, dass es offensichtlich doch möglich ist: ““Trotz Mund- und Nasenschutz hatte sich Wolfinger angesteckt”. Über die Gesamtkosten und zur Frage: Wer bekommt wie viel für die Corona-Warn-App?“.

schreibt Christian Reimann in den Nachdenkseiten in einem Kommentar. Dieser strotzt vor Dummheit. Ein Fall von einem Menschen der sich mit der Corona App Gesundmelden wollte wird in der Zeit präsentiert. Ging nicht, wurde nicht bedacht. Darum ist die App ein Flop. Man kann zu einem solchen System stehen wie man will, aber das Fehler bei der Entwicklung eines solchen Systems, vor allem in der Kürze der Zeit enstehen, ist nachvollziehbar. Das kann sich Christian Reimann nicht vorstellen, er macht ja keine Fehler. Upps. Doch genau bei der Behauptung "Trotz Mund- und Nasenschutz hatte sich Wolfinger angesteckt". Der Mund- und Nasenschutz schützt nur die Anderen. Das auch nicht vollständig. Niemand hat je behauptet, dass wenn ich eine Stoffmaske trage, dass ich vollständig geschützt sei. Was empirisch belegt ist, die Maske reduziert die Menge und die Reichweite der Tröpfchen in denen potentiell ein Virus ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Ob die App ein Flop ist oder nicht, lässt sich noch gar nicht sagen. Dazu müsste man erst einmal sehen ob der R Wert nach unten geht. Sie ist ein Werkzeug von vielen. Reimann fällt halt auf die Regierungspropaganda rein, welche die App als Allheilmittel propagiert. Jeder bei Verstand sieht sei als Methode des Contact Tracings.

Was die Nachdenkseiten als Kritik veröffentlichen ist mal wieder unterirdisch. Verweise auf eigene Quellen (wie objektiv), selektive Quellenwahl, jede Menge Meinung. Fundierte Kritik ist Fehlanzeige. Woran macht Reimann den Flop fest? Weil bei einer Person etwas nicht funktioniert hat? Dann ist ungefähr alles in der realen Welt ein Flop.

Falls sich die linke Nachdenkenblase fragt warum sie immer weniger Ernst genommen wird, genau deshalb.

Chris

Montag, 13. Juli 2020

Struktureller Rassismus

Ein schönes Beispiel für strukturellen Rassismus findet sich in den Leserbriefen und dem Beitrag "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr soll weichen". Jens Berger und seine Befürworter (das ist im wesentlichen der Tenor) unterschätzen die Macht der Worte. Wenn ich rassistische Worte im Alltagsgebrauch verwende, verfestigen sich Bilder die mit diesen Worten verbunden sind. Natürlich beeinflusst das, dass Verhalten der Menschen. Es entstehen Bilder im Kopf vom lustigen oder auch nicht Menschen, der unterentwickelt ist. Das wird dann projiziert. Das es drängendere Probleme geben mag, okay. Aber das ist kein Gegenargument, Sprache zu diskutieren.

Besonders drastisch der Leserbrief von J. Gerke. An diesem kann man sehr gut erkennen, warum die Nachdenkseiten als sogenannte Querfront "rechts + links" gesehen werden. Ich unterstelle den Bereibern diese Intention nicht. Allerdings ziehen die Texte scheinbar Rassisten an. In typischer Whataboutism Argumentation. Hier ein paar Beispiele

Wo stand, dass die Polizei im Fall von Floyd, mit Vorsatz vorgingen einen Farbigen zu ermorden? Und warum ist es Totschlag, wenn ein Migrant mit einem Messer bewaffnet auf ein Volksfest geht und bei einem Streit einen anderen Menschen niedersticht? (siehe Chemnitz) Das sind Doppelstandards und Doppelmoral, die ich von den NDS nicht erwarte.
Und noch eins, in Folge der Black Lives Matter-Proteste wurden mehrere schwarze Menschen, darunter mindestens 11 Kinder und Jugendliche von ebenfalls farbigen Teilnehmern der BLM-Bewegung erschossen. Die das Pech hatten in die Schusslinien zu geraten. Zumindest berichteten die US-amerikanischen Medien ausführlich darüber.
Schwarze töten Schwarze, was ist daran Black Lives Matter? Warum ist das bei uns kein Thema in den Medien, oder nur am Rande? Ist es nur ein Thema, wenn Weiße einen Schwarzen umbringen?
Und so befeuert der zum Allerweltskampfbegriff verkommene Antifaschismus einen umgekehrten rassistischen Neofaschismus.

Hiermit wird Rassismus verharmlost und gleichzeitig angewandt. Schwarze töten Schwarze. Die sind ja nicht besser als die Weißen. Genau darum geht es eben nicht. Es geht um blanke Statistik. Die zeigt, dass Schwarze überproportional von Polizeigewalt und Gewalt durch Weiße betroffen sind. Damit ist die gesamte Argumentation Blödsinn. Der Verweis auf Neofaschismus, wenn man seine Sprache hinterfragt ist auch sehr deutlich. Long Story short. Einen solchen Leserbrief ohne jeglichen Kommentar oder jegliche Einordnung stehenzulassen spricht Bände. Leserbriefe werden kommentiert. In der Regel wenn sei dem Autor widersprechen. Es ist erschreckend wie vorgebliche Antirassisten ihre eigenen Rassismus nicht erkennen. 
Das die Namesänderungen ein Feigenblatt sind, mag ja stimmen. Aber immerhin ist es ein kleiner Schritt.
Fazit
Es fällt schon länger auf, dass sich auf den Nachdenkseiten eher Konvervative zusammenfinden. Es sind eben nicht die kritischen Linken, welche die Welt verbessern wollen. Es sind Menschen die den 70er Jahren hinterhertrauern (die es so nie gegeben hat) und eigentlich keine Vision von der Zukunft haben.

Chris

Mittwoch, 17. Juni 2020

Mal was zur Meinungsfreiheit

Lieber Tobias Riegel, das Prinzip der Meinungsfreiheit haben sie nicht verstanden. Sie sieht nur vor, dass der Staat nicht zensieren darf. Das tut er meiner Ansicht aktuell nicht. Weiterhin und das ist noch viel wichtiger heißt Meinungsfreiheit nicht, dass man alles und jedes publizieren und es dann als gleichwertig betrachten muss. D.h. Diese Aussage

Das Ergebnis ist niederschmetternd: Noch immer verbunden mit den Phrasen von der hierzulande praktizierten Meinungsfreiheit erhielten in den vergangenen Wochen zahlreiche unbequeme Stimmen entweder keinen angemessenen Raum oder sie wurden im Nachhinein verunglimpft.

ist eine sehr typische Aussage aus dem rechten, esorterischen, wissenschaftsfeindlichen oder Verschörungsspektrum. Genau so versucht man das Intelligent Design gleichwertig neben die Evolutionstheorie zu stellen. 9/11 Verschwörungstheorien sollen gleichwertig neben die offiziellen Dokumente gestellt werden. Dabei lassen diese Verschwörungstheorien wesentliche Fakten aus den Dokumenten aus, damit sie überhaupt funktionieren können. 
In diesem Rahmen bewegen sie sich. Sie kritisieren, dass kritische Stimmen nicht gehört werden. Welche denn? Ein Ken Jebsen, der eine Bill Gates Verschwörung herbeifantasiert, um Klick Zahlen zu generieren. Ein Wodarg, der immer noch nicht den Anstieg der Todeszahlen aufgrund des Virus anerkennt? Sie selbst, der eine unausgereifte Studie als Wahrheit präsentiert?
Sorry, aber es wird sehr wohl Kritik geübt. Man muss sie nur wahrnehmen wollen. So wird die Frage nach dem Sinn der aktuellen Schulschließungen gestellt, die Frage warum so viele Studien so spät starteten, die Datenlage und das Datenhandling des RKI, die undifferenzierte Betrachtung der Politik (nur Virologeninput ist in einer Gesellschaft eben nur ein Teil), usw. 
Viele der von ihnen behaupteten "unbequemen" Stimmen, sind nicht unbequem sondern inhaltslos. Wenn sie nicht in ihrem Lagerdenken so verfallen wären, würden sie das erkennen. Denn das sich jeder äußern und seine Verunglimpfung abholen kann, ist Meinungsfreiheit. Auch wenn ihnen die Meinung der Mehrheit nicht gefallen mag. Mehr noch und auch das ist wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse sind keine Meinung. Erst Medien und Politik machen sie dazu. Journalisten wie sie müssen das langsam aber sicher mal begreifen.

Chris