Montag, 23. Juli 2012

Angepasste Ackerbaumethoden für das südliche Afrika

Ein sehr interessanter Beitrag über verbesserte Anbaumethoden für das südliche Afrika beim Deutschlandfunk. Die Methoden sind einfach zu erlernen und umzusetzen. Die Ergebnisse sind schnell zu sehen und die Umwelt wird sogar noch geschont. So sieht nachhaltige Entwicklungshilfe aus.

Chris

Kommentare:

  1. Ist doch schön, daß mittlerweile strip-till auch in Afrika angekommen ist.
    Anderswo ist man natürlich schon etwas weiter und hat mit noch moderneren Methoden noch bessere Ergenisse erhalten:
    http://idw-online.de/de/news486193

    Aber immerhin auch da tut sich was.

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  2. "Anderswo ist man natürlich schon etwas weiter und hat mit noch moderneren Methoden noch bessere Ergenisse erhalten"

    Ich finde die vorgestellte Methode sehr gut, da sie saatgutunabhängig ist. Gentechnisch verändertes Saatgut muss erst einmal gekauft werden. Vielleicht ist das dann ein nächster Schritt. Wobei sich die Frage stellt, ob sich die Ergebnisse des Baumwollanbaus auf Lebensmittel ohne weiteres erweitern lassen.

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  3. Die besten Methoden sind nur erfolgversprechend, wenn die Ernährungssicherheit auch politische Priorität geniesst. Trotz sinkender landwirtschaftlicher Produktion gehen mit Ausnahme von Ruanda, Madagaskar, Malawi und Senegal nur fünf Prozent des Staatsbudgets in die Landwirtschaft. In den vier genannten Ländern sind es 10 Prozent. Die Investitionen in die ländliche Entwicklung , mit Bildung und Fortbildung, Landwirtschaft, Gesundheit und Familienplanung müssen deutlich steigen. Afrika hat weltweit die höchsten Geburtenraten. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Menschen in Subsahara-Afrika verdoppeln und bis Ende des Jahrhunderts vervierfachen. Die Lösung kann nur bessere Bildung sein. Dort wo Menschen hungern, rufen die Regierungen nach Hilfe aus Europa oder Amerika anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Diese kurzfristigen Hilfen zerstören aber gleichzeitig die lokalen Märkte.
    Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

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    1. "Dort wo Menschen hungern, rufen die Regierungen nach Hilfe aus Europa oder Amerika anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen."

      Das ist nur halb richtig. Es gab Regierungen die sich um die Menschen gekümmert hatten. Das passte im Kalten Krieg der CIA nicht und so wurden diese Regierungen gestürzt. Auch heute wird gerne die Unfähigkeit der afrikanischen Regierungen dargestellt. Gleichzeitig werden sie vom IWF und den entwickelten Ländern gerne klein gehalten, da man an den Ressourcen interessiert ist. Das schafft man, indem man einen freien Markt propagiert und staatliche Hilfe verteufelt. Erst dann erhält man Kredite. Bildung ist sicherlich wichtig. Aber niemand bildet sich, wenn er nichts zu essen hat. Niemand hat etwas zu essen, so lange die entwickelten Staaten nur einseitige Handelsabkommen schließen, welche die armen Länder deutlich benachteiligt.

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