Montag, 19. September 2016

Den kriegen wir nie wieder los.

Alle regen sich zu Recht über die Auslassungen der AfD auf. Die CSU ist auch nicht besser. Warum will man Menschen denn wieder los werden. Mit einem Andreas Scheuer will ich auch nicht in einem Land leben. Uns beide vereint nur der Pass. Deutsch spricht er immerhin. Ansonsten ist er ein Rassist. Da gibt es auch nichts zu beschönigen. Man sollte endlich anfangen diese Typen so zu nennen. Wer Grenzen austestet, um am rechten Rand zu fischen, der soll sich auch ordentlich die Finger verbrennen. 
Scheuer wundert sich dann, warum Flüchtlingsheime brennen. Er wundert sich, warum es zu rassistischen Auswüchsen kommt. Das sei alles nicht so gemeint gewesen. Nur ist er ein öffentlicher Mensch und als solcher, soll er bitte als Vorbild durch die Welt gehen. Wenn Menschen zu Recht oder Unrecht Angst haben vor Einwanderern, nimmt man ihnen diese Angst nicht, indem man sich rechter Parolen bedient. Man nimmt ihnen die Angst indem man beide Gruppen zusammenführt und beiden Zeiten zeigt, dass es sich um Menschen handelt. Das Problem ist nicht der Senegalese, der sich nicht ausweisen lässt. Das Problem ist eine arrogante Elite die sich auch in der CSU (und anderen Parteien) tummelt.

Chris

Dienstag, 13. September 2016

Nachtrag zu "Warum schaden sich die Nachdenkseiten selber"

Im vorhergehenden Beitrag wunderte ich mich warum sich die Nachdenkseiten an ein so heißes Thema wie 9/11 wagen und dann bei essentiellen Behauptungen so schlecht recherchiert wird. Nun wird ein Besuch des Anschlagsort berichtet und wieder werden Dinge geschrieben, welche in meinen Augen keine Substanz haben

Was soll diese Aussage bringen? Nur weil etwas bis Dato nicht passiert war, heißt es nicht, dass es unmöglich war. Verwiesen sei an frühe Luftfahrtunfälle, wo man Materialermüdung als unwichtig eingestuft hat. 
Für mich ist die Kurzzusammenfassung plausibel. Warum führe ich im folgenden aus. Kritiker am Bericht unterschätzen die Herangehensweise von Ingenieuren an Probleme. Die Branddauer, die Hitzeentwicklung und -verteilung sind durch Normen festgelegt. Fehlen diese Normen, dann trifft man jede Menge Annahmen. Die Belastung durch ein Feuer kann also falsch eingeschätzt worden sein. Weiterhin ist das Gebäude nicht für diesen Fall, sondern für einen normalen Brand mit funktionierender Sprinkleranlage, bzw. Löschversuchen ausgelegt worden. Fehlt diese ist die Hitzeentwicklung ganz anders.
Man mag das alles komisch finden. Die Simulation des Zusammenbruchs passt ganz gut zur Realität. In der Regel ist eine Verkettung ungungünstiger Ereignisse das eigentliche Problem. Wenn man als Ingenieur zu seinem Chef gehen würde und sagt, Chef ich plane alle Türme so, dass sie Flugzeugtreffer (von Flugzeugen die es damals noch gar nicht gab), zusammenstürzende Nachbargebäude und Brände die nicht gelöscht werden aushalten. Ich bin mir sicher der Ingenieur wäre mit der Begründung nicht ganz klar im Kopf zu sein entlassen worden.

Chris

Donnerstag, 8. September 2016

Warum schaden sich die Nachdenkseiten selber

Vorab ist geschrieben, dass ich die Nachdenkseiten regelmäßig und gerne lese. Aber ein aktueller Artikel über 9/11 sägt an der Glaubwürdigkeit. Warum? Paul Schreyer ist angeblich Experte für den 9/11 Vorfall und seines Zeichens Journalist. Er ist allerdings nicht in der Lage vernünftige Quellenkritik zu üben. So nennt er zum Beispiel eine Quelle, welche behauptet dass


Eine kurze Überprüfung dieser Quelle zeigt, dass sie nicht hält was sie verspricht. Viele Wissenschaftler widersprechen den Forschern. Das Journal ist nicht Per Reviewed. Seriöse Quellen sehen anders aus. Ein wenig Recherche reicht aus, das zu erkennen, z.B. hier.
Schreyer kritisiert weiterhin, dass es keine Untersuchungen zu den Einsturzursachen gab. Allerdings wurde weitergeforscht und es gibt Modelle die gut erklären was vor sich ging. Auch das könnte man schnell herausfinden. Schreyer unterschätzt die Komplexität des Problems vollkommen. Der Untersuchungsbericht hatte eben keine 10 Jahre Zeit und jede Menge Forschungsgelder zur Verfügung, um Modelle zu entwickeln, welche das Einsturzverhalten beschreiben.
Wie jeder Verschwörungstheoretiker versteht er wenig von den physikalischen Hintergründen. Stattdessen nutzt er Sekundärquellen. Das ist auch in Ordnung, wären sie nicht selektiv ausgewählt worden. Die Frage, warum ein Gebäude nicht gerade und faktisch im freien Fall zusammenstürzen sollte erklärt Schreyer nicht.
Er verkennt die Komplexität des Versagens und hat wahrscheinlich das Bild eines Baumes im Kopf. Das World Trade Center war aber kein  Baum und bestand aus einer Gitterstruktur. Wenn ich einige Pfeiler wegnehmen, dann werden die anderen Pfeiler faktisch sofort stärker belastet. Das erwartete Kippen hingegen muss erst einmal die Rotationsträgheit überwinden. Die überbelasteten Pfeiler knicken aus und der Turm fällt auf die nächste Etage. Von dort breitet sich mit Schallgeschwindigkeit eine mechanische Spannungswelle aus. Diese zerstört oder schwächt die tragenden Elemente der unteren Etagen. Der Turm fällt in sich zusammen. Das alles ist relativ einfache Ingenieursmechanik.
Das Stahl einfach durch Reibung und Druck schmelzen kann weiß er sicher nicht. Ebensowenig wird er sich mit dem Eisen-Kohlenstoffdiagramm beschäftigt haben und den unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Phasenzustände des Eisens.
Wenn man objektiv an ein Thema geht, dann muss man recherchieren und eben auch Experten befragen, welche die offiziellen Aussagen zumindest plausibel halten. Dann sollte man das Ganze gegenüberstellen. Das alles macht Schreyer nicht und schadet in meinen Augen der kritischen Bewegung. Durch solche Beiträge sind alle anderen Beiträge eben auch fragwürdig. Auch hier fragt man sich wiae gut die Recherche war. Der Text strotzt nur so von Fehlern und nur wenige Quellen werden genannt. Die Nachdenkeiten wären gut beraten von solch einem kontroversen Thema die Finger zu lassen, oder einen Experten die Analyse durchführen zu lassen. Ein einzelner Journalist wird das nicht leisten können, wie man sieht. Fragen und Unklarheiten gäbe es dabei genug. Das die Türme gesprengt wurden ist hingegen mehr als unwahrscheinlich. Es gibt einfach kein Motiv. Bush konnte ohne jeden Beweis in den Irak marschieren. Warum also die eigene Bevölkerung töten? Wer Amerikaner kennt, weiß wie stolz sie auf sich selbst sind. Hunderte Verschwörer zu finden, welche die Bevölkerung von Gods greatest Nation töten, halte ich für nicht wahrscheinlich. Vor allem wenn man alles erklären kann, wenn man mal jemanden fragt der sich damit auskennt und vernünftige Quellenkritik durchführt.
Schreyer und das ist das fatale, macht genau das was an der INSM und allen anderen neoliberal angehauchten Gruppen vorwirft. Man wirft ein paar seriös wirkende Quellen in den Raum und konstruiert seine Wahrheit. Kritisch ist das nicht und er macht die Kritiker damit angreifbar, weil sie einfach ins Lächerliche gezogen werden können.

Chris

Sonntag, 28. August 2016

Politik gegen die Jüngeren?

Steuern, Rente, Zinsen: Politik gegen die jüngere Generation meint SPON. Dabei wird seit Jahren eine Politik der Eliten gegen den Rest betrieben. Verkauft wird das Ganze als Generationenkonflikt. Das Rentenalter kann nach unten die Rente kann rauf. Solange wir Milliarden an Euros jedes Jahr leistungslos an die Spitze transferieren, weil unser menschgemachtes Verteilungsystem das so fordert, kann mir keiner erzählen, wir könnten uns das nicht leisten. Es ist eine Frage, wer profitiert. Jung gegen Alt ist also nicht die Frage. Die Frage ist wie verteilen wir unseren Wohlstand.

Chris

Freitag, 26. August 2016

Ökonomie wie man sie braucht


Deutschland habe ein drittel der Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst. Die Löhne seien zu stark gestiegen. Eben jene Ökonomen leben in einer unlogischen Welt. Wenn man Deutschland vorwirft es hätte als Volkswirtschaft Lohndumping betrieben, wird das geleugnet und auf die tollen Produkte verwiesen. Wenn die Löhne dann steigen, dann büßen wir Wettbewerbsfähigkeit ein?! Finde den Fehler. 

Chris

Was machen wir nur mit dem Überschuss

Es ist so wie ich es vor Jahren schon gedacht und irgendwo kommentiert habe (ich hab keine Lust es rauszusuchen). Erst wird gejammert, dass die Schulden zu groß sind. Wir müssen also konsquenterweise die Ausgaben kürzen, damit wir sie reduzieren. Meine Prognose war, dass bei Überschüssen Steuersenkungen gefordert werden. Das ist Phase 2 und geschieht genau jetzt. Oft genug sind sogar jene, die behaupten wir wären zu hoch verschuldet. 
Dann folgt Phase 3. Die Konjunktur schwächelt und es werden neue Schulden gemacht. Als Konsequenz müssen natürlich die Ausgaben gekürzt werden. Die Begründung wird sein, dass wir über unseren Verhältnissen leben. Die Steuersenkungen werden vergessen sein.
Denkt man diese Logik zu Ende, dann hat man irgendwann keine Steuern und keine Ausgaben mehr. Das nenn ich nachhaltige Politik.

Chris

Donnerstag, 25. August 2016

Wir haben kein Geld

 
Die Renten aufzubessern, Flüchtlinge besser zu versorgen, den Druck auf Arbeitslose zu verringern, Stellen im öffentlichen Dienst schaffen, die Infrastruktur zu modernisieren...
Wovon sollen wir das alles nur bezahlen?

Chris