Montag, 3. Dezember 2012

Gleichstellung der homosexuellen Ehe

Wie zu erwarten wird bei der CDU über die steuerliche Gleichstellung der hetero- und homosexuellen Ehe diskutiert. Die Grundsatzfrage warum eine Ehe steuerlich bevorteilt werden sollte wird nicht gestellt. Warum sind verheiratete Paare, Paaren bevorzugt die es nicht sind? Mehr Kinder werden dadurch nicht generiert. Längere Partnerschaften wahrscheinlich auch nicht. Diese Bevorzugung kommt aus einer Zeit in der man das Bild "Frau an den Herd und Mann geht arbeiten" fördern wollte. Heutzutage wird hingegen, zu Recht, über Kinderbetreuung und die Selbstverwirklichung der Frauen debattiert. Wieso muss und soll die Ehe dann eine Förderung genießen? Wenn Kinder im Spiel sind kann ich eine staatliche Unterstützung verstehen. Die Gesellschaft möchte das Kinder kriegen fördern. Eine Ehe bringt gesellschaftlich wenig Vorteil. Somit sollte man weniger die Gleichstellung bei den Privilegien diskutieren, sondern vielmehr deren Abschaffung. So oder so wären die hetero- und homosexuellen Ehen gleichgestellt.
 
Chris

Kommentare:

  1. Das liegt am GG, Artikel 6
    "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."

    Es ist eines der Grundrechte.
    Insoweit finde ich auch okay, diese Institutionen besonders zu schützen.
    Allerdings muss man sich schon Gedanken machen, was man im 21.Jahrhundert unter Ehe und Familie verstehen will.
    Ich persönlich halte von vertraglich abgesicherter Liebe nicht allzuviel, doch kann ich verstehen, dass es ein solches Modell gibt. Man muss sich ja nicht bezeiligen. Das betrifft Hetero- wie Homoehe gleichermassen.

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    1. Beinhaltet der besondere Schutz eine steuerliche Vergünstigung? Werdende Mütter stehen auch unter besonderem Schutz und bekommen so weit ich weiß keine Form dieser Vergünstigungen.

      Die Begründung warum gerade diese Form der Lebensführung bevorzugt sein sollte ist sehr schwierig. Letztenendes beruht es auf den christlich konsvertiven Werten die in die Entwicklung des GG mit eingeflossen sind. Man kann dies also nur über christliche Werte begründen, obwohl Staat und Kirche getrennt sein sollen. Genau diese Begründung wird im Übrigen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe (wie auch immer man sie dann nennen mag) angeführt.

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