Samstag, 16. Juli 2011

Armut in den USA

Häufig lese ich, dass Armut in den westlichen Ländern eigentlich nicht existiert. Dabei vergisst man gerne mal die  Zeltstädte in den USA, welche aufgrund der Finanzkrise entstanden waren und das die Zahl der Lebensmittelmarken auf einem Höchststand angekommen sind. Im reichsten Land der Welt, dem Land mit den meisten Millionären gibt es angeblich nicht genug Ressourcen damit jeder Mensch in einer Wohnung leben kann, bzw. genuge Lohn bekommt um sich ernähren zu können. Billionen US Dollar für Bankenrettungen, Milliarden für Senkungen von Spitzensteuern waren vorhanden. Für mich ist dies nicht nachzuvollziehen. Sieht man die aktuelle Dikussion in den USA zwischen den Republikanern und den Demokraten fragt man sich, welches Volk sie eigentlich regieren. Jeglicher Bezug zu den wahren Nöten ihres Souveräns ist verlorengegangen.

Chris

Kommentare:

  1. Hi chriwi,
    das ist der "American Dream", von dem George Carlin sagte: "It' called the american Dream because you have to be asleep to believe it."
    http://www.erlkoenig-blog.de/?p=2278
    Leider nehmen all die Dümmschwätzer des medialen Mainstreams, die immer von der ach so dynamischen amerikanischen Wirtschaft, der Lokomotive der Weltwirtschaft gefaselt haben, keine Notiz. Ich kann mich auch kaum erinnern, in der Tagesschau etwas von den fast 50 Millionen Food Stamps- Empfängern gehört zu haben.
    Was man in den Staaten sehen kann ist, was dabei herauskommt, wenn man den Kapitalismus und die von ihnen profitierenden Eliten gewähren lässt. Die obereren 10% bereichern sich und ersticken garadezu im Geld, während der Rest nach und nach vor die Hunde geht.
    Wir sind Gottseidank viel zu "verkrustet", "bürokratisiert" und vom "Wohlfahrtsstsaat und Überregulierung gelämht" -auch wenn wir mit der Agenda 2010 hier Riesenfortschritte erzielt haben.
    Wer ernsthaft glaubt das mehr Markt, mehr Konkurrenz und die Privatisierung aller Lebensrisiken (quasi Abschaffung der gesetzlichen Sozialsysteme) das Heil bringen, ist ein Idiot und zu faul, die Augen aufzmachen.
    Was den "Abstand" der Eliten zum Volk angeht, so scheint das, wenn man Chomsky glauben darf beste Tradition in den USA su sein.

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  2. Wettbewerb funktioniert in der Theorie. In der Praxis wird er aber gerade von unseren Eliten gemieden. Da wird dann lieber geschummelt (Guttenberg & Co. als Beispiel) oder es wird die Strategie des "to big to fail" (Banken & Co.) genutzt. Wettbewerb existiert in weiten Teilen nicht. Wären unsere Eliten daran interessiert, dann gäbe es eine sehr hohe Erbschaftssteuer. Des Weiteren hätten wir einen Querschnitt der Bevölkerung im Bundestag und nicht nur Akademiker. Wie sollen Menschen, welche aus reichen Haushalten stammen etwas über Armut verstehen können? Das sind nur einige Probleme.
    Am lustigsten ist auch immer die Aussage wir können es uns nicht leisten. Das ist Quatsch. Wenn genug Ressourcen vorhanden sind (und das sind sie) und einige deutlich zu wenig haben, dann ist die Verteilung falsch.

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