Mittwoch, 21. Dezember 2011

Zitate

Reichtum ist gemäß Pope die Belohnung für Talent und harte Arbeit - und alle Amerikaner haben eine faire Chance auf Erfolg, glaubt er. Der Ableger von „Americans for Prosperity“ in North Carolina, freilich von Pope selbst gegründet, setzt sich massiv gegen Steuererhöhungen für Wohlhabende ein.

Da der Reichtum selbst erarbeitet wurde, sollte auch der private Sektor die Armenfürsorge übernehmen.

Pope setzt ganz auf die Macht des Marktes: Den Menschen würde es besser gehen, wenn private Firmen und nicht der Staat sich um sie kümmern würden. Dementsprechend setzt er sich für die Kürzung der Staatsausgaben und der Unternehmens- und Grundsteuern ein, gleichzeitig sollte es weniger öffentlich Bedienstete geben.
 Da stört es nicht, dass man selbst nie wirklich hart arbeiten musste, um reich zu werden.

Dem widerspricht der Vorsitzende der Demokraten in North Carolina, David Parker: „Warum sollen wir glauben, der private Sektor kümmere sich um Armut? In der Geschichte ist das noch nie passiert. Wir sind alle Gefangene in Art Popes Fantasiewelt.“ Er verweist auch darauf, dass Pope den Konzern von seinen Eltern geerbt hatte. Andere Kritiker führen an, dass Popes Reichtum auch auf den Mindestlöhnen und der Teilzeitarbeit seiner rund 7.000 Angestellten beruht.

Die etwas hinfällige Logik eines "Art" Pope findet man bei vielen Marktliberalen wieder. Der Reichtum den sie verwalten haben sie von ihren Eltern erhalten, meinen aber er stehe ihnen zu. Das Warum wird selten als Frage gestellt. Stattdessen wird eben jener Staat verdammt, welcher das Vererben der Vermögen rechtlich garantiert.

Chris

Kommentare:

  1. Das ist genuiner Liberalismus, der von Herbert Spencer schon mit der evolutionären Begründung versehen wurde, dass der Reichtum der einen der Anreiz der anderen sei. Das Überleben am Markt wird vorgestellt als ein Geschicklichkeitsspiel mit Glücksfaktor. Wer schlechte Karten hat, hat eben Pech gehabt. Ultimative Begründung: Der Markt als unpersonale Ordnung sichert letztlich das Überleben der westlichen, liberalen Zivilisation, alle Einschränkung des Wirkens dieser Ordnungsinstanz beruht umgekehrt auf Zwang und steinzeitlichem Tribalismus.

    AntwortenLöschen
  2. Ich stimme komplett zu. Der Vorteil des Liberalismus im obigen Sinne ist einfach, dass man sich mittels dieser Argumentation von jeglicher Verantwortung freikauft. Im Gegensatz zur realen Evolution kann man mit genug Beziehungen und Geld eben die "Evolutionsregeln" des Marktes außer Kraft setzen. Das passiert jeden Tag.

    AntwortenLöschen