Freitag, 2. August 2019

Wo leben wir eigentlich?

Da wird in einer Kita warum auch immer kein Schweinefleisch mehr angeboten. Daraufhin drohen Nazis der Kita und ihren Mitarbeitern?! Wo ist denn das Recht auf Schweinefleischkonsum in der Verfassung verankert? Warum kann eine Kita, warum auch immer, nicht beschließen, dass sie kein Fleisch mehr anbietet. Wo ist eigentlich das Problem. In manche Clubs darf man nicht mit Turnschuhen rein. Wäre der Betreiber Moslem, würde die AfD wahrscheinlich einen Aufschrei machen. 
Wieviel Haß und Dummheit muss man eigentlich in sich verbinden, um sich über solche Unwichtigkeit aufzuregen und Menschen verbal zu attakieren?
Vor allem die AfD ist groß darin. Wer keine Antworten hat, muss scheinbar Angst verbreiten. Was will die AfD machen? Will sie eine Schweinfleischpflicht einführen?

Chris

Montag, 22. Juli 2019

Der Depp Jörg Meuthen

Jörg Meuthen meint Georg Restle sei ein Feind der Meinungsfreiheit und spricht sie ihm implizit ab. Restle spricht an, was offensichtlich ist. Die AfD ist fremdenfeindlich und demokratiefeindlich. Restle macht das in einem Kommentar, welcher als solcher gekennzeichnet ist. Kommentar ist Meinung. Daher ist es die Meinung von Georg Restle. Die angeblich demokratie- und meinungsfreiheitliebende AfD zeigt ihr wahres Bild, wenn sie seine Meinung nicht toleriert. Sie kann diese Meinung ja doof finden, mehr aber auch nicht. Meuthen begreift nicht, dass Meinungsfreiheit eben auch für Journalisten gilt und nicht nur wenn es ihm und seinen rechten Ideologen passt. 

Chris

Freitag, 5. Juli 2019

Braune Suppe

Rechtsradikale scheinen viel Zeit zu haben. Wird von den öffentlich rechtlichen Sendern ein Video bei Youtube online gestellt, welches sich positiv gegenüber flüchtenden Menschen äußert oder negativ gegen Rechtsradikale, dann sind innerhalb kürzester Zeit mehr negative als positive Bewertungen zu finden. Kommentare gibt es zum Glück nicht. Diese sinnfreien argumentationslosen Ergüsse braucht niemand. Wie argumentationslos Rechtsradikale sind erkennt man daran, dass sie ihre Agenda mit Gewalt durchsetzen wollen und müssen. Jeder mit einem Funken Verstand und Empathie erkennt gleich, dass die Forderungen dieser Menschen Blödsinn sind. Eine Woche Syrien oder in einem Flüchtlingslager für jeden Nazi. Einfach nur, damit er die Gegebenheiten kennenlernt, würde viel helfen.

Chris

Montag, 1. Juli 2019

Kriegstreiber

Wer mal schauen möchte wie die deutsche Elite (zumindest der Presse) die Rolle Deutschlands in der Welt sieht, sollte sich den aktuellen Presseclub ansehen. Da sitzen alte Männer und eine Frau und reden über Krieg, Frieden und Ordnungsmacht so, als ob es sich um ein Spiel handelt. Der Iran ist der Schurke. So einfach macht man es sich. Denn der Iran (alleine) unterstützt Terroristen und ist der Kriegstreiber Nummer 1 in der Region. Solche Einschätzungen finde ich persönlich sehr erstaunlich. Denn es ist kein Geheimnis (die Medien die von diesen Menschen vertreten werden haben es publiziert), dass es einen Irakkrieg gab der von den USA angefangen und durchgeführt wurde. Es gibt den Syrienkrieg, wo der Iran richtigerweise beteiligt ist. Allerdings eben auch Russland, Israel, Frankreich, Großbritannien und die USA. Die regieren natürlich dort alle nur und treiben kein Krieg. Tausende Kilometer (außer bei Israel und dem Iran) von ihrer Grenze entfernt verteidigen sie ihre Staaten?!
Ein etwas einfaches Weltbild für angeblich so gebildete Menschen. Eingebildet trifft es besser. Es ist halt einfach nur über das Jetzt zu berichten und jegliche Historie auszublenden. Ja der Iran hat eine Drohne abgeschossen. Wenn man die Bruch eins Vertrages der USA, die Verlagerung von Kampfverbänden der USA in die Region, dem Ausbau des Embargos, etc, ausblendet, dann ist der Iran der Aggressor. Das ist aber in etwa so sinnvoll, wie zu behaupten das Gesicht eines Menschen den ich Schlage sei in meine Faust gefallen...

Chris

Dienstag, 18. Juni 2019

Korrelation und Kausalität

Wie im letzten Beitrag geschrieben, schiebt Gunther Schnabl alle Schuld den Zentralbanken zu. Es ist nicht etwa die verfehlte Wirtschaftspolitik auf Basis der Neoklassik, sondern jemand anders. Sein Argument ist, dass die niedrigen Zinsen die Preise für Aktien und Immobilien treiben. Das ist ursächlich für die Probleme. Damit verwechselt er, Kausalität und Korrelation. Die Ursache ist eine Wirtschaftsschwäche. Die Fiskalpolitik ist von den Neoklassikern verachtet worden und man versuchte mit Geldpolitik und Deregulierung zu retten was zu retten ist. Schnabl zeigt das implizit in seiner eigenen Veröffentlichung ohne es zu merken. In Abb. sind die Aktienpreise dargestellt. Diese explodieren förmlich Anfang der 80er Jahre. Die Zinsen sind allerdings vergleichsweise hoch in diesem Zeitraum. D.h. etwas anderes muss passiert sein. Im wesentlichen wurden die Finanzmärkte dereguliert. Die Umverteilungseffekte von der Realwirtschaft hin zu den Finanzmärkten begannen in diesen Zeitraum. 
Schaut man sich die Löhne ab 1995 an, dann zeigt sich ein interessantes Bild. Diese stagnieren inflationsbereinigt in Deutschland. Die Zinsen wie bei Schnabl zu sehen, sind aber vorher nicht gesunken. Dennoch ist die Zentralbank Schuld?!
Ein realistischere Szenario, welches zu den Daten passt ist folgendes. Die Spekulationen nahmen zu und man konnte am Finanzmarkt mehr verdienen, bei kleinerem Risiko und / oder in kürzeren Planungszeiträumen. Investionen blieben aus, Geld stand für Konsum nicht zur Verfügung. Dementsprechend schwächelte die Binnenkonjunktur (Modell Deutschland). Alternativ wurde über Konsumkredite die Binnenkonjunktur am Leben gehalten (Modell USA). Durch das viele Geld am Finanzmarkt steigerte sich das Risiko eines Crashs. Staaten und Zentralbanken probieren die Krisen abzuwenden und springen ein. Statt Fiskalpolitik wird lieber Geldpolitik gemacht. Warum? Weil Ökonomen wie Schnabl Staatsschulden verteufeln und privat vor Staat rufen. Damit wird Benzin ins Feuer gegossen und der Prozess verstärkt. 
Den Zentralbanken für eine verfehlte Wirtschaftspolitik die Schuld zu geben ist vermessen. Vor allem, weil beim Nachweis der Schuld der Zentralbanken an den Problemen, die Veröffentlichung sich selbst widerlegt.
Die Publikation zeigt, dass Schnabl nicht sauber arbeitet. Er belegt seine Meinung. Das reicht scheinbar in der Ökonomik zu publizieren.

Chris

Was "Spitzenökonomen" nicht begreifen

Das muss man erst einmal hinkriegen. Die Austeritätspolitik, welche hier im Blog von Ökonomen wie Schnabl komplett auszublenden und die hohe Jungendarbeitslosigkeit auf die niedrigen Leitzinsen zu schieben.

Der Titel sollte heißen

"Was Rezo (noch) nicht bemerkt hat: Auch die Mainstream Ökonomen machen Politik gegen die Jungen"

Die gezeigte Abb. 2 bezieht sich wahrscheinlich auf Deutschland. Klar ist es nicht, aber ich gehe davon aus. Der Grund warum ich davon ausgehe ist, dass die Löhne in den Krisenländern stark gestiegen sind vor der Krise (eigentlich in allen Ländern außer Deutschland). Genau das wurde diesen Ländern von Ökonomen wie Schnabl vorgeworfen.

Deutschland als Beispiel zu nehmen ist ebenfalls absurd. Schnabl und Konsorten forderten vom angeblich kranken Mann Europas Lohnzurückhaltung. Dann tritt diese ein und dann schieben sie den Effekt auf die EZB?! Sorry aber irgendetwas ist hier verquer. Hier zeigen die Neoklassiker wie sie sich ihre Welt bauen, damit sie niemals Schuld sind und ihre Theorie "fehlerfrei" bleibt. Die Neoklassik funktioniert immer, weil sie per Definition ihrer Verfechter niemals falsch ist. So etwas gibt es schon und nennt sich Fundamentalismus. 

Chris

Montag, 27. Mai 2019

Es geht nicht - Generation

Der jungen Generation wird vorgeworfen sie sein unpolitisch. Das wurde aktuell von den Fridays for Future und verschiedene Youtube Videos vortrefflich widerlegt. Vorgeworfen wurde dies von der "Es geht nicht" Generation. Man findet sie überall in der Gesellschaft. Sie wollen, dass sich die Jungen beteiliegen. Sie sollen aber nichts ändern, sondern nur abnicken. Man sieht sie überall in den Kommentarspalten, wenn sie Dinge schreiben wie
  • naja Klimawandel sei ja schlimm, aber die Menschen müssen doch arbeiten
  • Fahrverbote in den Innenstädten gehen nicht, weil dann wird ja Autofahren teurer und wie kommen die armen Menschen dann zur Arbeit
Das sind erst einmal Meinungen. Schlimmer noch sind Diskreditierungen von Wissenschaftlern, welche dann sogar auf den angeblich kritischen Nachdenkseiten veröffentlicht werden
Beispielsweise:
Worauf es mir hier jetzt aber ankommt, ist die falsche Annahme, daß wir, die Menschen, einen Klimawechsel verursachen, bzw. verursacht haben.
weiter

Einige Wissenschaftler warnen uns derzeit vor einer möglichen Mini-Eiszeit, in nur paar Jahren, aber die werden leider nicht zu Wort gelassen.
Ohne Belege sind es erst einmal Behauptungen. Die Grundannahme dieser Menschen ist, es geht nicht. Daher müssen sich hundertausende Wissenschaftler einfach irren. Lustig dann auch im Folgekommentar

Im Mittelalter waren alle Wissenschaftler weit und breit zunächst der Ansicht, dass die Erde eine Scheibe ist.

Eine Behauptung die eben nicht stimmt. Wissenschaft im Mittelalter unterscheidet sich zudem deutlich von Wissenschaft heute. Logik dominierte damals die Analyse und eben nicht die Empirie. Die Menge der beteiligten Menschen und der Disziplinen ist deutlich Größer. Was nicht begriffen wird ist, dass Wissenschaft so spezialisiert ist, dass es ein vortrefflicher Zufall wäre, wenn in den verschiedensten Disziplinen Effekte endeckt werden und diese nur durch den menschgemachten Klimawandel zusammenzubringen sind. Die Unfähigkeit sich mit einem Thema in der Tiefe auseinanderzusetzen zeigt sich an solchen Aussagen

Wieso sollen ein paar Promille Kohlendioxid, Schuld sein, dass sich das Klima jetzt ändert
Die Gegenfrage liegt auf der Hand. Wieso führen ein Paar Promille zu schwerer Alkoholisierung und bei bestimmten Substanzen zum Tod. Weil man es gemessen hat. Ganz einfach!

Es ist zwar richtig, dass Klimapolitik zu massiven Verwerfungen führen wird. Zu behaupten, wie es viele Linke machen, dass wir erst einmal Sozialpolitik bräuchten und dann wird das schon, ist verrückt. Wer kann sich den Klimawandel denn so oder so leisten, die Wohlhabenden und Reichen. Wer verliert auf jeden Fall, die Armen. So simpel ist es. D.h. nichts zu tun bringt niemanden weiter. Das man die Gesellschaft mitnehmen muss, ist keine Frage. Aber was ist denn eigentlich das Problem?

Energie
Es gibt Energiewandlungssyteme die uns komplett CO2 frei elektrische Energie bereitstellen können. Speicher sind kein technisches Problem. Am ehesten ist es ein wirtschaftliches. Nichts spricht dagegen Power-to-X zu betreiben und nutzbare Energie in Form von Gas zu speichern. Der nette Nebeneffekt ist, dass der Verbrennungsmotor weiter nutzbar wäre.
D.h. es geht nicht um technische Möglichkeiten, sondern rein um politischen Willen.

Verkehr
Es gibt Verkehrskonzepte auch in Großstädten die fast Autofrei daherkommen. Die Bürger müssen natürlich ihr gemütliches im Stau stehen aufgeben. Dafür bekommen sie bessere Luft, leisere Städte und einen schnelleren Transport durch die Städte. Diese Konzepte umzusetzen ist Aufgabe der Politik. Stattdessen jammert man lieber über Staus und Fahrverbote.
Wieder fehlt nicht die technische Möglichkeit, sondern der politische Wille.

Wirtschaftspolitik
Auch hier ist es absurd nur auf die Autoindustrie zu schauen. Wir haben eine Pflegenotstand. Wir bräuchten mehr Lehrer. Die neuen Verkehrskonzepte brauchen Umbaumaßnahmen in den Städten und Landkreisen, die Energiewandlungssysteme müssen gebaut werden, usw. Es gibt also ganz neue Fragestellungen. Eine weitblickende Politik würde diese Bereiche fördern. Stattdessen gibt es immer noch das Dienstwagenprivileg, Oberleitungstests auf Autobahnen, usw.
Wieder fehlt es nicht an Fragestellungen und technischen Möglichkeiten sondern am politischen Willen.

Die "Es geht nicht - Generation" der 50-60+ können sich keine Änderungen mehr vorstellen. Stattdessen wird den Kritikern diese Generation vorgeworfen, die Jungend sei im Wohlstand aufgewachsen, sie sei nicht bereit Opfer zu bringen, usw. Selbst fahren sie mit Kreuzfahrtschiffen um die Welt und sorgen sich nicht um den Klimawandel und die daraus folgenden Probleme. Medien greifen reale Sorgen nicht auf, sondern stellen die Realität lieber als große Soap dar. Da geht es dann darum, dass die CDU keine Antwort auf die Youtube findet. Das soll sie auch nicht. Sie soll Antworten auf die Probleme der realen Welt finden. Es wird die Performance der SPD analysiert und nicht verstanden warum sie bei 15% liegt. Wenn Medien Sachfragen stellen würden, liegt die Antwort nah. Das alles wird nicht gemacht. Dann würde man beginnen die Welt zu verstehen. Dann könnte man nicht mehr sagen, es geht nicht, obwohl es geht. Heißt das, dass es leicht ist? Nein aber das waren andere Änderungen und Transformationsprozesse auch nicht. Im Gegensatz zu einem durch den Krieg zerstörten Deutschland starten wir mit einem reichen Land und behaupten wir hätten keine Ressourcen. Absurd.

Chris