Dienstag, 25. Oktober 2011

Demokratieverusche in Burma

"Das demokratische Getue wird sich legen" steht bei Spon. Als ich das heute morgen las, dachte ich das sei ein Ausspruch eine EU-Politikers über Griechenland und die dortigen Streiks und Demonstrationen. Regelmäßig gibt es Forderungen von Seiten der Geberländen, Einfluss auf den Staatshaushalt der Defizitländer nehmen zu dürfen. Wer hat diese dazu legitimiert? Das griechische Volk sicherlich nicht. Die Verordnungen vom IWF und der EU sind schon undemokratisch. Nehmen die Griechen ihre Rechte auf Streiks und Demonstrationen war, dann wird die Demokratie gefährdet gesehen.
Wo fängt die Grenze der Unterdrückung an? Im Grunde doch da, wo eine starke, demokratisch nicht legitimierte Minderheit gegen eine Mehrheit agiert. In Burma kritisieren wir diesen Zustand. Wir laden Gegner dieses Regimes ein bei uns zu leben, damit sie irgendwann dort wieder in Frieden leben können. Nur ist es in beiden Fällen der Undemokratie so, dass die Menschen in den jeweiligen Ländern nicht das Glück haben gerettet zu werden. Sie müssen ausharren und hoffen das sich etwas ändert. Wie können wir also Burma kritisieren, wenn wir vor unserer "Haustür" ähnliche Zustände forcieren?

Chris

Kommentare:

  1. Dummerweise verprassen die Griechen noch immer viel mehr Geld als sie einnehmen. Nehmen sie weiter ihr Recht auf Streiks war, wird sich niemand mehr finden, der ihnen weiter Geld leiht. Dannn sind sie pleite.
    Mal gucken, wie sie dann ihre Rente bekommen wollen!

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  2. 1. könnten sie das Geld einnehmen, wenn sie Steuerschulden + Steuerhinterzieher belangen würden. Dann würde das Ganze deutlich besser aussehen. Diese Option steht nicht zur Debatte.

    2. Wieso müssen die Griechen unbedingt sparen. Wer verpflichtet sie dazu, außer die EU und der IWF. Sie könnten ebensogut die Steuern erhöhen und somit die Einnahmeseite sanieren. Ob gut oder schlecht, es sollte ihre Entscheidung sein.

    3. Die Rente bekommen sie wie die Deutschen, welche im übrigen zwischen 1900-2000 3 mal pleite waren. Es wird im Zweifelsfall eine neue Währung entwickelt, bzw. die Griechen werden entschuldet. Da geht es weiter wie vor der Krise.

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