Freitag, 6. Dezember 2019

Freie Presse

Was für die Frau Siems gilt, gilt für Gabor Steingart erst recht. Auch sieht den Linksruck der SPD kritisch. Vollkommen faktenfrei "argumentiert" er seine Meinung. Hier 3 Beispiele:

Deutschland befindet sich nicht in der Rezession. Die Arbeitskräfte sind knapp, die Wirtschaft brummt, wenn auch etwas verhaltener. Die Milliarden-Munition wird für den konjunkturellen Ernstfall gebraucht. 

0.5% prognostiziertes Wirtschaftswachstum für 2019 ist eine brummende Wirtschaft. Danach geht es mit knapp 1.4% weiter. Als Erinnerung als "kranker Mann Europas" lagen die Wachstumszahlen darüber.

Ein wichtiges Argument für die SPD-Delegierten zum Schluss. Eine Sozialdemokratie mit Linksdrall verschreckt die Wähler der Mitte. Laut ARD-Deutschlandtrend von gestern ist Olaf Scholz der zur Zeit beliebteste SPD-Politiker. Wer ihn übers Kliff schiebt, erweist der SPD keinen Dienst. Wahrscheinlich tut er sogar das Gegenteil: Wer nach links flieht, stärkt rechts.

Kann man ja einfach mal so behaupten. Welche Mitte das sein soll ist unklar. Man braucht sich nur die Wählerwanderung anschauen und erkennt, dass die SPD gerade an Nichtwähler und eher progressive Parteien ihre Stimmen verloren hat. D.h. 2.5 Millionen Stimmen sind weg, weil die SPD kein linkes Programm hat und das aktuelle Programm der Mitte zu nah der Union ist.

Neue Schulden sind das Gift, das die Gegenwart der Zukunft injiziert. 2018 stieg die implizite Verschuldung, unter der die Summe aller bislang ungedeckten Leistungsversprechen des Staates zusammengefasst werden, auf 7,6 Billionen Euro (siehe Grafik). Das entspricht einer Verschuldung in Höhe von 226 Prozent des Bruttosozialprodukts.
Der Logik der konservativen Kleingeister. 
1. Schulden sind schlimm!
2. Sparen ist gut!
3. Warum sinken die Zinsen?

Komisch niemand will das gesparte Guthaben leihen und Zinsen sinken, aber neue Schulden sind Gift. Auf diesen Blödsinn muss man kommen. Frei von Inhalten und Fakten eben. Aber wie bei vorhergehenden Beitrag geschrieben. Journalisten mit Verstand und Inhalt kommen kaum über die Runden. Ein Gabor Steingart verdient wahrscheinlich sehr gut und kann behaupten was er will. Das schlimme ist, er glaubt daran.

Chris

Unabhängige Presse

An einem solchen Beitrag der Welt kann man sehr schön sehen, dass der deutsche Journalismus unabhängig ist. Auch wird die Meinungsfreiheit hochgehalten. 
Der Beitrag ist unabhängig von Fakten und voll von Meinung. NRW war angeblich nach Walter-Borjans Arbeit als Finanzminister mit 35 Billionen Euro verschuldet. Das mag ein kleiner Fehler sein, aber die Intention der Grafik ist klar. Man zeigt den Schuldenstand eines Landes in dem Walter-Borjans Finanzminister war. Dann zeigt man, dass dieser Schuldenstand sehr hoch ist und fantasiert herbei, dass er nicht mit Geld umgehen kann. Das mag vielleicht sogar stimmen. Aber hätte man nicht dann den Anfangs- und Endschuldenstand des Bundeslandes nehmen müssen. Dann hätte man ohne weiteres gesehen, dass während dieser Zeit nichts Spektakuläres geschehen ist. Schon ein bisschen peinlich für Chefökomin Siems. 
Um Olaf Scholz hingegen wird die Legende des seriösen Wirtschafters geschmiedet. Vergessen wird das HSH Nordbank Desaster. Aber für die Unabhängigkeit von Fakten und Verbreitung von eigener Meinung zu Wahrung der Meinungsfreiheit muss das wohl so sein. Wenn sich Redaktionen fragen, warum sie nicht gelesen und/oder müde belächelt werden, der sollte sich einen solchen Beitrag anschauen. Journalistisch ist das nichts. Einfachste Meinungsmache. Jeder der journalistisch arbeitet bekommt kaum genug zum Leben. Siems und ähnliche ihrer "Qualität" verdienen ordentlich. Schlechte recherchierte Texte kann man preiswerter haben.

Chris

Freitag, 2. August 2019

Wo leben wir eigentlich?

Da wird in einer Kita warum auch immer kein Schweinefleisch mehr angeboten. Daraufhin drohen Nazis der Kita und ihren Mitarbeitern?! Wo ist denn das Recht auf Schweinefleischkonsum in der Verfassung verankert? Warum kann eine Kita, warum auch immer, nicht beschließen, dass sie kein Fleisch mehr anbietet. Wo ist eigentlich das Problem. In manche Clubs darf man nicht mit Turnschuhen rein. Wäre der Betreiber Moslem, würde die AfD wahrscheinlich einen Aufschrei machen. 
Wieviel Haß und Dummheit muss man eigentlich in sich verbinden, um sich über solche Unwichtigkeit aufzuregen und Menschen verbal zu attakieren?
Vor allem die AfD ist groß darin. Wer keine Antworten hat, muss scheinbar Angst verbreiten. Was will die AfD machen? Will sie eine Schweinfleischpflicht einführen?

Chris

Montag, 22. Juli 2019

Der Depp Jörg Meuthen

Jörg Meuthen meint Georg Restle sei ein Feind der Meinungsfreiheit und spricht sie ihm implizit ab. Restle spricht an, was offensichtlich ist. Die AfD ist fremdenfeindlich und demokratiefeindlich. Restle macht das in einem Kommentar, welcher als solcher gekennzeichnet ist. Kommentar ist Meinung. Daher ist es die Meinung von Georg Restle. Die angeblich demokratie- und meinungsfreiheitliebende AfD zeigt ihr wahres Bild, wenn sie seine Meinung nicht toleriert. Sie kann diese Meinung ja doof finden, mehr aber auch nicht. Meuthen begreift nicht, dass Meinungsfreiheit eben auch für Journalisten gilt und nicht nur wenn es ihm und seinen rechten Ideologen passt. 

Chris

Freitag, 5. Juli 2019

Braune Suppe

Rechtsradikale scheinen viel Zeit zu haben. Wird von den öffentlich rechtlichen Sendern ein Video bei Youtube online gestellt, welches sich positiv gegenüber flüchtenden Menschen äußert oder negativ gegen Rechtsradikale, dann sind innerhalb kürzester Zeit mehr negative als positive Bewertungen zu finden. Kommentare gibt es zum Glück nicht. Diese sinnfreien argumentationslosen Ergüsse braucht niemand. Wie argumentationslos Rechtsradikale sind erkennt man daran, dass sie ihre Agenda mit Gewalt durchsetzen wollen und müssen. Jeder mit einem Funken Verstand und Empathie erkennt gleich, dass die Forderungen dieser Menschen Blödsinn sind. Eine Woche Syrien oder in einem Flüchtlingslager für jeden Nazi. Einfach nur, damit er die Gegebenheiten kennenlernt, würde viel helfen.

Chris

Montag, 1. Juli 2019

Kriegstreiber

Wer mal schauen möchte wie die deutsche Elite (zumindest der Presse) die Rolle Deutschlands in der Welt sieht, sollte sich den aktuellen Presseclub ansehen. Da sitzen alte Männer und eine Frau und reden über Krieg, Frieden und Ordnungsmacht so, als ob es sich um ein Spiel handelt. Der Iran ist der Schurke. So einfach macht man es sich. Denn der Iran (alleine) unterstützt Terroristen und ist der Kriegstreiber Nummer 1 in der Region. Solche Einschätzungen finde ich persönlich sehr erstaunlich. Denn es ist kein Geheimnis (die Medien die von diesen Menschen vertreten werden haben es publiziert), dass es einen Irakkrieg gab der von den USA angefangen und durchgeführt wurde. Es gibt den Syrienkrieg, wo der Iran richtigerweise beteiligt ist. Allerdings eben auch Russland, Israel, Frankreich, Großbritannien und die USA. Die regieren natürlich dort alle nur und treiben kein Krieg. Tausende Kilometer (außer bei Israel und dem Iran) von ihrer Grenze entfernt verteidigen sie ihre Staaten?!
Ein etwas einfaches Weltbild für angeblich so gebildete Menschen. Eingebildet trifft es besser. Es ist halt einfach nur über das Jetzt zu berichten und jegliche Historie auszublenden. Ja der Iran hat eine Drohne abgeschossen. Wenn man die Bruch eins Vertrages der USA, die Verlagerung von Kampfverbänden der USA in die Region, dem Ausbau des Embargos, etc, ausblendet, dann ist der Iran der Aggressor. Das ist aber in etwa so sinnvoll, wie zu behaupten das Gesicht eines Menschen den ich Schlage sei in meine Faust gefallen...

Chris

Dienstag, 18. Juni 2019

Korrelation und Kausalität

Wie im letzten Beitrag geschrieben, schiebt Gunther Schnabl alle Schuld den Zentralbanken zu. Es ist nicht etwa die verfehlte Wirtschaftspolitik auf Basis der Neoklassik, sondern jemand anders. Sein Argument ist, dass die niedrigen Zinsen die Preise für Aktien und Immobilien treiben. Das ist ursächlich für die Probleme. Damit verwechselt er, Kausalität und Korrelation. Die Ursache ist eine Wirtschaftsschwäche. Die Fiskalpolitik ist von den Neoklassikern verachtet worden und man versuchte mit Geldpolitik und Deregulierung zu retten was zu retten ist. Schnabl zeigt das implizit in seiner eigenen Veröffentlichung ohne es zu merken. In Abb. sind die Aktienpreise dargestellt. Diese explodieren förmlich Anfang der 80er Jahre. Die Zinsen sind allerdings vergleichsweise hoch in diesem Zeitraum. D.h. etwas anderes muss passiert sein. Im wesentlichen wurden die Finanzmärkte dereguliert. Die Umverteilungseffekte von der Realwirtschaft hin zu den Finanzmärkten begannen in diesen Zeitraum. 
Schaut man sich die Löhne ab 1995 an, dann zeigt sich ein interessantes Bild. Diese stagnieren inflationsbereinigt in Deutschland. Die Zinsen wie bei Schnabl zu sehen, sind aber vorher nicht gesunken. Dennoch ist die Zentralbank Schuld?!
Ein realistischere Szenario, welches zu den Daten passt ist folgendes. Die Spekulationen nahmen zu und man konnte am Finanzmarkt mehr verdienen, bei kleinerem Risiko und / oder in kürzeren Planungszeiträumen. Investionen blieben aus, Geld stand für Konsum nicht zur Verfügung. Dementsprechend schwächelte die Binnenkonjunktur (Modell Deutschland). Alternativ wurde über Konsumkredite die Binnenkonjunktur am Leben gehalten (Modell USA). Durch das viele Geld am Finanzmarkt steigerte sich das Risiko eines Crashs. Staaten und Zentralbanken probieren die Krisen abzuwenden und springen ein. Statt Fiskalpolitik wird lieber Geldpolitik gemacht. Warum? Weil Ökonomen wie Schnabl Staatsschulden verteufeln und privat vor Staat rufen. Damit wird Benzin ins Feuer gegossen und der Prozess verstärkt. 
Den Zentralbanken für eine verfehlte Wirtschaftspolitik die Schuld zu geben ist vermessen. Vor allem, weil beim Nachweis der Schuld der Zentralbanken an den Problemen, die Veröffentlichung sich selbst widerlegt.
Die Publikation zeigt, dass Schnabl nicht sauber arbeitet. Er belegt seine Meinung. Das reicht scheinbar in der Ökonomik zu publizieren.

Chris