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Freitag, 29. Juni 2012

Die US-Gesundheitsreform hat "überlebt".

33 Millionen bisher nicht versicherte Personen in den USA werden nun versichert. Das sind gute Nachrichten aus der immer noch stärksten Wirtschaftsnation der Welt.

Chris

Dienstag, 15. Februar 2011

Bundeswehr buhlt um Geringqualifizierte

Angesichts der demografischen Entwicklung sowie der anstehenden strukturellen Anpassungen der Bundeswehr werden künftig verstärkt auch junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung beziehungsweise ohne Schulabschluss personalwerblich anzusprechen sein


Dies ist also ein Teil der großen Bundeswehrreform. Die Unterschicht soll für die Verteidigung des Reichtums zur Armee gehen (keine Reform, war faktisch schon immer so). Gezielt sollen schlecht gebildete Menschen gefragt werden. Diese haben wenig Hoffnung auf eine reguläre Stelle und eher zusagen. Auch werden sie tendenziell weniger die moralischen Aspekte hinterfragen und sind noch besser als nichthinterfragende Befehlsempfänger geeignet, als besser ausgebildete Personen. Ich frage mich wann jemand auf die Idee kommt, dass eine Arbeitspflicht für Hartz 4 Empfänger der Bundeswehr eingeführt werden sollte.

Quelle: Spiegel

Chris

Montag, 14. Dezember 2009

Was sind „Reformer“?

Eine sehr schöne Analyse von Albrecht Mülle über "Reformer". Das sind die Art von Politiker die erst mal was bewegen wollen, ohne zu wissen was sie überhaupt tun. Im Artikel sind mir zwei prägnante Abschnitte aufgefallen:

Sachliche Erwägungen spielen bei den programmatischen Vorstellungen dieser Reformflügel eine zweitrangige Rolle; soweit es sie gibt, sind sie häufig ausgesprochen einfältig.

Wenn man sich die Politik der letzten Jahre ansieht wird es sehr deutlich. Rente, Afghanistan, sogar das die FDP sozial politisch engagiert sei wird propagiert. Dabei werden Fakten klar vernachlässigt. Man sieht aber sehr deutlich, wie ich finde auf welchem Niveau sich unsere "Eliten" damit bewegen. Im Kindergarten hat auch immer der Stärkere und Laute die Spielzeuge bekommen. Auch wenn sie nicht seine waren. Ich denke es sagt einiges zum Zustand dieser Menschen aus.

Der zweite Punkt ist sehr anschaulich:

"Es wurde damals behauptet, mit der Lockerung der Ladenöffnungszeiten würden 40.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Reformer glaubten das, obwohl auch schon eine einfache ökonomische Analyse hätte zeigen müssen, dass das Länger-offen-lassen von Ladentüren keinerlei Wertschöpfung darstellt, im Gegenteil, es kann auch eine Vergeudung von Ressourcen sein. So ist es jedenfalls, wenn man zur Befriedigung der gleichen Kaufkraft im Einzelhandel 40.000 Personen mehr braucht."

Ähnliche Debatten wurde mehrfach geführt.

Arbeitszeitverlängerungen = Arbeitsplätze
Sparen im Haushalt (Entlassungen) = Schuldenvermeidung und mittelfristig Arbeitsplätze
Steuersenkungen = Arbeitsplätze
Lohnsenkungen = Arbeitsplätze

Wie und wo wird nie gesagt. Auf Einzelunternehmen trifft das sicherlich zu. Wenn ein Supermarkt in einer Stadt die ganze Nach auf hat, schafft er neue Arbeitsplätze und generiert mehr Umsatz. Denn nachts wird bei ihm gekauft. Die Aussage ist also bestätigt. Oder doch nicht? Was passiert denn weiter? Die anderen Supermärkte der Stadt verkaufen natürlich prozentual weniger. Folglich entlassen sie Leute. In der Summe passiert gar nichts, außer das man nachts einkaufen kann und einige Leute schlechtere Arbeitsbedinungen haben. Ähnlich sieht es bei den anderen "Fakten" aus. Es werden auf den ersten Blick logisch nachvollziehbare Aussagen getroffen. Auf den zweiten Bilck erkennt man recht schnell, dass sie nicht stimmen können. Selbst ohne Wirtschaftsdiplom (oder jetzt Master) kann man das verstehen. Man muss nur sein Gehirn auf Kritik schalten.

Chris